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Bergtour empfohlene Tour

Watzmann Überschreitung

· 25 Bewertungen · Bergtour · Berchtesgadener Alpen
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  • Morgenstimmung Watzmannhaus
    / Morgenstimmung Watzmannhaus
    Foto: Michael Pröttel, alpenvereinaktiv.com
  • / Watzmann-Überschreitung und Ostwand | Bergauf-Bergab | Ganze Sendung | 02.09.2018 | Doku
    Video: Bayerischer Rundfunk
  • / Hocheck
    Foto: Michael Pröttel, alpenvereinaktiv.com
  • / Watzmanngrat
    Foto: Michael Pröttel, alpenvereinaktiv.com
  • / Blick von der Mittelspitze zum Hocheck
    Foto: Ev Supertramp, Community
  • / Rückblick zum Hocheck
    Foto: Ev Supertramp, Community
  • / Mittelspitze
    Foto: Michael Pröttel, alpenvereinaktiv.com
  • / Wimbachgrieshütte
    Foto: Michael Pröttel, alpenvereinaktiv.com
  • / Auf dem Weg zu Südspitze
    Foto: Michael Pröttel, alpenvereinaktiv.com
  • / Abstieg zur Wimbachgrieshütte
    Foto: Dorian Schädler, Community
  • / Beginn des Abstiegs von der Südspitze
    Foto: Dorian Schädler, Community
m 3500 3000 2500 2000 1500 1000 500 20 15 10 5 km Mittelspitze Watzmannhaus

Die Watzmannüberschreitung ist eine großartige Bergtour, die jeder ambitionierte Bergsteiger einmal in seinem Leben gemacht haben möchte. Deswegen sollte man die Tour am besten unter der Woche in Angriff nehmen.

 

Mit "Bergauf-Bergab" unterwegs auf dieser Tour: hier geht es  zur Mediathek des Bayerischen Rundfunks.

schwer
Strecke 22,9 km
14:00 h
2.400 hm
2.400 hm
Diese landschaftlich einmalige Grattour bietet  überwältigende Tiefblicke. Im Jahr 2017 wurden 150 Meter Stahlseile rückgebaut.  Längere Passagen im ersten und zweiten Schwierigkeitsgrat sind  ungesichert. Die Überschreitung erfordert also neben absoluter Trittsicherheit und Schwindelfreiheit auch alpine Erfahrung.

Autorentipp

Wer auf der Wimbachgrieshütte übernachtet, kann am nächsten Tag über den Hirschwiesenkopf nach St. Bartholomä wandern und von dort mit dem Schiff zur Bushaltestelle im Schönauer Ortsteil  Königssee gelangen. Somit spart man sich den mehr als acht Kilometer langen langen "Talhatscher" durch das Wimbachtal.
Profilbild von Michael Pröttel
Autor
Michael Pröttel 
Aktualisierung: 13.08.2021
Schwierigkeit
schwer
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Gefahrenpotenzial
Höchster Punkt
2.713 m
Tiefster Punkt
630 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez
Exposition
NOSW

Sicherheitshinweise

Keinesfalls bei Gewittergefahr. Beim Abstieg ist Steinschlaggefahr zu berücksichtigen.

2017 wurden vor allem zwischen Hocheck und Mittelspitze ein Großteil der Stahlseile underen künstlichen Sicherungen entfernt. Demzufolge muss man sich im ausgesetzten Klettergelände im ersten und zweiten Grades absolut souverän bewegen.

Weitere Infos und Links

Infos zu den Öffnungszeiten der beiden Hütten : www.watzmannhaus.de www.wimbachgrieshuette.de

Start

Wimbachbrücke. (628 m)
Koordinaten:
DD
47.602429, 12.924432
GMS
47°36'08.7"N 12°55'28.0"E
UTM
33T 343989 5274200
w3w 
///gesehen.melodien.spinat

Ziel

Wimbachbrücke.

Wegbeschreibung

An der Wimbachbrücke  folgt man kurz der Straße und zweigt dann (Schild Watzmannhaus) nach links ab um eine Holzbrücke zu überqueren. Hinter dieser geht es gleich wieder nach rechts und auf einem breiten Fußweg steiler bergan. Der Weg stößt auf eine breite Forststraße der man ein Stück nach rechts folgt , um sie in einer Linkskurve (beschildert) wieder nach rechts zu verlassen. Der weiterhin recht breite Weg führt nun in immer derselben Steigung und in ein paar Kehren bergan, wobei er zwei Kahlschlagflächen quert, die aber freie Talblicke freigeben. Der Weg wird flacher und erreicht die freien Wiesen der Stubenalm die eine auf dem Weg liegende Einkehrmöglichkeit darstellt. Eine Abzweigung nach Schönau wird ignoriert und man wandert geradeaus wieder in den Wald hinein. Bei einer Gabelung geht man weiter geradeaus. Der Weg wird flacher und man kommt an der Materialseilbahn der Hütte vorbei. An einer Gabelung geht man links und wandert sogleich über die freien Wiesen der Mitterkaseralm. Wieder im Wald endet an einer interessanten Waldklimastation der breite Weg und es geht nun auf einem zunehmend steiniger werdenden Bergweg steiler empor. Wieder erreicht man eine freie Wiese und folgt an der dortigen Gabelung dem Schild Watzmannhaus. Zuletzt geht es durch Latschen- und Felsgelände auf dem gut angelegten Steig (z.T. Holzstufen) zum Watzmannhaus hinauf. (3:30 Std. ab Wimbachbrücke)

