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Weitengrund (SG II-) und Natternwand (Veitsch)

Bergtour · Mürzsteger Alpen
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  • Felsabstürze an der Brändewand
    / Felsabstürze an der Brändewand
    Foto: Hermann Kittel, (c) Hermann Kittel
  • / Die Zinnen der Thürnerwand
    Foto: Wolfgang Drexler, ÖAV Alpenverein Gebirgsverein
  • / Eine rote Punktmarkierung kennzeichnet den alten Jagdsteig, der die Schütt quert
    Foto: Wolfgang Drexler, ÖAV Alpenverein Gebirgsverein
  • / Ein „unterer“ Steig aus der Schütt führt in Richtung Westen
    Foto: Wolfgang Drexler, ÖAV Alpenverein Gebirgsverein
  • / Ein „oberer“ Steig aus der Schütt führt nach Südwesten und direkt zum Mitterstand
    Foto: Toni Bruckner, (c) Toni Bruckner
  • / Im Lärchenwald oberhalb des Mitterstandes
    Foto: Wolfgang Drexler, ÖAV Alpenverein Gebirgsverein
  • / Der Jagdsteig durch die Latschen im unteren Weitengrund
    Foto: Wolfgang Drexler, ÖAV Alpenverein Gebirgsverein
  • / Der Kleine Muckenriegel im Nebel
    Foto: Wolfgang Drexler, ÖAV Alpenverein Gebirgsverein
  • / Aufstieg entlang der Latschen im Weitengrund
    Foto: Hermann Kittel, (c) Hermann Kittel
  • / Im Weitengrund
    Foto: Hermann Kittel, (c) Hermann Kittel
  • / Der felsige Ausstieg aus dem Weitengrund
    Foto: Hermann Kittel, (c) Hermann Kittel
  • / Beim Talschluss im Weitengrund
    Foto: Hermann Kittel, (c) Hermann Kittel
  • / Ausstieg aus dem Weitengrund: Der felsige untere Abschnitt
    Foto: Hermann Kittel, (c) Hermann Kittel
  • / Ausstieg aus dem Weitengrund: Steilrasen im oberen Abschnitt
    Foto: Hermann Kittel, (c) Hermann Kittel
  • / Blick zurück in den Ausstieg aus dem Weitengrund
    Foto: Toni Bruckner, (c) Toni Bruckner
  • / Nebelblick in den Weitengrund
    Foto: Wolfgang Drexler, ÖAV Alpenverein Gebirgsverein
  • / Ein Felsbewohner im Weitengrund
    Foto: Wolfgang Drexler, ÖAV Alpenverein Gebirgsverein
  • / Der Weitengrund
    Foto: Hermann Kittel, (c) Hermann Kittel
  • / Der Große Wildkamm
    Foto: Hermann Kittel, (c) Hermann Kittel
  • / Blick vom Seebodenkogel in Richtung Schneealpe und Rax
    Foto: Toni Bruckner, (c) Toni Bruckner
  • / Abstieg in Richtung Schwarzkogel
    Foto: Hermann Kittel, (c) Hermann Kittel
  • / Die Natternwand mit Mürzsteg im Hintergrund
    Foto: Hermann Kittel, (c) Hermann Kittel
  • / Aufstieg auf die Natternwand
    Foto: Hermann Kittel, (c) Hermann Kittel
  • / Abstieg von der Natternwand
    Foto: Toni Bruckner, (c) Toni Bruckner
  • / Beim Abstieg von der Natternwand – links die Nordseite des Schwarzkogels
    Foto: Hermann Kittel, (c) Hermann Kittel
  • / Blick vom Schwarzkogel auf die Grünwasenwand (links), die Natternwand (Mitte) und die Thürnerwand (rechts)
    Foto: Hermann Kittel, (c) Hermann Kittel
  • / Abstieg zur Ebenhütte
    Foto: Hermann Kittel, (c) Hermann Kittel
  • / Rast bei der Ebenhütte
    Foto: Toni Bruckner, (c) Toni Bruckner
m 2000 1500 1000 500 12 10 8 6 4 2 km Graf-Meran-Haus Hohe Veitsch Gipfel

Eine sehr einsame Runde an der Nordseite der Veitsch mit einer kurzen Kletterei (SG II-). Weitgehend unmarkiert führt sie an grandiosen Felsformationen vorbei und bietet sehr schöne Ausblicke.

schwer
13,3 km
6:30 h
1102 hm
1102 hm

Der Ausstieg aus dem Weitengrund ist klettertechnisch relativ einfach, Schwierigkeitsgrad II wird dabei allerdings fast erreicht: Man sollte sich in derartigem Gelände also noch wohlfühlen.

