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Vom Fulseck zum Schuhflicker, über den "Hias-Wallner-Steig" zu den Paarseen und zurück nach Dorfgastein

Bergtour · Gasteinertal
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Klaus Kaschuba
  • Schon aus der Gondel der Fulseck-Bahn, hier etwa in Höhe der Grabnerhütte, übersieht man einen großen Teil des Weges.
    / Schon aus der Gondel der Fulseck-Bahn, hier etwa in Höhe der Grabnerhütte, übersieht man einen großen Teil des Weges.
    Foto: Klaus Kaschuba, Community
  • / Schon aus der Gondel der Fulseck-Bahn, hier etwa in Höhe der Grabnerhütte, übersieht man einen großen Teil des Weges.
    Foto: Klaus Kaschuba, Community
  • / Blick vom Fulseck Richtung Südosten bei leichter Südstaulage, die zur Bildung der erkennbaren Wolkenwalzen führt.
    Foto: Klaus Kaschuba, Community
  • / Gleitschirmflieger kurz nach dem Start am Fulseck auf dem Flug zum Spiegelsee. Rechts der westliche Hausberg von Dorfgastein, der Bernkogel.
    Foto: Klaus Kaschuba, Community
  • / Kurz vor dem Gedenkkreuz wird der Gipfelanstieg sichtbar, der große Teil des ersten Anstiegs über den Wiesenrücken ist geschafft!
    Foto: Klaus Kaschuba, Community
  • / Rückblick vom Schuhflicker Richtung Süden zum Fulseck, im Hintergrund die Kette der Hohen Tauern von der Ankogel-Gruppe bis zum Schareck. Links das Großarltal, rechts das Gasteinertal.
    Foto: Klaus Kaschuba, Community
  • / Vom Gipfel des Schuhflicker sehen wir im Nordosten den Hohen Dachstein.
    Foto: Klaus Kaschuba, Community
  • / Beim Tiefblick auf den Schuhflickersee sehen wir auch schon den Gegenanstieg zum Hochegg vor uns und erkennen an diesem links die steile Wiesenflanke, die zu queren ist.
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  • / Auch im Rückblick erkennt man die steile Grasflanke des Hochegg gut.
    Foto: Klaus Kaschuba, Community
  • / Der Umweg hat sich gelohnt, nach der Latschenkiefer-Passage öffnet sich der Blick zum oberen, kleinen Paarsee.
    Foto: Klaus Kaschuba, Community
  • / Auch der zweite Abstecher war nötig: Der untere, große Paarsee vor dem Hochkönig-Massiv!
    Foto: Klaus Kaschuba, Community
  • / Zurück geht es um den kleineren See herum.
    Foto: Klaus Kaschuba, Community
  • / Wenige Menschen sind hier unterwegs. Aber das stattliche Ross zeigt uns die Nähe der Alm an.
    Foto: Klaus Kaschuba, Community
  • / Nun geht es "nur noch" 1150 Höhenmeter bergab ins Gasteiner Tal.
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  • / Die roten Sonnenschirme der Steiner Hochalm können wir an dem heißen Tag nun gut gebrauchen! Am rechten Bildrand noch einmal der Bernkogel.
    Foto: Klaus Kaschuba, Community
  • / Wenige Tage nach meiner Wanderung traf ich am 23. August 2017 Hias Wallner zufällig am Fulseck. Mit dem Foto habe ich ihn zugegeben total überrumpelt, aber ich habe ihn so genau vor "seinem Steig" erwischt.
    Foto: Klaus Kaschuba, Community
  • / Von derAmoseralm auf der Gegenseitedes Gasteinertals überblickt man die komplette Tour.
    Foto: Klaus Kaschuba, Community
  • / Von derAmoseralm auf der Gegenseitedes Gasteinertals überblickt man die komplette Tour.
    Foto: Klaus Kaschuba, Community
m 2500 2000 1500 1000 500 14 12 10 8 6 4 2 km
  • Auffahrt mit der Fulseck-Bahn
  • Abstieg zum Arltörl
  • Aufstieg zum Schuhflicker
  • Abstieg zum Schuhflickersee
  • Aufstieg zum Hochegg
  • Übergang zum Urkübel und zu den Paarseen
  • langer Abstieg über Steiner Hochalm und Hauserbauer nach Dorfgastein
mittel
14,8 km
6:30 h
700 hm
1.850 hm

