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Klettersteig

Zugspitze durch das Höllental

· 26 Bewertungen · Klettersteig · Wetterstein-Gebirge und Mieminger Kette
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DAV Sektion AlpinClub Berlin Verifizierter Partner 
  • Das Zugspitzmassiv mit der Zugspitze (Mitte)
    / Das Zugspitzmassiv mit der Zugspitze (Mitte)
    Foto: Lars Reichenberg, DAV Sektion AlpinClub Berlin
  • / In der Höllentalklamm
    Foto: Lars Reichenberg, DAV Sektion AlpinClub Berlin
  • / In der Höllentalklamm
    Foto: Lars Reichenberg, DAV Sektion AlpinClub Berlin
  • / In der Höllentalklamm
    Foto: Lars Reichenberg, DAV Sektion AlpinClub Berlin
  • / Die neue Höllentalangerhütte
    Foto: Lars Reichenberg, DAV Sektion AlpinClub Berlin
  • / Das Zuspitzmassiv im Morgenlicht
    Foto: Lars Reichenberg, DAV Sektion AlpinClub Berlin
  • / Die Leiter
    Foto: Lars Reichenberg, DAV Sektion AlpinClub Berlin
  • / Die Leiter
    Foto: Lars Reichenberg, DAV Sektion AlpinClub Berlin
  • / Das Brett
    Foto: Lars Reichenberg, DAV Sektion AlpinClub Berlin
  • / Die Zugspitze mit dem Höllentalferner
    Foto: Lars Reichenberg, DAV Sektion AlpinClub Berlin
  • / Der Einstiegsbereich aus der Ferne
    Foto: Lars Reichenberg, DAV Sektion AlpinClub Berlin
  • / Die Randkluft im August 2012
    Foto: Lars Reichenberg, DAV Sektion AlpinClub Berlin
  • / Die Randkluft im August 2012
    Foto: Lars Reichenberg, DAV Sektion AlpinClub Berlin
  • / Der spaltenreiche Höllentalferner
    Foto: Lars Reichenberg, DAV Sektion AlpinClub Berlin
  • / Im unteren Teil des Klettersteigs
    Foto: Lars Reichenberg, DAV Sektion AlpinClub Berlin
  • / Eine der eher seltenen Passagen mit Tritthilfen
    Foto: Lars Reichenberg, DAV Sektion AlpinClub Berlin
  • / Im Klettersteig
    Foto: Lars Reichenberg, DAV Sektion AlpinClub Berlin
  • / Rückblick vom oberen Teil des Klettersteigs
    Foto: Lars Reichenberg, DAV Sektion AlpinClub Berlin
  • / An der Irmerscharte (oben die Seilbahnstation der Zugspitze)
    Foto: Lars Reichenberg, DAV Sektion AlpinClub Berlin
  • / In der Irmerscharte (2700 m)
    Foto: Lars Reichenberg, DAV Sektion AlpinClub Berlin
  • / Ausblick auf den Eibsee von der Irmerscharte
    Foto: Lars Reichenberg, DAV Sektion AlpinClub Berlin
  • / Der Gipfel der Zugspitze ist in greifbarer Nähe
    Foto: Lars Reichenberg, DAV Sektion AlpinClub Berlin
  • / Der Gipfel der Zugspitze (Blick aus Richtung bebautem Teil)
    Foto: Lars Reichenberg, DAV Sektion AlpinClub Berlin
  • / Der bebaute "Touristengipfel"
    Foto: Lars Reichenberg, DAV Sektion AlpinClub Berlin
  • / Gipfel der Zugspitze
    Foto: Volker Konietzko, Community
  • / Aussicht auf Eibsee
    Foto: Christopher Libicher, Community
  • / auf dem Gletscher
    Foto: Pascal Springer, Community
  • / erster Blick auf den Gipfel
    Foto: Pascal Springer, Community
  • / Das Brett
    Foto: Pascal Springer, Community
  • / Die Randkluft am Höllentalferner
    Foto: Volker Konietzko, Community
  • / Donnerstag, 20. Juli 2017 8:40:52 vorm.
    Foto: Oliver Schraut, Community
  • / Donnerstag, 20. Juli 2017 8:45:01 vorm.
    Foto: Oliver Schraut, Community
  • / Randkluft
    Foto: Ingo Langer, Community
  • / Randkluft
    Foto: Ingo Langer, Community
m 4000 3500 3000 2500 2000 1500 1000 500 8 6 4 2 km

