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Wanderung am Himmelreichbiotop Richtung Kremsursprung (barrierefrei)

Wanderung · Oberösterreichische Voralpen
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    Foto: Elisabeth Kofler, Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen
Karte / Wanderung am Himmelreichbiotop Richtung Kremsursprung (barrierefrei)
150 300 450 600 750 m km 0.5 1 1.5 2 2.5 3 3.5 4

Eine leichte Wanderung, teils auf einer wenig befahrenen Straße, teils auf gut befahrbaren, nicht tiefgründigen Schotterwegen. Das Himmelreichbiotop ist ein sehr schön gestalteter Lehrpfad mit einigen Steigungen, für Rollstuhlfahrer mit Begleitung zu empfehlen (Länge zirka 1,2 Kilometer). Wissbegierige finden im Sommer viele Pflanzen liebevoll auf kleinen Tafeln beschrieben. Die Tour bietet vom zeitigen Frühjahr bis in den Herbst, wenn die umliegenden Mischwälder in den verschiedenen Gelb- bis Rottönen erstrahlen, ein besonders lohnendes Ziel.

leicht
4,1 km
1:09 h
82 hm
82 hm

Das Himmelreichbiotop liegt in einem Seitental des Kremstales, dem sogenannten Kremsursprungtal, welches am westlichen Ende von der stattlichen Kremsmauer (1.604 Meter) begrenzt wird. Der Weg führt vorbei an geschichtsträchtigen Gebäuden, entlang von Mischwäldern und Fichtenforsten. Das Gebiet, das wir durchwandern, liegt im Grenzbereich von zwei Landschaftstypen. Die Kremsmauer mit ihren steil aufragenden Felswänden gehört bereits zu den Salzkammergut-Voralpen, einer klar gegliederten Gebirgslandschaft mit Karststöcken und Gebirgskämmen. Der größere Teil des Seitentales ist jedoch den Enns- und Steyrtaler Voralpen zuzurechnen. Es handelt sich dabei um eine typische Mittelgebirgslandschaft, mit sanften Einhängen und durch markante Felsbildungen gegliedert. Dieser Landschaftstyp ist besonders reich an verschiedenen Biotopstrukturen, unter anderem auch an Wiesen mit einer sehr reichen Blütenpracht, welche gerade unsere Wanderung auszeichnet.

outdooractive.com User
Autor
Josef Limberger
Aktualisierung: 14.07.2017

Schwierigkeit
leicht
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höchster Punkt
566 m
Tiefster Punkt
484 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Sicherheitshinweise

Die Tour ist aktuell nicht auf ihre Befahrbarkeit mit Rollstuhl überprüft. Bis zum Sommer 2018 werden alle Infos dazu aktualisiert.

Weitere Infos und Links

Touristische Sehenswürdigkeiten

Micheldorf

Das Museum für die Ohren. Von 25 Klangstationen könnenbis auf drei alle auch mit dem Rollstuhl erlebt werden. www.klangmuseum.at

Sensenschmiedemuseum

Auf Anfrage – Info unter Klangmuseum

 „Sensenschmiedroas“

Rundwanderweg K 90 (Stationen 9 und 10 für Rollstuhlfahrer nicht geeignet – steile Straße über den Georgiberg)

 Tourismus-Information

Tourismusverband Micheldorf, 4560 Kirchdorf, Hauptplatz 23, Tel: 0 75 82 / 634 74, Fax 0 75 82 / 634 74, micheldorf.ooe@utanet.at, www.oberoesterreich.at/micheldorf

Gastronomie

Restaurant zum Schwarzen Grafen, Familie Pfarrsbacher, 4563 Micheldorf, Gradnstraße 9 (Neben Sensenschmiedemuseum), Tel:  0 75 82 / 611 60, angi.pfarrsbacher@aon.at, www.tiscover.at/micheldorf

Sportrestaurant im Freizeitpark, Herr Pleiner4563 Micheldorf, Ziehbergstraße 9, sportresti@utanet.at, www.micheldorf.at,

