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Via Scandinavica: Lübecker Umland und Ostseeküste von Mölln nach Grömitz

Mountainbike · Binnenland Schleswig-Holstein
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Dirk Neubauer 
  • Mountainbike-tour im Binnenland Schleswig-Holstein: Via Scandinavica: Lübecker Umland und ...
    Mountainbike-tour im Binnenland Schleswig-Holstein: Via Scandinavica: Lübecker Umland und ...
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m 40 20 -20 100 80 60 40 20 km
Mit dem Rad auf den Spuren von Jakobspilgern und über alte Handelswege von Meckenheim bis an die Ostsee.
schwer
Strecke 102 km
7:15 h
741 hm
755 hm
58 hm
0 hm
Wir folgen der Via Scandinavica von Mölln nach Grömitz. Der Weg führt uns durch reizvolle, vielfältige und teilweise menschenleere Landschaften.

Autorentipp

Mölln (Nicolaikirche, Eulenspiegelmuseum), Wisentgehege Fredeburg, Ratzeburg (Küchensee, Georgskirche, Ratzeburger See), Behlendorfer See, Elbe-Lübeck-Kanal, Büssauer Schleuse, Lübeck (Dom, Marienkirche, Jakobikirche, Burgtor, Jerusalemsberg, Hafen), Bad Schwartau (Georgskapelle, Kurpark, NSG Auenlandschaft), Blüchereiche, Vicellinkirche Ratekau, Großer und Kleiner Pönitzer See, Taschensee, Süseler See, Gut Oevelgönne, Pohnsdorfer Mühle, Neustädter Hafen, Ostseeküste, Ehrenfriedhof Cap Arcona, Gut Brodau, Nicolaikirche Grömitz.

Es gibt unterwegs Versorgungsmöglichkeiten in Mölln, Ratzeburg, Lübeck, Pansdorf, Klingberg, Neustadt und Grömitz.

In Grömitz gibt es Hotels, Gästehäuser und Pensionen zum Übernachten.

Schwierigkeit
schwer
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höchster Punkt
Himmelsberg, 58 m
Tiefster Punkt
Elbe-Lübeck-Kanal (Lübeck), 0 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Wegearten

Asphalt 52,56%Schotterweg 18,60%Naturweg 8,35%Pfad 6,97%Schieben 0,02%Straße 11,26%Unbekannt 2,21%
Asphalt
53,6 km
Schotterweg
19 km
Naturweg
8,5 km
Pfad
7,1 km
Schieben
0 km
Straße
11,5 km
Unbekannt
2,3 km
Höhenprofil anzeigen

Sicherheitshinweise

Der Weg ist auf etwa 65 km befestigt. Die restlichen 35 km sind unbefestigte Wald, Ufer- und Feldwege bzw. Pfade, teilweise sehr matschig und zerfahren.

Start

Mölln, Nicolaikirche (18 m)
Koordinaten:
DD
53.630390, 10.692118
GMS
53°37'49.4"N 10°41'31.6"E
UTM
32U 611893 5943730
w3w 
///knickt.adelig.kurier
Auf Karte anzeigen

Ziel

Ratekau-Pansdorf

Wegbeschreibung

Ich starte an der Möllner Nicolaikirche. Mit der Landstraße Richtung Ratzeburg verlasse ich die Altstadt. Mein Weg aus Mölln heraus ist ansteigend, ich verlasse die Landstraße noch im Siedlungsbereich linkerhand, unterquere mit dem Sträßchen noch die Umgehungsstraße (B 207) und rolle entlang von Feldern in den sonnigen, aber windigen Tag. Ringsumher blüht der Mohn. Rechterhand biegt bald ein Landweg ab, ein Radwegweiser und die Muschelmarkierung weisen mich auf diesen. Kurz darauf erreiche ich das Gut Marienwohlde, wohl ursprünglich mal ein altes Nonnenkloster, und eine Landstraße. Pappelwech nennt sich diese Kreuzung oder auch der Weg, den ich gerade entlang gekommen bin.

