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Bergtour

Vordere Brandjochspitze (2559 m), Südgrat

4 Bergtour • Karwendel
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  • Vom Bergrestaurant Seegrube entlang des Sesselliftes auf das Grubegg.
    / Vom Bergrestaurant Seegrube entlang des Sesselliftes auf das Grubegg.
    Foto: Michael Larcher, alpenvereinaktiv.com
  • Vorderes und Hinteres Brandjoch, links abfallend der Südgrat zum Brandjochkreuz. Rechts der Frau-Hitt-Sattel (mit der berühmten Felsnadel
    / Vorderes und Hinteres Brandjoch, links abfallend der Südgrat zum Brandjochkreuz. Rechts der Frau-Hitt-Sattel (mit der berühmten Felsnadel "Fra7u Hitt"), Sattelspitzen und Langer Sattel.
    Foto: Michael Larcher, alpenvereinaktiv.com
  • Kurz vor der Weggabelung Frau-Hitt-Sattel (rechts), Aspachhütte (links). Wir folgen dem linken Weg.
    / Kurz vor der Weggabelung Frau-Hitt-Sattel (rechts), Aspachhütte (links). Wir folgen dem linken Weg.
    Foto: Michael Larcher, alpenvereinaktiv.com
  • Originelle Wegmarkierungen beim Aufstieg zum Brandjochkreuz.
    / Originelle Wegmarkierungen beim Aufstieg zum Brandjochkreuz.
    Foto: Michael Larcher, alpenvereinaktiv.com
  • Aufstieg über den breiten Südrücken Richtung Brandjochkreuz. Links unten der Achselkopf, rechts der Brandjochboden. Unten die Stadt Innsbruck
    / Aufstieg über den breiten Südrücken Richtung Brandjochkreuz. Links unten der Achselkopf, rechts der Brandjochboden. Unten die Stadt Innsbruck
    Foto: Michael Larcher, alpenvereinaktiv.com
  • Am Brandjochkreuz, hinten der Südgrat und der Gipfel des Vorderen Brandjochs.
    / Am Brandjochkreuz, hinten der Südgrat und der Gipfel des Vorderen Brandjochs.
    Foto: Michael Larcher, alpenvereinaktiv.com
  • Blick zurück zum Brandjochkreuz. Überwiegend Gehgelände ...
    / Blick zurück zum Brandjochkreuz. Überwiegend Gehgelände ...
    Foto: Elisabeth Reder, alpenvereinaktiv.com
  • ... und kurze Kletterstellen ...
    / ... und kurze Kletterstellen ...
    Foto: Michael Larcher, alpenvereinaktiv.com
  • ... sind typisch für den ersten Teil des Grates.
    / ... sind typisch für den ersten Teil des Grates.
    Foto: Michael Larcher, alpenvereinaktiv.com
  • Ein enger Felsspalt ...
    / Ein enger Felsspalt ...
    Foto: Michael Larcher, alpenvereinaktiv.com
  • ... und gleich anschließend ein kurze Verschneidung zum Abklettern (UIAA III-).
    / ... und gleich anschließend ein kurze Verschneidung zum Abklettern (UIAA III-).
    Foto: Michael Larcher, alpenvereinaktiv.com
  • Der erste mächtige Steilaufschwung. Wir traversieren auf der Rampe ganz nach rechts (Anseilpunkt.) Rechts oben ist der Kamin gut sichtbar. In diesem Kamin empor (1. SL).
    / Der erste mächtige Steilaufschwung. Wir traversieren auf der Rampe ganz nach rechts (Anseilpunkt.) Rechts oben ist der Kamin gut sichtbar. In diesem Kamin empor (1. SL).
    Foto: Michael Larcher, alpenvereinaktiv.com
  • Die Rampe unterhalb des Kamins.
    / Die Rampe unterhalb des Kamins.
    Foto: Mario Zott, © 2011 Mario Zott
  • 1. Seillänge (SL): Ein Eisenanker und einige Felshaken dienen als Zwischensicherungen.
    / 1. Seillänge (SL): Ein Eisenanker und einige Felshaken dienen als Zwischensicherungen.
    Foto: Michael Larcher, alpenvereinaktiv.com
  • 1. SL: Ausstieg aus dem Kamin.
    / 1. SL: Ausstieg aus dem Kamin.
