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Hiking trail

Habicht - Ein Berg wie ein Monolith

Hiking trail · Stubaital
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    Photo: KOMPASS
2400 2700 3000 3300 3600 m km 0.5 1 1.5 2 2.5 3 3.5 4 4.5
4.5 km
5:00 h
907 m
907 m

Unauffällig ist er nicht: Nach allen Seiten hin zeigt sich der Habicht als massiger, dunkelfelsiger und mit kleinen Gletschern gezierter Riesenberg. Einst galt er sogar als der Höchste im Land, und so ist es kein Wunder, dass bereits im Jahre 1836 seine erste "touristische Ersteigung" vermeldet wurde. Der bergbegeisterte Geistliche Peter Carl Thurwieser staunte jedoch nicht schlecht, als er mit seinem Fulpmer Führer Ingenuin Krösbacher oben ankam und schon einen Gipfelsteinmann vorfand; wahrscheinlich sind ihm Jäger oder Vermesser zuvorgekommen ... Der Name "Habicht" hat übrigens nichts mit stolzen Vögeln zu tun, sondern geht auf den Begriff „Hoager“ zurück – er weist wohl auf das „Heigen“ (Heuen) hin, und tatsächlich findet man an seiner Basis einige abschüssige Bergwiesen.

Steil ist der Berg bis zum Gipfel hinauf – und so vermeildet die Chronik leider schon mehr als 100 Todesopfer. Die exponiertesten Abschnitte der Aufstiegsroute wurden zwar mit Stahlseilen versehen, doch dazwischen sind auch ungesicherte Felspassagen zu überwinden. Dazu kommt, dass am Habicht viele Altschneefelder und Firnrinnen über hohen Felsflanken abbrechen. Besonders teuflisch ist der Auslauf des Habichtferners unterhalb des Gipfels: Dort geht eine Firnmulde direkt in eine Steilrinne über, die durch die 1000 m hohe Nordostflanke bis zum Boden der Karalm hinunterführt – eine Gefahrenstelle, die bei Nebel leicht zu übersehen ist. Mittlerweile hinterlässt das zurückschmelzende Eis vor der Abbruchkante immer mehr Geröll, das aber bis weit in den Sommer hinein unter Altschnee liegt.

Bei sicheren Verhältnissen ist die Hochtour auf den Habicht jedoch sehr eindrucksvoll. Da er genau zwischen den Gletscher- und den Dolomitbergen des Stubaitals erhebt, gibt er interessante Einsichten preis. Dazu kommt der weite Gebirgshorizont von den Nördlichen Kalkalpen über die Zillertaler Alpen bis zu den Dolomiten. Unvergesslich auch der Tiefblick nach Norden, wo sich der spaltige Mischbachferner in die Tiefe stürzt. So darf dieser Charakterberg im Reigen der Stubaier Seven Summits natürlich nicht fehlen.  

▶ Zur Innsbrucker Hütte: Siehe Tour 17. Aufstieg: Hinter der Innsbrucker Hütte führt rechts ein Pfad auf den Gras- und Geröllrücken vor dem Gipfelaufbau. Nach einem etwa 2600 m hoch gelegenen Sattel wird es unvermittelt steil. Über Felsstufen und abschüssige Gesteinsbänder erreichen Sie den Beginn der Stahlseile, die zu einer Felsrippe emporleiten. Dahinter durch ein kleines Kar und kurz über dunkles, kleinsplittriges Gestein, bis weitere Stahlseile den Aufstieg über glatte Platten entschärfen. Unter einem flachen Gratabsatz nach links und in die riesige Nord-ostflanke hinein. Die steilen Fels- und Schutthänge lassen sich erstaunlich gut durchsteigen; der Tiefblick ins 1000 m tiefer gelegene Pinnistal ist gewaltig. In Kehren und über Felssufen erreichen Sie das „Köpfl“ (3050 m) neben dem Firnfeld unterhalb des Habichtferners (über dem schon der Gipfel sichtbar ist). Die markierte Route führt links davon über den Blockrücken auf eine Kuppe und rechts zum Habichtferner. Über den
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