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Bergtour empfohlene Tour

Überschreitung des Estergebirges

· 6 Bewertungen · Bergtour · Zugspitzregion
Profilbild von Johannes Renfordt
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Johannes Renfordt 
  • Morgendlicher Blick zur Hohen Kisten
    Morgendlicher Blick zur Hohen Kisten
    Foto: Johannes Renfordt, Community
m 2000 1500 1000 500 25 20 15 10 5 km
Die landschaftlich besonders abwechslungsreiche und reizvolle Überschreitung des Estergebirges führt von Eschenlohe auf die Hohe Kisten und den Krottenkopf. Vorbei an der Weilheimer Hütte und über den Hohen Fricken geht es bis zum Bahnhof in Garmisch-Partenkirchen.
schwer
Strecke 25,4 km
10:30 h
1.685 hm
1.611 hm
2.086 hm
636 hm
Aus dem Loisachtal wirkt das Estergebirge abweisend und unnahbar, doch führen einige Steige die steilen Flanken empor. Etwas weniger anstrengend, dafür etwas länger ist der hier vorgestellte Weg. Nach dem Start in Eschenlohe führt der Weg oberhalb der Asamklamm durch Wald bis zu den Pustertaler Jagdhäusern. Durch einen Latschengürtel wird dann über einige geröllige Passagen das Pustertalkar erreicht, bevor die Landschaft sich mit dem Erreichen des Grats und dem Blick über die weite Hochfläche des Michelfelds rasant ändert. Über die Hohe Kisten geht es um das Michelfeld herum zur Weilheimer Hütte und auf den Krottenkopf. Zurück an der Hütte geht es sodann um den Bischof herum zum Hohen Fricken. An den Flanken des Ochsenbergs und des Wanks entlang endet die tagesfüllende Tour schließlich in Partenkirchen.

Autorentipp

Mit dem Oberen Rißkopf (Wegspuren), Kareck (weglos) und Bischof (guter Steig) liegen die nach dem Krottenkopf nächsthöheren Gipfel des Estergebirges mehr oder weniger direkt am Weg. Alle drei sind recht gut, der Bischof sogar leicht zu erreichen und nicht nur für Gipfelsammler lohnenswert!
Schwierigkeit
schwer
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Gefahrenpotenzial
Höchster Punkt
Krottenkopf, 2.086 m
Tiefster Punkt
Loisachbrücke Eschenlohe, 636 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez
Exposition
NOSW

Wegearten

Asphalt 13,17%Schotterweg 30,76%Naturweg 47,27%Pfad 6,99%Straße 1,32%Unbekannt 0,46%
Asphalt
3,3 km
Schotterweg
7,8 km
Naturweg
12 km
Pfad
1,8 km
Straße
0,3 km
Unbekannt
0,1 km
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Sicherheitshinweise

Die angegebene Schwierigkeit entsteht nicht durch technische Schwierigkeiten, sondern durch die Tourlänge an einem Tag. Wer sich diese Tour nicht am Stück zutraut, kann durch eine Übernachtung in der Weilheimer Hütte Strecke auf zwei Tage verteilen. Beide dann recht entspannte Tagesetappen sind von mittlerer Schwierigkeit.

Start

Bahnhof in Eschenlohe (635 m)
Koordinaten:
DD
47.600981, 11.186847
GMS
47°36'03.5"N 11°11'12.6"E
UTM
32T 664379 5274269
w3w 
///reichen.eilig.schiffe
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Ziel