Mit einer der ersten Gondeln der Fulseck-Bahn, also gegen 8:30 Uhr beginnen wir unsere Tagestour. Bei schönem Wetter, denn nur dann starten wir diese Tour (!), sind wir schon beim 400m-Anstieg zum Schuhflicker der prallen Sonne in einem Wiesenhang ausgesetzt.

Schaut man von Dorfgastein, oder von Hofgastein kommend über Dorfgastein hinweg auf den schönen, vermeintlich gemütlichen Bergkamm nördlich über Dorfgastein, so könnte man an einen entspannten Bergspaziergang glauben. Aber die hier beschrieben Tour ist selbst bei Nutzung der Bergbahn eine durchaus anspruchsvolle Wanderung, denn es kommen immerhin mit den Gegenanstiegen noch annähernd 700 Höhenmeter im Anstieg und etwa 1850 Höhenmeter im Abstieg bei einer Streckenlänge von ca. 15 km auf uns zu.

Außerdem erfordern einige Wegabschnitte im Bereich Schuhflicker - Hochegg wegen ihrer Ausgesetztheit in steilen Wiesenflanken und Graten Konzentration, Sicherheit und Routine.

Deshalb empfiehlt sich die Tour nur bei sicherem und trockenem Wetter.

Autorentipp

An der Steiner Hochalm hat sich jeder Wanderer nach der langen Strecke eine Pause verdient, und die lohnt sich wegen der freundlichen Bewirtung und der großartigen Aussicht ins Gasteiner Tal.
Schwierigkeit
mittel
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höchster Punkt
Schuhflicker-Gipfel, 2.214 m
Tiefster Punkt
Parkplatz Fulseck-Bahn, 850 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez
Exposition
NOSW

Sicherheitshinweise

Die Tour setzt am Schuhflicker und bald danach am Hochegg ein
Mindestmaß an Trittsicherheit und Schwindelfreiheit voraus,
hier bewegt man sich zwar überall auf dem schön angelegten und gut gepflegten sowie sorgfältig gekennzeichneten
"Hias-Wallner-Steig",
aber der Weg durchschneidet auch eine steile Wiesenflanke und führt teils über steile Wiesen- bzw. Schrofengrate.

Weitere Infos und Links

Am 23. August 2017, wenige Tage nach meiner Wanderung, traf ich zufällig

  • Hias Wallner am Fulseck (s. a. Foto 16).

Die Gelegenheit ließ ich mir nicht nehmen und drängte ihn zu einer Tasse Kaffee im Gipfelstadel, eigentlich hatte er nämlich nicht viel Zeit.

Dann aber erzählte er mir - so wie man ihn in Dorfgastein und Umgebung kennt - sehr freundlich von der Geschichte des Steiges, den seine Freunde vom Alpenverein und von der Bergwacht als Geschenk zu seinem 70sten ihm zu Ehren benannt und neu beschildert haben.

Schon bevor er mit dem Bau begann, gab es Trittspuren vom Schuflicker herüber zum Hochegg, die aber zunächst nur von Eingeweihten zur Überschreitung genutzt wurden.
Als dann das Interesse bzw. die Besucherzahl wuchs, erkannte Hias Wallner, dass eine bessere und sicherere Weganlage mit dem "Umweg" über den Schuhflickersee dringend notwendig war.
Er hatte mit großen Widerständen von verschiedenen Seiten zu kämpfen, obwohl er zu der Zeit schon lange im Alpenverein und in der Bergrettung viele Erfahrungen gesammelt und lange Verantwortung übernommen hatte.
Trotz der Ablehnungen war ihm dann aber eine sichere Wegführung so wichtig, dass er Tatsachen schuf:
1986 begann er selbstständig und allein mit dem Bau des neuen Weges. Bald halfen ihm auch seine Bergfreunde bei der Vervollständigung des Steiges, so wie wir ihn heute vorfinden.

