Logo DAV
Logo OEAV
Logo AVS
30 Tage Pro gratis testen Community
Sprache auswählen
Start Touren Wanderung von Tumpen über Karboden, Reichalm und Farst nach Östen
Tour hierher planen Tour kopieren
Bergtour empfohlene Tour

Wanderung von Tumpen über Karboden, Reichalm und Farst nach Östen

Bergtour · Ötztal
Profilbild von Martin Schönherr
Verantwortlich für diesen Inhalt
Martin Schönherr
  • Blick talauswärts am Weg zum Karboden. Dass der Tschirgant ein Herz hat, fiel mir bis dato nicht auf.
    Blick talauswärts am Weg zum Karboden. Dass der Tschirgant ein Herz hat, fiel mir bis dato nicht auf.
    Foto: Martin Schönherr, Community
m 2000 1800 1600 1400 1200 1000 800 600 14 12 10 8 6 4 2 km

Abenteuerliche Tour durch scheinbar wegloses Gelände zum "Hintereingang" von Farst.

Orientierungsvermögen unerlässlich!

schwer
Strecke 16 km
8:20 h
1.149 hm
1.124 hm
1.985 hm
923 hm

Die Tour führt von Tumpen über Ried und dem Zugangsweg zum Kletterpark Engelswand. Von dort geht es über einen alten recht gut gepflegten Almweg mit Tiefblicken nach Tumpen, Habichen, Ötz und Sautens zum Karboden. Dort heißt es südlich des Acherbaches zuerst Weg suchen, den man muss durch mit Farn verwachsenem Gelände ca. 70 Höhemeter bergauf.  Dann geht es wechselnd steil und horizontal vom Acherbachtal ins Kriseilbachtal, wobei sich die Wegspur dreimal etwas verliert.

Das Kriseilbachtal quert man in die Grue, einen moorige Senke hinterem Farster Kopf hinein.  dort gibt es eine wenig exponierte, aber etwas Beherztheit erfordernde Stelle, wo ca. 1,5m tief hinunter gesprungen werdne muss. Von da an verläuft der Weg deutlich erkennbar unterhalb einzelner Felsbänder. An einer Stelle entspringt direkt aus Löchern in der Felswand eine Quelle mit gutem Wasser -und so heißt diese Gegend auch in der Flurnamenerhebung Mosesbrunn.

Von der Grue steigt man dann auf verstreuten Steigspuren zum Stalle beim farster Kopf an, wo man den Markierten Wege zur Riechalm erreicht.

Abstieg über "Normalweg" nach Farst und Östen.

Autorentipp

Gepflegter Almsteig bis Karboden (in den Kehren tlw. mit Treppenstufen)

Zeitlassen, genießen und ganz entspannt Weg suchen.

Schattiger Weg nach Farst - ja auch so einen gibt es!

Wasser im Mosesbrunnen auffüllen.

Einkehr in Farst; im Stechschritt ist man in einer Stunde in der Haltestelle Östermuhre, man kann also oben in Farst noch gut verhocken (ich habe mich rückblickend dort zu sehr gestressst)

Schwierigkeit
schwer
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höchster Punkt
1.985 m
Tiefster Punkt
923 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez
Exposition
NOSW

Wegearten

Höhenprofil anzeigen

Sicherheitshinweise

Orientierungsvermögen und Trittsicherheit unerlässlich!!

Bei Nässe und instabilem Wetter ist die Aufstiegsroute keinesfalls empfehlenswert. Vom Acherbach geht eine bekannte Murstossgefahr aus.

Ich würde die Route auch generell nicht in die Gegenrichtung zu gehen empfehlen, weil mir bergab das Suchen der Wegspur zwischen Grue und Karboden riskant erscheint.

Steile Waldhänge, einzelne ausgesetzte Stellen. Der Weg führt einen gut durch das alles durch, allerdings muss man ihn stellenweise suchen und finden.

Die Route auf der Karte ist mein mitgeschnittener GPS-Track.  Auf OSM ist der Weg auch schon samt Mosesbrunnen verortet, aber gebrochen, damit er nicht versehentlich geroutet werden kann.