Diese Bergtour durch die Höllentalklamm und den wunderschönen Höllentalanger mit Überquerung des Höllentalferners und dem mittelschweren Klettersteig (C) ist ein konditionell anspruchsvolles und äußerst spannendes sowie landschaftlich abwechslungsreiches alpines Unternehmen auf Deutschlands höchsten Punkt.        
schwer
9,9 km
7:00 h
2190 hm
468 hm

Das Zugspitzmassiv übt auf jeden Bergbegeisterten eine unglaubliche Faszination aus. Wirkt der Gebirgszug doch irgendwie gewaltig und Respekt einflößend. Das muss einer der Gründe sein, warum der höchste Gipfel Deutschlands nach wie vor nicht nur unter Seilbahntouristen, sondern auch unter Bergsteigern so beliebt ist. Eine der Klassiker-Routen ist der Aufstieg über das Höllental, hat die Tour doch gleich mehrere alpine Höhepunkte zu bieten.

Wir haben uns nach reiflicher Überlegung dazu entschlossen, die Tour wochentags deutlich vor Sonnenaufgang zu beginnen und ohne Übernachtung in der Höllentalangerhütte an einem Tag durchzuziehen. Nicht wenige Bergsteiger teilen sich die Tour auf anderthalb Tage auf, indem sie irgendwann in den Mittagsstunden von Hammersbach aus gemütlich den 2 bis 2 ½-stündigen Aufstieg zur Höllentalangerhütte machen und dort übernachten. So ersparen sie sich diesen Aufstieg am nächsten Tag. Denn der Hauptteil wird anstrengend genug.

Wir starten unsere Tour um 3.50 Uhr. Es ist noch stockdunkel und der Parkplatz ist gut gefüllt. Wir können ungefähr erahnen, wie voll die Höllentalangerhütte in dieser Nacht ist. Und all diese Bergsteiger haben das gleiche Ziel. Diese Tatsache an sich ist eigentlich kein Problem – alle schönen Touren sind bei solchem Wetter hochfrequentiert. Der Unterschied zu anderen Touren liegt in einer der Besonderheiten dieser Route: Die Randkluft – die große Unbekannte, ein Nadelöhr auf dem Weg zum Gipfel. Wir möchten auf jeden Fall vermeiden, dort in einer endlos langen Warteschlange zu stehen. Denn wenn es dort erst einmal richtig voll ist, kann man mit einer einstündigen Wartezeit rechnen.

Diese Randkluft, also die Spalte am Übergang vom Höllentalferner zur Felswand, ist die eigentliche Schlüsselstelle der Tour. Nicht etwa der Klettersteig – nein, es ist die sich manchmal wöchentlich ändernde Breite und Beschaffenheit dieser Gletscherspalte. Wie breit wird sie heute sein? Gibt es eine Schneebrücke und ist sie tragfähig? Unsere letzten Informationen über die Randkluft, mehrmals wöchentlich aktualisiert auf der Internetseite der Höllentalangerhütte, sind brandaktuell. Der Zustand soll gut sein, der Übergang noch problemlos zu bewältigen. Wir sind gespannt.

Aber nun geht es erst mal in Richtung Höllentalklamm. Mit Stirnlampe geht’s stramm aufwärts in Richtung Höllentaleingangshütte (1.045 m). Das dortige Drehkreuz ist nachts geöffnet. Nach nur 45 Minuten durchschreiten wir den Eingang zur tosenden Klamm. So früh morgens wirkt sie noch überwältigender. Sehen können wir nur das, was sich im Spot unserer Lampe befindet. Und das ist irgendwie gespenstisch. Die in den Fels gesprengten Klammgänge und Tunnel sind teils beleuchtet, teils nicht. Wir laufen zügig weiter und kommen um 5.45 Uhr an der Höllentalangerhütte an. Auf dem Teilstück zwischen dem Klammende und der Hütte ist in der Morgendämmerung sehr viel Trittsicherheit gefordert – nicht etwa wegen etwaiger technisch schwieriger Wegpassagen, sondern wegen der unzähligen Alpensalamander. Man muss echt aufpassen, wo man hintritt, denn die kleinen pechschwarzen Tierchen hauen nicht ab, wenn man sich ihnen nähert.