    Foto: Michael Larcher, alpenvereinaktiv.com
  • 2. SL: Über den schmalen, fast waagrecht verlaufenden Felsgrat.
    / 2. SL: Über den schmalen, fast waagrecht verlaufenden Felsgrat.
    Foto: Michael Larcher, alpenvereinaktiv.com
  • 3. SL: Über den Grat ...
    / 3. SL: Über den Grat ...
    Foto: Michael Larcher, alpenvereinaktiv.com
  • ... und dann abklettern und mit Spreizschritt über einen Felsspalt (Schlüsselstelle, UIAA III).
    / ... und dann abklettern und mit Spreizschritt über einen Felsspalt (Schlüsselstelle, UIAA III).
    Foto: Michael Larcher, alpenvereinaktiv.com
  • Zwei Kletterer (seilfrei unterwegs) an der Schlüsselstelle mit dem abschließenden Spreizschritt.
    / Zwei Kletterer (seilfrei unterwegs) an der Schlüsselstelle mit dem abschließenden Spreizschritt.
    Foto: Michael Larcher, alpenvereinaktiv.com
  • Der berühmte Spreizschritt in der Seitenansicht.
    / Der berühmte Spreizschritt in der Seitenansicht.
    Foto: Mario Zott, © 2008 Mario Zott
  • 4. SL: Zuerst in der Rinne, dann links über die kompakte Felswand empor ...
    / 4. SL: Zuerst in der Rinne, dann links über die kompakte Felswand empor ...
    Foto: Michael Larcher, alpenvereinaktiv.com
  • ... zuletzt über besten Wasserrillen-Kalk zum Standplatz an Felskopf.
    / ... zuletzt über besten Wasserrillen-Kalk zum Standplatz an Felskopf.
    Foto: Michael Larcher, alpenvereinaktiv.com
  • 5.SL: Von der kleinen Scharte (links) waagrecht queren und absteigen in die Scharte. Anschließend wieder auf den Grat empor. Ab hier wieder Gehgelände.
    / 5.SL: Von der kleinen Scharte (links) waagrecht queren und absteigen in die Scharte. Anschließend wieder auf den Grat empor. Ab hier wieder Gehgelände.
    Foto: Michael Larcher, alpenvereinaktiv.com
  • Dieselbe Querung mit ordentlich Schneeauflage.
    / Dieselbe Querung mit ordentlich Schneeauflage.
    Foto: Mario Zott, © 2012 Mario Zott
  • Seilfrei auf gut sichtbaren Steigspuren weiter ...
    / Seilfrei auf gut sichtbaren Steigspuren weiter ...
    Foto: Michael Larcher, alpenvereinaktiv.com
  • ... bei Schneeauflage können auch einfache Passagen heikel und anspruchsvoll werden ...
    / ... bei Schneeauflage können auch einfache Passagen heikel und anspruchsvoll werden ...
    Foto: Mario Zott, © 2011 Mario Zott
  • ... bis zu einer Wandstufe mit auffallender Pfeilmarkierung. Über diese empor.
    / ... bis zu einer Wandstufe mit auffallender Pfeilmarkierung. Über diese empor.
    Foto: Michael Larcher, alpenvereinaktiv.com
  • Am Gipfel des Vorderen Brandjochs (2.559 m).
    / Am Gipfel des Vorderen Brandjochs (2.559 m).
    Foto: Michael Larcher, alpenvereinaktiv.com
  • Der Abstieg über den Julius-Pock-Weg zum Frau-Hitt-Sattel ist im oberen Teil über lange Strecken mit Drahtseilen versichert.
    / Der Abstieg über den Julius-Pock-Weg zum Frau-Hitt-Sattel ist im oberen Teil über lange Strecken mit Drahtseilen versichert.
    Foto: Michael Larcher, alpenvereinaktiv.com
  • Vom Frau-Hitt-Sattel über den Schmidhuber Steig zurück zur Seegrube.
    / Vom Frau-Hitt-Sattel über den Schmidhuber Steig zurück zur Seegrube.
    Foto: Michael Larcher, alpenvereinaktiv.com
  • Sprung über die Schlüsselstelle bei Schneelage.
    / Sprung über die Schlüsselstelle bei Schneelage.
    Video: pommel86
Karte / Vordere Brandjochspitze (2559 m), Südgrat
1800 2000 2200 2400 2600 2800 m km 1 2 3 4 5 6 7 8 9
Wetter

