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Klettersteig

Zugspitze durch das Höllental

· 7 Bewertungen · Klettersteig · Wetterstein-Gebirge und Mieminger Kette
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  • Wer zeitig aufbricht, sieht von Hammersbach die Waxensteine im strahlenden Morgenlicht.
    / Wer zeitig aufbricht, sieht von Hammersbach die Waxensteine im strahlenden Morgenlicht.
    Foto: Siegfried Garnweidner, alpenvereinaktiv.com
  • / Beim frühen Aufstieg ist man in der Höllentalklamm meistens allein.
    Foto: Siegfried Garnweidner, alpenvereinaktiv.com
  • / Im Höllentalanger
    Foto: Siegfried Garnweidner, alpenvereinaktiv.com
  • / An der Hühnerleiter geht es erstmals zur Sache ...
    Foto: Siegfried Garnweidner, alpenvereinaktiv.com
  • / .. und gleich dahinter, am Brett, wird es nicht einfacher.
    Foto: Siegfried Garnweidner, alpenvereinaktiv.com
  • / Wir nähern uns dem Höllentalferner.
    Foto: Siegfried Garnweidner, alpenvereinaktiv.com
  • / Bei der Randkluft kommt es oft zum Stau.
    Foto: Siegfried Garnweidner, alpenvereinaktiv.com
  • / Ja, es gibt Spalten am Höllentalferner.
    Foto: Siegfried Garnweidner, alpenvereinaktiv.com
  • / In der Klettersteiganlage.
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  • / Tiefblick auf Höllentalanger und Höllentalangerhütte.
    Foto: Siegfried Garnweidner, alpenvereinaktiv.com
  • / Bergeinsamkeit gibt es auf der Zugspitze nicht.
    Foto: Siegfried Garnweidner, alpenvereinaktiv.com
  • / Trubel am Zugspitzgipfel.
    Foto: Siegfried Garnweidner, alpenvereinaktiv.com
  • / Gipfelblick auf den Jubiläumsgrat.
    Foto: Siegfried Garnweidner, alpenvereinaktiv.com
  • / Gipfelpanorama nach Norden auf den Höllentalferner
    Foto: Siegfried Garnweidner, alpenvereinaktiv.com
m 4000 3500 3000 2500 2000 1500 1000 500 10 8 6 4 2 km Höllentalangerhütte

Sehr lange und anstrengende Bergtour, die hervorragende Kondition, Bergerfahrung, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit verlangt. Der Klettersteig zwischen Hölltentalferner und Irmerscharte ist nichts für schwache Nerven. Wer nicht absolut sicher ist, sollte Klettersteigsicherung verwenden. Ein Steinschlaghelm ist unerlässlich. Der Höllentalferner wird oft als ungefährlich eingeschätzt. Allerdings können stark abgeschmolzener Schnee und Blankeis zum Problem werden (Steigeisen!), ebenso die Randkluft. Und entgegen der vorherrschenden Meinung gibt es auf dem stark schmelzenden Gletscher etliche gefährliche Spalten.
schwer
10,1 km
7:00 h
2200 hm
182 hm
Wegen des Gipfelerlebnisses braucht man nicht zu Fuß auf die Zugspitze zu steigen. Der Gipfel ist nämlich mit technischen Anlagen geradezu verschandelt und das goldene Gipfelkreuz kommt einem angesichts von Betonterrasse und Sendemasten fast ein bisserl deplatziert vor. Unmengen von Menschen stehen an schönen Sommertagen am Gipfel und gar mancher Bergsteiger fragt sich, ob sich dieses Ziel für eine so mühsame Tour lohnt. An der Zugspitze ist der Weg das Ziel. Der schönste und spannendste, wenn auch nicht der einfachste Anstieg führt durch das Höllental herauf.

Viele Bergsteiger tun es sich nicht an, durch das Höllental an einem Tag aufzusteigen und übernachten auf der Höllentalangerhütte. Wer hervorragende Kondition und Ausdauer hat, lange Bergtouren gewöhnt ist und sich auch nach stundenlangem Aufstieg noch voll auf den luftigen Klettersteig konzentrieren kann, kann diese beliebte Tour auch an einem Tag schaffen.
outdooractive.com User
Autor
Siegfried Garnweidner
Aktualisierung: 26.11.2015

Schwierigkeit
C schwer
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höchster Punkt
Zugspitze, 2962 m
Tiefster Punkt
Hammersbach, 760 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez
Exposition
NOSW

Einkehrmöglichkeit

Höllentalangerhütte

Sicherheitshinweise

Wegen der beachtlichen Höhe und des enorm langen und anstrengenden Aufstiegs darf man nur bei stabilem Wetter aufbrechen.

Weitere Infos und Links

Die Top 5 Klettersteige in Bayern: 
www.bergzeit.de/magazin/klettersteige-bayern-fuenf-tipps

Start

Hammersbach, 760 m (758 m)
Koordinaten:
Geographisch
47.468049, 11.040788
UTM
32T 653789 5259197

Ziel

Zugspitze, 2962 m

Wegbeschreibung

Aufstieg: Von Hammersbach steigt man neben dem gleichnamigen Bach auf breitem Weg zur Höllentaleingangshütte hinauf. Von dort führt ein Klammsteig durch die eindrucksvolle Höllentalklamm (AV-Mitglieder haben ermäßigten Eintritt) und weiter zur Höllentalangerhütte. Dort eventuell Übernachtung.