Bis vor wenigen Jahren war er selbst noch verantwortlich für die Wege im Raum Dorfgastein. Heute hat er diese Verantwortung, z. B. auch für den jahreszeitlichen Auf- und Abbau der Seilsicherungen an "seinem" Steig, an jüngere Bergkameraden abgegeben.
Er genießt aber weiterhin die Bewegung in seinen Bergen, besonders auch dann, wenn im Juni/Juli die Umgebung "seines" Steiges wie ein Alpengarten aufblüht.

Dies sei ihm noch viele Jahre gegönnt und gewünscht: Berg Heil, Hias!

================================

Hier finden sich weitere Hinweise und Fotos zur hier vorgestellten Tour, auch zur Flora und Fauna der Umgebung (gastein-im-Bild.info).

 

Start

Bergstation Fulseck-Seilbahn in Dorfgastein (2.013 m)
Koordinaten:
DG
47.234669, 13.147379
GMS
47°14'04.8"N 13°08'50.6"E
UTM
33T 359773 5232907
w3w 
///gehirn.eingebaute.differenz

Ziel

Parkplatz an der Talstation der Seilbahn.

Wegbeschreibung

Bei unserem frühen Start am Fulseck werden wir noch nicht allzu viele Gleitschirmflieger  (siehe Foto) beobachten, einigen wird es in der Luft noch zu ruhig sein, sie warten auf das Einsetzen der Thermik, nachdem die Sonne die Berghänge aufgeheizt hat.

Wir genießen die morgendliche Ruhe am Berg und den Panoramblick (siehe Bilder) und verlassen bald den Gipfel durch den Felsdurchbruch Richtung Arltörl.

Nach einem etwa halbstündigen Abstieg - mit Blick auf den Hohen Dachstein halbrechts vor uns - erreichen wir das Arltörl mit seiner kleinen Kapelle.

Nach einer kurzen Trinkpause - uns stehen ca. 400 Höhenmeter Anstieg über den sonnigen Wiesenrücken bevor - geht es jetzt etwa 1 Stunde bergauf. Erst beim Gedenkkreuz unmittelbar vor dem Gipfelaufschwung gibt uns der Weg auch beim Gehen eine kurze Gelegenheit zum Durchschnaufen.

Der Gipfelanstieg (siehe Bild) selbst sieht schwieriger aus als er eigentlich ist, schon nach weiteren etwa 20 Minuten erreichen wir das kleine Joch und einige weitere Minuten später über einen felsigen, mit Stahlseilen leicht versicherten Steig den Schuhflicker-Gipfel auf 2214 m mit dem stolzen Gipfelkreuz.

Nach der Gipfelrast mit der freien Sicht auf unseren weiteren Weg sowie die Kalkalpen (u. a. mit Birnhorn, Hochkönig, Tennengebirge, Dachstein) im Norden und die Hohen Tauern (u. a. mit Ankogel, Schareck, Sonnblick, Großglockner, Großem Wiesbachhorn) im Süden steigen wir kurz auf dem Aufstiegsweg wieder bis zu dem kleinen Joch ab.
Hier zeigt uns auch der Schilderbaum schon unsere weitere Laufrichtung, ab hier ist unser Weg der "Hias-Wallner-Steig". Steil geht es bergab Richtung Schuhflickersee, den wir unter uns sehen. Aber auf der Gegenseite erwartet uns sofort ein ordentlicher Gegenanstieg Richtung Hochegg.

Nun folgt nach dem Gipfelanstieg noch einmal ein Passage, die hohe Aufmerksamkeit erfordert:
Die Querung des Hochegg durch die steile Wiesenflanke sowie der anschließende kurze Gratabstieg verlangen konzentriertes Gehen!
Kurze Stücke sind auch hier mit Drahtseilen gesichert.

