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Zwischen Reither- und Erlspitze

Mehrtagestour · Karwendel
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  • Blick nach Osten auf die Freiungspitzen und dahinter den großen Solstein
    / Blick nach Osten auf die Freiungspitzen und dahinter den großen Solstein
    Foto: Naturpark Karwendel, AV-alpenvereinaktiv.com
  • Nur speziell angepasste Pflanzen wie das Polster bildende stängellose Leimkraut können in Felsritzen zwischen versteinerten Lagunen überleben
    / Nur speziell angepasste Pflanzen wie das Polster bildende stängellose Leimkraut können in Felsritzen zwischen versteinerten Lagunen überleben
    Foto: Naturpark Karwendel, AV-alpenvereinaktiv.com
  • Die berühmte Gipfelstürmernadel vom Weg zur Erlspitze aus gesehen (Variante)
    / Die berühmte Gipfelstürmernadel vom Weg zur Erlspitze aus gesehen (Variante)
    Foto: Naturpark Karwendel, AV-alpenvereinaktiv.com
  • Solsteinhaus
    / Solsteinhaus
    Foto: Alpenverein Innsbruck, ÖAV-Hüttenfinder
  • Solsteinhaus
    / Solsteinhaus
    Foto: Alpenverein Innsbruck, ÖAV-Hüttenfinder
  • Solsteinhaus
    / Solsteinhaus
    Foto: Alpenverein Innsbruck, ÖAV-Hüttenfinder
  • Solsteinhaus
    / Solsteinhaus
    Foto: Alpenverein Innsbruck, ÖAV-Hüttenfinder
  • / Solsteinhaus
    Foto: Alpenverein Innsbruck, ÖAV-Hüttenfinder
  • / Blick vom Großen Solstein auf die gesamte Kette von Reither- bis Erlspitze
    Foto: Naturpark Karwendel, AV-alpenvereinaktiv.com
  • / Sommerfrische für viele Tiere sind die Almwiesen rund um die Neue Magdeburger Hütte
    Foto: DAV Sektion Geltendorf
  • / die letzten Meter zur Hütte
    Foto: Chris Maier, DAV Sektion Geltendorf
1000 1500 2000 2500 3000 m km 2 4 6 8 10 12 14 16 18 Reitherspitze Solsteinhaus Neue Magdeburger Hütte

Einzelne Abschnitte sind steil und etwas ausgesetzt. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind hier ein wichtiger Begleiter. Besondere Aufmerksamkeit verlangt der Abstieg durch das „Kaminl“ zwischen Solsteinhaus und Neue Magdeburger Hütte sowie über den schmalen, zum Teil steilen und an einigen Abschnitten ausgesetzten Schleifwandsteig.
mittel
19,5 km
9:30 h
2350 hm
2750 hm
Weitblick und schroffer Karwendelkalk – diese Tour führt durch das eher unbekannte Eck im äußersten Südwesten des Karwendels, hoch über dem Inntal. Den hier besonders brüchigen Fels haben Frost, Wind und Wasser mit den Jahren zu bizarren Formen, zu Türmen und Zähnen geschliffen. Dazwischen wachsen speziell angepasste Pflanzen, die Gämsen im Schutt abweiden. Unsere Tour führt uns einmal entlang dieser Bergkette von der Reither Spitze zur Erlspitze am Solsteinhaus. Von dort steigen wir auf anspruchsvollen, kleinen Steigen ab ins Inntal.

 

Variante: auch in entgegengesetzter Richtung empfehlenswert – von der landschaftlichen Dramaturgie vielleicht nicht ganz so reizvoll, dafür bewältigt man die anspruchsvollen Stellen bergauf gehend.

Autorentipp

Schau dir einmal die Gesteinsbrocken genauer an – hier gibt es viele Versteinerungen zu finden, Muscheln und ähnliche Bewohner des urzeitlichen Meeres, auf dem du jetzt stehst.
outdooractive.com User
Autor
Naturpark Karwendel
Aktualisierung: 10.09.2017

Schwierigkeit
mittel
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höchster Punkt
Reither Spitze, 2374 m
Tiefster Punkt
Kranebitten, 698 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Einkehrmöglichkeit