Mit der Landstraße fahre ich wieder Richtung B 207, aber noch vor Querung der Bahnlinie auf einen nordwärts verlaufenden Landweg. Dieser führt mich gemütlich bald in den Wald. Ein erfrischendes Teilstück beginnt, schließlich erreiche ich nach Verlassen des Waldes an der Bahnlinie entlang Fredeburg. Ich quere die Bundesstraße, rolle kurz am Waldrand entlang und dann über die Felder an einzeln liegenden Höfen entlang. Nach Querung einer stillgelegten Bahnlinie halte ich auf einen Buchenwald zu. Hier geht es auf halbwegs gut befahrbaren Wegen hinab in ein Bachtal und dann wieder aufwärts. Teils sind die Wege ziemlich sandig.

Immer der Kartenroute folgend und auf die Markierungen achtend erreiche ich schließlich einen am Ufer des Ratzeburger Küchensees verlaufenden schmaleren Weg. So früh am Morgen ist es hier idyllisch. Die Ratzeburger Altstadt befindet sich auf einer Insel inmitten des Sees direkt voraus. Von Ratzeburg nach Lübeck kann man durchaus auf dem Wasserwege vorankommen. Da die Ufer der Wakenitz weitestgehend in einem Naturschutzgebiet liegen, kann der Pilgerweg leider nicht diese landschaftlich schöne Route einschlagen. Er orientiert sich eher am Elbe-Lübeck-Kanal.

Schließlich führt der Weg an den Seegrundstücken entlang und mündet dann an einer Straße. Mit dieser rolle ich hinunter zur B 208, welche von der Altstadt herkommt. Noch vor der Bundesstraße nehme ich eine kleine, steil ansteigende Straße zur Georgskirche auf dem Berge, der wohl ältesten Kirche im weiten Umkreis. In der Kirche finde ich keinen Pilgerstempel. Ich folge der Straße weiter leicht aufwärts, erreiche erneut die Bundesstraße, halte mich dann laut Kartenroute in den Siedlungsflächen linkerhand dieser. Schließlich fahre ich aber auf dem begleitenden Radweg an der Bundesstraße entlang, quere eine Bahnlinie und passiere ein außerhalb liegendes Gewerbegebiet.

Das Verkehrskreuz der B 207 und B 208 vermeide ich, da ich dem als Radweg angelegten Weg geradeaus nach Harmsdorf folge. Hier fahre ich durch den Ort und schlage dann den Weg nach Kulpin ein. Das weite Land liegt vor mir, auf der Höhe komme ich an eine Kreuzung. Der Pilgerweg führt nun weitgehend in der Richtung bis zum Elbe-Lübeck-Kanal. Der Pilgerführer jedoch beschreibt einen interessant klingenden Abstecher. Auf diesen lasse ich mich ein und biege nun links ab zum Schloss Kulpin. Ich rolle auf das Gelände zu, es ist jedoch in Privatbesitz, dicht bepflanzt und daher nicht einsehbar.

Neben dem Zaun führt nun ein schmaler Pfad entlang abwärts durch die Vegetation. Rechterhand fällt der Hang steil ab, dort liegt irgendwo der Behlendorfer See. Nach einer Weile fahre ich dann am Rande eines Feldes, rechterhand die Ufervegetation des Sees. Mit herrlichen Blicken übers Wasser fahre ich durchs Grün. Dann geht es über die Wiese direkt hinunter ans Wasser und hier auf schönem Pfad entlang. Schließlich führt der Weg am Ackerrain nach Behlendorf. Noch vor der Kirche biege ich wieder Richtung See ab und weiter geht es entlang des Ufers auf einem schönen Pfad.

