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Klettersteig

Zugspitze durch das Höllental

(3) Klettersteig • Zugspitz-Region
  • Wer zeitig aufbricht, sieht von Hammersbach die Waxensteine im strahlenden Morgenlicht.
    / Wer zeitig aufbricht, sieht von Hammersbach die Waxensteine im strahlenden Morgenlicht.
    Foto: Siegfried Garnweidner, alpenvereinaktiv.com
  • Beim frühen Aufstieg ist man in der Höllentalklamm meistens allein.
    / Beim frühen Aufstieg ist man in der Höllentalklamm meistens allein.
    Foto: Siegfried Garnweidner, alpenvereinaktiv.com
  • Im Höllentalanger
    / Im Höllentalanger
    Foto: Siegfried Garnweidner, alpenvereinaktiv.com
  • An der Hühnerleiter geht es erstmals zur Sache ...
    / An der Hühnerleiter geht es erstmals zur Sache ...
    Foto: Siegfried Garnweidner, alpenvereinaktiv.com
  • .. und gleich dahinter, am Brett, wird es nicht einfacher.
    / .. und gleich dahinter, am Brett, wird es nicht einfacher.
    Foto: Siegfried Garnweidner, alpenvereinaktiv.com
  • Wir nähern uns dem Höllentalferner.
    / Wir nähern uns dem Höllentalferner.
    Foto: Siegfried Garnweidner, alpenvereinaktiv.com
  • Bei der Randkluft kommt es oft zum Stau.
    / Bei der Randkluft kommt es oft zum Stau.
    Foto: Siegfried Garnweidner, alpenvereinaktiv.com
  • Ja, es gibt Spalten am Höllentalferner.
    / Ja, es gibt Spalten am Höllentalferner.
    Foto: Siegfried Garnweidner, alpenvereinaktiv.com
  • In der Klettersteiganlage.
    / In der Klettersteiganlage.
    Foto: Siegfried Garnweidner, alpenvereinaktiv.com
  • Tiefblick auf Höllentalanger und Höllentalangerhütte.
    / Tiefblick auf Höllentalanger und Höllentalangerhütte.
    Foto: Siegfried Garnweidner, alpenvereinaktiv.com
  • Bergeinsamkeit gibt es auf der Zugspitze nicht.
    / Bergeinsamkeit gibt es auf der Zugspitze nicht.
    Foto: Siegfried Garnweidner, alpenvereinaktiv.com
  • Trubel am Zugspitzgipfel.
    / Trubel am Zugspitzgipfel.
    Foto: Siegfried Garnweidner, alpenvereinaktiv.com
  • Gipfelblick auf den Jubiläumsgrat.
    / Gipfelblick auf den Jubiläumsgrat.
    Foto: Siegfried Garnweidner, alpenvereinaktiv.com
  • Gipfelpanorama nach Norden auf den Höllentalferner
    / Gipfelpanorama nach Norden auf den Höllentalferner
    Foto: Siegfried Garnweidner, alpenvereinaktiv.com
Karte / Zugspitze durch das Höllental
1000 1500 2000 2500 3000 3500 m km 2 4 6 8 10 Höllentalangerhütte
Wetter

Sehr lange und anstrengende Bergtour, die hervorragende Kondition, Bergerfahrung, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit verlangt. Der Klettersteig zwischen Hölltentalferner und Irmerscharte ist nichts für schwache Nerven. Wer nicht absolut sicher ist, sollte Klettersteigsicherung verwenden. Ein Steinschlaghelm ist unerlässlich. Der Höllentalferner wird oft als ungefährlich eingeschätzt. Allerdings können stark abgeschmolzener Schnee und Blankeis zum Problem werden (Steigeisen!), ebenso die Randkluft. Und entgegen der vorherrschenden Meinung gibt es auf dem stark schmelzenden Gletscher etliche gefährliche Spalten.
schwer
10,1 km
7:00 Std
2200 m
182 m
alle Details
Wegen des Gipfelerlebnisses braucht man nicht zu Fuß auf die Zugspitze zu steigen. Der Gipfel ist nämlich mit technischen Anlagen geradezu verschandelt und das goldene Gipfelkreuz kommt einem angesichts von Betonterrasse und Sendemasten fast ein bisserl deplatziert vor. Unmengen von Menschen stehen an schönen Sommertagen am Gipfel und gar mancher Bergsteiger fragt sich, ob sich dieses Ziel für eine so mühsame Tour lohnt. An der Zugspitze ist der Weg das Ziel. Der schönste und spannendste, wenn auch nicht der einfachste Anstieg führt durch das Höllental herauf.

