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Watzmann Ostwand - DER Ostalpenklassiker auf dem Berchtesgadener Weg

· 7 Bewertungen · Alpinklettern · Berchtesgadener Alpen
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DAV Sektion Teisendorf Verifizierter Partner  Explorers Choice 
  • Watzmann Ostwand - Berchtesgadener Weg - Route in Foto
    Watzmann Ostwand - Berchtesgadener Weg - Route in Foto
    Foto: Stefan Stadler, DAV Sektion Teisendorf
m 3500 3000 2500 2000 1500 1000 500 20 18 16 14 12 10 8 6 4 2 km Watzmann-Ostwand-Biwak Ostwandbiwak Watzmannhaus St. Bartholomä

Natürlich ist der Berchtesgadener Weg durch die Watzmann Ostwand auf die Südspitze (2.712 m) mit einer Bewertung im 3. Schwierigkeitsgrad eine Klettertour, doch der Charakter ist in großen Teilen der Route nicht mit einer typischen Klettertour zu vergleichen. Es überwiegt stundenlanges Klettern im 1. und 2. Grad - immer wieder durch Gehpassagen unterbrochen. Auf Grund der Kletterlänge von tatsächlich rund 3.000 m können, um die Tour in einer vernünftigen Zeit zu schaffen, natürlich nur kurze Abschnitte gesichert werden. So muss der Großteil der Tour seilfrei geklettert werden!

schwer
Strecke 20,3 km
14:00 h
2.500 hm
2.500 hm
2.712 hm
613 hm

Watzmann! Seit Jahrhunderten gibt es zahllose Geschichten und Sagen über diesen Berg. In der jüngeren Geschichte hat Wolfgang Ambros mit dem Musical Watzmann den Mythos auf geniale Art und Weise dargestellt. Einmal im Leben eines Bergsteigers muss man auf diesem Berg gestanden haben! Kletterer wählen hierzu den Berchtesgadener Weg durch die sehr bekannte und geschichtsträchtige Ostwand, welche zudem die höchste Wand der Ostalpen ist!

Autorentipp

Es empfiehlt sich schon am Tag vor der Tour mit dem Boot die landschaftlich einmalige Überfahrt auf dem Königssee, welcher das Schmuckstück des Nationalparks Berchtesgaden darstellt, zu machen. Man schläft dann im Ostwandlager (Selbstversorgerhütte - Schlüssel beim Gasthof), welche sich ca. 300 m hinter dem Gasthaus (geöffnet!?) befindet und verbringt einen stillen Abend in St. Bartholomä. Nur sehr konditionsstarken Kletterern ist zu empfehlen, am Tag der Tour mit dem ersten Schiff nach St. Bartholomä zu fahren.

Profilbild von Stefan Stadler
Autor
Stefan Stadler 
Aktualisierung: 25.12.2022
Schwierigkeit
III+, 3a schwer
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Gefahrenpotenzial
Höchster Punkt
Watzmann Südspitze, 2.712 m
Tiefster Punkt
St. Bartholomä - Königssee, 613 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez
Exposition
NOSW
Zustieg
300 m, 1:00 h
Wandhöhe
1,800 m
Kletterlänge
3,000 m, 7:00 h
Abstieg
2,100 m, 6:00 h
Standplätze
mit Bohrhaken
Zwischensicherung
vereinzelt Bohrhaken, Normalhaken
Seillänge
1 x 50 m
Anzahl Expressschlingen
3
Erstbegehung
Josef Aschauer, Hellmuth Schuster am 28.09.1947

Wegearten

Asphalt 8,10%Schotterweg 11,68%Naturweg 15,11%Pfad 36,19%Weglos 21,95%Klettersteig 6,94%
Asphalt
1,6 km
Schotterweg
2,4 km
Naturweg
3,1 km
Pfad
7,4 km
Weglos
4,5 km
Klettersteig
1,4 km
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Einkehrmöglichkeiten

Watzmannhaus
St. Bartholomä

Sicherheitshinweise

Leider passieren in dieser Wand sehr viele Unfälle. Der größte Teil davon hat versteigen als grundlegende Ursache. In der gesamten Wand befinden sich Steigspuren, sodass die Verstiegenen es viel zu spät bemerken, dass sie falsch sind. Also wenn man sich nicht ganz sicher ist noch dreimal auf das Topo schauen und in der Wegbeschreibung nachlesen!

Weitere Infos und Links

Touristinfo Schönau ; Königssee Schifffahrt ; Gaststätte St BartholomäNationalpark Berchtesgaden  ; aktuelles vom Autor auf Facebook

Start

St. Bartholomä - Ostwandlager (599 m)
Koordinaten:
DD
47.543908, 12.972333
GMS
47°32'38.1"N 12°58'20.4"E
UTM
33T 347419 5267601
w3w 
///verlieben.kenner.kostüm
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Ziel

Schönau am Königssee

Wegbeschreibung

Zustieg: Wir gehen von St. Bartholomä auf dem markierten Weg zur Eiskapelle und bleiben südlich (links) vom Bach auf der Moräne bis zur Gedenktafel.

