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Mountain Hike recommended route

Vorderer Drachenkopf

· 2 reviews · Mountain Hike · Zugspitz Arena Tyrol
Profile picture of Johannes Renfordt
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Johannes Renfordt 
  • Morgendlicher Rückblick aus dem Hohen Gang über Ehrwald
    Morgendlicher Rückblick aus dem Hohen Gang über Ehrwald
    Photo: Johannes Renfordt, Community
m 2000 1500 1000 500 16 14 12 10 8 6 4 2 km
Anspruchsvolle Tour zu einem der schönsten Gipfel in der Mieminger Kette
difficult
Distance 16.9 km
7:00 h
1,305 m
1,436 m
2,303 m
974 m

Die Mieminger Kette ist insgesamt nur wenig erschlossen und zählt zu den einsameren Gebirgsgruppen in Tirol. Davon auszunehmen ist der westliche, kesselförmige Teil rund um Seeben- und Drachensee, der zudem in Form der Coburger Hütte mit einer bewirtschafteten Schützhütte aufwarten kann. Während viele Besucher der Hütte vor allem die Seen und natürlich den berühmten Blick über den Seebensee zur Zugspitze genießen wollen, ist eine Besteigung der umliegenden Gipfel zumeist eine alpine Unternehmung, die erfahrenen Bergsteigern vorbehalten bleibt. Etwas weniger schwierig, aber trotzdem fordernd ist ein Besuch des wunderbaren Vorderen Drachenkopfs. Dieser liegt etwas zur Mitte des ansonsten recht gleichmäßigen Kessels vorgeschoben und stellt somit eine natürliche, ausgezeichnete Aussichtsplattform oberhalb des Drachensees dar. Der Fernblick ist jedoch eingeschränkt, denn die umliegenden Gipfel sind allesamt höher als der Vordere Drachenkopf. Allerdings besteht im Norden des Runds eine Lücke, jenseits derer die bereits erwähnte wunderschöne Blickmöglichkeit zum Zugspitzmassiv besteht.

Der Tourenvorschlag beginnt an der Talstation der Ehrwalder Almbahn und leitet über den durchaus anspruchsvollen, Trittsicherheit und bedingte Schwindelfreiheit erfordernden Steig "Hoher Gang" an den Seebensee. Hier belebt sich die Szenerie, denn viele Spaziergänger kommen über leichte Wege von der Ehrwalder Alm herüber. Beim folgenden Anstieg zur Coburger Hütte geht der Blick auch immer wieder zum Vorderen Drachenkopf, der als einziger etwas vorgeschobener Gipfel leicht auszumachen ist. An der Hütte angekommen lohnt eine kurze Pause auf der Hüttenterrasse mit Blick hinab zum fast kreisrunden Drachensee, bevor der letzte Teil des Anstiegs beginnt: schmale Steige führen entgegen des Uhrzeigersinn um den nahen Drachenkopf herum und auf den schmalen Grat hinauf, der Vorderen und Hinteren Drachenkopf verbindet. Stellenweise unangenehm ausgesetzt und beständig mit Kraxeleien durchsetzt leiten Markierungen hinauf zum überraschend breiten Gipfelplateau, das eine großartige Aussicht ermöglicht.

Der Abstieg erfolgt zunächst bis fast zur Coburger Hütte zurück, führt aber dann vom Hinweg abweichend in die nahe, schmale Biberwier Scharte und in der Folge abschnittsweise unangenehm steil hinab ins Tal. Kurz vor Biberwier endet der Abstieg und weitgehend flach führt ein das Versprechen seines Namens kaum einlösender Panoramaweg hinüber nach Ehrwald. Durch den Ort hindurch wird der Ehrwalder Bahnhof erreicht, an dem schließlich der Tourenvorschlag endet.

Author’s recommendation

Die Tour lohnt besonders an schönen Herbsttagen!
Difficulty
difficult
Technique
Stamina
Experience
Landscape
Risk potential
Highest point
Vorderer Drachenkopf, 2,303 m
Lowest point
Ehrwald, 974 m
Best time of year
Jan
Feb
Mar
Apr
May
Jun
Jul
Aug
Sep
Oct
Nov
Dec
Cardinal direction
NESW

Track types

Asphalt 5.75%Forested/wild trail 21.73%Path 62.48%Road 7.87%Traces of trail 2.15%
Asphalt
1 km
Forested/wild trail
3.7 km
Path
10.5 km
Road
1.3 km
Traces of trail
0.4 km
Show elevation profile

Safety information

Der Tourenvorschlag stellt erhöhte Anforderungen an Trittsicherheit und Schwindelfreiheit. Wer sich bereits im "Hohen Gang" unwohl fühlt, sollte von einer Begehung des Vorderen Drachenkopfs grundsätzlich absehen.

