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Großglockner (3798 m) Nordwand - Mayerlrampe

· 1 review · Alpine Route · Glockner Group
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DAV Sektion Teisendorf Verified partner  Explorers Choice 
  • Großglockner Nordwand Mayerlrampe Topo
    / Großglockner Nordwand Mayerlrampe Topo
    Photo: Stefan Stadler, DAV Sektion Teisendorf
  • / Am Einstieg der Mayerlrampe
    Photo: Stefan Stadler, DAV Sektion Teisendorf
  • / In der 70 Grad steilen Mayerlrampe
    Photo: Stefan Stadler, DAV Sektion Teisendorf
  • / wunderschöne Ausblicke während der gesamten Tour (Wiesbachhorn)
    Photo: Stefan Stadler, DAV Sektion Teisendorf
  • / Grögerschneid (3660 m)
    Photo: Stefan Stadler, DAV Sektion Teisendorf
  • / Großglockner Nordwestgrat mit Route
    Photo: Stefan Stadler, DAV Sektion Teisendorf
  • / Blick nach hinten: Glocknerwand und Teufelsturm
    Photo: Stefan Stadler, DAV Sektion Teisendorf
  • / Auf dem Nordwestgrat des Großglockners
    Photo: Stefan Stadler, DAV Sektion Teisendorf
  • / auf dem Nordwestgrat des Großglockners
    Photo: Stefan Stadler, DAV Sektion Teisendorf
  • / Auf der Wechte des Kleinglockners
    Photo: Stefan Stadler, DAV Sektion Teisendorf
  • / Abstieg auf dem Hoffmannskees
    Photo: Stefan Stadler, DAV Sektion Teisendorf
m 4500 4000 3500 3000 2500 2000 12 10 8 6 4 2 km Kaiser-Franz-Josefs Höhe (2362 m) Großglockner (3.798 m) Erzherzog-Johann-Hütte Glockner-Biwak
Sehr anspruchsvolle Route in der Großglockner Nordwand. Erste Schwierigkeit ist die Eisrampe mit einer Steilheit von 70 Grad. Und dann folgt noch die schwierige, ausgesetzte Kletterei (UIAA III+) in meist mit Eis und Schnee versetztem Nordwestgrat.
difficult
Distance 12.5 km
12:00 h
900 m
1,700 m
3,798 m
2,100 m
Großartige lange Nordwandtour über steiles Eis, kombiniertem Gelände und festem Urgestein auf dem höchsten Berg von Österreich, die erst im Jahr 1967 von der Legende Sepp Mayerl erstbestiegen wurde.

Author’s recommendation

Am Anfang der Saison, wenn die Großglockner Hochalpenstraße öffnet, ist die Glockner-Biwakschachtel auf Grund der vielen Möglichkeiten in der Großglockner Nordwand (Pallavicini Rinne, Berglerrinne...) oft überfüllt! Dann besser nicht am Wochenende gehen, sondern auf einen Wochentag ausweichen!
Profile picture of Stefan Stadler
Author
Stefan Stadler 
Update: February 22, 2021
Difficulty
III+, 70°, D difficult
Stamina
Experience
Landscape
Risk potential
Highest point
Großglockner, 3,798 m
Lowest point
Pasterze, 2,100 m
Best time of year
Jan
Feb
Mar
Apr
May
Jun
Jul
Aug
Sep
Oct
Nov
Dec
Cardinal direction
NESW
Belay stations
with bolts, pitons, trad gear
Protection
trad gear
Rope length
1 x 50 m
Number of quickdraws
5
First ascent
Sepp Mayerl, H. Lindner, H. Messner am 19.10.1967

Safety information

Auch wenn man zum Glück wenig von Spaltenstürzen im Glocknergebiet hört, gibt es auf den Gletschern dieser Tour immer wieder Spalten. Man sollte sich lieber einmal öfter anseilen!