Der Anstiegsweg führt vom Unterkunftshaus über den Höllentalanger zunächst fast eben, später deutlich steiler nach Südwesten zur Hühnerleiter. Dort kann man erstmals seine Schwindelfreiheit beweisen. Denn die Krampenleiter steigt enorm an. Schon bald darauf erreicht man das Brett. Spätestens dort setzt man den Steinschlaghelm auf. Eisenstifte und ein darüber gespanntes Drahtseil ermöglichen die Querung einer schrägen Wand und dahinter kommt man in steiles, felsiges Gelände. Hin und wieder finden sich solide Drahtseile. Dann erreicht man schließlich das Höllentalkar. Die Umgebung wird sehr karg, und je mehr man sich dem Höllentalferner nähert, umso trister wird sie. Die Pfadspur führt über Toteis und auf den Gletscher zu.

Am unteren Rand des Ferners legt man Steigeisen (oder wenigstens Grödel) an und steigt auf dem kleinen Gletscher anfangs nach links hinauf und umgeht eine Spaltenzone. Die Spur dreht rechts ab und wird sehr steil (Vorsicht bei Vereisung!) Nach dem Steilstück geht es nochmals nach rechts und mäßig steil an die Randkluft heran.

Der alte Einstieg in den Klettersteig eignet sich normalerweise nicht mehr für den Aufstieg. Deshalb wurde weiter oben ein neuer Einstieg angelegt, aber auch dieser hat seine Tücken, und ein unvorsichtiger Tritt kann zur Folge haben, dass man sich unten in der Spalte wieder findet. Noch bevor man die Randkluft überwindet und in den langen Klettersteig einsteigt, zieht man die Steigeisen wieder aus. Das dauert und deshalb gibt es an dieser Stelle immer wieder Staus. Eine halbe Stunde ist keine Seltenheit.

Sobald man die Spalte überwunden hat, kraxelt man am luftigen Steig sehr lange in der Schlange zur Irmerscharte und durch die Nordflanke des Zugspitz-Ostgipfels mit Hilfe von Drahtseilen und Eisenstiften zu einem breiten Weg hinauf. Auf ihm geht es die letzten Meter über schmierige Felsen zum Gipfelkreuz hinauf.

Abstieg: Entlang der Aufstiegsroute abzusteigen empfiehlt sich nur an ruhigen Bergtagen. Ansonsten ist ein zügiges Durchkommen wegen des starken „Gegenverkehrs“ kaum möglich.

Alternativ kann man durch den Stopselzieher nach Ehrwald absteigen, über das Platt, das Reintal und die Partnachklamm nach Garmisch-Partenkirchen oder man fährt ganz bequem mit der Seilbahn oder der Bayerischen Zugspitzbahn ins Tal.

Hinweis


alle Hinweise zu Schutzgebieten

Öffentliche Verkehrsmittel

Bayerische Zugspitzbahn ab Garmisch-Partenkirchen

Anfahrt

A95 bis zum Autobahnende in Eschenlohe und auf der B 2 bis Burgrain. Von dort auf der B 23 durch Garmisch-Partenkirchen und weiter über Grainau bis zum Ausgangspunkt.

Parken

Großer Parkplatz neben der Zugspitzbahn bei Hammersbach.
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Kartenempfehlungen des Autors

Alpenvereinskarte 1:25 000, Blatt 8, Wettersteingebirge, Zugspitze oder Topografische Karte des Bayer. Landesamtes für Vermessung und Geoinformation1:50000, Blatt UK50-50 Werdenfelser Land - Ammergebirge - Forggensee - Murnau - Reutte - Ehrwald

Buchtipps für die Region

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Kartentipps für die Region

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Ausrüstung

Steinschlaghelm; evtl. Klettersteigset, Steigeisen, warme Kleidung, Wetterschutz, ausreichend Getränke und Proviant

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Bewertungen

5,0
(7)
Kaj Kusterer
28.02.2020 · Community
Tourenbericht: https://www.headshaker.de/unit.php?ID=43#B921
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Gemacht am 08.08.2019
Video: Kaj Kusterer, Community
Tim Barwan
17.09.2019 · Community
Gemacht am 16.09.2019
Benjamin Fröschle
01.05.2019 · Community
Tolle Tour und mit guter Kondition absolut machbar. Waren Ende September unterwegs und hatten gutes Wetter. Der Ferner(Gletscher) war ziemlich blank und ohne Steigeisen wäre es kaum möglich gewesen. 2 Jungs waren ohne Steigeisen unterwegs und haben min. 3mal solang für den Ferner gebraucht und wären fast in eine Spalte gerutscht. Steigeisen und Klettersteigset sind also ein Muss. Das geniale an der Tour ist natürlich dass man alles hat. Von einer Klamm über den Klettersteig bis hin zum Gletscher-Erlebnis ist alles dabei.
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Gemacht am 29.09.2018
Foto: Benjamin Fröschle, Community
Foto: Benjamin Fröschle, Community
Foto: Benjamin Fröschle, Community
Foto: Benjamin Fröschle, Community
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Fotos von anderen

+ 5

Bewertung
Schwierigkeit
C schwer
Strecke
10,1 km
Dauer
7:00h
Aufstieg
2200 hm
Abstieg
182 hm
aussichtsreich Einkehrmöglichkeit Bergbahnauf-/-abstieg Gipfel-Tour klassischer Klettersteig

Statistik

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