Der Anstieg zum Vorderen Drachenkopf steigert sich im Schwierigkeitsgrad beständig: beginnend im etwas nervigen Schutt geht es über unangenehme Platten mit wenigen künstlichen Tritten hinauf in den schmalen Sattel zwischen Vorderen und Hinteren Drachenkopf. Der abschließende Anstieg über den Grat mit eingestreuten leichten Kraxeleien ist nichts für schwache Nerven, denn links und rechts gähnen die Abgründe - bei ungünstigen Bedingungen, d.h. Regennässe oder Schnee, ist von dieser Passage dringend abzuraten.

Die eingeschränkte Fernsicht vom Vorderen Drachenkopf bringt es mit sich, dass ggf. aufziehende Gewitter unter Umständen nur spät erkannt werden können. Bei potentieller Gewitterneigung ist deshalb ebenfalls vom Tourenvorschlag abzuraten, da ein rascher Rückzug vom Gipfel bzw. dem Grat ausreichend Zeit benötigt.

Start

Bushaltestelle Ehrwalder Almbahn (1,108 m)
Coordinates:
DD
47.387780, 10.938520
DMS
47°23'16.0"N 10°56'18.7"E
UTM
32T 646305 5250080
w3w 
///procreation.funk.sidelines
Show on Map

Destination

Bahnhof in Ehrwald

Turn-by-turn directions

Wenige Meter oberhalb der Talstation der Ehrwalder Almbahn die Seilbahn kreuzen und am Waldrand rechts halten. Auf einem guten Fahrweg geht es geringfügig abwärts und in das Tal eines kleinen Bachs hineingehen. Ein erster nach rechts führender Weg wird ignoriert, nach der Querung des Bachs aber dem breiten Fahrweg nach rechts folgen. Dieser steigt an erreicht nach einer Kehre eine kleine Lichtung. Dort rechts abzweigen und einem Steig folgen, der ungefähr die Höhe haltend rasch zu einer zweiten, größeren Lichtung führt. Auf der anderen Seite taucht der Steig in dichten Wald ein und erreicht wenig später einen kreuzenden Steig, diesem nun nach links folgen. Durch zunächst noch verwunsch wirkenenden Wald geht es zunehmend zügig aufwärts, bald folgt der Steig dem Rand einer Geröllrinne bis an den Fuß einer steilen Wand. Mit einigen versicherten Passagen erklimmt der hier abschnittsweise fordernde Steig mit teilweise schöner Aussicht die markante Felsstufe. Sobald sich das Gelände wieder zurücklehnt, geht es fast schon gemütlich weiter ans Ufer des Seebensees. Linkshaltend dem Ufer folgen, der Steig erreicht nach kurzer Zeit den Fahrweg, der ans südliche Ufer weiterleitet. Dort endet der Fahrweg an der Materialseilbahn, ein bequemer, äußerst kehrenreicher Steig setzt die Gehrichtung zur Coburger Hütte fort, die auf einer landschaftlich äußerst reizvollen Geländestufe wenig oberhalb des Drachensees liegt.

Nach der Pause auf der Hüttenterrasse kurzzeitig auf dem bisherigen Weg zurückgehen, aber gleich bei der ersten Gelegenheit nach links abzweigen. Der kleine Steig führt mit Gehrichtung Biberwierer Scharte an den Nordfuß des Vorderen Drachenkopfs heran und verzweigt sich dort. Linkshaltend geht es um den Vorderen Drachenkopf herum und in ein mäßig steiles Schuttkar hinein. Der Steig orientiert sich hier wiederum zur linken Seite und erreicht schließlich den oberen Rand des Kars. Markierungen leiten über die steilen Felsen hinauf und mit ersten leichten Kraxelstellen wird der schmale Grat zwischen Hinteren und Vorderen Drachenkopf erreicht. Linkshaltend geht es der Gratlinie folgend durch das abschnittsweise luftige Gelände weiter, dabei sind auch einige weitere Kraxelstellen zu absolvieren. Die zahlreichen Markierungen leiten dabei sicher durch das sehr unübersichtliche Gelände bis zum Gipfelplateau.

