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Wanderung um den Schiederweiher bei Hinterstoder (barrierefrei)

· 1 Bewertung · Wanderung · Totes Gebirge
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  • der Schiederweiher mit dem großen Priel im Hintergrund
    / der Schiederweiher mit dem großen Priel im Hintergrund
    Foto: Theresia Gallistl, AV-alpenvereinaktiv.com
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    Foto: Josef Limberger, Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen
  • welch ein Panorama!
    / welch ein Panorama!
    Foto: Theresia Gallistl, AV-alpenvereinaktiv.com
  • Morgenstimmung bei der Polsterlucke
    / Morgenstimmung bei der Polsterlucke
    Foto: Theresia Gallistl, AV-alpenvereinaktiv.com
  • die krumme Steyr
    / die krumme Steyr
    Foto: Theresia Gallistl, AV-alpenvereinaktiv.com
Karte / Wanderung um den Schiederweiher bei Hinterstoder (barrierefrei)
300 450 600 750 900 m km 1 2 3 4 5

Leichte, zirka fünf Kilometer lange, landschaftlich sehr reizvolle Strecke mit verschiedenen Waldbereichen, glasklarem Wasser und einer fantastischen Bergkulisse. Da der Weg einige stärkere Steigungen aufweist, ist eine Begleitperson zu empfehlen. Besonders schön auch für Familien mit Kinderwagen und ältere Personen.

mittel
5,5 km
1:25 h
23 hm
23 hm

Das Gebiet dieser Wanderung befindet sich im Übergangsbereich vom Steyr-Teichltal zu den Kalkhochalpen. Die Flüsse Steyr, Teichl und Krumme Steyrling, die nach den Eiszeiten diese Landschaft maßgeblich geformt haben, verlaufen stellenweise in tief eingeschnittenen Konglomeratschluchten. Wie imposant diese „Canyon-Landschaft“ gewesen sein muss, bevor der Stausee Klaus errichtet wurde, und damit große Teile der Schlucht unter Wasser verschwunden sind, kann man nur mehr erahnen. Auf dem Weg von Hinterstoder bis Klaus wird durch die vielen Zuflüsse aus dem zunächst noch kleinen Gebirgsbach der Steyr ein ansehnlicher Gebirgsfluss. Zwischen Steyrsberg und Kleinem Priel befindet sich mit dem „Stromboding“ die einzige nennenswerte Gefällestufe der Steyr. Positiv hervorzuheben ist, dass dieses Gewässersystem insgesamt zu den saubersten Fließgewässern des Bundeslandes zählt. Umrahmt wird der von der Krummen Steyr gespeiste Schiederweiher von Spitzmauer und Priel, markanten Gipfeln des Toten Gebirges. Der im Talgrund beginnende Bergmischwald wird größtenteils forstlich genutzt, wenngleich sich da und dort noch sehr naturnahe Bereiche erhalten konnten. Der Wald dient aber auch als wichtiger Schutz gegen Lawinen oder Steinschlag. Das mehr als 1.000 Quadratkilometer große Hochplateau mit über 600 bekannten Höhlen und Schächten zählt ohne Frage zu den beeindruckendsten Wildnisgebieten der Nördlichen Kalkalpen. Wenngleich über weite Strecken die Vegetation nur spärlich ausgebildet ist, trifft der Name „Totes Gebirge“ nicht ganz zu: Neben den kleinen pflanzlichen Pionieren, die vielerorts im Verborgenen ihr Dasein fristen, wachsen hier auch ausgedehnte Latschenbestände sowie die besterhaltenen Lärchen-Zirben-Wälder der Ostalpen. Ein wichtiges Naturschutzziel ist die Erhaltung der Fließgewässerdynamik und der Schlucht strecken mitsamt den naturnahen Uferstrukturen von Steyr und Teichl. Um auch der Tierwelt entsprechende Überlebensmöglichkeiten zu bieten, ist eine Regelung des Boots- und Raftingbetriebes erforderlich. Die ungestörten Karstplateaus sollten von jedem menschlichen Eingriff verschont bleiben, die naturnahen Wälder erhalten werden

Autorentipp

Im Ort gibt es eine behindertengerechte öffentliche Toilette.

outdooractive.com User
Autor
Josef Limberger
Aktualisierung: 29.06.2018

Schwierigkeit
mittel
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höchster Punkt
622 m
Tiefster Punkt
602 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Sicherheitshinweise

Die Tour ist aktuell nicht auf ihre Befahrbarkeit mit Rollstuhl überprüft. Bis zum Sommer 2018 werden alle Infos dazu aktualisiert.

