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Von M'Hamid zum Erg Rhoul: Wüsten-Trekking in Marokko

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  • Marrakech - Große Moschee
    / Marrakech - Große Moschee
    Foto: Wolfgang Drexler, ÖAV Alpenverein Gebirgsverein
  • Marrakech - Jemaa el-Fnaa
    / Marrakech - Jemaa el-Fnaa
    Foto: Wolfgang Drexler, ÖAV Alpenverein Gebirgsverein
  • Die Lastkamele vor dem Aufbruch in M’Hamid
    / Die Lastkamele vor dem Aufbruch in M’Hamid
    Foto: Claudia Manhartsberger, ÖAV Alpenverein Gebirgsverein
  • Wüstencamp bei Ras Nakhil
    / Wüstencamp bei Ras Nakhil
    Foto: Wolfgang Drexler, ÖAV Alpenverein Gebirgsverein
  • Abend in Ras Nakhil
    / Abend in Ras Nakhil
    Foto: Wolfgang Drexler, ÖAV Alpenverein Gebirgsverein
  • Abend in Ras Nakhil
    / Abend in Ras Nakhil
    Foto: Wolfgang Drexler, ÖAV Alpenverein Gebirgsverein
  • Die Karawane zieht los in Ras Nakhil
    / Die Karawane zieht los in Ras Nakhil
    Foto: Wolfgang Drexler, ÖAV Alpenverein Gebirgsverein
  • Wüstencamp bei Sidi Naji
    / Wüstencamp bei Sidi Naji
    Foto: Wolfgang Drexler, ÖAV Alpenverein Gebirgsverein
  • / Trocken-Polyeder in einer Schwemmfläche des Flusses Draa vor dem Erg Smer
    Foto: Claudia Manhartsberger, ÖAV Alpenverein Gebirgsverein
  • / Wüstencamp beim Erg Smer
    Foto: Wolfgang Drexler, ÖAV Alpenverein Gebirgsverein
  • / Im Erg Smer
    Foto: Wolfgang Drexler, ÖAV Alpenverein Gebirgsverein
  • / Im Erg Smer
    Foto: Wolfgang Drexler, ÖAV Alpenverein Gebirgsverein
  • / Im Erg Smer
    Foto: Wolfgang Drexler, ÖAV Alpenverein Gebirgsverein
  • / Im Erg Smer
    Foto: Wolfgang Drexler, ÖAV Alpenverein Gebirgsverein
  • / Vor Sonnenaufgang beim Erg Smer
    Foto: Wolfgang Drexler, ÖAV Alpenverein Gebirgsverein
  • / Zwischen Erg Smer und Erg Chigaga
    Foto: Wolfgang Drexler, ÖAV Alpenverein Gebirgsverein
  • / Zwischen Erg Smer und Erg Chigaga
    Foto: Wolfgang Drexler, ÖAV Alpenverein Gebirgsverein
  • / Mittagsjause im Erg Chigaga
    Foto: Wolfgang Drexler, ÖAV Alpenverein Gebirgsverein
  • / Mittagspause im Erg Chigaga
    Foto: Wolfgang Drexler, ÖAV Alpenverein Gebirgsverein
  • / Im Erg Chigaga
    Foto: Wolfgang Drexler, ÖAV Alpenverein Gebirgsverein
  • / Ein Brunnen mitten in der Wüste (Erg Chigaga)
    Foto: Claudia Manhartsberger, ÖAV Alpenverein Gebirgsverein
  • / Wüstencamp in den Dünen des Erg Chigaga
    Foto: Wolfgang Drexler, ÖAV Alpenverein Gebirgsverein
  • / Erg Chigaga
    Foto: Wolfgang Drexler, ÖAV Alpenverein Gebirgsverein
  • / Erg Chigaga
    Foto: Wolfgang Drexler, ÖAV Alpenverein Gebirgsverein
  • / Vor Sonnenaufgang im Erg Chigaga
    Foto: Wolfgang Drexler, ÖAV Alpenverein Gebirgsverein
  • / Das Erg Chigaga vor den Ausläufern des Anti-Atlas
    Foto: Wolfgang Drexler, ÖAV Alpenverein Gebirgsverein
  • / Das Erg Chigaga vor den Ausläufern des Anti-Atlas
    Foto: Wolfgang Drexler, ÖAV Alpenverein Gebirgsverein
  • / Das Erg Chigaga vor den Ausläufern des Anti-Atlas
    Foto: Wolfgang Drexler, ÖAV Alpenverein Gebirgsverein
  • / Aufstieg auf die große Düne Lhabidia
    Foto: Wolfgang Drexler, ÖAV Alpenverein Gebirgsverein
  • / Abstieg von der Düne Lhabidia
    Foto: Wolfgang Drexler, ÖAV Alpenverein Gebirgsverein
  • / Freundschaft mit einem Lastkamel (Erg Rhoul)
    Foto: Wolfgang Drexler, ÖAV Alpenverein Gebirgsverein
  • / Sind Kamele Wiederkäuer…?
    Foto: Wolfgang Drexler, ÖAV Alpenverein Gebirgsverein
  • / … oder kauen Kamele nur wieder?
    Foto: Wolfgang Drexler, ÖAV Alpenverein Gebirgsverein
  • / Im Erg Rhoul
    Foto: Wolfgang Drexler, ÖAV Alpenverein Gebirgsverein
  • / Im Erg Rhoul
    Foto: Wolfgang Drexler, ÖAV Alpenverein Gebirgsverein
  • / Im Erg Rhoul
    Foto: Wolfgang Drexler, ÖAV Alpenverein Gebirgsverein
150 300 450 600 750 m km 10 20 30 40 50 60 Lhabidia