Route: Man steigt auf dem Geröll weiter an und dann links einer markanten Schlucht kommt man in eine Rinne. In der Rinnen ein Stück aufwärts und dann genau schauen, wo man an einem schwach erkennbaren Markierungspunkt die Rinne nach rechts auf eine grasige Rampe verlässt. Auf deutlich erkennbaren Steig in Serpentinen weiter aufwärts, wobei man auf einer meist nassen Platte heikel um eine Kante geht. Südlich (rechts) haltend erreicht man das Schuttkar. Hier ist ein guter Punkt, sich über die weitere Route einen Überblick zu verschaffen. Man quer fast eben das Schuttkar über den Bach und steigt jenseits kurz durch Felsen (rechts haltend) auf eine bewachsene Anhöhe. Jetzt links weiter auf einem System von plattigen Rampen und Bändern (dazwischen der 1. und 2. Sporn) bis zum Einstieg in die Wasserfallwand (BH auf Podest). In drei Seillängen erklettert man die Wasserfallwand und nach dieser unbedingt die Abzweigung nach rechts in eine kaminartige Rampe nicht verfehlen! An einem kleinen Sattel verlässt man die steilen Wandabbrüche nach rechts um rel. ausgesetzt über Platten und dann eine Stelle 3 eine Biwakhöhle zu erreichen. Weiter geht es wieder in leichterem Gelände (teils sehr flach rechts haltend) zu einem Altschneefeld unterhalb der Gipfelschlucht (letzte Wasserstelle). Nun nicht in der steinschlaggefährdenten Gipfelschlucht (die Gipfelschlucht hat nichts mit dem Gipfel zu tun), sondern weit rechts auf einem Steig unschwierig bis zu einer Kante. Dieser folgen, bis man nicht zu hoch auf einer Rampe wieder in die Nähe der markanten Abbrüche quert. In einer wassergeschliffenen Rinne empor und anschließen den steinschlaggefährdeten Bereich gleich wieder nach rechts verlassen, erreicht man die Drabensteinplatte. Weiter wieder fern der Wand (rechts) auf deutlichem Steig aufwärts erreicht man zuletzt über einen Sattel die Biwakschachtel. Nach dieser auf Geröll 70 Meter und dann links in eine brüchige Rinne. In unschwieriger Kletterei nach rechts auf das nächst höhere Band. Hier wieder genau schauen, dass man den Einstieg (Schlaghaken) in die Ausstiegskamine findet. Nun in logischer Wegführung und schöner Kletterei bis auf ein Köpfl (Achtung viele lockere Steine) von wo aus das Schlußwandl gut zu sehen ist. Die Schlüsselstelle empor und über leichtes Gelände erreicht man rechtshaltend den Grat und in wenigen Minuten weiter zur Watzmann Südspitze. Berg Heil!

Abstieg: Für den Abstieg kann man entweder noch die Watzmannüberschreitung dranhängen und klettert über die Mittelspitze und das Hocheck zum Watzmannhaus (3-4 Std.). Weiter erfolgt der Abstieg über Kühroint und kommt so wieder direkt zum Auto am Königsee. Alternativ kann man über die Schönfeldschneid in das Wimbachgrieß und dieses dann hinausgehen bis zur Wimbachbrücke. Auf diesem Weg kommt man schnell in leichteres Gelände und erreicht auf ca. 1.850 m mit dem Goldbründl eine Wasserstelle und unten im Grieß die Wimbachgrießhütte. An der Wimbachbrücke hat man entweder ein 2. Auto abgestellt oder man fährt mit dem Bus (Busplan checken, wann der Letzte fährt!) zurück zum Königssee.

 

Hinweis


alle Hinweise zu Schutzgebieten

Öffentliche Verkehrsmittel

mit Bahn und Bus erreichbar

Man fährt auf der Bahnlinie München-Salzburg (bzw. S-Bahn-Linie S3 von Salzburg) nach Freilassing und von dort mit der Regionalbahn (oder ebenfalls mit der S3) nach Berchtesgaden. Direkt am Bahnhof befindet sich der ZOB von wo aus man mit dem Bus Nr. 841 nach Königsee kommt. (Bus stündlich)

Anfahrt

Wir verlassen die Tauernautobahn A10 an der Anschlussstelle Salzburg Süd und folgen den Wegweisern nach Berchtesgaden (B160, B305) zum großen Kreisverkehr am Bahnhof. Hierher kommt man von Westen kommend besser indem man die A8 München-Salzburg an der Ausfahrt Bad Reichenhall verlässt und über Bad Reichenhall und Bischofswiesen nach Berchtesgaden fährt (keine Autobahnvignette für Österreich erforderlich). Vom Kreisverkehr weiter Richtung Königsee erreicht man nach ca. 5 km den supergroßen Parkplatz.

