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Wanderung an der oberen Donau (barrierefrei)

Wanderung · Donau-Oberösterreich
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    Foto: Elisabeth Kofler, Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen
Karte / Wanderung an der oberen Donau (barrierefrei)
0 150 300 450 600 m km 2 4 6 8 10 12 14 16

Eine leichte, aber sehr lange Tour, die viel Ausdauer erfordert. Die Route kann aber auch zur einfacheren Bewältigung in kürzere Wegabschnitte geteilt werden, wie der ausführlichen Beschreibung zu entnehmen ist. Wir erleben auf dieser Wanderung die beeindruckenden Hang und Schluchtwälder eines NATURA 2000-Schutzgebiets entlang der Donau mit ihrer vielfältigen Tier- und Pflanzenwelt.

16 km
3:53 h
23 hm
23 hm

Die Wanderung liegt in der Landschaftseinheit „Donauschlucht und Nebentäler“, großräumig geprägt von den beiden großen Flüssen Donau und Inn. Beide haben infolge der diversen Stauhaltungen im Bereich von Kraftwerken und die künstliche Einengung auf ein durch Blockwürfe befestigtes Flussbett ihren ursprünglichen Charakter weitgehend verloren. Typische Strukturen von Flusslandschaften wie Schotterbänke, vor allem aber die von der Dynamik jahreszeitlicher Überflutungen abhängigen Auwälder sind damit verloren gegangen. Besonders die Donau, mit 2.850 Kilometern Länge nach der Wolga der zweitlängste Strom Europas, weist jedoch noch eine besonders reichhaltige Fischfauna auf. Neben dem Wasser sind es vor allem die ausgedehnten Wälder sowie darin eingestreute einzelne Felsbereiche und Blockhalden, welche die Landschaft bestimmen. Während in Fließrichtung der Donau gesehen am linken Ufer, der Sonnseite, Laubbäume und wärmeliebende naturnahe Wälder mit Eiche und Linde häufiger vorkommen, ist es am rechten Ufer die von der Forstwirtschaft geförderte Fichte. Viele Burgruinen auf den bis zu 300 Meter hohen Einhängen zeugen von der geschichtlichen Bedeutung der Donau als Schifffahrts- und Handelsweg. Heute ist die stimmige Landschaft mit dem Donauradweg Grundlage eines sanften Tourismus. Aus Naturschutzsicht ist es daher wichtig, die noch vorhandenen naturnahen Wald- und Felsbereiche zu schützen, keine zusätzlichen Kraftwerksbauten zu errichten, aber auch keine weiteren Verkehrswege in bisher unerschlossenen Talbereichen. Dazu dient auch das rund 700 Hektar große NATURA 2000- und Vogelschutzgebiet „Oberes Donautal“.

Autorentipp

In den Sommermonaten kann ein Teil des Wegs mit der Fähre zurückgelegt werden.

outdooractive.com User
Autor
Josef Limberger
Aktualisierung: 14.07.2017

Erlebnis
Landschaft
Höchster Punkt
289 m
Tiefster Punkt
281 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Sicherheitshinweise

Die Tour ist aktuell nicht auf ihre Befahrbarkeit mit Rollstuhl überprüft. Bis zum Sommer 2018 werden alle Infos dazu aktualisiert.

Weitere Infos und Links

Tourismus-Information

Tourismusverband Haibach ob der Donau, 4083 Haibach ob der Donau 40, Tel: 0 72 79 / 82 35, Fax 0 72 79 / 82 35–16, haibach@oberoesterreich.at, www.oberoesterreich.at/haibach, Infos über Tourismusangebote und Natur (in Österreich undBayern) erhalten Sie auch auf www.donaunatur.com

Gastronomie

Hotel Donauschlinge, Familie Gugler, 4083 Schlögen 2, Tel:  0 72 79 / 82 12, n.gugler@donauschlinge.at, www.donauschlinge.at: Rollstuhlgerechte Zimmer (Lift im Haus)

Stüberl, Gastwirtin Karin Witti, 4085 Wesenufer, Freizell 8, Tel: 0 664 / 101 33 30, info@freizeller-stueberl.at, www.freizeller-stueberl.at

Unterkünfte

Hotel Donauschlinge: siehe Gastronomie

Gasthof Reisinger, Familie Erika Reisinger, 4083 Haibach ob der Donau, Inzell 13, Tel: 0 72 79 / 85 81, info@gasthof-reisinger.at: Nicht rollstuhlgerecht!

 

Start

Parkplatz des Freizeller Stüberls (283 m)
Koordinaten:
Geographisch
48.449600, 13.828247
UTM
33U 413355 5366936