Spürsinn und Entdeckergeist sind erforderlich, um den alten Jagdsteig zu finden, der von der Schütt hinauf zum Eingang des Weitengrundes führt.

Meistens wird man den Weitengrund dafür ganz für sich alleine haben, wo die Stille einer grandiosen Landschaft beeindruckt, wenn man langsam auf alten Geröllfeldern höhersteigt, bis man schließlich oben am Talschluss selbst Hand anlegen muss, um den steilen Ausstieg über Schrofen und Steilrasen zu bewältigen.

Sobald man den Rand des Hochplateaus erreicht hat, wird das Gelände wieder sanft und man kann den Spuren der Weidetiere folgen, um die einfachsten Durchstiege zwischen den dichten Latschenbeständen zu finden und auf den Seebodenkogel weiterzuwandern, bevor man zur Seebodenhütte absteigt.

Am Weg zur Ebenhütte kann man noch die Natternwand besteigen.

Bei der Ebenhütte selbst trifft man schließlich auf den markierten Wanderweg für den Abstieg.

Autorentipp

Bei der Ebenhütte sollte man eine Pause einlegen und ein wenig mit den Sennersleuten plaudern, sofern diese gerade anwesend sind…

outdooractive.com User
Autor
Wolfgang Drexler
Aktualisierung: 26.08.2019

Schwierigkeit
schwer
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Gefahrenpotenzial
Höchster Punkt
1859 m
Tiefster Punkt
806 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez
Exposition
NOSW

Einkehrmöglichkeit

Graf-Meran-Haus

Sicherheitshinweise

Auch wenn der Ausstieg aus dem Weitegrund technisch nicht wirklich schwierig ist, setzt er doch absolute Trittsicherheit und etwas Erfahrung in felsigem Steilgelände voraus.

Bei schlechter Sicht oder Nebel kann die Orientierung am Plateau der Veitsch äußerst problematisch werden: Die hier beschriebene Tour verlangt daher gute Sichtverhältnisse!

Ausrüstung

Wanderausrüstung.

In jeden Rucksackgehören: Regen-, Kälte- Sonnenschutz, Erste-Hilfe-Paket, ausreichend Flüssigkeit und eine Wanderkarte der Region.

Weitere Infos und Links

Die Nordseite der Veitsch kann wohl als die große Unbekannte am Alpenostrand bezeichnet werden, denn wer kennt schon die Brändewand, die Grünwasenwand oder die Thürnerwand? Und wer hat die grandiose Felsschlucht oberhalb der Schütt schon einmal selbst gesehen, die nach oben hin leider nur von wirklich guten Kletterern verlassen werden kann? Die Zinnen und Türme der „Burg“, eines mächtigen Felskessels rings um die Schütt, sind jedenfalls eindrucksvoll und brauchen den Vergleich mit viel bekannteren Regionen nicht zu scheuen.

Wer möchte, der kann nach dem Ausstieg aus dem Weitengrund auch den Großen Muckenriegel besteigen und tief hinunter in die Rodel sowie auf den gegenüberliegenden Wildkamm blicken.

Der Gipfel der Hohen Veitsch und das im Sommer bewirtschaftete Meran Haus sind vom Seeboden aus ebenfalls in kaum mehr als 30 Minuten zu erreichen, meist wird man dort allerdings Ruhe und Einsamkeit hinter sich gelassen haben.

Auf der markanten Natternwand zeigt die Nordseite der Veitsch erneut ihr unbekanntes Gesicht, auch wenn die Grünwasenwand und die Thürnerwand von oben doch viel zahmer wirken als im Tal.

