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Hochtourempfohlene Tour

Wilde Leck (3361m) von der Amberger Hütte (2135m)

· 3 Bewertungen · Hochtour · Stubaier Alpen
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  • Der Gendarm am Ostgart der Wilden Leck
    / Der Gendarm am Ostgart der Wilden Leck
    Foto: Helge Tielbörger, Helge Tielbörger
  • / Sulztalferner mit Windacher Daunkogel
    Foto: Helge Tielbörger, Helge Tielbörger
  • / Wilde Leck von der Kuhscheibe aus gesehen
    Foto: Helge Tielbörger, Helge Tielbörger
  • / Frühmorgens in der Sulza
    Foto: Helge Tielbörger, Helge Tielbörger
  • / Auf dem Ostgrat, den Gipfel schon im Blick
    Foto: Helge Tielbörger, Helge Tielbörger
  • / Am Ostgrat
    Foto: Helge Tielbörger, Helge Tielbörger
  • / Blick den Ostgrat hinab auf den Sulztalferner
    Foto: Helge Tielbörger, Helge Tielbörger
  • /
    Foto: Mario Zott, alpenvereinaktiv.com
m 3500 3000 2500 2000 12 10 8 6 4 2 km Wilde Leck (3359m) P 3096 Amberger Hütte
Herrliche Gratkletterei mit etwas mühsamen Zustieg über dem Sulztalferner im Stubai.
schwer
Strecke 12,8 km
8:00 h
1.224 hm
1.224 hm
3.361 hm
2.135 hm
Die Wilde Leck ist ein Berg im Rund des Sulztalferners, der schon auf dem Normalweg Kletterschwierigkeiten bis zum II Grad bietet, die in der Regel seilfrei gemeistert werden. Auf den wunderbaren Ostgrat wurde ich bereits als Jugendlicher bei der Lektüre des Kletterbuchklassikers von Walter und Michael Pause „Im schweren Fels“ aufmerksam. Es hat dann aber noch 20 Jahre bis zur Realisierung der Tour gedauert.

Autorentipp

Im Abstieg die Blaubeerpfannkuchen auf der Sulztalalm probieren. Anstatt Kaffee sollte man aber was anderes trinken.
Profilbild von Helge Tielbörger, Michael Huber
Autor
Helge Tielbörger, Michael Huber
Aktualisierung: 02.08.2017
Schwierigkeit
IV, 30°, AD+schwer
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höchster Punkt
Wilde Leck, 3.361 m
Tiefster Punkt
Amberger Hütte, 2.135 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez
Exposition
NOSW
Standplätze
mobile Sicherungsmittel
Zwischensicherung
mobile Sicherungsmittel
Seillänge
2 x 60 m
Anzahl Expressschlingen
4

Sicherheitshinweise

Alle Angaben ohne Gewähr. Das Begehen und Befahren der hier beschriebenen Touren erfolgt auf eigenes Risiko und setzt entsprechende Kenntnisse und Erfahrungen voraus.

Wegen der Höhe und Exposition am Grat ist für die Tour sicheres Wetter absolute Voraussetzung.

Weitere Infos und Links

Eine sehr schöne Bergsteigerunterkunft sommers wie winters ist die .

Sulztalalm

Ein Topo der Tour gibt es auf bergsteigen.com

Start

Amberger Hütte (2135m) (2.136 m)
Koordinaten:
DD
GMS
UTM
w3w 

Ziel

Wilde Leck (3361m)

Wegbeschreibung

Diese Beschreibung baut auf einer Übernachtung auf der Amberger Hütte auf. Konditionsstarke und schnelle Kletterer schaffen die Wilde Leck mit Radlunterstützung ab Gries aber als Tagestour.

Von der Amberger Alm kurz absteigend in die Sulza und dem markierten Wanderweg talaufwärts folgen. Am Beginn einer ersten Talstufe gabelt sich der Weg. Rechts geht es sofort steil die Talstufe hinauf. Der linke Weg geht es etwas gemächlicher am Bach entlang, der dem Sulztalferner entspringt. Welchen Ast man wählt ist egal. Beide treffen weiter oben, auf einer Höhe von ca. 2650m wieder aufeinander.

Weiter geht es markiert durch Geröll in Richtung Gletscher.

Für den Weiterweg gibt es zwei Varianten.

Variante 1: Vom Weg aus kann man die Nordseite der Wilden Leck gut einsehen. Der untenstehende Originaltext von Walter Pause (siehe Literatur) beschreibt den Weiterweg durch diese Nordseite: „Ein Blick auf die Karte zeigt, dass sich der Ostgrat auf halbem Weg zum Sulztalferner hinunter spaltet. Die beiden unteren Äste umschließen ein Firn- und Schuttkar, durch das man zum Einstieg bei Punkt 3096 der AV-Karte, einem Einschnitt im südlichen Ast, gelangt“. Dieser Aufstieg ist recht steil, mit Schnee ganz gut gangbar, ohne Schnee im Geröll recht unangenehm.

Variante 2: Man betritt den Gletscher oder sucht sich seine Spur im Schutt am Rand und umrundet den Felsaufschwung der Wilden Leck bis auf die Südseite. Vom Punkt 3096 zieht ein mit größeren Steinplatten bedeckter Hang hinab. Hier setzt auch der spärlich markierte Normalweg an. Als Ostgrataspiranten zielen wir direkt hinauf zum Punkt 3096.

Weiter geht es über den anfangs breiten, blockigen Ostgrat bergan. Ein auffallender, rötlicher Gendarm wird nordseitig umgangen. Wer ein spektakuläres Foto schießen möchte und schwerer als im IV Grad klettern kann, übersteigt den Gendarmen.