Leichte Klettertour über einen markanten Grat hoch über Innsbruck.
schwer
9,5 km
5:00 Std
760 hm
760 hm
Von der Seegrube Richtung Brandjochboden auf das Brandjochkreuz (2268 m). Über den Südgrat auf Steigen und in leichter Kletterrei auf das Vordere Brandjoch. Abstieg in den Frau-Hitt-Sattel und über den Schmidhuber-Steig zurück zur Seegrube (Berghotel, Seilbahn).
outdooractive.com User
Autor
Michael Larcher
Aktualisierung: 04.09.2016

Schwierigkeit
schwer
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Gefahrenpotenzial
Höhenlage
2559 m
1905 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez
Exposition
NOSW

Sicherheitshinweise

Mit Seil oder seilfrei? Tatsache ist, dass mehr Menschen den Brandjoch-Südrat seilfrei begehen, als in Seilschaft. Die Entscheidung muss letztlich eigenverantwortlich getroffen werden. Unser Hinweis zur Selbsteinschätzung: Die seilfreie Begehung des Brandjoch-Südgates erfordert alpine Klettererfahrung und ein Kletterniveau UIAA IV+. Diese Voaraussetzung gilt auch für den Seilersten (Vorsteiger), wenn man in Seilschaft klettert.

Ausrüstung

Wanderschuhe mit Klettereignung ("Zustiegsschuhe"), 50 m Einfachseil, Gurt, Helm, 4 Bandschlingen (240 cm), 5 Expresschlingen, 4 Schraubkarabiner, 2 HMS-Karabiner, Regenschutz, Trinkflasche, Notfallausrüstung (Erste-Hilfe-Paket, Mobiltelefon, Biwaksack)

Start

Seegrube 1900 m (Mittelstation der Nordkettenbahn) (1890 hm)
Koordinaten:
Geographisch
47.306295 N 11.379563 E
UTM
32T 679867 5241948

Ziel

Seegrube 1900 m (Mittelstation der Nordkettenbahn)

Wegbeschreibung

(1) Vom Berghotel Seegrube zuerst auf dem Weg entlang des kurzen Sesselliftes auf das Grubegg (1966). Ab nun mit großartigem Ausblick auf unser Tourenziel den Steig entlang der mächtigen Südflanke folgen Richtung "Höttinger Alm / Solsteinhaus" (Weg Nr. 215) . An der ersten Weggabelung weiter Richtung "Höttinger Alm" (unterer Weg), an der zweiten Wegkreuzung Richtung "Frau-Hitt-Sattel" ansteigen. Nach wenigen Kehren und einzelnen drahtseilversicherten Passagen gabelt sich der Weg erneut. Nun dem nach Westen (links) führenden Steig - "Aspachhütte / Brandjochboden / Hohe Warte" - weiter folgen, der ab nun - da weniger häufig begangen - spürbar alpiner wird. Wir folgen diesem bis auf den breiten Südrücken des Brandjochkreuzes. Ein erstes Latschenfeld wird noch durchquert, gleich danach verlassen wir den nun weiter abfallenden Steig und ziehen über den steilen Grashang weglos empor, immer leicht linkshaltend Richtung Gratrücken, wo wir nach ca. 80 Höhenmetern auf den Steig zum Brandjochkreuz treffen. Über diesen in zahlreichen Kehren unschwierig auf unseren ersten Gipfel (Brandjochkreuz 2268 m).

(2) Überwiegend Gehgelände (Gras, Schotter abwechselnd), gut sichtbare Steigspuren, dezente aber regelmäßige Markierungen (orange Punkte, manchmal Pfeile) und leichte kurze Kletterstellen (UIAA II+) charakterisieren den ersten Teil des Grates. Nach einer Querung um ein Felseck (Pfeil) gelangt man zu einer besonders originellen Passage: Durch einen engen Felsspalt wechseln wir auf die Ostseite des Grates. Unmittelbar dahinter schließt sich die erste ernsthafte, da ausgesetzte Kletterstelle an: Eine kaminartige Steilstufe muss abgeklettert werden (5 m, UIAA II+). Vorbei an einem Felsenfenster, folgt nun wieder Gehgelände. Teilweise auf dem nun schmäler werdenden Grat, teilweise in der Westflanke, zuletzt absteigend in eine Scharte mit einer markanten Felsnadel.