Bahnhof in Garmisch-Partenkirchen

Wegbeschreibung

Vor dem Bahnhof nach rechts in die Bahnhofsstraße und dieser bis zum Dorfplatz folgen. Links um die Kurve herum, über die Loisach hinüber und auf der anderen Seite geradeaus weiter. An der nächsten Verzweigung rechts in die Krottenkopfstraße. Dieser bis zu einem Alpenhotel folgen, dort geht die Straße in einen Weg über, der unweit einer Kapelle in den Wald hinauf führt. Über eine kleine Stichstrecke dann rechts hinauf zu einem Forstweg. Dieser führt, teilweise mit Blick hinab in die Asamklamm, hauptsächlich nach Osten mäßig ansteigend weiter. Beim Brandeck wendet er sich nach Süden, wenig später zweigt nach rechts der Steig zu den Pustertaler Jagdhäusern ab. Durch Wald und über einige Bäche hinweg geht es weiter aufwärts. Dabei begleitet das Rauschen einiger Wasserfälle den Weg bis einem idyllischen Geländeabsatz, auf dessen Wiesenfläche die Jagdhäuser stehen. Auf der anderen Seite der Wiesen führt ein Steig weiter durch Latschen aufwärts. Dabei heißt es, aufmerksam zu sein: etwa 15 min nach Beginn des Latschengürtels führt eine leicht zu übersehende Abzweigung nach rechts. Mit zunehmender Höhe werden die Latschen weniger und das Geröll nimmt zu. Etwas mühsam und rutschig geht es hinauf zum Kessel des Pustertalkars. Am Rand des Kessels geht es zunächst aufwärts, bevor schließlich die obersten Ausläufer des Kars in einem großen Bogen gequert werden. Über einige Stufen geht es dann hinauf zum Grat. Hier ändert sich das Landschaftsbild schlagartig: so abweisend sich bisher das Estergebirge gezeigt hat, so lieblich ist diese Seite. Sanft geschwungene Berge und große Wiesenflächen treten nun hervor. Entlang des Grats geht es nun einige Minuten nach rechts bis zum beschilderten Abstecher auf die Hohe Kisten, die unschwierig erreicht wird und nicht nur einen schönen Tiefblick zurück nach Eschenlohe ermöglicht. Zurück am Gratweg geht es weiter gegen den Uhrzeigersinn bis zur Weilheimer Hütte. Von dort sind es nur etwa fünfzehn unschwierige Minuten bis zum Krottenkopf, dem höchsten Gipfel des Estergebirges und der Tour.

Zurück an der Weilheimer Hütte -  die vor allem für ihre Nussecken zu Recht sehr gelobt wird! - geht es der Beschilderung folgend in Richtung Bischof und Oberau weiter. Der Sattel zwischen Henneneck und Bischof wird schnell erreicht, danach wird der Weg etwas unangehmer: der Steig befindet sich stellenweise nicht im besten Zustand und führt zudem eher unregelmäßig die Flanke des Bischofs entlang. Kurz vor dem Erreichen des Sattels zwischen Bischof und Hohen Fricken mündet von rechts der Oberauer Steig ein, der eine alternative Abstiegsmöglichkeit darstellt, wenn entweder die Zeit oder die Kraft für die vollständige Überschreitung nicht mehr reichen sollten. Im Sattel angekommen führt der Steig zum Hohen Fricken nach rechts weiter. Meist direkt am Grat geht es über einige Stufen hinauf zum höchsten Punkt und weiter zum etwas südlicher stehenden Gipfelkreuz. Auch wenn der Hohe Fricken fast 150 Meter weniger hoch ist als der Krottenkopf, kann sich das Panorama durchaus sehen lassen: besonders beeindruckend ist der unverstellte Blick ins Wettersteingebirge.

Der weitere Abstiegsweg führt vom Hohen Fricken auf dem Grat weiter nach Süden. Der Steig wendet sich dann oberhalb des Ochsenbergs nach Osten in den Wald. An einer großen Lichtung verliert sich der Weg ein wenig und führt über die Wiese stark linkshaltend hinab (auf markierte Steine am Boden achten!) zu einem querenden Steig. Diesem nach rechts bis zur Einmündung in den von der Esterbergalm herführenden Wirtschaftsweg folgen. Auf dem Weg dann nach rechts in Richtung Garmisch-Partenkirchen. Oberhalb von Farchant wendet sich der Weg in südliche Richtung und führt an der Dax-Kapelle in weniger stark bewaldete Bereiche hinab. Unter der Wankbahn hindurch wird ein Klettergarten und wenig später ein Berggasthof passiert. Am Kloster geht es nun wieder etwas steiler den Kreuzweg hinab zu den ersten Häusern Partenkirchens. An der Straßenkreuzung in die St.-Anton-Straße und danach rechts in die Sonnenbergstraße. Noch einmal rechts in die Ludwigstraße abbiegend, wird das Zentrum Partenkirchens erreicht. An der Kirche links haltend weiter der Ludwigstraße folgend, die in die Rathaus- und später in die Bahnhofstaße übergeht. An deren Ende ist bereits der Bahnhof sichtbar, an dem die Tour mit der Rückfahrt nach Hause oder zum Auto in Eschenlohe endet.