Der Abstieg erfolgt zunächst zur Wegverzweigung am Nordfuß des Vorderen Drachenkopfs. Dort nun spitz nach links und dem Steigverlauf bis in die Biberwierer Scharte folgen. Auf der anderen Seite der schmalen Scharte unangenehm steil absteigen, sobald der Steig in die Latschen eintaucht, geht es glücklicherweise etwas angenehmer, aber weiter steil abwärts. In der Folge zuerst zwei Steigabzweigungen zur linken, später eine zur rechten Seite ignorierend wird nach langer Zeit schließlich ein Fahrweg gekreuzt und kurz darauf ein zweites Mal erreicht. Dort rechtshalten und an der unmittelbar folgenden Verzweigung dem Fahrweg nach links folgen. Dieser ist zwar als Panoramaweg bezeichnet, ist jedoch im Laufe der Jahre zugewachsen. Aber immerhin recht flach und gemütlich führt dieser in Richtung Ehrwald. Dabei sind die wenigen Abzweigungen nicht weiter zu beachten, bis nach der einzig nennenswerten Lichtung rechterhand ein beschilderter Steig abzweigt, der im Lärchenwald eine Fahrspur kreuzt und kurz darauf zum Geißbach hinabsteigt. Auf der anderen Seite wird am Ehrwalder Ortsrand rasch eien Fahrstraße erreicht, auf der es rechtshaltend weitergeht. Diese mündet nach bereits nach hundert Metern in den Zippermühlstraße ein, der linkshaltend zum Martinsplatz leitet. Wer an der Ehrwalder Almbahn geparkt hat, folgt dort dem Straßenverlauf nach rechts, für die Bahnfahrer geht es linkshaltend über den schönen Martinsplatz weiter bis zum Kirchplatz in der Ortsmitte von Ehrwald. Dort rechtshaltend für längere Zeit der Hauptstraße folgen, bis rechterhand die Bahnhofsstraße abzweigt, die wenig überraschend direkt zum Ehrwalder Bahnhof führt.

Note


all notes on protected areas

Public transport

Public-transport-friendly

Die Tour eignet sich vorzüglich für eine An- und Abreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln:

Der Bahnhof von Ehrwald liegt an der Bahnstrecke (München - ) Garmisch-Partenkirche - Reutte in Tirol und wird an Wochenentagen gewöhnlich im Stundentakt angefahren. Vom Ehrwalder Bahnhof fahren Busse zum Ausgangspunkt des Tourenvorschlags an der Ehrwalder Almbahn - dabei aber die Fahrpläne beachten, denn manche Kurse nehmen den zeitraubenden Umweg über Lermoos und Biberwier!

Die Tourenbeschreibung beginnt unmittelbar an der Bushaltestelle Ehrwalder Almbahn und endet am Bahnhof Ehrwald.

Getting there

  • Aus Richtung München über die A 95 bis nach Eschenlohe fahren. Vom Autobahnende über die B 2 und B 23 über Griesen nach Ehrwald fahren.
  • Aus Richtung Innsbruck bzw. Landeck auf der Inntalautobahn bis zur Anschlussstelle Mötz bzw. Imst fahren. Jeweils auf der B 189 nach Nasserreith und via B 179 den Fernpass überqueren. Vor dem Lermooser Tunnel von der Bundesstraße abfahren und über Biberwier nach Ehrwald fahren.
  • Aus Richtung Reutte in Tirol über die B 179 in Richtung Fernpass fahren. Vor dem Lermooser Tunnel von der Bundesstraße abfahren und über Lermoos nach Ehrwald fahren.

Parking

Grundsätzlich bestehen in Ehrwald sehr vielfältige Parkmöglichkeiten. Es empfiehlt sich aber der Einfachheit, an der Talstation der Ehrwalder Almbahn zu parken. Diese ist im Ort großzügig ausgeschildert und nicht zu verfehlen.

Coordinates

DD
47.387780, 10.938520
DMS
47°23'16.0"N 10°56'18.7"E
UTM
32T 646305 5250080
w3w 
///procreation.funk.sidelines
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Arrival by train, car, foot or bike

Author’s map recommendations

Alpenvereinskarte 4/2 Wetterstein- und Mieminger Gebirge, Mitte

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Equipment

Festes Schuhwerk ist für diesen Tourenvorschlag obligatorisch. Für die Abstiegspassagen sind, je nach Geschmack, ggf. Stöcke hilfreich.

Auch wenn mit der Coburger Hütte eine Einkehrmöglichkeit besteht, sind Verpflegung und ausreichend Getränke unbedingt im Rucksack mitzuführen.


Questions and answers

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Rating

5.0
(2)
Ralf Ackermann 
July 31, 2022 · Community
Habe die Tour als Bike und Hike von Ehrwald aus gemacht. Sebensee, Drachensee und zum Gipfel bzw. Retoure. Lohnenswert und viel Zeit eingespart.
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When did you do this route? July 31, 2022
Kaj Kusterer
February 28, 2020 · Community
Tourenbericht: https://www.headshaker.de/unit.php?ID=120
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When did you do this route? July 01, 2017
Video: Kaj Kusterer, Community

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Reviews
Difficulty
difficult
Distance
16.9 km
Duration
7:00 h
Ascent
1,305 m
Descent
1,436 m
Highest point
2,303 m
Lowest point
974 m
Public-transport-friendly Scenic Refreshment stops available Insider tip Summit route Exposed sections Secured passages Scrambling required Linear route Ridge traverse

Statistics

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Features
2D 3D
Maps and trails
Distance  km
Duration : h
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Descent  m
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Lowest point  m
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