Eine grandiose Wüsten-Campingtour am nördlichen Rand der Sahara, die aber durchaus sportlichen Charakter hat. Insgesamt benötigt man dafür 6 Tage ab/bis Marrakech. 

mittel
66,7 km
22:00 h
64 hm
124 hm

Nur an ganz wenigen Orten dieser Welt ist das Erlebnis einer großartigen Dünenlandschaft so unkompliziert und gefahrlos möglich ist wie im Süden von Marokko. Dort muss man sich die Dünen außerdem nicht mit lärmenden Allrad-Fahrzeugen teilen (wie etwa in Jordanien oder am Golf) und auch nicht mit zahlreichen anderen Besuchern (wie in der Namib). Es ist sogar sehr wahrscheinlich, zwischen M’Hamid und Erg Rhoul tagelang überhaupt keinem anderen Menschen zu begegnen.

Es gibt auf dieser Tour keine genau festgelegte Route und keine fixen Camps: Sie bietet Wildnis pur.

Man wird eine Vielfalt an Wüstenlandschaften kennenlernen und die herbe Schönheit eines uralten und längst untergegangenen Karawanenlebens ein wenig erahnen.

Das Spiel von Licht und Schatten in einer Landschaft fast ohne Pflanzen, aber voll der unendlichen Vielfalt vom Wind geschaffener Formen, kann so außergewöhnlich sein, als wäre man auf einem anderen Planeten.

Nachts funkeln die Sterne nirgendwo sonst so hell und klar, wie im Hochgebirge und in der Wüste. Meist wird es auch nicht lange dauern, bis man eine Sternschnuppe erspäht…

 

Autorentipp

Absolut unvergesslich bleibt eine Wüstennacht ganz im Freien.

Nach der Rückkehr vom Wüsten-Trekking ist der Besuch eines Hammams besonders wohltuend.

outdooractive.com User
Autor
Wolfgang Drexler
Aktualisierung: 21.06.2019

Schwierigkeit
mittel
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höchster Punkt
547 m
Tiefster Punkt
483 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Sicherheitshinweise

Diese Tour kann nur mit Hilfe eines professionellen Tour-Operators durchgeführt werden.

Auf der gesamten Strecke gibt es nur einen einzigen Brunnen, der Wasser führt, und keinerlei sonstige Versorgung. Es muss daher nicht nur die gesamte Verpflegung, sondern auch ausreichend Trinkwasser mitgeführt werden.

