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Hochtour empfohlene Tour

Wilder Freiger, 3418 m, gletscherfrei

Hochtour · Stubaier Alpen
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  • Route von der Seescharte zum Gipfel
    Route von der Seescharte zum Gipfel
    Foto: Csaba Szépfalusi, AV-alpenvereinaktiv.com
m 3500 3000 2500 2000 1500 1000 20 15 10 5 km
Aus dem Stubaital über die Sulzenauhütte (Übernachtung) gletscherfrei auf den Wilden Freiger, 3418 m
mittel
Strecke 23,1 km
11:00 h
2.000 hm
2.000 hm
3.418 hm
1.530 hm
Der fortschreitende Gletscherrückgang führt dazu, dass hochalpine Bergtouren, die noch vor 10 bis 20 Jahren als klassische Hochtouren galten, jetzt auf ausgewählten Routen ohne Gletscherberührung begangen werden können. Ein typisches Beispiel dafür ist der Wilde Freiger in den Stubaier Alpen. Der Normalweg von der Sulzenauhütte ist weiterhin eine recht lange, anspruchsvolle Tour in Fels und Eis, Spaltengefahr besteht aber auf den Firnfeldern keine mehr, sodass auf Gurt und Seil verzichtet werden kann. Der leichtere Rucksack wird sicher das Seine zum tollen Bergerlebnis beitragen.

Autorentipp

Die Tour lässt sich genauso gut von der Nürnberger Hütte machen, sodass auch eine Rundtour eine Überlegung wert ist.
Profilbild von Csaba Szépfalusi
Autor
Csaba Szépfalusi 
Aktualisierung: 30.06.2022
Schwierigkeit
I, 35°, F mittel
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Gefahrenpotenzial
Höchster Punkt
3.418 m
Tiefster Punkt
1.530 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez
Exposition
NOSW

Sicherheitshinweise

  • Gewittergefahr beachten.
  • Im Firnbereich ab Pkt. 3222 m Orientierung bei Nebel erschwert.
  • Der letzte Gratabschnitt zum Gipfelkreuz bietet kurze, leichte Kletterei, die bei Vereisung und Schneelage heikel sein kann.

Weitere Infos und Links

Start

Stubaital, Bushalt Grawaalm, 1540 m (1.538 m)
Koordinaten:
DD
47.014681, 11.187302
GMS
47°00'52.9"N 11°11'14.3"E
UTM
32T 666242 5209117
w3w 
///ausreisen.besser.züge
Auf Karte anzeigen

Ziel

Stubaital, Bushalt Grawaalm, 1540 m

Wegbeschreibung

Beim Bushalt Grawaalm sogleich eindrucksvoller Blick zu den Kaskaden des Grawafalls, dem breitesten Wasserfall der Ostalpen. Hinunter zur Alm, wo sich auch die Talstation der Materialseilbahn zur Sulzenauhütte befindet. Auf einer Brücke über die Ruetz und nach links mit geringem Höhenverlust auf dem breiten Fußweg zur gemütlichen Beobachtungsplattform beim Abfluss des Wasserfalls. Dort vor der Brücke Beginn des Anstiegs auf dem Wilde-Wasser-Weg zur Sulzenauhütte. Im Wald, dann über lichtere Fläche steil hinauf zur Einmündung in den Steig Nr. 136 und links weiter zum Rücken des Sulzeggs. Flacher Übergang zur Geländestufe. Dort über den Sulzaubach und über die ebenen Almböden zur Sulzaualm. Im Talkessel wieder der Wasserfall und darüber ist die Sulzenauhütte auf 2191 m bereits sichtbar. Zu ihr auf der rechten Hangseite steil hinauf. 2 ¼ Std.