Schließlich geht es auf einem gut zu befahrenden Waldweg tiefer in den Wald hinein, bis ich an einer Wegekreuzung wieder auf die Via Scandinavica treffe. Hier befinde ich mich nun auch an der für heute höchsten Stelle über 50 m. Diesem Weg folge ich nun durch den Wald hindurch bis nach Hollenbek, welches ich am Ortsanfang erreiche. Durch den Ort rolle ich hindurch, schöne reetgedeckte Bauernhäuser kann man hier bewundern und Störche. Die Straße zieht dann am Ortsausgang eine Anhöhe hinauf, bald aber nehme ich einen Abzweig nach links und rolle unterhalb in Berkenthin ein und zur dortigen Magdalenenkirche. Drinnen finde ich keinen Stempel vor.

Ich fahre hinunter zum Kanal und quere diesen mit einer Brücke. Dann folge ich dem Begleitweg, der ebenfalls als markierter Radweg nach Lübeck führt. Es geht schön am Wasser entlang, es fährt sich gut. Der weitere Weg bis Lübeck, der alten Hauptstadt der Hanse, führt immer entlang des Kanals, unspektakulär und ich passiere Schleusen. Sobald ich die ersten Vororte Lübecks erreicht habe, wechsle ich mit einer Straße die Kanalseite. Der Weg führt weiterhin direkt am Kanal entlang, teils noch entlang von Wiesen. Schließlich bekomme ich die ersten Blicke auf die Altstadtinsel mit diversen Kirchtürmen. Die Via Scandinavica soll mich noch vor der Altstadt wieder auf die andere Kanalseite führen, allerdings kündigt sich durch Schilder eine größere Baustelle an. Die Possehlbrücke scheint gesperrt bzw. beeinträchtigt, und das ist meine.

Ich fahre trotzdem weiter bis vor und mir gelingt ein schönes Foto der Altstadt. Davor liegt eine grüne Insel zwischen Trave, Kanal und Stadtgraben. Über diese führt auch die Via Scandinavica. Noch vor der Possehlbrücke ist jedoch der komplette Weg am Kanal entlang abgesperrt. Durch das nebenan liegende Gewerbegebiet fahre ich nun hindurch und gelange zu einer größeren Straße. Das ist die B 75 bzw. B 207 und mit dieser gelange ich auf der Possehlbrücke über den Kanal auf eben jene grüne Insel. Aber auch hier scheint der direkte Weg am Kanal entlang gesperrt zu sein. Ich folge also weiter der Straße und biege dann erst hinter einigen Sportanlagen ab. Schließlich gelange ich zu einer Brücke über die Trave und damit auf die Altstadtinsel.

Am Dom vorbei betrete ich die Lübecker Altstadt auf Kopfsteinpflaster. Ich rolle langsam bzw. schiebe mein Rad immer mehr Richtung Zentrum. Schließlich erreiche ich das Rathaus und dann die Marienkirche. Ich hole mir in der Marienkirche einen Pilgerstempel. Schließlich schlendere ich weiter zur Jakobikirche, wo ich an der Hauswand eine kunstvolle gelbe Muschelsignatur finde. Schließlich verlasse ich die Altstadtinsel durch das Burgtor. Ich gelange zum Jerusalemberg, passiere hier die Jugendherberge und weitere öffentliche Einrichtungen. Bergab rolle ich zu einer größeren Kreuzung an der Trave. Zum Glück rolle ich schnell über die Straße auf die Brücke zu. Denn kaum bin ich auf dieser, blinken diverse rote Lichter. Ich beeile mich und passiere diese Klappbrücke noch kurz, bevor sie geöffnet wird. Mir gelingt noch ein schönes Foto vom Lübecker Stadtpanorama mit dem Hafen im Vordergrund. Ich bleibe weiter im Verkehr, achte jetzt vor allem auf die Kartenroute und quere noch zwei Bahnstrecken.