Neue Magdeburger Hütte
Nördlinger Hütte
Solsteinhaus

Ausrüstung

Für Wanderungen/Bergtouren über mehrere Tage gilt es, sich gut auszurüsten. Jedoch sollte man keinesfalls zu viel in den Rucksack packen. Baumwolle sollte man in allen Kleidungsstücken vermeiden, Polyester und vor allem Wolle sind ihr an Funktionalität weit überlegen. Die folgende Ausrüstungs-Checkliste soll die Planung erleichtern.
  • Kleidung: Wanderhose, Pulli, Funktionswäsche, Jacke (wind- und wasserdicht), Mütze, Handschuhe, 2 Paar Socken, evtl. Wechselwäsche
  • Bergschuhe: knöchelhoch, Einsatzbereich B-C 
  • Sonnenschutz: Brille, Creme, Lippenschutz, Sonnenkappe
  • Rucksack: 30-40 Liter, Erste-Hilfe-Paket, evtl. Fernglas (sehr lohnenswert in Österreichs größtem Naturpark), Biwaksack, Taschen-/Stirnlampe, Trinkflasche, Jausenbehälter, Karten, Ausweis, Mitgliedskarte (DAV/ÖAV/Naturfreunde/ÖTK), Taschengeld und E-Card/Krankenkassenkarte, Mobiltelefon, evtl. Kamera
  • Sonstiges für Mehrtagestouren: Hausschuhe, Waschzeug, Handtuch (im Kleinstformat), Hüttenschlafsack,  evtl. Snowline-Spikes, evtl. Tourenstöcke, evtl. Freizeithose

Weitere Infos und Links

Übernachten 

Solsteinhaus (1806 m), geöffnet von Anfang Juni bis Mitte Oktober, +43 664 3336531, robert@fankhauser.at, www.solsteinhaus.com

Mehr Informationen zu den aktuellen Fahrplänen, günstigen Tickets, den Hütten, den Wanderungen und dem Naturpark Karwendel überhaupt findest Du hier:

www.karwendel.org/anreise

Start

Bahnhof Reith bei Seefeld (1122 m)
Koordinaten:
Geographisch
47.301329, 11.200754
UTM
32T 666367 5240999

Ziel

Bahnhof Kranebitten

Wegbeschreibung

1. Tag

Die Wanderung beginnt in Reith bei Seefeld und führt anfänglich steil zwischen den Häusern hinauf zum Waldrand. Man folgt dem Weg Nr. 211 kurz auf einem Traktorweg, mündet jedoch schon bald in den mit zahlreichen Kehren gespickten Steig ein. Auf knapp 1500 m gelangt man auf eine neu angelegte Forststraße, der man ein kurzes Stück taleinwärts folgt. Nach gut 250 m zweigt rechterhand erneut der Steig ab. Wiederum eine Vielzahl an Kehren begleiten uns hinauf zum Schartlehnerhaus (1856 m). Über den Latschenrücken des „Schoaßgrates“ erreicht man nach 3 h die Nördlinger Hütte (2239 m). Von der Schutzhütte geht es ostwärts anfangs steil hinunter zum Ursprungsattel (2096 m). Vom Sattel dann nicht in Richtung Freiungstürme, sondern in nördlicher Richtung hinunter zum in der Karte markierten Punkt 1794 m. Man quert ein weitläufiges Kar und erreicht den Kamm der Jöchelschröfen (1821 m). Im Schatten der Kuhlochspitze steigt man durch das große Geröllfeld des Kuhlochs zur Eppzirler Scharte (2102 m) auf. Von hier aus würde sich die Tour über den Zirler Klettersteig zur Erlspitze anbieten, wobei von diesem Unterfangen ohne Klettersteigset dringend abzuraten ist. Das Solsteinhaus (1806 m) bereits vor Augen, steigt man die letzten knapp 300 Höhenmeter durch das Kar und zuletzt über Bergwiesen zur Schutzhütte ab. 

Varianten

Wer sich im alpinen Gelände absolut sicher fühlt, kann die Überschreitung vom Ursprungsattel über den Freiunger Höhenweg wählen. Obwohl die kritischen Stellen versichert sind, sind Schwindelfreiheit, Trittsicherheit und eine gute Kondition aufgrund der Länge der Tour unerlässlich.

Reitherspitze (2374 m): Von der Nördlinger Hütte in ca. 20 Minuten zum Gipfel. Der Anstieg ist mitunter steil und an einigen Stellen seilversichert.