In der Hütte stehen jetzt gerade alle auf bzw. einige stehen bereits für ihr Frühstück an, welches ab 6.00 Uhr ausgeteilt wird. Wir holen uns um 6.00 Uhr noch einen Kaffee, bevor es weitergeht. Der Wermutstropfen dabei ist: Es war unser letzter Kaffee in der „alten“ Höllentalangerhütte, weil sie im September 2013 abgerissen und für rund 4,5 Millionen Euro lawinensicher und nach neuesten Umwelt-, Brandschutz- sowie Hygienerichtlinien neu errichtet wurde (wieder eröffnet am 23. August 2015). Aber jetzt ist für viele erst mal Fototermin: Das Zugspitzmassiv im morgendlichen Alpenglühen. Unbeschreiblich! Man muss es gesehen haben: Schön, irgendwie unwirklich, gigantisch. Gipfel und Gletscher sind von der Hütte aus erkennbar und wirken noch extrem weit entfernt. Wir gehen weiter, bevor das Hauptfeld loswandert und haben nur eine Handvoll Wanderer vor uns. Landschaftlich einmalig zieht sich der Weg zunehmend steiler werdend durch den Höllentalanger, rechtsseitig eingerahmt von den hohen Felswänden der Riffelspitzen und linksseitig von den Höllentalspitzen. Den Talabschluss des Höllentalangers mit dem Einstieg in den ersten Teil des Klettersteiges mit der langen steilen Einstiegsleiter (Klammern) erreicht man, nachdem ein wenig Kraxelarbeit geleistet wurde. Kurze Zeit später folgt dann das legendäre „Brett“, die Querung einer äußerst glatten Felswand. Extrem ausgesetzt geht es auf Eisenstiften gut gesichert am Drahtseil etwa 50 m auf die andere Seite der sonst unüberwindlichen Platte. Sie wirkt allerdings lange nicht so steil, wie wir sie uns vorgestellt haben, tatsächlich ist es eine mit etwa 55 Grad liegende Wand. Aber die Aussicht ist überwältigend.

Der Weiterweg führt über den „grünen Buckel“, bevor es nun wirklich spannend wird. Zunächst läuft man noch über sehr viel Geröll, welches dann später zunehmend mit Eis durchsetzt ist. Es wird immer glatter, so dass es Zeit wird, die Steigeisen anzulegen. Jetzt geht es eine gute halbe Stunde über den Höllentalferner, mal über weichen Schnee, mal über ausgeaperte Bereiche, insbesondere im mittleren steilen Teil. Immer dicht vorbei an plätschernden Gletscherspalten heißt es „in der Spur bleiben“, was auch kein Problem ist. Wir haben weiterhin nur eine Handvoll Leute vor uns, so dass wir an der Randkluft nicht warten müssen. Die Steigeisen werden abgelegt und die Stöcke verstaut, dann stehen wir auf der Schneebrücke über der Randkluft, die an der Stelle bis zu 1,20 m breit ist. Die Tiefe kann man nicht schätzen, sie wirkt im hellen Licht wie ein unheimliches schwarzes Loch. Es können 10 m sein oder auch nur 6 m – eines wissen wir: Der Höllentalgletscher hat noch eine Dicke von etwa 50 m und in den letzten Jahren gerade hier am Einstiegsbereich zum Klettersteig gut 8 m an Dicke verloren. Trotzdem ist er nicht akut gefährdet. Die vor einigen Jahren noch gut zu erreichenden Einstiegsklammern des alten Einstiegs sind schier unerreichbar, so dass man den mit einem losen Drahtseil improvisierten neuen Einstieg benutzen muss. Also mit dem Oberkörper nach vorn über die Spalte zur Felswand fallen lassen, Drahtseil greifen und sich die ersten paar Meter an diesem unter gleichzeitigem Antreten an der Wand hochziehen, um sich dann das erste Mal zu sichern. Ab jetzt ist man drin im Hauptteil des Klettersteiges, der nur mäßig schwierig, aber stets ausgesetzt ist. Nachdem wir etwa 30 oder 40 m über dem Einstieg sind, sehen wir die Karawanen über den Höllentalferner anmarschieren, die bereits eine halbe Stunde später für Stau am Einstieg sorgen werden. Man hört sogar von regelrecht aggressivem Verhalten von Wartenden, wenn unsichere Bergsteiger an der Randkluft zögern oder gar den Rückzug antreten. Denn der Einstiegsbereich ist nicht unbedingt üppig und der Hintermann hängt einem bereits an den Fersen. Das blieb uns alles zum Glück erspart. Schön, steil, ausgesetzt und das Gefühl, insbesondere die zahlreichen Verschneidungen selbst zu klettern, ohne sich am Sicherungsseil hochzuziehen – das ist es, was diesen Klettersteig für uns so schön macht.