Weitere Infos und Links

Hier sieht man die Gegen unter Weterverhältnissen, während denen man diese Tour meiden sollte: https://www.youtube.com/watch?v=Hfub29yE9RM

Start

Haltestelle Tumpen Reiderbrücke (923 m)
Koordinaten:
DD
47.175033, 10.910297
GMS
47°10'30.1"N 10°54'37.1"E
UTM
32T 644754 5226385
w3w 
///unkaputtbar.winzer.gesuch
Auf Karte anzeigen

Ziel

Heltstelle Östen / Östemuhre

Wegbeschreibung

Bushaltestelle Tumpen-Riederbrücke

Über Ötztaler Ache nach Ried und weiter am Weg zum Klettergarten Engelswand

Vom Sportplatz am Hangfuß ca. 200m südwärts; dort über die kleine Weidefläche in den Wald, wo der Almsteig beginnt.

Diesen bergan folgen, nach ca. 100 Höhenmeter mündet noch ein gut erkennbarer Steig von unten ein, den ich aber am Talboden nicht gefunden habe.

200m über dem Talboden wendet sich der Weg ins Acherbachtal. die dortige Felskante ist mehr symbolisch mit einem Seilgeländer gesichert. Man kann sie aber auch ohne diese Geländer sicher passieren. Guter aussichtspunkt auf Habicherwand, Kraftwerksbaustelle Tumpen und Piburger See.

Nun geht es wechselnd steil bis sehr steil durch teilweise verwüstete Wald, wobei der Weg immer gut erkenn- und passierbar bleibt. Ca. 100 Höhemeter unterm Karboden findet man erste Vorboten der urtümlichen Blocklandschaft, hier mit Resten einer Materialseilbahnstation. Große Felsblöcke, die wie Dinosaurier im Wald herumstehen, begleiten uns nun bis zum und am Karboden .

Der Karboden ist eine ansonsten nahezu ebener Wald. Nach einer Furt über den Acherbach gelangt man noch zur idyllisch gelegenen Jagdhütte.

Doch wir müssen zurück südlich des Acherbaches - dort geht es nun steil und weglos zuerst einmal ca. 70 Höhenmeter auf dem Hang zwischen dem Acherbach und dem ersten Bach südlich davon bergan. Wo es ausieht, als ginge es nicht mehr weiter, findet man eine deutliche Furt mit Wegspur nach Süden; dieser folgend kommt einen zweite Furt und ein Sackweg zu einem kleinen Aussichtspunkt wo man zum Tumpener Wasserfall hinübersieht

Von dort geht es wieder steiler bergauf ungefähr auf die 1700m Höhenlinie. Von dort folgt man der leicht fallenden Wegspur (stellenweise etwas abgebrochen, aber gut begehbar) in leichtem Bogen südwärts.  Ca. 600m Luftlinie vom Karboden aus, erreicht man über eine Lichtung (am Waldrand hangseitig ist ein Grenzstein mit rot gemalter "47" zu sehen) und einem kurzen Anstieg danach ein trockenes Waldstück oberhalb einer Felsstufe und kann durch die Bäume die Aussicht auf Tumpen genießen.

Es geht nun weiter bergan. Ein an einem Baumstamm gelehntes Steinmännchen und manch abgesägter Ast zeigt uns, dass wir nicht die einzigen auf diesem Weg waren.

Es geht nun auf der 1800m Höhenlinie weiter südostwärts hinein ind en Graben des Kriseilbaches. Durch die Bäume erkennt man aber schon, das man niveaugleich mit der "Grue" der Senke Farster Kopf ist.

Luftlinie 200m nördlich der Grue überwindet der Weg eine kleine Felsstufe, über die man runterspringen oder runterrutschen kann. Wurzeln sind auch da, um sich zu halten. Exponiert ist sie nicht - auch für mich nicht Schwindelfreien war sie machbar.