Weitere Infos und Links

Tourismus-Information:

Tourismusbüro Hinterstoder, 4573 Hinterstoder 38, Tel: 0 75 64 / 52 63-0, hinterstoder@pyhrn-priel.net

Taxi Riedler, Hinterstoder˝ 0 75 64 / 53 39

Weitere Sehenswürdigkeiten

Themenweg Flötzersteig: Ein zumeist flach und durchgehend befestigter Wanderwegentlang der Steyr – teilweise mit Kinderwagen und Rollstuhlbefahrbar. Von der B 138 kommend kurz vor Hinterstoderbefindetsichein Parkplatz, von dem ein Wanderweg zum Wasserfall Stromboding führt.

Gastronomie:

Restaurant · Cafe Jugendherberge „Jutel Hinterstoder“, 4573 Hinterstoder 33, Tel: 0 75 64 / 52 27, hinterstoder@jutel.at, Rollstuhlgerecht

Nur bedingt behindertengerecht sind

Gasthof zur PostFamilie Rohregger, 4573 Hinterstoder, Tel:  0 75 64 / 52 15

Restaurant Dorfstub’n, Familie Koblinger, 4573 Hinterstoder, Tel: 0 75 64 / 53 20

Café Konditorei Gollner, Familie Gollner, 4573 Hinterstoder, Tel: 0 75 64 / 52 21

Nach dem Schiederweiher gibt es dieJausenstation Polsterstüberl, Frau Pernkopf, Tel: 0 75 64 / 548 22

Behindertengerechte Infrastruktur

Leider finden wir auf dieser Strecke keine behindertengerechte Toilette. Diese befindet sich direkt beim Gemeindeamt Hinterstoder auf der Hinterseite des Gebäudes (öffentliches WC).

Start

Parkplatz in Hinterstoder bei der Polsterlücke beim Schiederweiher (605 m)
Koordinaten:
Geographisch
47.692205, 14.139337
UTM
33T 435417 5282449

