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Eistour

Zuckerhütl Nordwand vom Stubaier Gletscher

Eistour · Stubaier Alpen
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DAV Sektion München Verifizierter Partner 
  • Parkplatz Talstation der Stubaier Bergbahnen.
    / Parkplatz Talstation der Stubaier Bergbahnen.
    Foto: Hartmut Wimmer, Outdooractive Redaktion
  • / Mit angenehmer Steigung geht es über den Pfaffenferner hinauf zum Pfaffenjoch.
    Foto: Simon Bergmann, DAV Sektion München
  • / Auf der anderen Seite des Jochs betritt man den Sulzenauferner. Im Hintergrund kommt bereits der Wilde Pfaff zum Vorschein.
    Foto: Simon Bergmann, DAV Sektion München
  • / Auf breiter Spur geht es auf den Wilden Pfaff zu.
    Foto: Simon Bergmann, DAV Sektion München
  • / Im Hintergrund ist der Wilde Pfaff zu sehen und die Aufstiegsspur des Normalweges in den Pfaffensattel. Noch bevor man die Sonne erreicht...
    Foto: Simon Bergmann, DAV Sektion München
  • / zweigt man nach rechts ab und geht auf die Nordwand des Zuckerhütls zu. Hier nur mit wenig blankem Eis. Die Route beginnt links neben dem kleinen Geröllfeld und zieht sich dann in einem leichten Rechtsbogen über das Eisfeld hinauf auf die Sonne zu. Etwas rechts davon trifft man auf den Westgrat.
    Foto: Simon Bergmann, DAV Sektion München
  • / Zum Vergleich die Nordwand nach starken Schneefällen im Juni 2020. Schlechte Verhältnisse für eine Begehung und weit und breit kein Eis auffindbar.
    Foto: Simon Bergmann, DAV Sektion München
  • / Ein kurzer Blick zurück über den Sulzenauferner...
    Foto: Simon Bergmann, DAV Sektion München
  • / dann beginnt die Kletterei. Am Fuß des Eiswulstes kann man gut einen Stand mit Eisschrauben errichten.
    Foto: Simon Bergmann, DAV Sektion München
  • / Nach dem Eiswulst lehnt sich die Wand wieder zurück. in steiler Stapferei geht es hinauf in Richtung Westgrat.
    Foto: Simon Bergmann, DAV Sektion München
  • / Blick vom Beginn der Blockkletterei hinüber zum Pfaffenkogel.
    Foto: Simon Bergmann, DAV Sektion München
  • / Das Gipfelpanorama kann sich sehen lassen.
    Foto: Simon Bergmann, DAV Sektion München
  • / Vom Gipfel kann man gut die Aufstiegsspur vom Pfaffenjoch über den Sulzenauferner sehen.
    Foto: Simon Bergmann, DAV Sektion München
  • / Blick hinüber zum Wilden Pfaff. Der steile Anfang des Abstiegs ist gut zu erkennen. Jetzt ist nochmals Konzentration gefragt.
    Foto: Simon Bergmann, DAV Sektion München
  • / Die Schwierigkeit des normalen Gipfelanstieges variiert je nach Schneelage sehr stark. Pickel und Steigeisen hat man ohnehin dabei und sie erleichtern den Abstieg erheblich.
    Foto: Simon Bergmann, DAV Sektion München
  • / Bei der Abfahrt kann man einen letzten Blick auf die Nordwand erhaschen...
    Foto: Simon Bergmann, DAV Sektion München
  • / ehe es in sanft geneigtem Skigelände über den Pfaffenferner hinunter geht.
    Foto: Simon Bergmann, DAV Sektion München
  • / Bushaltestelle Mutterberg
    Foto: Stubai Tirol, Tourismusverband Stubai Tirol
ft 12000 10000 8000 6000 4000 10 8 6 4 2 mi

