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Wanderung

Von Bühl zur Siedelalpe

Wanderung · Allgäu
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Christiane Debray
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m 1000 900 800 700 10 8 6 4 2 km

Alpseeblick Der wunderschön gelegene Große Alpsee beim Immenstädter Ortsteil Bühl ist der Ausgangspunkt dieser Wanderung. Das so genannte Bergstättgebiet oberhalb des Großen Alpsees bis Missen ist wunderbar geeignet, um leichte bis mittlere Wanderungen, vor allem mit Kindern, zu unternehmen. Es geht durch Wälder zu einer richtig typischen Allgäuer Alpe. Beim Rückweg kann man den Blick von oben auf den Großen Alpsee genießen. Der neu angelegten Uferweg direkt am See entlang bildet dann den krönenden Abschluß von Trieblings zurück nach Bühl.
leicht
10 km
2:30 h
280 hm
276 hm
Von Bühl nach Zaumberg Vom Parkplatz in Bühl geht man leicht links zum See hinunter. Wenn man Glück hat kann man gleich am Ufer die Lädine bewundern. Es ist ein alten Vorbildern nachempfundenes und nachgebautes Segelschiff. Man kann damit während der Saison Fahrten von ca. 1,5 h auf dem Großen Alpsee machen. Im Sommer werden auch spezielle Arrangements angeboten z.B. eine Piratenfahrt für Kinder. Weiter geht es an der Uferpromenade entlang. Wer möchte, kann auch den Badesteg bis zum Ende laufen, um sich einen Überblick zu verschaffen. Weiter geht es am Campingplatz und der Liegewiese vorbei. Vor dem Hauser Strandbad muss man nach rechts und gleich wieder links abbiegen und an der Bahnstrecke entlang gehen, bis rechts eine Unterführung kommt. Hier die Bahn unterqueren. Auf der anderen Seite der Straße findet man einen Wegweiser nach Zaumberg. Ab hier geht es ca. 1 km bergauf durch den Wald bis man den kleinen Weiler Zaumberg (900 m) erreicht. Von Bühl ist das ca. 1 Stunde. Die "Lädine" auf dem Alpsee Mit dem Projekt "Alpsee 2000" wurde die Strandpromenade in Bühl verschönert und erweitert, ein Badesteg gebaut und der Wanderweg von Bühl nach Trieblings fertiggestellt. Damit der Große Alpsee noch attraktiver wird, überlegte man ein Ausflugsschiff auf ihm fahren zu lassen. Es sollte etwas Besonderes sein und möglichst keinen Lärm machen. So war die Idee des Alpsee-Segler „Santa Maria Loreto“ geboren. Ein Schiffswrack, das vor einiger Zeit am Ufer, des nicht weit entfernten Bodensees gefunden wurde, war der Anlass für den Bau eines historischen Segelbootes. Man entschied sich, eine so genannte Lädine nachzubauen, da diese Art von Schiffen vor 500 Jahren am Bodensee gebaut wurden. Sie beförderten Waren auf dem See von Hafen zu Hafen. Das Wort Lädi stand im Allemannischen für Last. Die beiden Masten sind ca. 10 m und 8 m hoch, das Boot ist ca. 12 m lang und ca. 3 m breit und hat 44 qm Segelfläche. Gebaut ist es ganz aus Douglasie. Es haben 23 Passagiere und zwei Mann Besatzung darauf Platz. Außerdem ist die Lädine mit einem Elektromotor ausgestattet, der es erlaubt, auch Fahrten bei Windstille zu beenden und die sichere Einfahrt in den Hafen zu gewährleisten. ¤ Von Zaumberg zur Siedelalpe In Zaumberg angekommen, hält man sich in der Mitte des Dorfes links. Nach ca. 300 m geht man auf einen Bauernhof zu. Hier rechts und dann hinter dem Hof wieder links auf einen Wanderweg abbiegen. Auf diesem Weg bleiben wir ca. 2,5 km. Das dauert ca. 45 Minuten. Es geht vor allem durch den Wald, was bei Hitze sehr angenehm ist. Jetzt gelangt man wieder auf eine Straße. Die Siedelalpe kann man von hier schon sehen. An der Wegbiegung aufpassen und den linken Weg nehmen. Nach ca. 1 Stunde von Zaumberg hat man die Siedelalpe auf 988 m erreicht. Die Alpe ist bewirtschaftet, so lange das Vieh hier oben ist. Das ist witterungsabhängig von Juni - Mitte September.  Bei schönem Wetter ist später an Wochenenden oft noch geöffnet, man sollte sich aber nicht darauf verlassen. Von der Siedelalpe zurück nach Bühl Wer nicht gleich zurück nach Bühl möchte, kann in ca. 30 Minuten Gehzeit die Jugetalpe, oberhalb von Missen besuchen. Von hier kann man dann entweder nach Missen wandern oder weiter zur Pfarralpe und von dort zurück zum Alpsee gehen. Normalerweise folgt man dem Wiesenpfad hinter dem Haus. Von hier aus hat man schon einen wundervollen Blick auf den Alpsee. Auch die Nagelfluhkette gegenüber lässt sich gut erkennen. Nach ca. 600 m kann man entweder weiter auf diesem Weg in ca. 45 Minuten zur Pfarralpe - von dort kann man ebenfalls nach Trieblings absteigen - gehen oder links den Pfad hinunter Richtung See nehmen. Hier muss man jetzt gut aufpassen, dass man den Weg nicht verliert. Es gibt aber genügend Wegweiser und Markierungen. Es kann auch vorkommen, dass man einen Weidezaun übersteigen muss und eine Kuhherde durchqueren muss. Kühe