Ziel

Rundtour - Ende beim Ausgangspunkt

Wegbeschreibung

Ausgehend vom Parkplatz beim Johanneshof quert der Weg gleich am Anfang der Tour die Steyr auf einer Holzbrücke. Danach wandern wir zwischen zwei imposanten Gebäuden durch: links eine Villa, rechts ein Gutshaus, beide in der typischen regionalen Bauform, harmonisch in die Region eingebettet. Nachdem wir einer längeren, mit Linden und Eschen gesäumten Allee gefolgt sind, geht es kurz etwas steiler bergauf. Gleich nach dieser Steigung – bis hierhin ist der Weg noch asphaltiert – biegen wir nach links in einen Schotterweg ein und folgen dem Lauf der Krummen Steyr. Der Weg entlang dem glasklaren Wasser ist auch an heißen Tagen angenehm, da vom Fluss eine wohltuende Kühle ausgeht. Danach tauchen wir in den schattigen Wald ein und die anfangs noch dominierenden Fichten werden zunehmend von Laubbäumen abgelöst. Zu unserer Linken fließt der kleine Fluss, auf der rechen Seite zieht sich der Wald den Hang hinauf. Entlang des Weges gibt es einige pflanzliche Besonderheiten zu entdecken. Im Juli blühen größere Bestände der zierlichen Ästigen Graslilie mit ihren bezaubernden weißen Blütensternen. Aus den Wiesenmatten leuchten mitunter auch die kleinen rosa Blüten der Mückenhändelwurz, einer Orchideenart. Manche stehen so dicht am Wege, dass wir sie auch mit dem Rollstuhl aus der Nähe betrachten können, dank der starken Hangneigung oft sogar in Augenhöhe. Wer noch etwas früher im Jahr unterwegs ist, etwa ab Anfang bis Mitte Juni, findet auch andere wunderschöne Orchideen wie die Sumpfstendelwurz, die Braunrote Stendelwurz oder das Große Zweiblatt mit seinen zwei großen ovalen Blättern und den in schlichten Grün- und Gelbtönen gehaltenen Blüten. In Richtung des Bachufers wächst die gelb blühende Königskerze, eine seit alters her bekannte Heilpflanze, und immer wieder schmückt auch die hochgewachsene Türkenbundlilie  mit ihren in kräftigem Rosa gefärbten, duftenden Blüten den Rand des Weges. Nach etwa 15 Minuten, der Weg wird nun etwas holpriger und es gibt auch einige Steine und Baumwurzeln, die herausragen, werden wir durch ein Postkarten-Panorama für unsere kleinen Mühen belohnt. Oberhalb einer kleinen hölzernen Wehr breitet sich vor uns der nach seinem Erbauer, Hofbaumeister Johann Schieder, benannte Schiederweiher aus. Wie ein smaragdgrünes Auge spiegeln sich im klaren Wasser die umliegenden Berge: die imposante 2.446 Meter hohe Spitzmauer und rechts davon der 2.514 Meter hohe Große Priel. Hinter diesen Gipfeln breitet sich eine der letzten Urlandschaften unseres Landes aus, das Karstgebiet des Toten Gebirges. Im Weiher selbst schwimmen immer einige Stockenten. Diese sollte man aber möglichst nicht füttern, da es sowohl für die Vögel als auch für das klare Wasser des Schiederweihers abträglich wäre. Wer will, kann seinen Weg nun in Richtung „Polsterlucke“ fortsetzen. Dazu nehmen wir die hinsichtlich eines harmonischen Landschaftsbildes leider etwas breit ausgefallene Forststraße, für RollstuhlfahrerInnen aber ideal, um nach etwa 15 Minuten in einer Talweitung die Jausenstation „Polsterstube“ zu erreichen. Immer wieder entdecken wir an den Hängen Orchideen, aber auch den gelben Eisenhut, die gelbe Kratzdistel und die giftige Einbeere. In der frischen und würzig riechenden Luft bietet sich eine kleine Rast an, vermutlich schmecken eine kleine Jause oder ein Getränk gleich doppelt so gut. Nach einer kurzen Verschnaufpause setzen wir unseren Weg fort. Dazu biegen wir nach etwa 150 Metern, bei einem kleinen Fahrradabstellplatz, nach links ab und wandern weiter auf einer Forststraße entlang der Krummen Steyr. Die Pferde, welche auf den an den Weg angrenzenden Weiden grasen, sind immer an neuen Bekanntschaften interessiert und kommen in der Regel schnell neugierig näher. Nach etwa 500 Metern biegen wir scharf nach links in den Wald ab und gehen zurück in Richtung Schiederweiher. Durch lichten Mischwald und über eine Brücke kommen wir auf den alten Weg zurück, wo wir uns rechts halten. Bereits nach wenigen Metern müssen wir entscheiden: Entweder gehen wir nach rechts, wieder hinunter zum Ufer des Schiederweihers und dann denselben Weg, den wir gekommen sind wieder zurück zum Parkplatz. Oder wir bleiben auf der breiten Forststraße und wandern oberhalb des Schiederweihers zurück zum Ausgangspunkt. Letztere Variante bringt uns wieder neue Ausblicke auf die Landschaft, allerdings müssen wir ein Stück des Weges eine stärkere Steigung auf uns nehmen.

Öffentliche Verkehrsmittel

Von Linz mit Bus und Bahn erreichbar. Vorsicht: Der Bahnhof befindet sich bei St. Pankraz! Von dort können Sie mit Bus oder Sammeltaxi (Firma Riedler) bis zum Ausgangspunkt direkt in der Ortschaft Hinterstoder fahren– mindestens eine halbe Stunde zuvor anmelden!

Taxi Riedler, Hinterstoder, Tel: 07564 / 53 39

Anfahrt

Von Linz über die A 1 bis zum Voralpenkreuz, hier in Richtung Graz auf der A 9 bis zur Abfahrt Hinterstoder / St. Pankraz. Bei der Abfahrt auf die B 138 nach links in Richtung Klaus, nach weiteren zirka 500 Metern die Abzweigung links nach Hinterstoder nehmen. Durch den Ort durch, danach befindet sich beim Johanneshof auf der rechten Seite der Parkplatz als Ausgangspunkt unserer Wanderung.

Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

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Bewertungen

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Schwierigkeit
mittel
Strecke
5,5 km
Dauer
1:25 h
Aufstieg
23 hm
Abstieg
23 hm
Rundtour aussichtsreich botanische Highlights faunistische Highlights kinderwagengerecht barrierefrei

Statistik

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Tiefster Punkt
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