Der Normalkletterer seilt spätestens in der Scharte hinter dem Gendarmen an und die Kletterei beginnt. Diese führt nun in ca. 6 Seillängen fast immer direkt an der scharfen Gratschneide entlang bis zum Gipfel. Absichern muss man selbst. Haken wird man kaum finden. Wegen der vielen Felsköpfe und Risse im Gestein ist das aber kein größeres Problem.

Der Abstieg erfolgt über den Südwestgrat, teils kletternd, teils abseilend. Die alte Abseilpiste über die Südwand ist wegen des Felssturzes vom November 2013 nicht mehr empfehlenswert!

Der Abstieg erfolgt daher immer direkt über den Südwestgrat bis in die markante Scharte. Einige Bohrhaken ermöglichen an den steilen Stellen ein schnelles Abseilen. Ab der markanten Scharte rechts auf eine Felsrippe zu halten. Hier finden sich dann einige Bohrhaken zum Abseilen. Mittig oder links extrem brüchig und gefährlich. (Dank an Michael Huber für das Abstiegs-Update und neuen Track)

Ab Erreichen des Gletschers geht es dem Aufstiegsweg folgend zurück zur Hütte und ins Tal.

Hinweis


alle Hinweise zu Schutzgebieten

Öffentliche Verkehrsmittel

Mit der Bahn bis Bahnhof Ötztal. Dann weiter mit dem Bus über bis Längenfeld: www.vtt.at

Von dort fährt im Sommer ein Wanderbus bis nach Gries: www.soelden.com

Anfahrt

Von der Inntalautobahn oder Inntalbundesstraße ins Ötztal bis Längenfeld. An einem Kreisverkehr in Längenfeld links abbiegen nach Gries. Durch Gries hindurch und am Ortsende vor einer Schranke ist links der große Parkplatz. Von da in gut 2 Stunden zu Fuß zur Amberger Hütte (oder mit dem MTB).

Parken

Öffentlicher Parkplatz in Gries.

Koordinaten

DD
GMS
UTM
w3w 
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Buchempfehlungen des Autors

Klettern, Bd.2, Im schweren Fels, Klassische Genußklettereien, Walter und Michael Pause (vergriffen)

Kartenempfehlungen des Autors

Alpenvereinskarte 31/1 Stubaier Alpen, Hochstubai, 1:25.000

Buchtipps für die Region

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Kartentipps für die Region

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Ausrüstung

Komplette Hochtouren- und Kletterausrüstung. Eine Empfehlung für eine detaillierte Ausrüstungsliste kann hier nachgelesen werden: https://www.davplus.de/ausruestungslisten

Schlingen, Klemmkeile und Friends


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Bewertungen

2,7
(3)
Helge Tielbörger 
02.08.2017 · alpenvereinaktiv.com
Beschreibung des Abstiegs mit der Info von Michael Huber aktualisiert.
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VerticalExtreme GmbH 
18.07.2017 · Community
Alter Abstieg! Dieser ist nach Felssturz nicht mehr zu empfehlen. Wir haben die Tour mit aktuellem Anstieg hier veröffentlicht.
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Ulli Gunde 
09.09.2015 · Community
Nachtrag: Wir haben die Tour vergangene Woche gemacht und haben sicher nicht die "richtige" Rinne erwischt. Wie der beste Abstieg aussieht, weiß ich nicht, fest steht aber: Vom Gipfel den roten Markierungen folgen bis zum ersten Abseilstand, der in eine Scharte führt. Von dort aus sieht man große Steinmännchen auf einer Erhebung etwas weiter am Grat. Mindestens bis zu diesen Männchen laufen - nicht in der ersten Scharte abseilen. Und nicht verwirren lassen, wenn die Markierungen plötzlich aufhören. Viel Spaß! Ansonsten eine nette Tour, bei der allerdings das Bruch/fester-Fels-Verhältnis recht ungünstig ist. Der Zustieg ist doch arg brüchig, der erste Teil vom Grat ebenfalls. Aber die Kletterei im oberen Teil ist schon sehr schön - dauert eben aber nur zwei Stunden. Wir waren insgesamt 14 Stunden unterwegs, davon waren sieben beim Abseilen.
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Gemacht am 19.08.2015
Auch die großen Brocken bewegen sich teilweise.
Foto: Ulli Gunde, Community
Der erste Teil vom Grat ist doch noch recht lose.
Foto: Ulli Gunde, Community
Die Ausblicke sind natürlich phänomenal.
Foto: Ulli Gunde, Community
Oben wird der Fels immer besser.
Foto: Ulli Gunde, Community
Je weiter hoch man kommt desto besser wird die Kletterei.
Foto: Ulli Gunde, Community
Da runter!? Wir versuchen's. Und wissen nach den ersten 60 Metern, dass das wohl eher nicht der offizielle Abstieg sein dürfte.
Foto: Ulli Gunde, Community
Der ein oder andere lose Stein begleitet uns.
Foto: Ulli Gunde, Community
Nach sieben Stunden durch dieses Bruch-Labyrinth sind wir unten. Es war nicht sonderlich gefährlich, nur ziemlich aufwändig. Aber es wäre ja auch langweilig, wenn immer alles ganz easy gehen würde!
Foto: Ulli Gunde, Community
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Fotos von anderen

+ 5

Bewertung
Schwierigkeit
IV, 30°, AD+schwer
Strecke
12,8 km
Dauer
8:00 h
Aufstieg
1.224 hm
Abstieg
1.224 hm
Höchster Punkt
3.361 hm
Tiefster Punkt
2.135 hm
Rundtour aussichtsreich Gipfel-Tour Grat Abstieg zu Fuß Überschreitung

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