Parken

Der Touristenparkplatz kostet 6 EUR/Tag (Stand 2022).

Koordinaten

DD
47.543908, 12.972333
GMS
47°32'38.1"N 12°58'20.4"E
UTM
33T 347419 5267601
w3w 
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Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Buchempfehlungen des Autors

Für die Watzmann Ostwand gibt es einen eigenen kleinen Führer von Franz Rasp erschienen im Rother Verlag; Alpenvereinsführer Berchtesgadener Alpen Alpin von Bernhard Kühnhauser www.dav-shop.de

Kartenempfehlungen des Autors

Alpenvereinskarte BY 21 Nationalpark Berchtesgaden 1:25000 www.dav-shop.de

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Ausrüstung

Kletterausrüstung mit 50 m Seil und 3 Exen, gut sitzende und dennoch ausreichend bequeme Approachschuhe dürften für diese Tour der beste Kompromiss sein, Helm versteht sich wie bei jeder Klettertour von selbst!


Fragen & Antworten

Frage von Ulrich Graml · 19.02.2021 · Community
Hallo Stefan, jetzt ist natürlich nicht die Zeit um die Ostwand zu durchsteigen, aber man kann ja bei den Temperaturen schon einmal träumen. Nun habe ich gesehen, dass Ihr Euch kaum gesichert habt, auch in der schwierigsten Stelle, am 8m Turm +3, seit ihr nicht am Seil gegangen zu sein, hatte aber einen Klettergurt an. In meiner Jugendzeit war ich mal alpin Klettern, gehe jetzt aber immer wieder ganz gerne noch Klettersteige, z.B. Pidinger Klettersteig am Hochstaufen. Habt ihr Euch überhaupt gesichert, bzw. wenn ja wie? Mit lieben Grüßen Uli aus Waging am See
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Antwort von Günter Karnutsch · 19.02.2021 · Community
Hallo Ulrich, ich antworte dir, weil deine Frage von alpenvereinaktiv an mich weitergeleitet wurde. Ob gesichert oder ungesichert ist in diesem Gelände ganz klar eine Frage des Eigenkönnens. Grundsätzlich ist sicheres Steigen/Klettern im weglosen Gelände bis II Grundvoraussetzung. Wir Bergführer gehen ausschließlich mit nur einem Gast nahezu die ganze Wand gleichzeitig am "kurzen Seil" und sichern besonders exponierte Stellen zusätzlich, d.h. der Führer steigt vor und sichert anschließend am Stand nach. Diese Technik erfordert große Erfahrung, lange Praxis und bleibt deshalb mit nur wenigen Ausnahmen Bergführern vorbehalten; die Mitreißgefahr ist dabei auch für erfahre Profis nicht unerheblich, doch haben wir keine andere Möglichkeit in diesem Gelände mit einem Gast unterwegs zu sein. Die Wand "durchzusichern" ist aufgrund des dann benötigten Zeitaufwandes unrealistisch! Wer also im seilfreien Klettern (mehrere exponierte Stellen bis III+) in einer so großen Wand nicht absolut sicher ist - es kommt für viele ja auch noch das Problem der Wegfindung hinzu - sollte entsprechend trainieren, die Dienste eines Profis in Anspruch nehmen oder vorerst kleinere Ziele wählen. Mit freundlichen Grüßen Günter Karnustch
2 more replies
Frage von martin hornegger · 15.09.2020 · Community
einstieg wo genau
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Antwort von Raimund Neidig  · 15.09.2020 · Community
Links der Eiskapelle dem Aufstiegsspuren folgen. Wenn da schon Schwierigkeiten bestehen, wirds oben nicht lustig.
5 more replies

Bewertungen

4,9
(7)
Ralf Ackermann 
06.09.2022 · Community
Schwere alpine Bergtour mit Hilfsmittel und ortskundigem Führer gemacht. Abstieg ins Wimbachtal bis Wimbachbruecke.
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Gemacht am 05.09.2022
Swen Ar 
01.11.2021 · Community
Bergsteigerchallenge
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Gemacht am 31.10.2021
Peter Kiehl 
03.08.2020 · Community
Gemacht am 31.07.2020
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Bewertung
Schwierigkeit
III+, 3a schwer
Strecke
20,3 km
Dauer
14:00 h
Aufstieg
2.500 hm
Abstieg
2.500 hm
Höchster Punkt
2.712 hm
Tiefster Punkt
613 hm
mit Bahn und Bus erreichbar Rundtour aussichtsreich Einkehrmöglichkeit geologische Highlights Gipfel-Tour Wand Grat Abstieg zu Fuß

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