Die Luft wird spürbar dünner und das goldene Kreuz kommt immer näher, aber vor dem Gipfelglück kommt noch der wunderbare Aussichtspunkt an der Irmerscharte (2.700 m) auf dem Grat, zu einer Seite der Eibsee und zur anderen das Höllental in gesamter Ausdehnung. Endspurt. Die letzten Meter sind kräftezehrend, aber um 11.20 Uhr erreichen wir das Gipfelkreuz. Oben herrscht bereits der übliche Massenandrang, teils Bergsteiger, teils die sprichwörtlichen Sandalentouristen, die trotz des Warn-Hinweises den spiegelglatt ausgelatschten Klettersteig zwischen dem bebauten Teil des „Touristengipfels“ und dem eigentlichen Zugspitzgipfel machen müssen und für sich und andere eine Gefahr darstellen. Wir sind nach ausgiebigem Aufenthalt bei schönstem Wetter am Münchner Haus dann als Seilbahntourist, aber ohne Sandalen, mit der Eibseebahn hinuntergefahren (bitte vor dem Besteigen der Seilbahn die Steigeisen im Rucksack verstauen). An der Eibsee-Station sind wir in die Zahnradbahn umgestiegen, die uns im Schneckentempo zurück nach Hammersbach brachte.

Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten:

  • Höllentalangerhütte (1.381 m, 106 Schlafplätze)
  • Münchner Haus Zugspitze (Übernachtung nach Voranmeldung möglich) - www.muenchnerhaus.de

Abstiegs- bzw. Anschlusstouren-Möglichkeiten:

  • über das Zugspitzplatt Wanderweg E4 - Knorrhütte - Reintalanger mit Reintalangerhütte - Bockhütte - Partnachklamm - Skistadion Garmisch (oder ab Knorrhütte südlich über das Gatterl zur Ehrwalder Alm),
  • über den Stopselzieher-Klettersteig (A / B) - Wiener-Neustädter-Hütte - entweder nach Ehrwald oder zum Eibsee,
  • über den Jubiläumsgrat zur Alpspitze (sehr schwer / alpin / freie Kletterstellen bis UIAA III-)

   

   

Autorentipp

  • früh starten!
  • vorher unbedingt über die aktuellen Tourenverhältnisse informieren!

   

   

Profilbild von Lars Reichenberg
Autor
Lars Reichenberg 
Aktualisierung: 22.09.2018

Schwierigkeit
C schwer
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Gefahrenpotenzial
Höchster Punkt
Zugspitze, 2962 m
Tiefster Punkt
Wanderparkplatz Hammersbach, 772 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez
Exposition
NOSW

Einkehrmöglichkeit

Höllentalangerhütte
Höllentaleingangshütte
Münchner Haus

Sicherheitshinweise

  • unbedingt über die aktuellen Tourenverhältnisse informieren!
  • erhöhte Steinschlaggefahr am Ende der Höllentalklamm und im Klettersteig!
  • Trittsicherheit unbedingt erforderlich!
  • absolute Schwindelfreiheit erforderlich!
  • exzellente Kondition erforderlich!
  • nur bei absolut stabiler Wetterlage starten!
  • die Schneebrücke an der Randkluft nur einzeln betreten!
  • Tour im Winter wegen Lawinengefahr nicht möglich (Klamm gesperrt)!

   

   

Weitere Infos und Links

http://www.davplus.de/hoellentalangerhuette

(Informationen über Tourenverhältnisse - wieder eröffnet am 23. August 2015)

www.hoellentalklamm-info.de

www.zugspitze.de

www.muenchnerhaus.de

 

   

   

Start

Wanderparkplatz Hammersbach (772 m) (758 m)
Koordinaten:
DG
47.468108, 11.040705
GMS
47°28'05.2"N 11°02'26.5"E
UTM
32T 653782 5259203
w3w 
///erbt.männlich.fingen

Ziel

Zugspitze (2962 m)