Die anschließende Überschreitung des langen Rückens, den wir ja von Dorfgastein schon immer gesehen haben, ist nun aber eine Panorama-Wanderung zum Genießen. Zwar geht es auch immer wieder bergauf und bergab, aber wir nehmen uns auch immer wieder Zeit für die schönen Weit- und Tiefblicke!

Beim eher unauffälligen Urkübel-Gipfel müssen wir uns noch einmal aufmuntern oder aufmuntern lassen, denn hier sehen wir das erste Hinweisschild Richtung Steiner Hochalm. Natürlich wollen wir die später aufsuchen, aber die beiden Paarseen wollen und dürfen wir nicht verpassen! Deshalb heißt es zunächst noch einmal leicht bergauf, in Laufrichtung rechts abbiegen!

Nach einem schönen Wegstück durch Latschenkiefern halten wir uns an der Abzweigung halblinks und sehen auch bald den ersten der beiden Paarseen vor uns. An seinem Ufer angelangt halten wir uns dann rechts, um nach wenigen Minuten den Tiefblick auf den größeren der beiden Seen zu genießen. Der Hochkönig und seine Nachbarn bieten den Panorama-Hintergrund.

Wir umschreiten nun den oberen, kleineren Paarsee und steigen wenige Höhenmeter zu dem kleinen Joch auf. Von da an wartet nun nur noch Abstieg auf uns. Eine gute halbe Stunde später erreichen wir die Steiner-Hochalm.

Nach der nun verdienten Rast, steigen wir wenige Meter auf unserem Hinweg wieder an, biegen dann aber nach rechts ab auf den gekennzeichneten Abstiegsweg Richtung Hauserbauer-Dorfgastein. Dieser Abstiegsweg verläuft zunächst kurz durch den Wald später dann durchweg gut gekennzeichnet über alte Wiesenwege zügig bergab und vermeidet so die Schotterstraße. Bis zum Hotel Hauserbauer müssen wir mit fast einer Stunde Abstiegszeit rechnen, wenn wir unsere Gelenke schonen wollen.
Das letzte Stück Richtung Dorfgastein können wir dann entlang der Autostraße oder auf der anderen Talseite über den markierten Wanderweg zurücklegen.
Am Ortsrand halten wir uns links und erreichen wieder unseren Ausgangspunkt an der Talstation der Seilbahn.

Hinweis


alle Hinweise zu Schutzgebieten

Öffentliche Verkehrsmittel

mit Bahn und Bus erreichbar

Ab Salzburg Hauptbahnhof bzw. den Zwischenstationen Bischofshofen und St. Johann i. P. fahren Railjets bzw. ICs im Zwei-Stunden-Takt auf der Strecke der "Tauernbahn" nach Dorfgastein.
Vom Bahnhof zur Talstation der Fulseck-Bahn läuft man 15 Minuten.

Ab Schwarzach fährt der Postbus Richtung Bad Gastein. Von den Haltestellen Dorfgastein, Dorfstraße oder Abzw. Bahnhof läuft man 10 Minuten zur Talstation der Seilbahn.

Anfahrt

Etwa auf halber Srecke zwischen Zell am See und St. Johann im Pongau zweigt von der Pongauer Bundesstraße B311 in Lend die Bundesstraße B167 ins Gasteiner Tal ab.

Nach etwa 8 km Wegstrecke auf dieser Straße erreicht man Dorfgastein, dort ist die Zufahrt zum Parkplatz an der Fulseck-Bahn am Ortsausgang gut ausgeschildert.

Parken

Ein großer Parkplatz findet sich an der Talstation der Fulseck-Bahn.

Koordinaten

DG
47.234669, 13.147379
GMS
47°14'04.8"N 13°08'50.6"E
UTM
33T 359773 5232907
w3w 
///gehirn.eingebaute.differenz
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

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Schwierigkeit
mittel
Strecke
14,8 km
Dauer
6:30h
Aufstieg
700 hm
Abstieg
1.850 hm
mit Bahn und Bus erreichbar Rundtour Einkehrmöglichkeit aussichtsreich Bergbahnauf-/-abstieg Gipfel-Tour ausgesetzt

Statistik

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