Hinweis


alle Hinweise zu Schutzgebieten

Öffentliche Verkehrsmittel

mit Bahn und Bus erreichbar

Mit dem Zug auf der Bahnstrecke München - Garmisch-Partenkirchen bis Eschenlohe. Die Tourenbeschreibung beginnt direkt am Bahnhof Eschenlohe und endet am Bahnhof von Garmisch-Partenkirchen.

Anfahrt

Auf der A 95 bis zur Anschlussstelle Eschenlohe (11). An der Einmündung dann links in Richtung Eschenlohe abbiegen.

Parken

Von der Autobahn kommend kurze Zeit nach dem Bahnübergang links in die Bahnhofsstraße. Dieser bis auf Höhe der Bahnsteige folgen, dort stehen einige unbewirtschaftete Parkmöglichkeiten zur Verfügung.

Koordinaten

DD
47.600981, 11.186847
GMS
47°36'03.5"N 11°11'12.6"E
UTM
32T 664379 5274269
w3w 
///reichen.eilig.schiffe
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Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Buchempfehlungen des Autors

Für einen alternativen Abstieg in Richtung Wallgau und Krün siehe Abler, Sommer: "Mit Bus und Bahn in die Münchner Berge". Bergverlag Rother, 2. Auflage 2009.

Kartenempfehlungen des Autors

Alpenvereinskarte BY 9 Estergebirge

Buchtipps für die Region

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Kartentipps für die Region

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Ausrüstung

Festes Schuhwerk ist für den gerölligen Zustieg zum Pustertalkar unbedingt nötig.

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Bewertungen

4,8
(6)
Daniel H
28.09.2019 · Community
Habe die Tour gestern bei herrlichem Wetter machen dürfen - echt klasse! Auch die matschigen Stellen haben sich (trotz der Regenfälle der Tage zuvor) absolut in Grenzen gehalten - vor allem verglichen mit anderen Aufstiegen ins Estergebirge. Wenn man Bischof und ein paar andere Berge noch mitnehmen will, sollte man aber schon sehr früh aufstehen (also bei dieser Jahreszeit schon eine Weile im Dunkeln laufen) und/oder relativ schnell sein. Ich bin die Tour gegangen, so wie sie hier beschrieben ist, dh ohne weitere Gipfel. Gehzeit waren ca. 8h, wobei das sicher auch schneller geht. Insgesamt war ich aufgrund ausführlicher Pausen auf der Weilheimer Hütte und beim Fricken ca. 10,5h unterwegs.
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Christopher Grawe 
08.08.2019 · Community
Heute gemacht! Top Tour, ideale Verhältnisse. Konditionell fordernd, gerade der lange Abstieg mit Hatschern am Ende.
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Gemacht am 08.08.2019
Foto: Christopher Grawe, Community
Tobias Ottinger
09.08.2017 · Community
Wer nach einer Herausforderung und/oder der vollen Dröhnung Estergebirge sucht, dem empfehle ich die Tour, die ich gestern (bei unbarmherziger Sonne, aber guter Sicht) gemacht habe: Eschenlohe, Kiste, Krottenkopf, beide Rißköpfe ( Abstieg vom zweiten durchs steile Gelände zum Weg runter), Bischof (direkt von vorne, ein kleiner Weg führt durch die Latschen über den Kamm), Fricken, Wank, Farchant/Garmisch. Einkehrmöglichkeiten bei Weilheimer Hütte und Esterbergalm, nur die Wasserlage ist sehr abhängig vom vorherigen Niederschlag. Insgesamt etwa 2.600 hm hoch und runter, wahrscheinlich an die 30 km. Früh loszugehen ist stark zu empfehlen!
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Gemacht am 08.08.2017
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Fotos von anderen

+ 5

Bewertung
Schwierigkeit
schwer
Strecke
25,4 km
Dauer
10:30 h
Aufstieg
1.685 hm
Abstieg
1.611 hm
Höchster Punkt
2.086 hm
Tiefster Punkt
636 hm
mit Bahn und Bus erreichbar aussichtsreich Einkehrmöglichkeit Gipfel-Tour Grat Von A nach B

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