Wegbeschreibung

  • Ab dem Parkplatz zunächst etwa 400 m an der Straße entlang gehen, bis rechts der Wanderweg zur Höllentaleingangshütte abgeht (am Haus Hammersbach) - links vom Hammersbach bleiben.
  • Dem Wanderweg nach Süden folgen.
  • Der Weg geht immer mehr in einen Pfad über, der schließlich bis zur Höllentaleingangshütte führt, der Hammersbach wird unterdessen immer wilder und das Rauschen wird zunehmend intensiver.
  • Mit dem Durchschreiten der Höllentaleingangshütte beginnt der z. T. betonierte und mit einigen Stufen sowie Geländern versehene unschwierige Pfad durch die Höllentalklamm (aber Achtung: sehr oft Rutschgefahr).
  • Am Ende der Klamm kommt eine steinschlaggefährdete Zone mit entsprechenden Warnschildern (bitte nicht stehen bleiben und die Schilder ernst nehmen - es gab hier schon Todesopfer).
  • Nach der Klamm wird es zunehmend ruhiger und der Pfad führt unschwierig durch den Höllentalanger (auch mit Kindern machbar) bis zur Höllentalangerhütte.
  • Ab der Höllentalangerhütte ist der Pfad zunächst noch unschwierig.
  • Im Verlauf wird der Pfad steiler, bis nach dem Abzweig zur Riffelscharte schließlich der steile Teil über Leiter und Brett beginnt (hier wird zum ersten Mal das Klettersteig-Set benötigt bzw. unsichere Personen können problemlos umkehren),
  • Nach Überwinden des so genannten grünen Buckels führt der Pfad steinig über das Höllentalkar, bis das Geröll immer mehr mit Eis durchsetzt ist.
  • Der Weiterweg führt über den Höllentalgletscher, vorbei an mehr und weniger großen plätschernden Gletscherspalten bis zur Randkluft, aber grundsätzlich unschwierig.
  • Die Randkluft bzw. die Schneebrücken müssen stets, in der Regel mehrmals wöchentlich, neu beurteilt werden - das übernehmen u. a. erfahrene Bergführer oder Begeher berichten über den Zustand.
  • Der Klettersteig selbst ist mittelmäßig schwierig, aber konditionell fordernd, einzig eine Passage im unteren Teil ist unangenehm, weil das Sicherungsseil zu lang und dadurch schlapp ist (Stand: August 2012) und die Trittstifte für kleine Personen ziemlich weit auseinander liegen (Klettersteig Kat. C).
  • Ebenfalls im unteren Teil führt eine kurze Passage über ungesichertes Gelände (Kletterstelle nach UIAA im unteren I. Grad).
  • Im oberen Teil (in der Rinne) kann bis spät in den Sommer hinein noch Schnee liegen und gerade im Frühsommer liegt das Sicherungsseil dann unter dem Schnee.

   

   

Hinweis


alle Hinweise zu Schutzgebieten

Öffentliche Verkehrsmittel

mit Bahn und Bus erreichbar

  • regelmäßige Bahnverbindung München - Garmisch-Partenkirchen (nahezu stündlich)
  • weiter mit dem Eibsee-Bus bis Hammersbach (www.eibseebus.de) - ebenfalls regelmäßige Verbindungen

   

   

Anfahrt

  • aus Richtung München die Autobahn A 95 / B 2 in Richtung Garmisch-Partenkirchen, 
  • ab Farchant die B 23 (Burgstr. später Zugspitzstr. / Griesener Str.),
  • im Verlauf der Straße bis zum Abzweig nach Hammersbach,
  • links abbiegen auf Schmölzstr. im weiteren Verlauf später dann Zugspitzstr.,
  • bis Höllentalstr. - dort links abbiegen,
  • nach etwa 250 m dann rechts auf dem gebührenpflichtigen Parkplatz parken

   

   

Parken

  • gebührenpflichtiger Wanderparkplatz in Hammersbach (direkt hinter den Gleisen der Zugspitzbahn) - Hinweis: Nach dem Linksabbiegen von der Bundesstraße 23 in Richtung Hammersbach nicht gleich auf dem ersten Wanderparkplatz nach 500 m parken, sondern auf dem zweiten (etwa 1,2 km weiter).         