 

Start

Mürzsteg, Oberer Brunntalgraben (810 m)
Koordinaten:
Geographisch
47.672598, 15.476117
UTM
33T 535740 5280021

Ziel

Mürzsteg, Oberer Brunntalgraben

Wegbeschreibung

Gleich nach der Brücke über den Dobreinbach wendet man sich nach rechts (Westen) und folgt ca. 2 km lang einem Forstweg, der zunächst parallel zum Bach verläuft, vorbei am Gut Pöltl am Eingang zum Großen Lahngraben, um dann oberhalb des Weilers Kompek zunehmend in südlicher Richtung leicht anzusteigen und dabei eine große Quellfassung zu passieren.

In der ersten Rechtskehre zweigt eine Traktorrampe nach links ab und führt steil bergauf. Man folgt dieser Rampe und nimmt bei der nachfolgenden Verzweigung den linken Ast, der in die Schwemmlandschaft der unteren „Schütt“ führt. Im lichten Wald steigt man am Rand einer Schotterfläche so lange bergwärts, bis man ca. 80 HM weiter oben auf einen nur schwer erkennbaren Quersteig trifft. Nach links (Nordosten) würde dieser Jagdsteig um die Thürnerwand herumführen. Hier ist er durch eine rote Punktmarkierung in Brusthöhe bergseitig an einer Fichte gekennzeichnet. Man geht jedoch nach rechts und überquert die Schotterfläche, um sich gleich danach nach links oben zu wenden (Blaupunktmarkierung und in der Folge auch einige Steinmänner). Bald wird ein Pfad erkennbar, der in mehrere Kehren bergwärts führt. Vor einer Wasserrinne gabelt sich der Pfad. Nach links bergauf (blaue Markierung am Baum) führt ein Steig in Richtung Thürnerwand/Grünwasenwand, schräg rechts bergauf geht es weiter in Richtung Weitengrund. Man folgt einem trotz mehrerer querliegender Bäume relativ gut begehbaren, alten Jagdsteig, überquert eine tief eingeschnittene Wasserrinne so hoch oben, dass man damit kein Problem hat (deutliche Steigspuren) und erreicht einen Ansitz direkt neben dem Pfad. Hier verliert sich der Pfad fast. Man wendet man sich nach links und folgt steil bergauf einigen schwach erkennbaren Kehren (alte blaue Markierung an einem Baum), bevor sich der nun wieder deutliche Pfad nach rechts wendet, schräg weiter bergauf führt und direkt beim Mitterstand das Ende einer Forststraße erreicht.

Wenige Meter vor dem Wendeplatz beim Mitterstand beginnt ein deutlich sichtbarer Steig, der mit blauen Farbpunkten gekennzeichnet ist und in Kehren durch den Wald nach Süden ansteigt, um in den unteren Weitengrund zu führen, wo er zunächst ziemlich genau in der Mitte des Kares ein Stück weit in ein großes Latschenfeld hineinreicht und sich dort in zwei fast waagrechte Äste gabelt. Man nimmt den linken Ast und erreicht so den östlichen Rand des großen Latschenfelds. An dessen Rand steigt man nach rechts hoch, wobei sich die Steigspuren allmählich verlieren.

Oberhalb der Latschen ist das Gelände weglos und man sucht sich den einfachsten Aufstieg zum höchsten Punkt des Talschlusses je nach Vorliebe direkt über ein ausgedehntes Geröllfeld oder links davon auf einem steilen Hang mit etwas festerem Untergrund.

Der einfachste Ausstieg aus dem Talschluss des Weitengrundes beginnt am allerhöchsten Punkt des Geröllfeldes mit einer steilen Felspassage, über die man zunächst schräg nach links hochsteigt, um bald wieder in die Mitte des Kares zurückzukehren und über Steilrasen und Schrofen ziemlich gerade nach oben weiterzukraxeln – immer dem Weg des geringsten Widerstandes folgend. Nach etwas mehr als 100 HM hat man eine deutliche Einkerbung erreicht, hinter der das Gelände wieder flach wird. Hiermit befindet man sich bereits auf dem Plateau der Veitsch.