Erlspitze (2405 m): Der Anstieg von der Eppzirler Scharte zur Erlspitze über den Erlturm hat Klettersteigcharakter. Für die Überschreitung ist die Mitnahme eines Klettersteigsets unbedingt erforderlich. Der Normalanstieg vom Solsteinhaus ist durchwegs steil und verlangt Trittsicherheit, weist aber bei einer Gehzeit von ca. 1:15 h keine alpintechnischen Schwierigkeiten auf.

2. Tag

Wunderschön ist die Wanderung über den Zirler Schützensteig zur Neuen Magdeburger Hütte (1637 m), die man bereits nach 1:30 h erreicht. Vorsicht und vor allem Trittsicherheit bedarf es beim kurzen Abstieg durch das „Kaminl“ (Seilsicherung vorhanden). Hat man sich auf der Neuen Magdeburger Hütte gestärkt, folgt man dem Weg in östlicher Richtung zur Schoberwaldhütte, steigt durch den Schoberwald ab, überquert den tiefeingeschnittenen Sulzenbachgraben und folgt dem Schleifwandsteig unterhalb des Hechenbergs. Das Gelände bricht hier steil hinunter; Trittsicherheit ist Voraussetzung für diesen Abschnitt. Auf der Ostseite gelangt man noch einmal zu einer versicherten Stelle, bevor der Steig anfangs steil ins Inntal hinunter führt. Im unteren Abschnitt wird das Gelände sanfter und nach einigen Kehren über die „Peters Mähder“ gelangt man zur Fahrstraße und zuletzt zur Bahnhaltestelle Innsbruck/Kranebitten.

Varianten (Gipfelziele von der Neuen Magdeburger Hütte)

Kirchberger Köpfl (1943 m): Unschwieriger Anstieg auf die höchste Erhebung des Hechenbergs (Gehzeit: ca. 40 Minuten).

Großer Solstein (2541 m) und Kleiner Solstein (2637 m): Die Anstiegsvariante über den Höttinger Schützensteig verlangt Trittsicherheit und Schwindelfreiheit. Vor allem auch der weitere Aufstieg vom Sattel zum Gipfel des Kleinen Solsteins (Gehzeit: ca. 3:30 h). Der Große Solstein ist vom Sattel unschwierig erreichbar (Gehzeit: ca. 3h). Die Anstiegsvariante durch das Wörgltal ist zwar einfacher, aber aufgrund des rutschigen Kalkschotters schweißtreibender (Abstiegsvariante).

Öffentliche Verkehrsmittel

mit Bahn und Bus erreichbar

Die Haltestellen "Reith b. Seefeld" und "Kranebitten" liegen auf der ÖBB/DB Regionalbahn Verbindung München-Garmisch-Innsbruck und sind sowohl vom Inntal als auch von Bayern aus bequem, günstig und schnell erreichbar!

Die Wanderung gibt es zum Gratis Download mit integriertem Fahrplan auf www.karwendel.org/anreise

Hier gibt es auch stets aktuelle Informationen zu den Verkehrsbetrieben/Fahrplänen!

Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Buchempfehlungen des Autors

  • Wandern im Naturpark Karwendel mit öffentlicher Anreise, Naturpark Karwendel, Franz Straubinger, 2. Auflage, Hall 2016
  • Kompass-Wanderführer Alpenpark Karwendel (WF 5660) Siegfried Garnweidner und Hermann Sonntag, Kompass-Karten, 2. Auflage, Innsbruck 2015
  • Kosmos-Naturführer für unterwegs Frank Hecker, Katrin Hecker. Kosmos: Stuttgart 2014
  • Welche Alpenblume ist das? 168 Alpenblumen einfach bestimmen Manuel Werner, Kosmos: Stuttgart 2011
  • Vögel. 300 Arten entdecken & bestimmen Jonathan Elphick, John Woodward, DK Natur Kompakt: London 2012

Kartenempfehlungen des Autors

Erste Wahl für genaue Tourenplanung sind Karten im Maßstab 1 : 25.000. Hier empfiehlt sich die Alpenvereinskarte „Karwendelgebirge West“. Folgt man der hier beschriebenen Route, genügt auch der Maßstab 1:50.000. Empfehlenswert ist hier die Kompass-Wanderkarte „Karwendelgebirge“ (WK 26).

Buchtipps für die Region

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Naturpark Karwendel
29.08.2016 · alpenvereinaktiv.com
Hallo Manfred,

herzlichen Dank für Deine ausführliche Rückmeldung! Ich werde sowohl zur 1. möglichen längeren Gehzeit, als auch 2. zur Möglichkeit die Tour andersherum zu laufen einen Vermerk in der Beschreibung aufnehmen. 