Koordinaten

DG
47.468108, 11.040705
GMS
47°28'05.2"N 11°02'26.5"E
UTM
32T 653782 5259203
w3w 
///erbt.männlich.fingen
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Buchempfehlungen des Autors

Rother Klettersteigführer Bayern - Tirol (Bayern, Vorarlberg, Tirol, Salzburg), ISBN-13: 9783763330942 ISBN-10: 3763330941

Kartenempfehlungen des Autors

  • Alpenvereinskarte 4/2 "Wetterstein- und Mieminger Gebirge Mitte", 1 : 25.000
  • Kompass-Karte Nr. 5 "Wettersteingebirge Zugspitzgebiet", 1 : 50.000
  • Kompass-Karte Nr. 790 "Garmisch-Partenkirchen Mittenwald", 1 : 35.000

Buchtipps für die Region

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Ausrüstung

  • wasserdichte Kleidung (Höllentalklamm)
  • komplette Klettersteigausrüstung
  • Steinschlagschutzhelm
  • Klettersteighandschuhe empfehlenswert
  • Steigeisen, ggf. Eispickel (Tourenverhältnisse beachten)
  • ggf. Stöcke
  • warme Kleidung (auch bei warmer Witterung)
  • Sonnenbrille
  • ggf. Stirnlampe bei Nachtstart

   

   