Und nun scheine ich eine Ausfallstraße aus Lübeck erreicht zu haben. Bad Schwartau, Timmendorfer Strand und die Autobahn sind ausgewiesen. Ich bleibe auf einer Begleitstraße rechts daneben, welche die Zufahrt zu diversen Geschäften und Betrieben bildet. Schließlich lande ich ganz auf der Straße bzw. dem begleitenden Radweg. Nach einer ganzen Weile passiere ich die Autobahn, der Verkehr nimmt aber nicht ab. Dieses Teilstück des Pilgerwegs gehört auf jeden Fall nicht zu den Highlights und ich kann verstehen, dass Fußpilger zumindest bis Bad Schwartau den Bus nehmen sollen.

Aber in Bad Schwartau kann ich aufatmen, ich wechsle auf eine wesentlich ruhigere, parallel geführte Straße, die mich in die Innenstadt führt. Am Ende der Innenstadt wechsle ich wieder auf die vorhin verlassene Ausfallstraße, passiere die Georgskapelle und quere die Schwartau. Direkt danach wechsle ich auf die ruhigen, schattigen Wege des Kurparks und fahre nun ungestört am Rande einer Siedlung durch das Grün. Bald geht es durch einen Wald, rechterhand taucht eine Bahnlinie auf.

Schließlich erreiche ich erneut die Landstraße und fahre auf dem Radweg an dieser entlang. Mit einem Tunnel unterquere ich diese an der Blüchereiche, einem historischen Gasthof. Blücher soll hier die Kapitulation gegenüber Napoleon unterzeichnet haben. Dann rolle ich mit einer Straße in Ratekau ein. Hier fahre ich durch bis zum Marktplatz und der feldsteinernen romanischen Vicelinkirche. Anhand dieses massiven Kirchenbaus mit dem herausragenden Turm kann man gut nachempfinden, wie unruhig die ersten Jahre der germanisch-christlichen Kolonialisierung in diesem ehemals wendischen Siedlungsgebiet waren. Vicelin war wohl der erste Bischof des Landstrichs nach der Eroberung.

Eine ruhige Allee bringt mich nun nach Techau, von wo ich wieder der stark befahrenen Landstraße nach Pansdorf folge. Ich rolle durch den Ort und an einem außerhalb liegenden Gasthof, dem Tannenkrug, kann ich die Straße endlich wieder verlassen. Rechterhand durch den Wald führen mich ein Pfad und bald ein sandiger Weg am Waldrand entlang. Das Fahren wird wieder einigermaßen schwierig. Dieser Untergrund kündigt wohl schon die naheliegende Ostseeküste an.

Schließlich erreiche ich am Ende des Waldes ein von Hecken umsäumtes Sträßchen, mit welchem ich Schürsdorf erreiche. Ich folge der Straße weiter nach Klingberg und finde hier die Ausschilderung zur Scharbeutzer Jugendherberge Uhlenflucht. Die Scharbeutzer Ostseeküste liegt nur wenige Kilometer ostwärts, noch vermeidet der Pilgerweg die Touristenströme auf dem Ostseeradfernweg. Ich nehme die Zufahrt zur Jugendherberge und besorge mir dort einen Stempel.

Nach einem kurzen Gespräch sitze ich wieder auf dem Rad und folge weiter der Straße nordwärts. Kurz darauf verlasse ich jedoch die Straße und nehme einen Weg am Großen Pönitzer See entlang. Am Nordufer habe ich dann Pönitz erreicht, folge hier einem Pfad zur Straße, der B 432. Mit dieser fahre ich nun zurück zur Route auf der historischen Poststraße, der Alten Lübecker Straße. Nördlich von Pönitz liegt der Kleine Pönitzer See und ich nutze die nächste Straße, die an dessen Ufer entlang führt. Dann folge ich einem Hohlweg zum Taschensee. Der Hohlweg ist ein Überbleibsel einer ehemaligen Wasserverbindung zwischen den Seen, der Göselbek. Am Ufer dieses Sees geht es auch kurz entlang, dann aber eine Treppe hinauf zur Straße, nun bereits in Gronenberg.