Der nun folgende Steilaufschwung wird von einer nach rechts ansteigenden, zuerst breiten, dann schmäler werdenden Rampe durchzogen. Dieser folgt man bis knapp an ihr Ende (großer Steinmann). Anseilpunkt und Beginn der Kletterei in Seilschaft:

1. Seillänge (SL): Vom Ende der Rampe gut sichtbar ist ein nach ober hin tiefer und enger werdender Felskamin. Dieser Kamin vermittelt den Anstieg (40 m, UIAA III-,  5 Normalhaken (NH), ein Eisenanker). Knapp vor Ende des Kamins verlässt man diesen nach links und erreicht den höchsten Punkt (Standplatz an Felsblock).
Tipp: Man steigt von der Rampe besser gleich direkt auf diesen Kamin zu (brüchig, aber weniger Seilreibung) - oder man wählt den markierten Weg über den Steinmann, ums Eck in die Ostflanke, um dann nach ca. 10 Höhenmetern wieder zurück in den Kamin zu queren (dieser Weg ist bei seilfreier Begehung zu bevorzugen).

2. SL: Über den nun sehr schmalen, gezackten und nun fast waagrecht verlaufenden Grat (40 m, UIAA II+, 1 NH, Stand an Felskopf).

3. SL: Dem nun wieder etwas steileren Grat folgen, zuletzt abklettern und mittels Spreizschritt einen Spalt überwinden (Schlüsselstelle, UIAA III). Danach noch kurz aufwärts zu Stand an Kopfschlinge (30 m, 1 NH).

4. SL: In die mit Graspolstern durchsetzte Felsrinne und links haltend über die sehr kompakte aber griffige Felswand empor. Zuletzt über Kalkplatte mit herrlichen Wasserrillen zum Gratpunkt unterhalb eines sehr markanten Felsblocks. (30 m, UIAA III-, 1 NH, Stand an Felskopf/Blockschlinge).

5. SL: Von dem Gratabsatz waagrecht in die Ostflanke queren, in die Scharte abklettern und wieder empor auf den Grat. (30 m, UIAA II+, 1 NH, Stand an Felskopf).

Ab nun wieder seilfrei und unschwierig dem Steig in die Westflanke folgen. Knapp hinter einer kleinen Scharte bietet sich nun die Möglichkeit, (a) direkt zum Gipfel zu klettern (seilfrei oder 6. SL, UIAA II+, 30 m; anschließend wieder seilfrei links haltend (!), kurz absteigend und dann empor Richtung Gipfel) oder (b) man verfolgt den Steig weiter bis in die Scharte zwischen Hinterem und Vorderem Brandjoch und erreicht dann über den Nordgrat den Gipfel (Vorderes Brandjoch 2559 m).

(3) Vom Gipfel dem gut markierten und im oberen Teil über lange Strecken seilversicherten Steig folgen, zuletzt über Wiesen hinab in den Frau-Hitt-Sattel. Knapp unterhalb des Sattels zweigt der Schmidhuber-Steig ab, der - ein wenig ausgesetzter und schwieriger als der Normalweg - vom Frau Hitt-Sattel hinunter führt zur Wegkreuzung am Südhang der Nordkette. Von hier auf dem bereits bekannten Weg zurück zum Berghotel Seegrube.

Öffentliche Verkehrsmittel

Mit der Bahn bis zum Innbrucker Hauptbahnhof. Mittels IVB-Linie "J" bis auf die Hungerburg. Haltestelle direkt bei der Talstation der Nordkettenbahn. Alternativ kann man bereits vom Innsbrucker Kongress mit der ersten Station der Nordkettenbahn auf die Hungerburg fahren.

Anfahrt

Über die A12 Inntalautobahn bis nach Innsbruck und weiter über die Höhenstraße auf die Hungerburg zur Talstation der Nordkettenbahn.

Parken

Kostenpflichtiger Parkplatz bei der Talstation der Nordkettenbahn. Gratis-Parkplatz auf der Höhenstraße beim SPAR-Markt, ca. 250 m (5 Gehminuten) vor der Talstation.
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Kartenempfehlungen des Autors

Alpenvereinskarte Karwendelgebirge Westliches Blatt Nr. 5/1, 1:25000

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Kommentare und Bewertungen (6)

Harald Grossauer
30.10.2016
"Kletterniveau UIAA IV+" finde ich doch arg übertrieben. Auch in der Tourenbeschreibung selber findet sich nichts über III.
Gemacht am
30.10.2016

Klaus Liedl
02.09.2016
Bewertung
Gemacht am
18.07.2016

Arnold Rosenkranz
27.09.2015
Bewertung

Bewertung
Schwierigkeit
schwer
Strecke
9,5 km
Dauer
5:00 Std
Aufstieg
760 hm
Abstieg
760 hm
aussichtsreich Rundtour Bergbahnauf-/-abstieg Gipfel-Tour Grat ausgesetzt versicherte Passagen Kletterstellen

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