Ziel

Rundtour - Ende beim Ausgangspunkt

Wegbeschreibung

Unsere Wanderung beginnt beim Parkplatz des Freizeller Stüberls. Wenn wir eine längere Anfahrt hinter uns haben, können wir uns hier mit einer kleinen Jause stärken. Das Restaurant besitzt eine Rampe beim Eingang, bei der man allerdings etwas Hilfe benötigt. Von hier gehen wir den Donauradweg bis zur Anlegestelle der Fähre nach Schlögen (etwa 3,9 Kilometer), wobei zu beachten ist, dass hier vor allem an Sommerwochenenden viele Radfahrer unterwegs sind. Der Weg ist zur Gänze asphaltiert und eben. Nachdem wir etwa 300 Meter donauabwärts gewandert sind, steht an einer Weggabelung eine einzelne große Kastanie. Von hier führt ein Wanderweg hinauf zur Ruine Haichenbach. Wir bleiben aber am Donauradweg und wandern weiter, bis wir nach weiteren 830 Metern zum Waldrand kommen. Immer wieder fahren Last- und Passagierschiffe am Fluss an uns vorüber. Am Weg entdecken wir auch eine vorgelagerte Steininsel, die bereits einen starken Pflanzenbewuchs auf weist. Solche Inseln und in den Fluss ragende Steinreihen sollen die Ufersäume vor zu starkem Wellenschlag durch die Schiffe bewahren, aber auch Unterstand und Laichplätze für Fische schaffen. Der Ufersaum ist dünn mit Weiden und anderem Bewuchs gesäumt. Immer wieder fallen uns noch stehende Bäume auf, im unteren Stammbereich durch deutlichsichtbare Nagespuren wie eine Sanduhr in der Mitte eingeschnürt, oder auch fein säuberlich kegelförmig zugespitzte Baumstrünke, die als letzter Rest etwa einen halben Meter aus dem Boden ragen. Hier war der Biber [÷ 286] am Werk, dessen Spuren wir entlang unserer Wanderung immer wieder entdecken werden. Nachdem wir den Waldrand erreicht haben, tauchen wir ein in die schattige Welt der Donauhangwälder. Am Waldrand sind die mächtigen Eschen mit einem Baldachin aus wildem Hopfen und Waldreben behangen. Solche Bereiche sind ideale Brutplätze für Zaunkönig und andere heckenbewohnende Vogelarten, deren Gesang man hier oft vernehmen kann. Gehen wir den Weg ein wenig weiter, eröffnen sich Einblicke in das Innere der Wälder. Im Frühjahr ist der Waldboden übersät mit dem hellen Violett der Leberblümchen, am Waldrand finden wir das Lungenkraut mit seinen gefleckten Blättern und seinen zweifarbigen Blütenständen. Zuerst sind die Blüten rosa, danach gehen sie in intensives Blau über. Im Herbst hingegen blühen violette, duftende Zyklamen am Waldboden, auch Alpenveilchen genannt, und noch etwas später leuchten die verschiedenen Herbstfärbungen der Bäume zu uns herunter. Nach einem kleinen Bildstock ist es noch etwas mehr als ein Kilometer bis zur Anlegestelle der Fähre nach Schlögen, die mit dem Rollstuhl benützt werden kann. Kurz vorher öffnet sich links von uns der Wald und vor uns liegt ein großer Trockenhang, an dem im Sommer der Ginster blüht. Im Hotel Donauschlinge am anderen Ufer befindet sich eine großzügig angelegte Behindertentoilette an der Außenseite. Im Restaurant kann man mit Blick auf die Donau gemütlich zu Mittag essen.

Wenn wir wollen, können wir von hier wieder mit der Fähre ans andere Ufer fahren und nach Freizell zurück wandern. Wir können unseren Weg aber auch fortsetzen und auf der wenig befahrenen Straße die vier Kilometer bis nach Inzell wandern. Hier geht es direkt an den Felswänden entlang. Der Autor gestaltet gerade mit der Gemeinde Haibach in diesem Bereich einen Naturerlebnisweg. Einige der Stationen können wir ab Sommer 2007 auf unserer Wanderung entdecken. Markant ist auch ein ehemaliger Steinbruch, den wir nach etwa drei Kilometern erreichen. Hier leben viele Reptilien, die solche stark besonnten Bereiche brauchen: Zauneidechsen, Mauereidechsen und die große Smaragdeidechse. Von den Schlangen, die die Donauhangwälder bevölkern, sei vor allem die bis zu zwei Meter lange Äskulapnatter erwähnt. Sie ist eine Kletterschlange und vor allem an den Blockströmen und Burgruinen zu finden. Sind wir in Inzell angelangt, haben wir vielleicht das Glück Schwarzstörche bei Ihren Flügen entlang der Donau zu beobachten. Dieser scheue Verwandte unseres Weißstorches ist eines der Aushängeschilder dieses großen Naturraumes an der Oberen Donau. Von Inzell können wir die Fähre zurück nach Au nehmen und von dort wieder nach Freizell wandern

Öffentliche Verkehrsmittel

Mit dem Bus von Linz Hauptbahnhof je nach gewählter Tour nach Niederranna Ortsmitte oder nach Schlögen bis zur Abzweigung Inzell. Durch die Anfahrt mit dem Bus verlängert sich die Tour von Niederranna aus um weitere 3,8 Kilometer. Ein Tipp in diesem Falle: Wanderung über Freizell bis Schlögen, von dort mit dem Bus zurück nach Linz. Oder in Schlögen aussteigen und die Tour nach Inzell machen. Mit der Fähre zurück (nur in den Sommermonaten).

Anfahrt

Von Linz auf der B 129 bis Eferding, weiter auf der B 130 über Aschach an der Donau in Richtung Passau bis zur Donaubrücke Niederranna. Wenn man nur die Strecke vom Hotel Donauschlinge bis Inzell gehen will, kann man das Auto auch in Schlögen abstellen. Ansonsten über die Donaubrücke bei Niederranna, von dort nach links den Schildern zum Donau-Lehrpfad folgen und auf der schmalen Straße 3,8 Kilometer donauabwärts bis zu unserem Ausgangspunkt in Freizell fahren.

Parken

Parken ist beim Parkplatz des Freizeller Stüberls möglich.

Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

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Strecke
16 km
Dauer
3:53 h
Aufstieg
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Abstieg
23 hm
Rundtour Einkehrmöglichkeit kinderwagengerecht barrierefrei

Statistik

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