Viele Bergsteiger tun es sich nicht an, durch das Höllental an einem Tag aufzusteigen und übernachten auf der Höllentalangerhütte. Wer hervorragende Kondition und Ausdauer hat, lange Bergtouren gewöhnt ist und sich auch nach stundenlangem Aufstieg noch voll auf den luftigen Klettersteig konzentrieren kann, kann diese beliebte Tour auch an einem Tag schaffen.
outdooractive.com User
Autor
Siegfried Garnweidner
Aktualisierung: 26.11.2015

Schwierigkeit schwer
Technik C
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höhenlage
2962 m
760 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Einkehrmöglichkeit Einkehrmöglichkeit
aussichtsreich
Bergbahnauf-/-abstieg
Gipfel-Tour
klassischer Klettersteig
Deutschland

Einkehrmöglichkeit


Exposition

NOSW
Ausrichtung der Tour

Sicherheitshinweise

Wegen der beachtlichen Höhe und des enorm langen und anstrengenden Aufstiegs darf man nur bei stabilem Wetter aufbrechen.

Ausrüstung

Steinschlaghelm; evtl. Klettersteigset, Steigeisen, warme Kleidung, Wetterschutz, ausreichend Getränke und Proviant

Weitere Infos und Links

Start

Hammersbach, 760 m (758 m)
Koordinaten:
Geogr. 47.468049 N 11.040788 E
UTM 32T 653789 5259197

Ziel

Zugspitze, 2962 m

Wegbeschreibung

Aufstieg: Von Hammersbach steigt man neben dem gleichnamigen Bach auf breitem Weg zur Höllentaleingangshütte hinauf. Von dort führt ein Klammsteig durch die eindrucksvolle Höllentalklamm (AV-Mitglieder haben ermäßigten Eintritt) und weiter zur Höllentalangerhütte. Dort eventuell Übernachtung.

Der Anstiegsweg führt vom Unterkunftshaus über den Höllentalanger zunächst fast eben, später deutlich steiler nach Südwesten zur Hühnerleiter. Dort kann man erstmals seine Schwindelfreiheit beweisen. Denn die Krampenleiter steigt enorm an. Schon bald darauf erreicht man das Brett. Spätestens dort setzt man den Steinschlaghelm auf. Eisenstifte und ein darüber gespanntes Drahtseil ermöglichen die Querung einer schrägen Wand und dahinter kommt man in steiles, felsiges Gelände. Hin und wieder finden sich solide Drahtseile. Dann erreicht man schließlich das Höllentalkar. Die Umgebung wird sehr karg, und je mehr man sich dem Höllentalferner nähert, umso trister wird sie. Die Pfadspur führt über Toteis und auf den Gletscher zu.

Am unteren Rand des Ferners legt man Steigeisen (oder wenigstens Grödel) an und steigt auf dem kleinen Gletscher anfangs nach links hinauf und umgeht eine Spaltenzone. Die Spur dreht rechts ab und wird sehr steil (Vorsicht bei Vereisung!) Nach dem Steilstück geht es nochmals nach rechts und mäßig steil an die Randkluft heran.

Der alte Einstieg in den Klettersteig eignet sich normalerweise nicht mehr für den Aufstieg. Deshalb wurde weiter oben ein neuer Einstieg angelegt, aber auch dieser hat seine Tücken, und ein unvorsichtiger Tritt kann zur Folge haben, dass man sich unten in der Spalte wieder findet. Noch bevor man die Randkluft überwindet und in den langen Klettersteig einsteigt, zieht man die Steigeisen wieder aus. Das dauert und deshalb gibt es an dieser Stelle immer wieder Staus. Eine halbe Stunde ist keine Seltenheit.