Es gibt keinerlei Markierungen oder Landmarken entlang der Route. Die Orientierung zwischen den Dünen kann schwierig sein. Sie erfordert einen erfahrenen Guide, der die Strecke gut kennt.

Bei starkem Wind oder gar Sturm kann die die Sicht auf wenige Meter einschränkt sein. In diesem Fall ist es wichtig in der Karawane eng zusammenzubleiben.

Ausrüstung

In jeden Rucksack gehören: Regen-, Kälte- Sonnenschutz, ein Erste-Hilfe-Paket und ausreichend Flüssigkeit.

Ein Gesichtstuch oder eine Maske kann gegen den feinen Sand im Wind sehr hilfreich sein.

Neben der üblichen Trekkingausrüstung ist auf dieser Tour die Mitnahme eines Biwak-Sackes zu empfehlen, v.a. wenn man eine Nacht im Freien unter dem Sternenhimmel verbringen möchte.

Weitere Infos und Links

Weitere Touren: Toubkal; M’Goun

Veranstalter: MarokkoErleben

Start

M’Hamid (545 m)
Koordinaten:
Geographisch
29.827631, -5.733977
UTM
30R 235808 3302822

Ziel

Allrad-Piste nördlich des Erg Rhoul

Wegbeschreibung

Tag 1: Marrakech - M’Hamid – Ras Nakhil

Die Fahrtzeit von Marrakech nach M’Hamid beträgt 6-7 Stunden. Am westlichen Ortsrand dieser kleinen Wüstensiedlung warten bereits die Lastkamele und werden von ihren Besitzern mit der gesamten Ausrüstung und mit Trinkwasser für fünf Tage beladen. Am späten Nachmittag zieht die moderne Karawane schließlich los, um bald am Rande kleiner Dünen bei einem Platz, der Ras Nakhil genannt wird, das Camp für die erste Wüstennacht aufzuschlagen.

(Gehzeit ca. 1 h)

 

Tag 2: Ras Nakhil – Sidi Naji

Schon kurz nach dem morgendlichen Aufbruch sind die letzten Gebäude von M’Hamid vollständig hinter dem Horizont verschwunden und man befindet sich in einer weiten Ebene, die im Norden von den Ausläufern des Antiatlas begrenzt werden. Im Süden tauchen bald die Dünen des Erg Zeher auf, hinter denen ein kleiner Gebirgszug am Horizont die Grenze zwischen Marokko und Algerien bildet, die hier kaum 15 km entfernt ist. Die Landschaft ist geprägt von den hellen Sedimenten des Flusses Draa, dessen trockenes Bett etwas nördlich verläuft, und einzelnen flachen Dünen aus gelb-rotem Sand.

Wo sich heute nur mehr Wüstenboden erstreckt, war früher einmal Trockenfeldbau möglich. Immer wieder kann man die Umrisse ehemaliger Felder erkennen. Hier ist die Wüste sichtbar im Vormarsch. Nur ganz vereinzelt halten sich noch kleine Tamarisken-Sträucher.

Bei Sidi Naji trifft man auf die Fundamente einer alten Befestigungsanlage, die längst untergegangen ist. Zuletzt gab es dort viele Jahre lang noch einen Brunnen, mittlerweile ist auch er trocken gefallen.

Kurz hinter Sidi Naji wir das Camp aufgeschlagen, zwischen Dünen, aber auf festem Untergrund.

(Gehzeit ca. 5 h)

 

Tag 3: Sidi Naji – Erg Smer

Dies ist die längste Tagesetappe der gesamten Tour, man sollte daher früh aufbrechen.

Am Vormittag wandert man weiterhin auf festen Sedimenten und zwischen flachen Sanddünen, die von den Kamelen meist umgangen werden, und nähert sich dabei, zunächst ohne es zu merken, dem Flussbett des Draa.

Am Nachmittag erreicht man schließlich den trockenen Draa an seinem südlichen Rand. Der Sand entlang des Flussufers wird tief und das Gehen ist anstrengend. Man schafft es hier kaum mehr, mit den Kamelen Schritt zu halten. Im Flussbett selbst hat der Sand eine deutlich hellere Farbe, ist jedoch noch tiefer, sodass ein Ausweichen dorthin keinen Vorteil bringt.