Der Nordwandklassiker in den Stubaier Alpen der durch die Seilbahnunterstützung gut als Tagestour machbar ist. Aufgrund der Ausaperung ist die Tour eher im Frühjahr mit Tourenski empfehlenswert, wobei sich dann die Blankeispassagen auf eine Seillänge reduzieren und der Rest im Schnee gestapft wird.
mittel
17,4 km
5:00 h
1146 hm
2547 hm
Das Zuckerhütl ist der höchste und wahrscheinlich auch der bekannteste Gipfe der Stubaier Alpen und dementsprechend beliebt ist seine Besteigung. Durch den einfachen Zustieg mit der Eisgratbahn spart man sich viele Höhenmeter aber hat immernoch eine anspruchsvolle und tagesfüllende Früjahrsskitour vor sich. Das Zuckerhütl ist durch die Erwärmung schon lange kein richtiges Zuckerhütl mehr und auch die vergeltscherte Nordwand schwindet dahin. Die Tour gilt immer noch als Eiswandklassiker, aber die tatsächlichen Klettermeter im blanken Eis fallen eher gering aus und im Sommer, wenn das Eis zwar blank ist, nehmen die objektiven Gefahren erheblich zu. Aber nichtsdestotrotz ist die Nordwand bei guten Verhältnissen eine abgerundete Eistour mit landschaftlichen Reizen (trotz Skigebiet), vielen Höhenmetern, feiner Eiskletterei, unterhaltsamer Schneestapferei und leichter Blockkletterei am Gipfelfinale. Nach dem spektakukären Gipfelpanorama steigt man über den Normalweg ab und genießt die Abfahrt am Fuße der Nordwand vorbei. Bei guter Schneelage können sehr gute Fahrer auch über die Norseite abfahren, dabei muss man den steilen Eisbuckel im unteren Teil aber gut umfahren. Am Ende folgt noch ein knackiger Gegenanstieg zurück ins Skigebiet, der mit dem Schlepplift zur Jochdohle abgekürzt werden kann (Liftkarte für den Schlepplift muss im Tal gekauft werden). Von dort folgt die lange Talabfahrt zurück zum Parkplatz wo das Aprésski getöse bereits wartet, aber das ist ein saurer Apfel der es wert ist gebissen zu werden, für diese schöne Tour.

Autorentipp

Früher Aufbruch mit der ersten Bergbahn.
outdooractive.com User
Autor
Simon Bergmann 
Aktualisierung: 03.08.2020

Schwierigkeit
55° mittel
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höchster Punkt
Zuckerhütl, 3507 m
Tiefster Punkt
Parkplatz Mutterbergalm, 1738 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez
Exposition
NOSW
Zustieg
500 m, 2:00 h
Wandhöhe
200 m
Kletterlänge
200 m, 1:00 h
Abstieg
1770 m, 2:00 h
Standplätze
mobile Sicherungsmittel
Zwischensicherung
mobile Sicherungsmittel
Seillänge
1 x 50 m

Einkehrmöglichkeit

Jochdohle TOP OF TYROL
Dresdner Hütte

Sicherheitshinweise

Durch die Ausaperung wird das Zuckerhütl im Sommer zunehmend instabil. Am besten geht man die Tour im Frühjahr wenn die Lawinenlage günstig ist, der Schnee sich gesetzt hat und schon ein bisschen Eis hervorschaut. In der Regel seilt man sich am Normalweg auf das Zuckerhütl nicht in einer Gletscherseilschaft an, weil der Gletscher spaltenarm ist. Am Normalweg auf den Gipfel herrscht bei regem Betrieb Steinschlaggefahr.

Weitere Infos und Links

Weitere Informationen zu Skipässen, Pistenöffnung und Webcams gibt es hier.

Start

Jochdohle (3137 m)
Koordinaten:
DG
46.975126, 11.108639
GMS
46°58'30.5"N 11°06'31.1"E
UTM
32T 660382 5204558
w3w 
///hering.globus.fuchs