Sobald man die Spalte überwunden hat, kraxelt man am luftigen Steig sehr lange in der Schlange zur Irmerscharte und durch die Nordflanke des Zugspitz-Ostgipfels mit Hilfe von Drahtseilen und Eisenstiften zu einem breiten Weg hinauf. Auf ihm geht es die letzten Meter über schmierige Felsen zum Gipfelkreuz hinauf.

Abstieg: Entlang der Aufstiegsroute abzusteigen empfiehlt sich nur an ruhigen Bergtagen. Ansonsten ist ein zügiges Durchkommen wegen des starken „Gegenverkehrs“ kaum möglich.

Alternativ kann man durch den Stopselzieher nach Ehrwald absteigen, über das Platt, das Reintal und die Partnachklamm nach Garmisch-Partenkirchen oder man fährt ganz bequem mit der Seilbahn oder der Bayerischen Zugspitzbahn ins Tal.

Öffentliche Verkehrsmittel:

Bayerische Zugspitzbahn ab Garmisch-Partenkirchen

Anfahrt:

A95 bis zum Autobahnende in Eschenlohe und auf der B 2 bis Burgrain. Von dort auf der B 23 durch Garmisch-Partenkirchen und weiter über Grainau bis zum Ausgangspunkt.

Parken:

Großer Parkplatz neben der Zugspitzbahn bei Hammersbach.

Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Kartenempfehlungen des Autors

Alpenvereinskarte 1:25 000, Blatt 8, Wettersteingebirge, Zugspitze oder Topografische Karte des Bayer. Landesamtes für Vermessung und Geoinformation1:50000, Blatt UK50-50 Werdenfelser Land - Ammergebirge - Forggensee - Murnau - Reutte - Ehrwald

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Robert Jeziorski
02.01.2017
Bewertung

Nico B.
25.06.2016 • Klettersteig • Zugspitze durch das Höllental, Zugspitz-Region
Wie sind freitags auf die Höllentalangerhütte aufgestiegen. Aufgrund der nachmittaglichen Gewittergefahr sind wir samstags um 05:30 Richtung Gipfel gestartet. Aufgrund der großen Restschneemenge auf dem Ferner ist die Randkluft am rechter Einstieg aktuell nicht vorhanden. Am linken Einstieg ist eine unproblematische Kluft zu überwinden. Kurz vor dem Gipfel liegen die Sicherungsseile teilweise noch unter dem Altschnee. Mit Eispickel sind diese Stellen aber problemlos zu begehen. Wir haben Steigeisen verwendet.
Schlagzeile (Gefahrenhinweis)
Unsichere Bergfans sollten auf den Schneefeldern im Gipfelbereich ans Seil genommen werden. Ausreichend Zwischensicherungsmöglichkeiten sind dort an punktuell hervorschauenden Klettersteigseilen vorhanden. Bei Gewittergefahr auf jeden Fall zeitlich genau planen, da keine Ausstiegsmöglichkeit mehr im Klettersteig nach dem Ferner vorhanden ist.
Wetter
Vormittags super Wetter. Nachmittags ist das angekündigte Gewitter gegen 14:45 eingetreten.

Frank Gudelius
21.11.2014
Eigentlich ein sehr schöner Steig durch die Abwechslung mit dem Gletscher aber wenn man dann oben angekommen ist leider nicht mehr schön durch die Touris fast wie am Königssee ! 😞
Bewertung
Gemacht am
21.11.2014
Foto: Frank Gudelius, Community

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Keine aktuellen Bedingungen in der Umgebung gefunden.
Schwierigkeit C schwer
Strecke 10,1 km
Dauer 7:00 Std
Aufstieg 2200 m
Abstieg 182 m

Eigenschaften

aussichtsreich Einkehrmöglichkeit

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