Für einen Aufstieg auf den Großen Muckenriegel muss man sich nun sofort nach rechts (Westen) wenden.

Folgt man hingegen einer flachen Rinne nach Südwesten, so erreicht man durch Latschengassen hindurch den Rand einer großen Wiese. Um auf den Seebodenkogel zu gelangen, muss man sich hier scharf nach links wenden und in östlicher Richtung die Latschenzone nach oben hin verlassen.

Vom Gipfel des Seebodenkogels aus hat man nicht nur eine schöne Aussicht, sondern auch einen guten Überblick über das offene Gelände, das sich von der Seebodenhütte nach Osten hin bis zum Hasenkogel hinzieht und frei begehbar ist.

Östlich unterhalb des Hasenkogels trifft man schließlich auf Steigspuren, die zum Sattel unter dem Schwarzkogel hinunter führen, von wo aus der Gipfel der Natternwand in wenigen Minuten erreicht werden kann.

Der kurze Abstieg vom Sattel unter dem Schwarzkogel zur Ebenhütte verläuft auf einem deutlich ausgeprägten Kuhsteig.

Für den Rückweg von der Ebenhütte zum Ausgangspunkt nimmt man schließlich den markierten Wanderweg über den Senkstein in Richtung Mürzsteg.

Hinweis


alle Hinweise zu Schutzgebieten

Öffentliche Verkehrsmittel

Mit dem Zug nach Mürzzuschlag (Intercity-Haltestelle) und von dort mit dem Bus bis Mürzsteg.

Anfahrt

S6 bis Abfahrt Mürzzuschlag. B23 über Neuberg an der Mürz nach Mürzsteg, weiter in Richtung Mariazell/Niederalpl bis zum Ortsende und zu einem gelben Hinweisschild "Ebenhütte/Veitsch" am linken Straßenrand. Man folgt dem Schild und fährt über eine Brücke, um dahinter zu parken.

Parken

Parkmöglichkeit entlang der Forststrraße am Ausgangspunkt.

Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Buchtipps für die Region

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Wolfgang Drexler
Aufgrund der Anregung von Clemens habe ich den Begriff „leicht“ aus der Beschreibung entfernt, denn er ist natürlich relativ und kann daher irreführend sein. Die Kletterpassage beim Ausstieg aus dem Weitengrund erreicht den Schwierigkeitsgrad II nicht, wenn man der einfachsten Linie folgt - sie ist also weniger schwierig als z.B. das Wilde Gamseck auf der Rax oder die Schlüsselstelle im Sepplgraben – aber deswegen ist sie natürlich nicht für jedermann auch tatsächlich „leicht“. GPS hilft bei der Detail-Liniensuche im Klettergelände nicht!
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Clemens S
07.10.2018 · Community
Vielen Danke für die Zusammenstellung dieser Tour. Wir sind sie am 5.10.18 bei wunderbarem Wetter in einer Gruppe von 7 Personen begangen. Es war definitiv ein Abenteuer! Es ist mir ein Anliegen der Beschreibung noch folgendes hinzu zu fügen: Der Ausstieg aus dem Weitengrund auf das Plateau hat unserer gesamte Gruppe vor massive Schwierigkeiten gestellt. Das Klettern an dieser Stelle war herausfordernder als gedacht und das persönliche Wohlempfinden war zu diesem Zeitpunkt bei keinem Gruppenmitglied mehr gegeben. Das war mir wichtig hier fest zu halten, da diese Stelle in Textbeschreibung der Route mit "relativ einfach" beschrieben wird. Natürlich können wir nicht gänzlich ausschließen den falschen Weg gewählt zu haben (Hinweis: wir folgtem dem GPS Signal). Dann bitte unseren Irrtum zu verzeihen und diesen Kommentar zu ignorieren.
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Gemacht am 06.10.2018

Fotos von anderen


Schwierigkeit
schwer
Strecke
13,3 km
Dauer
6:30h
Aufstieg
1102 hm
Abstieg
1102 hm
Rundtour aussichtsreich Einkehrmöglichkeit Geheimtipp Kletterstellen

Statistik

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