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Bewertungen

4,8
(26)
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Katharina Lang
Vorgestern · Community
Tolle abwechslungsreiche Tour auf die Zugspitze. Sehr zu empfehlen. Klettersteigset für Geübte nicht zwingend erforderlich. Helm schon, da Steinschlaggefahr. Über den Gletscher werden Steigeisen benötigt. Ein Punkt Abzug, da die Tour inzwischen leider schon sehr überlaufen ist.
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Gemacht am 13.09.2020
Martin Pfänder
04.08.2020 · Community
Sehr schöne Tour für geübte Bergsteiger vom Parkplatz bis zum Gipfelkreuz ca 4 Stunden je nach Andrang am Klettersteig! Meine Tour ging dann weiter über den Jubiläumsgrad bis zur Grießkarscharte und Matheisenkar zur Höllentallagerhütte zurück und zum Parkplatz. 13 Stunden hammer Aussicht und ein tolles forderndes Erlebnis für konditionell sehr ausdauernde und trittsichere Bergsteiger.
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Gemacht am 28.07.2020
Foto: Martin Pfänder, Community
Foto: Martin Pfänder, Community
Benedikt Hofrichter
04.08.2020 · Community
30.VII.2020, Zugspitze über das Höllental, Anreise mit Rad von Freising aus Eine der vielseitigsten Touren in den ganzen bayrischen Alpen: Klamm, Höllental, felsiges, riesiges Amphitheater zum Ferner hin, und ein kurzweiliger Klettersteig zum Schluss. Als fleißiger Freisinger Student besucht man zur nötigen Erholung bei der ein oder anderen Gelegenheit die große Terrasse am Weihenstephaner Berg. Bei gutem Wetter hat man von dort einen einmaligen Blick über die Münchner Schotterebene, über die Moränenlandschaft der Voralpen bis hin zu den ersten Bollwerken aus Felsgestein. Gerade die Zugspitze ist durch ihre Prominenz sehr gut erkennbar, hat man doch durch das Loisachtal eine Sichtachse auf diesen steil aufragenden Eckpfeiler des Wettersteinmassivs. Im Herbst 2018, bei einem nachmittäglichen Lauf auf den Berg, konnte ich während einer Föhnlage wieder einen Blick auf die Berge der Begierde werfen. Ja, die Zugspitze, die fehlte damals noch im Tourenbuch. „Wie weit das wohl von hieraus ist? Das sieht soo nah aus – als ob man es mit dem Rad locker schaffen würde…“. Nach dem Lauf vergas ich die Idee aber wieder für längere Zeit. Ein halbes Jahr später, Frühjahr 2019, wieder die Terrasse, wieder Bergblick: „Ja, das sieht doch so nah aus. Das wäre doch eine Aktion. Vom Marienplatz in Freising bis auf die Zugspitze, alles mit eigener Muskelkraft.“ Diesmal blieb die Idee länger im Hirn hängen, aber immer noch vage. Der grobe Plan war klar, nachts mit dem Rad runterfahren um hintenraus noch genügend Zeit für Eventualitäten zu haben. Der Weg von Freising nach München und darüber hinaus war in meinen Augen die große Unbekannte. Wie plant man das am besten, was ist die Schnellste mit dem Rad fahrbare Strecke? Wie schwierig würde sich die Navigation bei Nacht gestalten? Fahre ich mit Radschuhen und packe die Zustiegsschuhe in den Rucksack, oder fahre ich nur mit den Zustiegsschuhen? Radhose oder gleich die Wanderhose? Deponiere ich die Wechselkleidung in Schließfächern am Bahnhof, oder schleppe ich alles mit? Pickel und Steigeisen? Die Randkluft? Den Weg zur Höllentalangerhütte bis zum Abzweig zur Riffelscharte kannte ich von einer Tour auf den großen Waxenstein schon, aber der Rest war mir unbekannt. Arr. Den Sommer über drückte ich mich vor den Entscheidungen und der Feinplanung. So zog der Herbst ins Land, so verging der Winter. Die Idee, und die Enttäuschung darüber, dass ich die Umsetzung für den Sommer aus eigener Schludrigkeit verpasste, frasen sich im Frühjahr 2020 tiefer. Zum Schluss lief es aber ganz simpel ab: Die Strecke vom Isar-Radweg und vom Loisach-Radweg wurden in Garmin Basecamp während eines Abends so angepasst, dass eine Route zustande kam, die nur auf Radwegen lief. Eine bessere Alternativroute legte ich über Bundesstraßen und Landstraßen. Bei der Abfahrt um Mitternacht war sichergestellt, dass diese Straßen zum Großteil ohne Verkehr wären. Bei zu starkem Verkehr wäre ich dann auf die Radwege ausgewichen. Lediglich Umleitungen o.ä. konnte ich nicht prüfen, im Gegensatz zu den aktuellen Streckensperrungen der Radwege, die vorbildlich auf den entsprechenden Sites eingepflegt werden. Mangels GPS-Gerät griff ich zu einer Kombination aus einer OSM-Karte und der App „Locus“, in welche ich dann auch die Routen importierte. Das Fahren auf den Straßen funktionierte dann doch noch besser als erwartet, lediglich in München musste ich das ein oder andere Mal öfter das Handy bemühen. Ein Halter für den Lenker hätte sich hier ausgezahlt, das leidige Auf- und Absetzen des Rucksacks schlaucht schon. Der Verkehr auf den Straßen war gleich null, zwischen München und Wolfratshausen sah ich genau ein Auto. Nach Penzberg, also kurz vor fünf, musste ich eh auf den Loisach-Radweg, denn der Pendlerverkehr begann. Aber auch der Radweg war sauber ausgeschildert. Die beste Reisezeit war im Sommer, in einer längeren Hitzeperiode. Durch relativ warme Nächte konnte ich den Bekleidungsbedarf reduzieren, gleichzeitig wäre eine Panne nicht so tragisch geworden. Die Ausaperung des Ferners