Tips and hints

Touristinfo Zell am See , Heiligenblut , Großglockner Hochalpenstraße (Webcam!) aktuelles vom Kletteronkel auf Facebook

Start

Kaiser-Franz-Josefs-Höhe (2362 m) (2,360 m)
Coordinates:
DD
DMS
UTM
w3w 

Destination

Kaiser-Franz-Josefs-Höhe (2362 m)

Turn-by-turn directions

Von der Franz-Josefs-Höhe den markierten Weg entlang der Standseilbahn runter auf die Pasterze (ca. 300 Hm). Unten am meist aperen Gletscher geht man in westlicher Richtung den dreibeinigen Schildern entlang. Für den Aufstieg auf die erste Terrasse unter der Großglockner Nordwand gibt es verschiedene Möglichkeiten, welche man je nach den vorherrschenden Verhältnissen wählt. Dann geht man ein Stück in Richtung des kleinen Burgstalls um anschließend in einem großen Bogen nach südwesten (links) auf dem spaltigen Gletscher anzusteigen. Später kann man sich mehr auf den Grat halten um den Felsen, auf dem die Biwakschachtel steht direkt zu erklettern (Stelle II). Oder wenn genügend Schnee/Eis (bis 35 Grad) vorhanden ist, kann man auch deutlich nördlich (links) vom Grat das Glocknerbiwak erreichen.

Früh am nächsten Morgen geht man in 10 Minuten (Achtung Spalten!) flach zum Bergschrund. Nach diesem geht es 200 hm in Falllinie ca. 45 Grad steil hinauf Richtung unterer Glockner Scharte. Hier zweigt sich nicht zu übersehen die Mayerlrampe links ab. Die erste Seillänge kann man sich noch am Fels rechts entlang halten bevor man sich im bis zu 70 Grad steilen Eis mehr links hält. Auf der Rampe in 5 Seillängen hinauf zur Grögerschneid (3660 m). Hier hat man sich in beeindruckender Kulisse, gegenüber steht das Teufelshorn, die erste Brotzeit verdient!

Dann im flachen Firn hinüber zum Nordwestgrat des Großglockner. Die ersten beiden Felszacken kann man seitlich umgehen. Je nach Verhältnissen, bei viel Schnee habe ich diese auch schon direkt erklettert. In diesem Bereich gibt es einige wenige Bohrhacken (wenn man Glück hat findet man diese im Schnee). Anschließend wird der Grat für einige Seillängen flacher, aber er ist immer sehr ausgesetzt. Unter der stark aufsteilenden Draschplatte befindet sich der nächste Bohrhacken (AV-Ring). Vom Stand weg auf einem Band 3 Meter nach rechts (Süden) und dann sind es nur 2-3 anstrengende Züge, um die Schlüsselstelle (UIAA III+) zu überwinden. Dann noch einige Meter steil, aber mit sehr großen Griffen und anschließend flacher zum Stand (BH). In leichtem kombiniertem Gelände weiter zum Gipfel. Berg Heil!

Vom Gipfel geht es in leichter Kletterei ca. 40 Meter (UIAA I-II, BH) hinunter zur Glocknerscharte (Sicherungsstange). Hier mündet von Norden die Pallavicinirinne. Man überquert vorsichtig die ausgesetzte Scharte und geht jenseits am Fixseil entlang hinauf zum Kleinglockner. Jetzt in leichter Kletterei (UIAA I-II) den Sicherungsstangen folgend immer am ausgesetzten Grat entlang. Zuerst noch flach und dann teils steil abwärts bis zur Schulter. Hier gehen wir nach Osten das Glocknerleitl im ca. 40 Grad steilen Eis hinunter. Ich habe das Glocknerleitl bei meinen Begehungen früh im Jahr (Firn und Eis) einfacher vorgefunden, als spät in der Saison, wo teilweise apere Stellen und loser Schutt zusätzlich Schwierigkeiten bereiteten. Am Glocknerleitl befinden sich nur noch weit oben wenige Sicherungsmöglichkeiten an der nördlichen Begrenzung (Bohrhacken am Fels). Anschließend auf dem Hofmannskees (Achtung Spalten!) in südöstlicher Richtung (rechtshaltend) Anfangs sehr flach weiter. Später wird es bis zu 35 Grad steil und man folgt in Falllinie runter zur Pasterze. Man überquert die Pasterze und geht auf dem markierten Weg hinauf zur Franz-Josefs-Höhe. Nach einem langen Tag ist der Gegenanstieg sehr anstrengend, zumal die Motivation auch schon längst im Keller ist!