Von der Sulzenauhütte auf den Spuren des Stubaier Höhenwegs Richtung Nürnberger Hütte sogleich über eine Brücke und ohne wesentlichen Höhengewinn an der Abzweigung der Leo-Schöpf-Route vorbei zum nahen Abfluss des Wilder-Freiger-Ferners (Brücke). Dann über einen Moränenrücken zum Abfluss des wunderbaren Grünausees (Brücke) und zu einer Gabelung. Rechts Richtung Wilder Freiger hinauf in einen Boden und über den folgenden steilen Rücken in das Kar unter der Urfallspitze. Über einen zunehmend steilen Firnhang hinauf in die Seescharte, 2800 m, mit der Einmündung des Anstiegs von der Nürnberger Hütte. 2 Std.

Durch Blockwerk auf der Südseite unter dem Nordostgrats des Gamsspitzls zunächst gemütlich weiter, dann steiler in eine Firnbecken. Dieses überqueren und am linken Rand der Flanke über einen steilen verblockten Grataufschwung (UIAA I, besser Helm auf) zum Ausläufer des Nordgrats des Signalgipfels. Über diesen zu einem gesicherten Aufschwung (B), dann weiter zum Punkt 3222 m. Übertritt auf den Firn und dem Gratbereich folgend zunächst flach, dann steiler zum Absatz, Pkt. 3324 m. Nun über weitläufigeres Gelände über Firn oder Blockfelder an der Ruine der Zollhütte vorbei zum Verbindungsgrat zwischen Signalgipfel, 3392 m (Sender) und Wilder Freiger. Rechtshaltend dem Grat folgend zum felsiges Gipfelaufbau und in leichter, kurzer Kraxelei hinauf zum Kreuz auf 3418 m. 2 Std.

Abstieg wie Aufstieg: Zur Sulzenauhütte 3 Std., weiter zur Grawaalm 1 ¾ Std.

  • Je nach Jahreszeit und Verhältnisse beschleunigen einige genussvolle Firnruns und -rutsche den Rückweg.
  • Dieser kann von der Seescharte auch über die Nürnberger Hütte, 2280 m erfolgen (Busanschluss beim Parkplatz Nürnberger Hütte, 1375 m, im Stubaital).
  • Bei Abstieg über die Sulzenauhütte erfolgt der Rückweg unter der Sulzaualm besser nicht über den vom Aufstieg bekannten steilen Steig am Grawafall vorbei, sondern nach Nordwesten ausholend auf Steig Nr. 136 zum Parkplatz Sulzenauhütte, 1590 m, und an der Ruetz rechts entlang zurück zum Bushalt Grawaalm. 

Hinweis


alle Hinweise zu Schutzgebieten

Öffentliche Verkehrsmittel

mit Bahn und Bus erreichbar

Vom Bahnhof Innsbruck täglich sehr gute Busverbindung (Regionalbus 590b) ins hintere Stubaital, Bushalt Grawaalm.

Verkehrsverbund Tirol (VVT)

Anfahrt

Von Innsbruck auf A13 (Brennerautobahn) bis Ausfahrt Stubaital (Pkw-Maut € 3,50, Stand 2021) und weiter auf der B183 durchs Stubaital über Neustift und Ranalt zur Grawaalm, 1534 m.

Parken

Parkplätze bei der Grawaalm oder etwas danach auf 1585 m beim Parkplatz Sulzenauhütte.

Koordinaten

DD
47.014681, 11.187302
GMS
47°00'52.9"N 11°11'14.3"E
UTM
32T 666242 5209117
w3w 
///ausreisen.besser.züge
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Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

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Ausrüstung

Standardausstattung für Bergtouren inkl. Helm, Steigeisen, event. Stöcke. Pickel bei guten Verhältnissen nicht erforderlich.

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Schwierigkeit
I, 35°, F mittel
Strecke
23,1 km
Dauer
11:00 h
Aufstieg
2.000 hm
Abstieg
2.000 hm
Höchster Punkt
3.418 hm
Tiefster Punkt
1.530 hm
mit Bahn und Bus erreichbar Hin und zurück aussichtsreich Einkehrmöglichkeit geologische Highlights Gipfel-Tour Grat

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