kann man dank der tagesaktuellen Meldungen der Höllentalangerhütte gut nachverfolgen, ebenso die Beschaffenheit der Schneebrücke. So konnte ich sicherstellen, dass ich keine Steigeisen brauchen würden – wieder Gewicht gespart. Sowohl die Gletscherverhältnisse als auch das Temperaturfenster während der Nacht passten in diesem Fall. Ebenfalls war die Gewitterneigung relativ niedrig, das nahm den Druck heraus, noch am frühen Nachmittag den Gipfel zu erreichen. Gerade hintenraus kann man sich anbahnende Wetterumschwünge nur sehr spät erkennen. Das Zwischenlagern der Radbekleidung in Schließfächern am Garmischer Bahnhof unterließ ich. Mir war es wichtiger, alles am Mann zu haben, als zum Schluss einen Zug zu verpassen, weil ich noch das Schließfach leeren muss, oder am Ende passiert oben am Berg noch was und das Zeug modert im Fach vor sich hin – Das muss nicht sein. Im Nachhinein würde ich meine Zustiegsschuhe durch meine Trail-Schuhe ersetzen, der Ferner war Nachmittags so sulzig, da hätten die locker auch gereicht, vom Klettersteig ganz zu schweigen. Die Gewichtsersparnis wäre in jedem Fall enorm gewesen (La Sportiva Boulder sind top, keine Frage, aber ewig schwer). Einen Stecken nahm ich noch mit, im Nachhinein auch keine schlechte Entscheidung. Zum Glück ließ ich wenigstens meinen Kletterhelm zuhause, der Radhelm ist zwar in keiner Hinsicht ein adäquater Ersatz, aber man muss 400 Höhenmeter Klettersteig bzw. 45 Minuten auch in Relation zur Dauer, in der man den Helm unnötig mitnimmt, setzen. Insgesamt hatte der Rucksack ein ordentliches Gewicht, welches sich definitiv noch drücken lassen kann (Biwaksack, große 2ltr. Trinkblase un‘ so ein Schmarrn) Nach der Abfahrt um 00:21h am Freisinger Marienplatz rollte ich entspannt gen München und direkt auf den Marienplatz. Nach Süden raus musste ich ein wenig navigieren, auf der B11 lief es dann wieder ganz entspannt. Nach Wolfratshausen und Penzberg rollte ich wellig dahin, aber das Gewicht des Rucksacks und des alten Tourenrads machten sich schon arg bemerkbar. 04:30h stand ich in Penzberg, aus allen Bäckereien duftete es bereits herrlich, allein es hatte noch keine offen. Danach kam die kälteste Stunde des neuen Tages, und die Müdigkeit machte sich bemerkbar. Zur Belohnung gab es den Sonnenaufgang, und ein ausgiebiges Frühstück in Ohlstadt. Nach Garmisch bzw. Hammersbach zog es sich noch einmal, bei einem Supermarkt wurden die Getränkevorräte aufgefüllt und ein wenig Wegzehrung besorgt. So stand ich um 09:00h in Hammersbach, um mich zu stärken und umzuziehen. Gegen 09:30h machte ich mich auf den Weg. Knappe 1 ½ Stunden später machte ich an der Höllentalangerhütte Rast, es gab eine Pfannakuchasuppn (für die Elektrolyte) und Buttermilch (für die Proteine). Eine Kombi, die ich nicht mehr so reinfahren würde. Die Sonne legte sich jetzt auch voll ins Tal, die Temperaturen stiegen ordentlich. In den Talschluss hinein, übers Brett und über das Schrofengelände stieg ich zum grünen Buckel. Dort war eine kurze Rast. Hier wurde es richtig zäh, die Sonne stach in dieses riesige Amphitheater, und das Rucksackgewicht machte sich deutlich bemerkbar. Ein brutaler Hungerast spielte da nicht gerade in die Karten. Aber es hilft ja nix. Eine Packung Kaminwurzen und eine kleine Flasche Orangensaft später ging es weiter. An der Randkluft schleckte ich noch ein Gel hinein, dann wurde auch schon der große Sprung gewagt. Der Vorteil, an einem Donnerstag erst um 15h auf den Ferner zu sein, schlug sich vor allem darin nieder, dass relativ wenig Menschen unterwegs waren. Da kennt man ja ganz andere Bilder. Voller wurde es erst wieder um 15:40h an der Zugspitze, als sich viele Seilbahnheroen hinüber zum Gipfelkreuz zitterten, um sich dort von ihren Bekannten und Freunden in absolut instagramtauglichen Posen ablichten zu lassen. Mir wars wurscht, „sie haben ihr Ziel erreicht“. Ab in die Gondel aufs Blatt und pünktlich noch in die letzte Zahnradbahn geschafft. In Hammersbach stand (wider Erwarten) das alte Rad noch da, wo es abgeschlossen wurde. Relativ fertig kurbelte ich zum Bahnhof nach Garmisch hinein, das Hirn bestand nur noch aus weichgekochten Nudeln. Leider kam ich nicht umhin, mir in Freising beim Gasthaus zum goldenen M das lang ersehnte Abendessen mitzunehmen. Da war der Wille doch zu schwach, und der Kühlschrank daheim zu leer. Nach einem 38 Stunden Tag ging es dann um kurz nach Zehn endlich ins Bett. Das eine ähnliche Tour einige Tage vorher zwei Augsburger ebenfalls durchführten, bekam ich erst jetzt mit. Den Jubigrat noch mitzunehmen und danach wieder zurückzuradeln ist nochmal eine ganz andere Hausnummer. Naja, aber die hatten ja auch ein Versorgungsfahrzeug am Start … 😉
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Gemacht am 30.07.2020
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Fotos von anderen

+ 35

Bewertung
Schwierigkeit
C schwer
Strecke
9,9 km
Dauer
7:00h
Aufstieg
2190 hm
Abstieg
468 hm
mit Bahn und Bus erreichbar Streckentour aussichtsreich Einkehrmöglichkeit geologische Highlights Bergbahnauf-/-abstieg Gipfel-Tour durchgehend seilgesichert klassischer Klettersteig

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