Die Zeitangaben und Höhenmeter beziehen sich auf den 2. Tag ab der Biwakschachtel.

Note


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Getting there

Von Norden (München): Die Autobahn A8 in Traunstein verlassen und über Inzell, Lofer nach Zell am See. Von Nordosten kommend fährt man die Tauernautobahn bis St. Johann im Pongau und ebenfalls nach Zell am See. Nun die Großglockner Hochalpenstraße über die Passhöhe (Fuschertörl, Hochtörl) bis zur Franz-Josefs-Höhe.

Von Süden: Die Tauernautobahn in Spital verlassen und Richtung Lienz fahren. Ein Stück vor Lienz rechts in die Großglockner Hochalpenstraße einbiegen. Bis hierher kommt man auch von Südtirol durch das Pustertal (Bruneck). Nun über Heiligenblut zur Franz-Josefs-Höhe.

Die Großglockner Hochalpenstraße öffnet wenn die Verhältnisse es zulassen immer am 1.Mai. Die Mautgebühr beträgt schlappe 34,50 Euronen! :-( (Stand 2015)

Parking

In der sehr hohen Mautgebühr für die Großglockner Hochalpenstraße ist wenigstens das Parken im Parkhaus auf der Franz-Josefs-Höhe inbegriffen.

Coordinates

DD
DMS
UTM
w3w 
Arrival by train, car, foot or bike

Book recommendation by the author

Alpenvereinsführer: Glockner- und Granatspitzgruppe von Willi End www.rother.de Hochtouren OSTALPEN von Edwin Schmitt und Wolfgang Pusch - Rother Selection www.rother.de

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Alpenvereinskarte Nr. 40 Glocknergruppe 1:25000 www.dav-shop.de

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Equipment

Steileisausrüstung mit 8 Eisschrauben; für den Nordwestgrat einen Satz Keile und Camalots 0.3-2, Bandschlingen

Basic Equipment for Alpine Routes

  • Layered, moisture wicking clothing
  • Long, warm technical socks plus liners and spares
  • 35-45 liter rucksack  (with rain cover)
  • Protection against sun, rain and wind (hat, sunscreen, water- and windproof jacket and suitable legwear)
  • Lip protection (SPF 30+)
  • Water- and windproof mountaineering jacket and trousers with ankle adjustment or separate gaiters
  • Water- and windproof gloves plus thin fleece inner gloves
  • Neckwear
  • moisture wicking skull / knit cap
  • Hiking poles
  • Sunglasses
  • Ample supply of drinking water and snacks
  • First aid kit
  • Kit para bolhas
  • Bivy / survival bag  
  • Survival blanket
  • Headlamp
  • Pocket knife
  • Whistle
  • Cell phone
  • Cash
  • Navigation equipment / map and compass
  • Emergency contact details
  • ID