Am nächsten Tag steigt man vom Watzmannhaus zunächst noch angenehm nach Südwesten, dann zunehmend steiler die zuerst noch breite Nordflanke hinauf. In einigen Serpentinen geht es durch schrofiges Gelände weiter empor. Auf einem steilen Aufschwung erleichtern erste Drahtseile den Aufstieg. Dahinter geht es nun westlich des Kammverlaufs auf einer Steigspur weiter und zuletzt über eine leichte Felspassage zum  Hocheck, wo eine kleine Holzhütte Unterschlupf bei Gewitter bietet (2 Std. ab Watzmannhaus).

An dieser geht es nun weiter Richtung Süden und gleich über eine ausgesetzte Stelle hinab. Weiter geht es in leichterem Gelände zu einer markanten breiten Felsplatte. Über diese aufwärts und dann kurz ungesichert bis zu einem Gratstück westlich vom Hauptgrat im Bereich eines Felsenfensters.. Nach einem kurzen Abstieg erreicht man ein Rampensystem das zur Mittelspitze führt.
Vom höchsten der drei Watzmann Gipfel geht es zuerst kurz westlich, dann gleich wieder südlich am luftigen Grat hinab, bis man westlich nach einer Rinne wieder flacheres Gelände erreicht. Meist im Bereich des Grates weiter, bis man erneut im Zickzack und über ein ausgesetztes ungesichertes Band absteigt. Es geht weiter hinab bis man in eine Scharte vor einem zackigen, gelben Aufschwung gelangt. Dieser schroffe Gratteil wird westlich umgangen und man erreicht auf Bändern wieder den Grat. Ein Block wird westlich umgangen, dann geht es absteigend in eine Scharte. Schließlich wird ein Grataufschwung östlich umgangen bevor man noch einmal direkt auf dem Grat eine leicht ausgesetzte Passage  genießen darf. Der Gipfelblock der Südspitze  wird zuletzt westseitig erstiegen  (3:30 Std. ab Hocheck).


Abstieg: Von der Südspitze, die übrigens auch auf den Namen Schönfeldspitze hört, geht es weiter über oder kurz neben dem Grat hinab (Drahtseile). An der von oben gesehen zweiten Gratscharte muss man aufpassen: Hier leiten die Markierungen nach rechts von Grat weg. Durch eine Schotterrinne steigt man weiter zu dem großen Geröllhang des Oberen Schönfeld bergab. Den Steigspuren folgend geht es weiter hinab und weit oberhalb der unterhalb befindlichen Steilabbrüche nach links. Zunächst noch über den Geröllhang erreicht man eine Steilstufe. Wieder helfen Drahtseile über diese und die nachfolgende Felsrinne hinab in das Untere Schönfeld. Hier geht es in Südrichtung durch einen Graben hinab und dann über einen teils ausgesetzten Steig erst den Hang querend, dann wieder durch steile Gräben weiter bergab. Nachdem der Weg ein Stück lang fast eben ist steigt man ein letztes mal steiler in den Talkessel des Wimbachgries hinab. Im Talboden angelangt quert der Weg das breite Geröllbett und stößt bald auf einen breiteren Weg. Diesem folgt man nach rechts und wandert zunächst weiter durch Lärchenwald, dann das Kiesbett noch einmal querend hinab zur schön gelegenen Wimbachgrieshütte (3 Std. ab Südspitze).

Von hier führt ein breiter Talweg zur Wimbachbrücke zurück (2 Std. ab Wimbachgroieshütte).

 

Hinweis


alle Hinweise zu Schutzgebieten

Öffentliche Verkehrsmittel

mit Bahn und Bus erreichbar

 Mit Umsteigen in Freilassing nach Berchtesgaden. Von hier mit Bus 846 zur Wimbachbrücke.

Anfahrt

Auf der A8 bis Ausfahrt  Bad Reichenhall  und weiter über Bad Reichenhall Richtung Berchtesgaden. Kurz vor Berchtesgaden rechts Richtung Ramsau. Kurz nach einem Tunnel zweigt man nach links zum Parkplatz ab

Parken

Gebührenpflichtiger Parkplatz Wimbachbrücke.

Koordinaten

DD
47.602429, 12.924432
GMS
47°36'08.7"N 12°55'28.0"E
UTM
33T 343989 5274200
w3w 
///gesehen.melodien.spinat
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Buchempfehlungen des Autors

M. Pröttel, Das perfekte Bergwochenende, Bruckmann Verlag, 2013.

Kartenempfehlungen des Autors

Alpenvereinskarte BY21, Nationalpark Berchtesgaden, 1:25000.

