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Wanderung

Von Kvilda zur Moldauquelle

Wanderung · Tschechische Republik
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  • Bučína
    Bučína
    Foto: Gunnar Strunz, Rother Bergverlag
m 1300 1200 1100 1000 16 14 12 10 8 6 4 2 km
leicht
16,2 km
4:30 h
317 hm
317 hm
Eine Begegnung mit dem böhmischen Nationalfluss

Für die meisten Tschechen ist es eine vaterländische Pflicht, mindestens einmal im Leben an der Quelle (tschech. pramen) des bedeutendsten böhmischen Flusses zu stehen. Die Moldau (tschech. Vltava) ist nicht zuletzt auch durch Smetanas berühmtes Orchesterwerk (1874) ein Synonym für Böhmen geworden. Der Fluss entspringt in zwei Quellen: nahe der bayerischen Grenze, etwa 6 km südlich von Kvilda auf 1170 m Höhe als Warme Moldau (Tepla Vltavá) – was als Hauptquelle gilt – und als Kalte Moldau (Studená Vltavá) im Bayerischen Wald östlich von Freyung am Haidelberg (1167 m). Die Kalte Moldau, touristisch weniger beachtet als die Warme, mündet beim Dorf Chlum (Humwald), südlich von Volary (Wallern) nach etwa 18 km in diese ein. Der vereinigte Fluss ergießt sich nach 440 km bei Melník nördlich von Prag in die Elbe. Kvilda entstand in der Mitte des 14. Jh. als Handelsstation am Goldenen Steig. Als eigenständiger Ort existiert es seit etwa 1500. Von größter Bedeutung wurde nach 1820 die Herstellung von Resonanzholz für Musikinstrumente. Das dazu geeignete Holz besitzt aufgrund seines langsamen Wachstums, wie es auf den Böhmerwaldhöhen der Fall ist, sehr enge Jahresringe.
Vom Parkplatz an der Moldaubrücke in Kvilda gehen wir mit Blau und Grün auf dem Asphaltweg leicht bergauf. Nach wenigen Minuten wandern wir mit Blau auf dem Fahrweg rechts das Moldautal aufwärts. Blau führt uns entlang der breiten Talaue bis zum Wald, im Wald geht es mit mäßigem Anstieg bergan. Etwa 150 m hinter dem Punkt Nad Vltavskou cestou überqueren wir auf einem Brückchen die Warme Moldau; bald weicht der Wald zurück, die Baumschäden werden immer stärker. Nach etwa 2 km stehen wir auf 1190 m Höhe an der Moldauquelle . Die unscheinbare Quelle, einige Meter links unterhalb des Weges, ist hier nicht natürlich gebildet, sondern ein von Menschenhand gemachtes Becken, in dem verschiedene Rinnsale der umliegenden Hänge zusammenlaufen. Infotafeln erläutern den Moldaulauf, der sich vor einigen 10.000 Jahren nicht zur Elbe, sondern zur Donau hinwandte. Wir gehen zum Punkt U Pramene Vltavy (Bei der Moldauquelle) und wenden uns mit Rot nach links in Richtung Bucína. Nach etwa 300 m steigt die
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Der Rother Bergverlag wurde im Jahr 1920 gegründet und ist als einer der ältesten und bedeutendsten alpinen Fachverlage weit über die Grenzen Deutschlands, Österreichs und der Schweiz hinaus bekannt für seine Kompetenz im Bereich der Wanderführer und Bergliteratur. Dem outdoorbegeisterten Publikum werden Bücher zu allen Themen des Bergsports und Tourenführer zu allen Gebieten der Alpen, allen wichtigen Urlaubsregionen Europas und auch zu außereuropäischen Zielen angeboten. 

outdooractive.com User Autor Gunnar Strunz
Gunnar Strunz, Jahrgang 1961, ist promovierter Geologe. Er ist als Lehrbeauftragter für sein Fach an der FU Berlin tätig und leitet daneben Studienreisen mit dem Schwerpunkt Ost-Mitteleuropa. Als freier Buchautor veröffentlichte er in den letzten Jahren zahlreiche Reisebücher und Wanderführer zu Österreich, der Slowakei, Polen und besonders dem Kaliningrader Gebiet.

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