Technical Equipment for Alpine Routes

  • B2 or B3 mountaineering boots
  • Climbing harness
  • Climbing helmet
  • Ice axes (basic or technical with hammer and adze as required)
  • C2-C3 crampons with anti-balling plates (as required by route and to match boots)  
  • Single rope
  • Half ropes
  • Twin ropes
  • Friend/cam 0
  • Friend/cam 0.1
  • Friend/cam offset 0.1-0.2
  • Friend/cam 0.2
  • Friend/cam offset 0.2-0.3
  • Friend/cam 0.3
  • Friend/cam offset 0.3-0.4
  • Friend/cam 0.4
  • Friend/cam offset 0.4-0.5
  • Friend/cam 0.5
  • Friend/cam offset 0.5-0.75
  • Friend/cam 1
  • Friend/cam 2
  • Friend/cam 3
  • Friend/cam 4
  • Friend/cam 5
  • Friend/cam 6
  • Friend/cam 7
  • Friend/cam 8
  • Set of nuts
  • Double set of nuts
  • Small nuts
  • Medium nuts
  • Large nuts
  • Nut tool
  • Tricam(s)
  • Ball nut(s)
  • (Active) Camming device(s) for wider cracks such as the Gipsy
  • Hexentric(s)
  • Progress capture pulley(s) such as the Petzl Traxion
  • Micro ascender(s) such as the Petzl TiBloc
  • Pitons and hammer
  • Set of ice screws
  • Short ice screws
  • Medium ice screws
  • Long ice screws
  • V-Thread tool
  • 2x Harness tool holder such as the Ice Clipper or Caritool
  • Quickdraws
  • Locking device

Camping Equipment

  • Tent (3- or 4-season)
  • Stove (including fuel and utensils)
  • Sleeping mat. Sleeping bag with suitable temperature rating.
  • Food
  • Toiletries and medication
  • Toilet paper

Things to Bring if Staying in a Mountain Hut

  • Toiletries and medication
  • Quick-drying towel  
  • Ear plugs
  • Sleeping bag liner
  • Sleepwear
  • Alpine club membership card if applicable / ID
  • Coronavirus mask and hand sanitizer
  • The 'basic' and 'technical' equipment lists are generated based on the selected activity. They are not exhaustive and only serve as suggestions for what you should consider packing.
  • For your safety, you should carefully read all instructions on how to properly use and maintain your equipment.
  • Please ensure that the equipment you bring complies with local laws and does not include restricted items.

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Ulli Gunde 
December 15, 2015 · Community
Die steht ganz, ganz oben auf der Wunschliste fürs kommende Jahr. Die Bilder sehen immer so genial aus! Vielen Dank fürs Einstellen, Stefan!
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Georg Rothwangl 
December 15, 2015 · alpenvereinaktiv.com
Sehr lohnende Tour, bei uns war nur noch eine weitere 3er-Seilschaft unterwegs. Zum Glück hatte beim Abstieg die Adlersruhe schon geöffnet, denn der Getränke-Stop war dringend notwendig.
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When did you do this route? July 09, 2010
Beim Biwak mit Blick zur Mayerlrampe.
Photo: Georg Rothwangl, alpenvereinaktiv.com
Am Anfang der Rampe. Wir wählten den Einstieg ganz oben bei der Felswand, nur dort war durchgängig Eis.
Photo: Georg Rothwangl, alpenvereinaktiv.com
Blick zurück nach der zweiten Seillänge.
Photo: Thomas Leitner, alpenvereinaktiv.com
Blick zurück mit der Biwakschachtel am rechten oberen Bildrand.
Photo: Thomas Leitner, alpenvereinaktiv.com

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Beim Biwak mit Blick zur Mayerlrampe.
Am Anfang der Rampe. Wir wählten den Einstieg ganz oben bei der Felswand, nur dort war durchgängig Eis.
Blick zurück nach der zweiten Seillänge.
Blick zurück mit der Biwakschachtel am rechten oberen Bildrand.

Reviews
Difficulty
III+, 70°, D difficult
Distance
12.5 km
Duration
12:00 h
Ascent
900 m
Descent
1,700 m
Highest point
3,798 m
Lowest point
2,100 m
Circular route Scenic Summit route Ridge traverse Ridge crossing

Statistics

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Distance  km
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