Ich folge der Straße weiter nordwärts an einem Wald entlang, linkerhand gibt es noch Ausblicke zum See. Der offizielle Pilgerweg verläuft wohl parallel im Wald, was für Fußpilger angenehmer zu laufen ist, als kilometerweites Asphaltgetrappel. Ich quere einen Autobahnzubringer, die B 76, und verlasse daraufhin in Stawedder die Hauptstraße. Der Alte Postweg, als Höhenweg durch das Moränenhügelland angelegt, führt mich als Eichen- und Kastanienallee weiter nordwärts. Ich passiere den Hof Altona, mein Blick schweift über den Süseler See linkerhand und rechterhand über das weite Blau der Lübecker Bucht. Ich genieße die Fahrt im frischen Wind, passiere einige Höfe und erreiche schlussendlich das Gut Oevelgönne.

Hier verlasse ich die Straße und folge einem ostwärts gerichteten, baumbestandenen Feldweg. Dieser ist sandig, aber dennoch fahrbar. Schließlich geht es unter der Autobahn hindurch und am Gutshof Brandstette erreiche ich ein Sträßchen, welches mich zu einer Landstraße führt. Auf dem begleitenden Radweg wende ich mich nordwärts, der Salzgeruch in der Luft ist bereits deutlich wahrnehmbar. An der Pohnsdorfer Mühle vorbei geht es nach Neustadt. Dieses erreiche ich an einem Gewerbegebiet. Radwegweiser tauchen auf und neben dem Muschelzeichen folge ich nun auch offensichtlich bereits dem Ostseeradweg. Ich quere eine Bahnlinie und bekomme Sicht auf den Marinestützpunkt von Neustadt. Der Weg führt auch direkt am Zaun des militärischen Geländes entlang und dann am Bahnhof vorbei hinab zur Hafenbrücke, mit der ich zur Altstadt hinüber fahre.

Im kommunalen Hafen liegen diverse Segelboote. Linkerhand geht der Blick über das Neustädter Binnenwasser, ein Brackwassersee mit angrenzenden Salzwiesen, die größtenteils unter Naturschutz stehen. Hier soll sich in früheren Zeiten u.a. auch Störtebeker mit seinen Gesellen versteckt haben. Altenkrempe, eine viel ältere Ansiedlung, liegt praktisch am Ende des Gewässers, welches über die Zeit verlandet ist. Neustadt, gegründet als Nyge Crempe, ist praktisch eine Ersatzansiedlung aufgrund der Verlandung. Ich folge nun dem historischen Treidelpfad "Jungfernstieg" am linken Hafenufer entlang zum ehemaligen Fischereihafen.

Der originale Pilgerweg verläuft nun eigentlich durch den Ort und im Hinterland. Da ich aber nun einmal die Ostsee erreicht habe, möchte ich etwas an der frischen Seeluft fahren und folge einer Alternative. Es geht weiter auf dem Jungfernstieg, wobei ich den unteren Weg direkt am Wasser den Fußgängern überlasse und eher den oberhalb führenden Radweg nehme. Und schon habe ich das Neustädter Strandbad erreicht. Laut Pilgerführer soll es hier am Umwelthaus einen Stempel geben, da es auch als Pilgerherberge genutzt wird. Nur ist das Haus nicht geöffnet, so fahre ich unverrichteter Dinge weiter.

Ich folge weiter dem Weg am Ufer entlang, überquere das Rad schiebend den Gedenkfriedhof Cap Arcona. Dieser wurde im Gedenken an die umgekommenen KZ-Häftlinge auf der Cap Arcona kurz vor Kriegsende hier vor Neustadt angelegt. Der Uferweg führt mich nun vorbei an Campingplätzen zum Pelzerhaken. Zum Teil ist hier das Radfahren nicht gestattet, so dass ich mein Rad durch den Sand am Steilhang entlang von Hecken schiebe. Der historische Pilgerweg führte nicht hier entlang, da die früher vorherrschenden Feuchtwiesen nicht begehbar waren.

