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Eistour

Vertainspitze Nordwand von Sulden über die Düsseldorfer Hütte

Eistour · Südtirol
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Karte / Vertainspitze Nordwand von Sulden über die Düsseldorfer Hütte
m 4000 3500 3000 2500 2000 1500 18 16 14 12 10 8 6 4 2 km Düsseldorfer Hütte (Rif. Serristori)

Tolle Eistour gegenüber des mächtigen Ortlers. Nach dem malerischen Zustieg durch das Zaytal klettert man über den Hängegletscher der Vertainnordwand und hat am Ende noch eine leichte, felsige Klettereinlage entlang des Grates. Je nach Routenwahl in der Nordwand kann man die Tour leichter oder auch schwerer gestalten. Der Abstieg erfolgt über den Normalweg durch das Rosimtal zurück nach Sulden.

Die Tour kann an einem Tag gemacht werden, bei viel Schnee in der Wand dauert es aber recht lange und ist mühsam. Entspannter ist die Tour mit einer Übernachtung auf der Düsseldorfer Hütte.

schwer
18,4 km
12:00 h
2279 hm
1711 hm
Vom Parkplatz der Düsseldorfer Hütte folgt man dem gut ausgeschilderten und gut ausgebauten Wanderweg durch das Zaytal zur Düsseldorfer Hütte (ca. 2 Stunden). Hinter der Hütte wandert man durch Blockwerk, bei Dunkelheit ist der Weg etwas schwer zu finden, aber man kann das Ziel - die Nordwand - bereits erkennen. Durch das Blockwerk geht es hinauf bis man den Gletscher erreicht. Anseilen empfiehlt sich, da er Gletscher einige tiefe Spalten aufweist. Im Firn geht es bergauf zum Wandfuß der Nordwand. Das Eis ist hier senkrecht, man kann also je nach Vorliebe und persönlichem können eine mehr oder weniger schwere Linie wählen. Der linke Eiswandteil ist der steilere, nach einem kurzen senkrechten Einstieg geht es sportlich weiter. Die leichteste Variante wird im folgenden Beschrieben.

Autorentipp

Im Sommer scheint die Sonne früh in die vergeltscherte Wand, deshalb lieber sehr früh aufbrechen. 
outdooractive.com User
Autor
Simon Bergmann 
Aktualisierung: 29.06.2020

Schwierigkeit
70° schwer
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höchster Punkt
Vertainspitze, 3545 m
Tiefster Punkt
Parkplatz in Sulden, 1867 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez
Exposition
NOSW
Zustieg
3:00 h
Kletterlänge
500 m, 5:00 h
Abstieg
3:30 h
Standplätze
mobile Sicherungsmittel
Zwischensicherung
mobile Sicherungsmittel
Seillänge
2 x 50 m
Erstbegehung
K. Richter, J. Pichler, H. Pingerra (1937)

Einkehrmöglichkeit

Düsseldorfer Hütte (Rif. Serristori)

Sicherheitshinweise

Der Gletscher vor der Wand weist teils große Spalten auf und auch oben am Ausstieg aus der Wand gibt es noch tiefe Spalten. 

Weitere Infos und Links

In Sulden kann man das Messner Museum besuchen. Weitere Informationen zum Museumsbesuch: http://www.messner-mountain-museum.it/

Start

Sulden Wanderparkplatz (1869 m)
Koordinaten:
Geographisch
46.528079, 10.590361
UTM
32T 621967 5153952

Ziel

Sulden Wanderparkplatz

Wegbeschreibung

Am Fuß der Eiswand traversiert man nach rechts und klettert am Rande des Eises - zwischen der senkrechten Eiswand und der Felsen - bergauf. An einer flacheren Stelle (ca. 60°) klettert man links auf den Gletscher hinauf und hat auf einem Absatz einen wunderbaren Standplatz. Von dort geht es ziemlich gerade nach oben mit durchgehender Steigung (ca. 60°). Bei viel Schnee ist es ein ziemliches gestapfe. Nach oben lehnt sich die Wand wieder etwas zurück, aber auch hier lohnt es sich angeseilt zu bleiben, weil einige Spalten quer durch das Eis ziehen. Wo die Wand flacher wird erkennt man rechts am Felsgrat eine flachere Stelle, hier klettert man am besten hinauf und folgt dem Grat bergauf (Blockkletterei ca. II). Der Grat führt zu einem Vorgipfel, von dort quert man ostseitig den Hang zum Gipfel der Vertainspitze und hat dabei eine grandiose Aussicht auf das Gletscherbecken des Laaser Ferner und den Hohen Angelus. Von der Vertainspitze steigt man südwestsetig über den Blockgrat ab in ein Becken und durchquert dieses. Steinmänner sind die einzigen Markierungen, aber zusammen mit ein bisschen Orientierungssinn ist der Weg leicht zu finden. Unterhalb des Rosimjochs steigt man zum Rosimferner ab und hält sich am linken Gletscherrand, je nach Verhältnissen auf dem Eis oder auf den Felsen daneben. Nachdem man das Eis hinter sich gelassen hat, geht es durch Geröll ins Rosimtal hinab und schon bald bewegt man sich wieder auf gut ausgebauten Wanderwegen. Man kreuzt einige Wege, an denen man stets geradeaus geht, so wie es die hölzernen Wegweise vorgeben und immer in Richtung Sulden. Am Rosimboden, bei der hölzernen Steinbockskulptur, zweigt der Weg nach Sulden dann nach links ab und man wandert durch den schönen Latschenwald hinab ins Tal. Sobald man das Skigebiet erreicht folgt man der Breiten Forststraße/ Piste nach Norden. Man verlässt die Piste bald darauf nach links und folgt einem Waldweg unter einem Lift hindurch. Nach einer Brücke über den Bach erreicht man den kleinen Schlepplift den man bereits vom Aufstiegsweg kennt, zum Parkplatz ist jetzt also nicht mehr weit.

Hinweis


alle Hinweise zu Schutzgebieten

Öffentliche Verkehrsmittel

Der nächstgelegene Bahnhof ist im 20km entfernten Spondinig. Im Winter verkehren zahlreiche Skibusse nach Sulden.

Anfahrt

Von Norden kommend durchs Vinschgau bis zum Stilfersjoch, weiter nach Gomagoi und dann nach Sulden.

Parken

Wanderparkplatz in Sulden hinter einem Landwirtschaftshof. Parken ist kostenfrei.
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Buchempfehlungen des Autors

Jentzsch-Rabl/ Jentzsch (2016): Firn- und Eisklettern in den Ostalpen, Alpinverlag, S. 52

Ausrüstung

Komplette Eisausrüstung und je nach dem ob die Hütte geöffnet ist oder man im Winterraum schläft, Verpflegung und Gaskocher. Im Winterraum gibt es Decken, und Geschirr (und einen riesigen Topf), aber keine Heiz- oder Kochmöglichkeit.

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Schwierigkeit
70° schwer
Strecke
18,4 km
Dauer
12:00h
Aufstieg
2279 hm
Abstieg
1711 hm
Kultur Rundtour aussichtsreich Einkehrmöglichkeit geologische Highlights Gipfel-Tour
1600 m 1800 m
Vormittag
1600 m 1800 m
Nachmittag

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