Buchtipps für die Region

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Kartentipps für die Region

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Ausrüstung

Ein Klettersteigset kann bei  den (neuerdings wenigen)  Stahlseil gesichreten Passagen hilfreich sein. Einen Helm sollte man wegen der Steinschlaggefahr beim Abstieg dabei haben.

Grundausrüstung für Bergtouren

  • Feste, bequeme und wasserdichte Bergschuhe oder Zustiegsschuhe
  • Kleidung im Mehrschicht-Prinzip mit Feuchtigkeitstransport
  • Wandersocken
  • Rucksack (mit Regenhülle)
  • Sonnen-, Regen- und Windschutz (Hut, Sonnencreme, wasser- und winddichte Jacke und Hose)
  • Sonnenbrille
  • Teleskopstöcke
  • Ausreichend Proviant und Trinkwasser
  • Erste-Hilfe-Set mit Blasenpflaster
  • Biwaksack/Survival Bag
  • Rettungsdecke
  • Stirnlampe
  • Taschenmesser
  • Signalpfeife
  • Mobiltelefon
  • Bargeld
  • Navigationsgerät/Karte und Kompass
  • Notfallkontaktdaten
  • Personalausweis

Technisches Equipment

  • Ggf. Kletterhelm
  • Die Listen für die „Grundausrüstung“ und die „technische Ausrüstung“ werden auf der Grundlage der gewählten Aktivität erstellt. Sie erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit und dienen lediglich als Vorschläge, was du einpacken solltest.
  • Zu deiner Sicherheit solltest du alle Anweisungen zur ordnungsgemäßen Verwendung und Wartung deines Geräts sorgfältig lesen.
  • Bitte vergewissere dich, dass deine Ausrüstung den örtlichen Gesetzen entspricht und keine verbotenen Gegenstände enthält.

Fragen & Antworten

Frage von Stephan Stadler · 21.06.2020 · Community
Servus Michael, Wir planen heuer zu 4. Die Watzmann Überschreitung. Was ist Deiner Meinung nach die bessere Variante? Im Uhrzeigersinn Übernachtung am Watzmannhaus und dann über die Gipfel. Oder gegen den Uhrzeigersinn mit Übernachtung auf der Wimbachgrieshütte? Vielen Dank, beste Grüße, Stephan
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Antwort von Roland HERMANN  · 21.06.2020 · Community
Hallo, ich hab die Tour im Uhrzeigersinn mit Übernachtung am Watzmannhaus gemacht und kann das auch empfehlen. Die meisten Leute gehen so und das ist gut so, denn am Grat ist es ziemlich eng und Gegenverkehr nicht optimal. Außerdem ist die Tour im Wimbachtal praktisch vorbei. Da ist nur noch der laaaaange Marsch in der „Ebene“ zu tun. Viel Spaß und Berg heil Roland
5 more replies

Bewertungen

5,0
(25)
Gerhard Schmid
27.09.2021 · Community
Handschuhe oder Hornhaut Klettersteigset schadet nicht --> empfehlenswert NUR BEI STABILEN SCHÖNWETTER Denke bei Nässe, Regen oder Nebel würde ich die Überschreitung nicht gehen
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Gemacht am 25.09.2021
Andi Radin 
Die Watzmannüberschreitung bleibt Königin unter den Bergtouren der Berchtesgadener Alpen! Die Kombination aus geforderter Kondition und Technik machen sie aber zu keinem leichten Unterfangen. Wer viel und schnell unterwegs ist, dem empfehle ich bereits um 6 Uhr früh das Hocheck zu passieren, so hat man am Grat keinen Stau. Ein Klettersteigset empfinde ich als eher unnötig, da es sowieso einige anspruchsvollere Stellen ohne Stahlseil gibt und man technisch fit sein sollte. Da spart man sich lieber das Gewicht. Ein Helm ist aber, besonders im Abstieg, sinnvoll! Wirklich vorbei ist die Tour erst, wenn man knapp oberhalb der Grieshütte den Boden des Wimbachtals erreicht, daher im Abstieg konzentriert bleiben. Bester Jausenplatz ist übrigens die Südspitze, hier ist genügend Platz und eine herrliche Aussicht ins Steinerne Meer!
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Gemacht am 19.07.2019
Marcel Grieb 
19.08.2021 · Community
Von den vielen Touren die ich gegangen bin ist das bis jetzt die schönste aber auch eine schwere Tour, wenn man sie ohne Übernachtung macht. 🏔😍
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Fotos von anderen

+ 20

Bewertung
Schwierigkeit
schwer
Strecke
22,9 km
Dauer
14:00 h
Aufstieg
2.400 hm
Abstieg
2.400 hm
mit Bahn und Bus erreichbar aussichtsreich Einkehrmöglichkeit Gipfel-Tour klassischer Klettersteig

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