Unterkünfte

Campingplatz und Ferienwohnungen „Schön für behinderte Menschen“, Gemeinnützige GmbH, 4563 Micheldorf, Schön 60, Tel: 0 75 82 / 609 17, zentrale@schoen-kreuzbichlhof.at, www.schoen-kreuzbichlhof.at

Ferienhaus Edtbauer, 4563 Micheldorf, Flugplatzstraße 4, Tel: 0 75 82 / 626 73, ferienhaus@elektro-edtbauer.at

Behindertengerechte Infrastruktur:

Leider befinden sich keine behindertengerechten Gasthäuser in unmittelbarer Nähe des Wanderwegs und auch keine Toiletten.

Start

Parkplatz beim Sportplatz In der Krems (497 m)
Koordinaten:
Geographisch
47.863109, 14.131469
UTM
33T 435040 5301450

Ziel

Rundtour - Ende beim Ausgangspunkt

Wegbeschreibung

Die kurze Runde

Ausgangspunkt der Tour ist der Parkplatz beim Eingang. Der Weg beginnt links neben dem Parkplatz und führt vorbei an großen Birken. Hier können wir uns bereits bei einer Schautafel über das Leben in einem Ameisenhaufen informieren. Danach steigt der Weg etwas an. In Höhe eines am Rande des Lehrpfades gelegenen Hauses führt links ein Stichweg zu einem sehr schönen Teich. Insgesamt gibt es hier drei davon, im zeitigen Frühjahr ein beliebter Laichplatz für Grasfrösche. Der Laich dieser Lurchart wird in gallertartigen Ballen ins Wassergelegt und ist daher schon rein optisch leicht zu erkennen. Erdkröten bilden im Gegensatz dazu Schnüre aus. Zu dieser Zeit sind die Schneerosen, welche im Lauf unserer Wanderung entlang des Weges noch gut zu sehen sein werden, schon fast am Verblühen. Aber zurück zum Teich. Mit etwas Glück kann man die klare, kräftige Stimme des Eisvogels hören. Oder auch den einem Edelstein gleichenden, metallisch blau schillernden Vogel in raschem Flug vorbeiziehen sehen. Vielleicht setzt er sich gar auf einen der Sträucher, um nach kleinen Fischen im Teich Ausschau zu halten. Eventuell können wir auch eine Ringelnatter beobachten, die mit eleganten Schlängelbewegungen durch das Wasser gleitet. Auf jeden Fall ist es eine wahre Wohltat für Geist und Seele hier zu verweilen und ein wenig eins zu werden mit der uns umgebenden Natur. Wenn wir den Stichweg wieder zurückgegangen sind, geht es auf dem Hauptweg nach links etwas steiler bergan. Auf der Anhöhe genießen wir einen wunderschönen Ausblick auf den 584 Meter hohen Bergkegel des Georgenbergs, einer Stätte von großer historischer Bedeutung die bereits 1334 als „Jörgenberg“ erstmals benannt wurde und das Wahrzeichen von Micheldorf ist. Ausgrabungen haben ergeben, dass diese Bergkuppe schon zwei Jahrtausende vor Christi Geburt besiedelt gewesen ist. Einst befand sich eine befestigte Anlage mit eineinhalb Meter dicken Steinmauern auf dem Berg, später wurde von den Kelten ein quadratischer Tempel errichtet. Hier sprudelte auch eine „heilige Quelle“, zu der über Jahrhunderte hinweg ein reges Wallfahren herrschte. Als der Tempel von den Römern zerstört worden war, trat bald eine frühchristliche Kirche an seine Stelle. Heute wird die Kirche am Georgenberg als Hochzeits- und Taufkirche verwendet. Alle paar Jahre führt hierher von Micheldorf  ausgehend der traditionelle Georgiritt. Zur rechten Hand breiten sich jetzt auf den Hängen Wiesen aus, die im Frühsommer eine artenreiche Blütenflora zu bieten haben. Man findet verschiedene Orchideenarten und im Mai und Juni auch die stattliche Feuerlilie. Auch ein Bienenschaustock ist am Weg zu erleben. Bevor der schmale Schotterweg wieder zurück zur Straße führt, liegt rechts neben dem Ausgang der vermodernde Stamm einer großen Linde, Totholz, das aus nächster Nähe erlebt und „begriffen“ werden kann. Wer weiß, vielleicht sonnt sich gerade eine Eidechse darauf oder ein Schmetterling breitet seine Flügel in die Sonne.