Mir selbst gefällt die beschriebene Richtung von der Dramaturgie her besser, mit Blick auf den Alpenhauptkamm sich allmählich ins Inntal hinabzuhangeln. Und den steilen Abstieg hätte man umgekehrt von der Nördlinger Hütte erst recht in den Knien.

Aktuelle Informationen wie günstige Preisangebote oder Fahrplanänderungen versuchen wir stets auf unserer Anreise-Seite karwendel.org/anreise zu beschreiben.

Beste Grüße!
Franz

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Manfred Wedel
26.08.2016 · Community
Hallo zusammen, ich habe am 24. und 25.08.2016 die Tour wie beschrieben bei großer Hitze durchgeführt und fand es insgesamt trotzdem sehr interessant. Allerdings gibt es von mir mehrere gravierende Einwände: 1.) Die veranschlagten 3 Stunden (Laut Tafel unten in Reith 3 1/4 h) von Reith bis zur Nördlinger Hütte sind realistisch und nicht wirklich technisch schwierig. Nur hoch muß man ;-) Was a b e r in der Beschreibung für den ersten Tag überhaupt nicht stimmt ist die Gesamtlaufzeit von 5:30 h. D e n n es werden von der Nördlinger Hütte bis zum Solsteinhaus mehr als 4 1/2 Stunden über die "einfachere" Tour Richtung Eppzirler Scharte benötigt. Also in Summe für den ersten Tag m e h r als 7 Stunden einplanen. 2.) Ich würde als Empfehlung die gesamte Tour in umgekehrter Reihenfolge durchführen. Das hat mehrere Gründe: - Der Schleifwandsteig ist am unteren Teil mit Gras überwuchert, die Markierungen an den Bäumen sind teilweise ausgebleicht und es gibt mehrere ausgesetzte Passagen, bei denen ein Stück Seil wünschenswert wäre. Hochlaufen ist insgesamt angenehmer und geht somit weniger auf die Knie. - Der Zirler Schützensteig sollte eigentlich in beide Richtungen kein Problem sein. - Das Kaminl fand ich als Genuß und als ein Highlight der gesamten Tour. - Nach der Übernachtung im Solsteinhaus kommt man gestärkt und erholt direkt an die Eppzierler Scharte. Der steile An- und Abstieg über dessen Geröll ist zeit- und kräfteraubend. Ich bin für die Tour über München per Bahn an- bzw. abgereist. Es gibt (zumindest aktuell) ein günstiges Ticket von der ÖBB, das sich "Preisschiene" nennt und minimal 9,-- EUR kostet. Bitte entsprechend informieren. Wenn jemand die Tour wie beschrieben läuft und mit der Bahn abreist, so kann er in Kranebitten die Wartezeit mit einer Einkehr im Kranebitterer Hof (Campingplatz) überbrücken. Da ist einen knappen 1 km vom Bahnhof Richtung Tal (Höhe Flughaben Innsbruck) erreichbar.
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Gemacht am 24.08.2016
Ursprungsattel Richtung Freiunger Höhenweg
Ursprungsattel Richtung Jöchelschröfen
Foto: Manfred Wedel, Community
Ursprungsattel nach der Nördlinger Hütte
Foto: Manfred Wedel, Community
Ursprungsattel von Nördlinger Hütte
Foto: Manfred Wedel, Community
Kaminl
Foto: Manfred Wedel, Community

Fotos von anderen

+ 1

Schwierigkeit
mittel
Strecke
19,5 km
Dauer
9:30 h
Aufstieg
2350 hm
Abstieg
2750 hm
mit Bahn und Bus erreichbar Etappentour aussichtsreich Einkehrmöglichkeit geologische Highlights

Statistik

  • 2 Etappen
Bergtour · Karwendel

Zwischen Reither und Erlspitze Tag 1

24.05.2016
schwer Etappe 1
11,7 km
6:00 h
1600 hm
900 hm
von Naturpark Karwendel,   alpenvereinaktiv.com
Bergtour · Karwendel

Zwischen Reither und Erlspitze Tag 2

24.05.2016
mittel Etappe 2
8 km
4:15 h
700 hm
1800 hm
von Naturpark Karwendel,   alpenvereinaktiv.com
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