Über Treppen geht es vom Steilhang hinunter nach Pelzerhaken. An der Seebrücke wende ich mich dann landeinwärts und folge einem Sträßchen durch die Salzwiesen nach Rettin, wo ich wieder auf den originalen Weg stoße. Ich folge der kleinen Straße mit begleitendem Radweg zum Gut Brodau. Das Gut ist praktisch eine kleine sehenswerte Wasserburg, von Gräben umgeben. Kurz darauf biege ich aber von der Straße ab und fahre auf ein Wäldchen zu. Hier existiert laut Schildern ein Ruhe- bzw. Friedwald. Ich gelange wieder direkt an die Steilküste und habe Ausblick auf die blaue Wasserfläche mit vereinzelten Segeln und der Gischt im Vordergrund. Bei angenehmem Wind und dem Tosen der Brandung  fahre ich nun auf dem Weg bzw. Pfad am Steilufer entlang auf das Wohngebiet Bliesdorf zu. Dieses liegt direkt an der Ostseeküste, umgeben von Campingplätzen.

Ich rolle durch die Siedlung, auch auf kleinen Wegen direkt zwischen den Zäunen, am Ende befinde ich mich wieder auf einem Pfad durch einen weiteren Uferwald. Die Fahrt auf den Steilhangpfaden oberhalb der Brandung bildet einen krönenden Abschluss des heutigen Tages. Kleine schluchtartige Zuflüsse muss ich überwinden, dann geht es am Steilufer entlang auf Grömitz zu, welches mich mit dem Yachthafen und weithin sichtbaren Bettenburgen empfängt. Auf dem Weg gibt es immer mal wieder Bänke zum Ausruhen und herrlichen Sichten aufs Meer. Die Felder ragen bis an die Steilkante heran. Der Weg verlässt in Grömitz sogleich den Strandbereich, mit einer Straße geht es hinter den Deich. Eigentlich verläuft der Pilgerweg nun durch den Kurpark zur Nicolaikirche. Ich folge erst den Ausschilderungen zur Touristeninformation.

Diese befindet sich Richtung Seepromenade. Dort besorge ich mir einen Stempel. Dann fahre ich erst einmal vor zur Promenade mit Blick auf unzählige Strandkörbe und die Seebrücke. Am Ende der Seebrücke gibt es eine Tauchgondel. Nun fahre ich erst einmal zurück zum Kurpark und bis zur Backsteinkirche, die an der höchsten Stelle des Ortes steht. Diese ist jedoch verschlossen.

Hinweis


alle Hinweise zu Schutzgebieten

Öffentliche Verkehrsmittel

mit Bahn und Bus erreichbar

Mölln ist von den Fernverkehrsbahnhöfen Hamburg und Lübeck mit Nahverkehrszügen zu erreichen

Anfahrt

A 24 Abfahrt Talkau, dann B 207 nach Mölln.

Parken

diverse Parkplätze im Ort.

Koordinaten

DD
53.630390, 10.692118
GMS
53°37'49.4"N 10°41'31.6"E
UTM
32U 611893 5943730
w3w 
///knickt.adelig.kurier
Auf Karte anzeigen
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

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Ausrüstung

Trekkingrad oder Mountainbike (auch mit Gepäck).

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Schwierigkeit
schwer
Strecke
102 km
Dauer
7:15 h
Aufstieg
741 hm
Abstieg
755 hm
Höchster Punkt
58 hm
mit Bahn und Bus erreichbar aussichtsreich Einkehrmöglichkeit kulturell / historisch botanische Highlights faunistische Highlights Von A nach B

Statistik

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