 

Die große Runde

Die große Tour (erweiterte Route) führt uns zuerst auf einer wenig befahrenen Straße in Richtung Tal-Ende. Schöne alte Bauernhäuser, die nicht von Feldern, sondern vom wohltuenden Grün der Wiesen umsäumt sind, bereichern das Bild. Unser Blick schweift über die Hangwälder, aus unterschiedlichen Laub- und Nadelbäumen aufgebaut, stellenweise mit eingestreuten Fichtenkulturen. Nach etwa 700 Metern finden wir vor einem Sägewerk eine markante Kapelle. Hier biegen wir rechts ab. An ein paar Häusern vorbei peilen wir in Richtung Tal-Ausgang ein sehr schönes altes Bauernhaus an. Schauen Sie sich den Stadel einmal genauer an. Er gibt Zeugnis von alter Zimmermannskunst und ist noch mit Holznägeln gebaut. Solche alten Stadel sind sehr wichtig für verschiedene an und in Gebäuden brütende Vogelarten und können auch den gefährdeten Fledermäusen als Unterschlupf dienen. Links neben uns fließt bereits die Krems, welche sich nach den paar Kilometern, die sie sich durch die Landschaft geschlängelt hat, bereits zum stattlichen Bach ausgeweitet hat. Mitunter sieht man Gebirgsbachstelzen, kleine Vögel mit einem markanten schwarz-weiß gefärbten Federkleid, die am Boden ständig hin und her trippeln und dabei mit dem Schwanz typische Nickbewegungen ausführen. Aus den Wäldern ertönen die krächzenden Rufe des Eichelhähers [÷ 282] und vor allem im Herbst die Stimme des Tannenhähers. Etwa 500 Meter nach dem Hof kommen wir an eine Holzbrücke. Wenn wir sie überqueren, erleben wir entlang der rot in der Karte vermerkten Route die Blumen des Waldes, bevor wir wieder über eine Holzbrücke zurück zur Runde kommen. Wenn wir uns dagegen rechts halten, gelangen wir nach einem Stück des Weges zum sogenannten Pfusterkreuz, einem wunderschönen, geschmiedeten und bemalten Wegkreuz, das bereits im Jahre 1735 hier errichtet wurde. Gleich danach das Pfusterhaus, das älteste Sensengewerkenhaus des Kremstales. Während früher hier vermutlich reges Treiben herrschte, vermitteln Haus und Umgebung heute in erster Linie Ruhe. Pferde weiden friedlich neben dem Weg. Auf dem Rest des Weges können wir einige stattliche Buchen und Eichen bewundern, bevor wir wieder auf die asphaltierte Straße kommen und nach rechts abbiegen zurück zum Parkplatz beim Himmelreichbiotop

Öffentliche Verkehrsmittel

Mit dem Zug ab Linz Hauptbahnhof, allerdings längere Anmarschwege – vom Bahnhof über drei Kilometer bis zum Ausgangspunkt der Wanderung.

Anfahrt

Von Linz auf der Autobahn A 1 bis zum Voralpenkreuz bei Sattledt, von dort in Richtung Graz über die A 9 bis zur AbfahrtInzersdorf. Von da an auf der B 138 über Kirchdorf nach Micheldorf. Bei Micheldorf vorbei bis zur Abfahrt Micheldorf Süd. Dort biegt man nach rechts in Richtung Kremsursprung ab. Von Klaus kommend vor der Ortstafel Micheldorf nach links abbiegen. Nach etwa 800 Metern liegt links der Parkplatz beim Himmelreichbiotop. Er ist unser Ausgangspunkt.

Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

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Schwierigkeit
leicht
Strecke
4,1 km
Dauer
1:09 h
Aufstieg
82 hm
Abstieg
82 hm
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