sind sehr friedliche Tiere und meistens kann man sie mit einem lautem "Ho" dazu bewegen, den Weg frei zu machen. Nach einer halben Stunde Abstieg hat man die Alpe Schönesreuthe erreicht. Hier kann man im Sommer ebenfalls gut einkehren. Aber auch hier variieren die Öffnungszeiten je nach Wetter. Von hier aus geht es entweder an der Alpe vorbei auf der Schotterstraße in ca. 20 Minuten nach Trieblings oder durch den Tobelweg, der aber schlecht zu finden ist, zur Uferstraße hinunter. In Trieblings geht man durch den Ort, überquert die Bahnlinie und biegt links in den neu angelegten Uferweg ein. An sich ist dieser Weg für Fahrradfahrer gesperrt, allerdings sollte man sich nicht darauf verlassen, dass sich alle Leute daran halten! Jetzt läuft man ca. 1 Stunde (etwa 4 km) am Ufer des Großen Alpsees entlang. Man kann hier viele Wasservögel beobachten, die im Schilf nisten. Allerdings ist es nicht möglich direkt zum Wasser zu gelangen, da die Seegrundstücke alle in Privatbesitz sind. Ein abkühlendes Bad ist nur in Bühl zwischen dem Strandbad und dem Camingplatz möglich. Zurück in Bühl kann man zum Abschluss im Strandcafe oder im Gasthof Alpsee einkehren und noch einmal den Blick auf den See genießen. ¤ Vom "gelben" über das "blaue" zum "grünen" Allgäu Wähernd des Mittelalters herrschte auch im Allgäu die übliche Dreifelderwirtschaft mit der man Getreideanbau betrieb. Wegen des unwirtlichen Klimas fielen die Ernten aber eher schlecht aus. Es wurde zwar auch damals schon Vieh gehalten, allerdings nur zur Selbstversorgung. Ab dem Anfang der Neuzeit wurde hier vorwiegend der blau blühende Flachs angebaut, aus dem Leinen hergestellt wurde. Die Bauern sorgten selbst für die Weiterverarbeitung, so dass fast in jedem Haus Webstühle zu finden waren. Ab der Mitte des 19. Jahrhunderts begann die Baumwolle aus Übersee ihren Siegeszug durch Europa. Das Allgäu bekam das stark zu spüren und so mussten viele Bauern ihre Höfe verlassen und sind nach Amerika ausgewandert. Nachdem Karl Hirnbein und Johann Althaus in der ersten Hälfte des 19. Jahhunderts die Käseherstellung des Limburgers, Romadur und Emmentaler ins Allgäu brachten, nahm die Alpwirtschaft im gesamten Allgäu deutlich zu. So konnten die Bauern nicht nur mit Milch, sondern auch mit Milchprodukten Geld verdienen, was auch gut funktionierte. So wurden aus blauen Flachsfeldern die grünen Kuhweiden die heute noch das Allgäu prägen. Die Alpwirtschaft im Allgäu Man unterscheidet heute unter zwei Arten von Alpen: Auf den Galtalpen findet man das Jungvieh (Galtvieh), das je nach Witterung im Juni auf die Alpen getrieben wird, deren Weiden bis ins Hochgebirge (2.000 m) reichen. Der Hirte kümmert sich um das Vieh von verschiedenen Bauern. Die Tiere auf den Alpen tragen Weideschellen (Glocken), denn der Hirte hört schon am Klang der Schelle, wie weit sich einzelne Tiere der Herde entfernt haben und kann diese leichter orten und zurückholen. Trotzdem hat der Hirte viel Verantwortung, da sich das Wetter in diesen Höhenlagen permanent ändern kann. Zum Viehscheid wird das Galtvieh dieser Galtalpen zurück ins Tal getrieben und den Besitzern wieder übergeben. Das Ganze wird mit einem großen Fest gefeiert. Daher werden die Jungtiere mit großen Zugschellen geschmückt. Jede Herde, die im vergangenen Bergsommer keinen Verlust hatte, wird von einem Kranzrind angeführt, das durch einen prachtvoll gebundenen Kranz geschmückt wird. Galtalpen sind z. B. die Siedelalpe und die Pfarralpe. Die Sennalpen liegen tiefer und sind leichter zu erreichen. Hier verbringen ausgewachsene Milchkühe ihren Sommer. Milchkühe müssen zweimal täglich gemolken werden, und die Milch sollte dann schnell zu Käse oder Butter weiterverarbeitet werden, da die Tanklaster der Molkereien hier nicht hinauffahren können. Die Alpe wird von einem Sennen geführt, der dieses Handwerk gelernt hat. Auf diesen Alpen kann man auch meistens Getränke und Brotzeit erhalten. Natürlich kann man dort auch die vom Senn hergestellten Produkte erwerben. Hier wird das Vieh am sogenannten "Matthästag" (21. September) abgetrieben. Sennalpen sind zum Beispiel die Alpe Obere Kalle und die Alpe Mittelberg.

Autorentipp

Einkehr in Alpe Alpseeblick Interessante Tiere und Pflanzen Alpseeuferwanderweg

Schwierigkeit
leicht
Technik
Kondition
Höchster Punkt
986 m
Tiefster Punkt
724 m

Hinweis


alle Hinweise zu Schutzgebieten

Koordinaten

DG
47.569493, 10.194053
GMS
47°34'10.2"N 10°11'38.6"E
UTM
32T 589808 5269143
w3w 
///wolke.lesbar.antenne
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

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Schwierigkeit
leicht
Strecke
10 km
Dauer
2:30h
Aufstieg
280 hm
Abstieg
276 hm

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