Man folgt dem trockenen Ufer des Draa entlang einer Rechtsbiegung fast 2 km lang, um das Flussbett dann vor der nächsten Linksbiegung zu überqueren und über eine ausgedehnte Schwemmfläche mit sehr markanter Polyeder-Struktur im Boden nach Nordwesten zu marschieren, wo man schon bald auf die zusammenhängende Dünenfläche des Erg Smer trifft.

Am Rande der ersten hohen Dünen wird das Camp aufgeschlagen. Vor dem Sonnenuntergang hat man hoffentlich noch Zeit, die faszinierende Sandlandschaft des Erg Smer ausführlich zu erkunden.

(Gehzeit 6-7 h)

 

Tag 4: Erg Smer – Erg Chigaga

Das Erg Smer wird nicht durchquert, sondern an seinem südlichen Rand umgangen, nicht weit vom nördlichen Rand des Flussbettes entfernt. Entlang des Draa zeugt eine deutlich dichtere Vegetation davon, dass es im Untergrund Wasser geben muss. Am Vormittag wird eine flache Schwemmebene in Richtung Nordwesten überquert, in der es abschnittsweise so viele Pflanzen und Gräser gibt, dass sogar Kamele hier weiden.

Hinter dieser Ebene liegt das weite Sandmmeer des Erg Chigaga, in das die Karawane zu Mittag eintaucht. Auf einer alten Route geht es nun mitten durch den Sand. Ohne Begleitung würde man sich hier hoffnungslos verlaufen. Etwa zwei Gehstunden nach dem Erreichen des Erg Chigaga trifft man in einer tiefen Sandmulde, umgeben von hohen Dünenkämmen plötzlich auf einen gemauerten Brunnen, der Wasser führt. Hier können die Kamele zum ersten Mal seit dem Aufbruch in M’Hamid ausgiebig trinken.

Das Camp wird anschließend in einer benachbarten Sandmulde in gut geschützter Lage aufgeschlagen und der Rest des Tages steht für die Erkundung der fantastischen Dünenumgebung zur Verfügung. 

(Gehzeit ca. 5 h)

 

Tag 5: Erg Chigaga – Lhabidia - Erg Rhoul

Vorbei am gemauerten Brunnen strebt man an diesem Tag der höchsten Düne weit und breit entgegen, die sich am nördlichen Rand des Sandmeeres befindet und Lhabidia genannt wird. Ihre Höhe beträgt ziemlich genau 100 Meter und man kann ihren Scheitel über die östliche Schulter in einem einfachen, aber ziemlich anstrengenden Aufstieg erreichen. Am Dünenkamm weht meist eine kräftige Brise und Fotografen müssen ihre Ausrüstung vor dem Flugsand schützen. Der Abstieg über den Nordkamm dauert nicht lange und bereitet viel Spaß.

Von der großen Düne wandert man noch ca. 1 Stunde lang nach Norden an den Rand der Sandwüste, die hier Erg Rhoul genannt wird. Beim Camp trifft man dann auch wieder auf die Lastkamele, die eine etwas andere Route genommen haben.

(Gehzeit ca. 4 h)

 

Tag 6: Erg Rhoul – Marrakech

Vom Camp aus wandert man noch knapp 1 h nach Norden und trifft dort auf eine Piste, an der bereits das Allradfahrzeug für die Rückreise wartet.

Die Rückfahrt nach Marrakech führt über den „Trockensee“ Iriki sowie die Orte Foum Zguid, Tizgzaouine und Agoum. Sie dauert insgesamt 7-8 Stunden.

(Gehzeit ca. 1 h)

 

Öffentliche Verkehrsmittel

Keine Anbindung.

Anfahrt

Marrakech – Ouarzazate – Zagora - M’Hamid.

Parken

Nicht relevant.

Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad


Fragen & Antworten

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Schwierigkeit
mittel
Strecke
66,7 km
Dauer
22:00 h
Aufstieg
64 hm
Abstieg
124 hm
Streckentour geologische Highlights Geheimtipp

Statistik

: h
 km
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 Hm
Tiefster Punkt
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