Es geht weiter durch mehrere feuchte Gräben, auf kler erkennbarem Steig.

Man passiert hier die Sehenswürdigkeit wegen der allein die Tour m.M. nach lohnend ist - den Mosesbrunnen, der wirklich beinahe so aussieht wie die Darstellung aus der Fugel-Bibel; bloß das die Quelllöcher nicht ganz so erhaben liegen, sondern ziemlich bodennah. Von dort steigt der weg noch noch mäßig an.

In der Grue sieht man dann das Seil einer alten Materialbahn quer über der Senke aufblitzen; wir queren das Tal jedoch ohne das Moor zu betreten. Jenseits im Wald erkennt man deutlich einen Weg, der weiter ca. auf der 1850m Höhenline den Farsterkopf umrunden  und dann in den Forstweg oberhalb von Farst einmüden würde (lt. Wirtin der Jausenstation Farst). Zur Qualität dieses Weges kann ich aber noch nichts sagen.

Es geht nun auf Steigspuren leicht südwestwärts zum Sattel am Farster Kopf, wenige Meter nach der oberen Seilbahnstation erreicht  man den markierten Steig zur Reichalm bzw. nach Farst.

Abstieg wie auf den Tourenbeschreibungen zu Farst bzw. Reichalm

Hinweis


alle Hinweise zu Schutzgebieten

Öffentliche Verkehrsmittel

mit Bahn und Bus erreichbar

Ötztaler Verkehrsgesellschaft

Anfahrt

Tumpen, Brücke nach Ried

Parken

Paken Klettergarten Engelswand

Koordinaten

DD
47.175033, 10.910297
GMS
47°10'30.1"N 10°54'37.1"E
UTM
32T 644754 5226385
w3w 
///unkaputtbar.winzer.gesuch
Auf Karte anzeigen
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Buchtipps für die Region

mehr zeigen

Ausrüstung

Festes Schuhwerk, Wetterschutz, GPS (als Sicherheit - aber nicht als Ersatz für Orientierungsvermögen)

In jedem Fall viel zu Trinken mitnehmen, auch wenn die Mosesquelle eine ziemlich vertrauen erweckende Schüttung aufweist und die Gegend generell nicht wasserarm ist. Ob das aber im Spätsommer noch so ist, weiß ich nicht.


Fragen & Antworten

Frage von Tom Vesely · 19.08.2022 · Community
Hallo Martin, ich bin die Tour heute durch Zufall in der anderen Richtung gegangen. Die Wegfindung war zum Teil wirklich abenteuerlich und ich war froh, als ab dem Karboden der Weg im Abstieg durchgehend gut zu erkennen war. Viele Grüße aus Bad Nauheim, Deutschland Tom Vesely
mehr zeigen
Antwort von Martin Schönherr · 16.10.2022 · Community
Freut mich, dass es runter auch gut gegangen ist. Hätte ich mich vermutlich nicht getraut. Ich hoffe dass der Weg wieder häufiger genutzt wird. Ist ein tolles Erlebnis. dnake für die schöne Bilder die du dazugestellt hast :-) Viel Grüße aus Innsbruck, Martin Schönherr

Bewertungen

Verfasse die erste Bewertung

Gib die erste Bewertung ab und hilf damit anderen.


Fotos von anderen

+ 37

Schwierigkeit
schwer
Strecke
16 km
Dauer
8:20 h
Aufstieg
1.149 hm
Abstieg
1.124 hm
Höchster Punkt
1.985 hm
Tiefster Punkt
923 hm
mit Bahn und Bus erreichbar Von A nach B aussichtsreich Einkehrmöglichkeit geologische Highlights Geheimtipp ausgesetzt

Statistik

  • Meine Karte
  • Inhalte
  • Bilder einblenden Bilder ausblenden
Funktionen
2D 3D
Karten und Wege
Strecke  km
Dauer : h
Aufstieg  Hm
Abstieg  Hm
Höchster Punkt  Hm
Tiefster Punkt  Hm
Verschiebe die Pfeile, um den Ausschnitt zu ändern.