Ziel

Talstation Muttbergalm

Wegbeschreibung

Von der Bergstation beim Restaurant Jochdohle (3150m) fährt man über die Piste Nr. 5 über den Gaißkarferner hinunter in die Mulde unterhalb der Talstation des Sessellifts. Auf etwa 2750m fellt man auf und steigt in einer ausladenden linkskurve entlang der meist breiten Aufstiegsspur über den Pfaffenferner zum Pfaffenjoch (3208m) hinauf. In der felsigen Scharte muss evtl kurz abgeschnallt werden, danach geht es auf der anderen Seite mit gemächlicher Steigung weiter und bald taucht rechts schon die Nordwand des Zuckerhütls auf. Man verlässt die normale Aufstiegsspur nach rechts und nähert sich der Nordwand, dabei kann man gut die Verhältnisse erkunden und sich orienteren wo man einsteigen möchte, da die Nordwand rechts steiler ist als links (von unten gesehen). Natürlich kann man die Ski auch am Einstieg stehen lassen, aber es lohnt sich die Ski mit auf den Gipfel zu nehmen und nach dem Abstieg über den Normalweg vom Pfaffensattel abzufahren. Am Fuß der Nordwand (ca. 3300m) seilt man sich an und klettert links an dem markanten Geröllfeld vorbei, hinauf zum Beginn des Eiswulstes. Anfangs geht es steiler (ca. 55°) und später flacher werdend hinauf über das Eis. Bei unserer Begehung im Februar waren es drei Seillängen wovon nur eine im blanken Eis verlief, der Letzte Stand war im tiefen Schnee zu errichten. Von dort ging es weiter am laufenden Seil im guten Trittfirn auf den felsigen Gipfelaufbau zu. In leichter Blockkletterei (I) geht es hinauf auf den Westgrat und nach einem kurzen Stück entlang des Grates steht man am Gipfel des Zuckerhütls (3.507m), meistens nicht alleine, aber trotzdem mit phänomenaler Aussicht. Über den Normalweg klettert man wieder ab (vorsicht bei viel Gegenverkehr), ein Eisgerät kann hierbei noch hilfreich sein. Anfangs ist der Weg noch nicht so steil, dann muss man etwas steiler abklettern. Unter dem Schnee verbirgt sich auch ein Stand an einer gefädelte Reepschnur an dem man sich ein Stück abseilen kann, wenn man ihn denn findet. Mit einem 50m Doppelseil würde man von dort locker ins flachere Gelände am Pfaffensattel kommen. Vom Pfaffensattel fährt man entlang der Aufstiegsspur ab und quert unterhalb der Nordwand den spaltenarmen Gletscher. Vom Pfaffenjoch fährt man entlang des bekannten Aufstiegsweges über den angenehm geneigtne Pfaffenferner hinunter in die Senke wo man vor einigen Stunden noch aufgefellt hat. Dort wird nun wieder aufgefellt um wieder ins Skigebiet zu gelangen. Bei der Talstation des Schleppliftes steigt man weiter über die Skipiste hinauf zur Jochdohle (alternativ fährt man mit dem Schlepplift, aber das Ticket muss bereits im Tal gekauft werden). Dort kann man die Felle entgültig wegpacken, denn nun geht es nur noch bergab. Entlang der Piste fährt man zur Dresdner Hütte und weiter ins Tal. Je nach Lawinenlage oder mangelnder Schneelage kann man auch mit der Bahn ins Tal fahren.

Hinweis


alle Hinweise zu Schutzgebieten

Öffentliche Verkehrsmittel

mit Bahn und Bus erreichbar

Mit der Bahn nach Innsbruck und vom Bahnhofsvorplatz mit dem Bus ins Stubaital. An der Haltestelle Mutterbergalm aussteigen und ein Bergbahnticket bis zur Jochdohle kaufen, es gibt eine extra Tourenkarte dafür. Wenn gewünscht, auch die Schleppliftkarte für den Rückweg kaufen. Mit der Eisgratbahn hinauf und dann weiter mit der Schaufeljochbahn zur Jochdohle.

Anfahrt

Über die Inntalautobahn A12 auf die A13 in richtugn Brenner, bei der Mautstelle Schönberg ins Stubaital abbiegen und der B183 bis ans Talende folgen. Am Ende der Straße sind die riesige Talstation Eisgrat und der große Parkplatz nicht zu übersehen.

Parken

Großer Parkplatz an der Talstation bei der Mutterbergalm/ Talstatopm Eisgratbahn (kostenlos).

Koordinaten

DG
46.975126, 11.108639
GMS
46°58'30.5"N 11°06'31.1"E
UTM
32T 660382 5204558
w3w 
///hering.globus.fuchs
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Buchempfehlungen des Autors

Jentsch-Rabl, Axel/ Jentzsch, Andreas (2016): Firn- und Eisklettern in den Ostalpen, S. 100

Kartentipps für die Region

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Ausrüstung

Komplette Skitourenausrüstung und Eiskletterausrüstung. Evtl. Firnanker für Standplätze im Schnee.

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Schwierigkeit
55° mittel
Strecke
17,4 km
Dauer
5:00h
Aufstieg
1146 hm
Abstieg
2547 hm
mit Bahn und Bus erreichbar Streckentour aussichtsreich Einkehrmöglichkeit Bergbahnauf-/-abstieg Gipfel-Tour
1600 m 1800 m
Vormittag
1600 m 1800 m
Nachmittag

Lawinenlage

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