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Bergtour empfohlene Tour

Über die Riffelscharte zum Eibsee

· 10 Bewertungen · Bergtour · Wetterstein-Gebirge und Mieminger Kette
Verantwortlich für diesen Inhalt
alpenvereinaktiv.com Verifizierter Partner  Explorers Choice 
  • Höllentalklamm
    / Höllentalklamm
    Foto: Michael Pröttel, alpenvereinaktiv.com
  • / Höllentalanger
    Foto: Michael Pröttel, alpenvereinaktiv.com
  • / Anstieg Riffelscharte
    Foto: Michael Pröttel, alpenvereinaktiv.com
  • / Riffelscharte
    Foto: Michael Pröttel, alpenvereinaktiv.com
  • / Blick zum Eibsee
    Foto: Michael Pröttel, alpenvereinaktiv.com
m 2000 1500 1000 500 14 12 10 8 6 4 2 km
Mit der Höllentalklamm und dem Eibsee kommt man sowohl am Start als auch zum Abschluss der Tour an den größten Highlights des Wettersteingebirges vorbei.
schwer
Strecke 14,6 km
6:00 h
1.450 hm
1.354 hm
Das Gros der Höllentalklamm Besucher beendet die Tour an der Höllentalangerhütte ... und weiß gar nicht was ihm dabei entgeht. Denn der Weiterweg zum grandiosen Talschluss, der Anstieg zur Riffelscharte mit der tollen Aussicht auf den Eibsee und zum Abschluss ein Sprung (im Hochsommer) in dessen kühlen Fluten sollte man sich keinesfalls entgehen lassen.

Autorentipp

Da die Höllentalklamm sehr beliebt ist, sollte man die Tour möglichst unter der Woche unternehmen.
Profilbild von Michael Pröttel
Autor
Michael Pröttel
Aktualisierung: 19.08.2021
Schwierigkeit
schwer
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Gefahrenpotenzial
Höchster Punkt
2.190 m
Tiefster Punkt
770 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez
Exposition
NOSW

Sicherheitshinweise

Für den An- und Abstieg zur Riffelscharte ist Trittsicherheit erforderlich.

Start

Zughaltestelle Hammersbach (772 m)
Koordinaten:
DD
47.464890, 11.045260
GMS
47°27'53.6"N 11°02'42.9"E
UTM
32T 654135 5258855
w3w 
///treibt.anerkannten.kleinwagen

Ziel

Zughaltestelle Eibsee

Wegbeschreibung

Von der Zugspitzbahn Haltestelle geht man parallel zu den Gleisen in Richtung Westen weiter, bis man auf den Hammersbach stößt. Hier wendet man sich nach links und steht kurz darauf schon vor einer Kapelle. Hier sehen wir auch schon den Wegweiser zur Höllentalklamm und Höllentalanger Hütte. Wir gehen an der von unten gesehen linken Seite des Baches auf einem guten Weg weiter. Dieser wechselt mit einer Brücke bald auf die andere Seite, wo es steiler bergauf und von dem Bach weg geht. Sobald es flacher wird, stoßen wir auf einen breiten Fahrweg, dem man geradeaus weiter Richtung Süden folgt. Man kommt an der Materialseilbahn der Höllentalanger Hütte vorbei. Es wird steiler, dann noch einmal flacher. Schließlich sieht man schon die kleine Hütte vor sich, die wie auf einem Adlerhorst am Eingang zur Höllentalklamm zu kleben scheint. Bis man den Eingang erreicht sind aber noch einige anstrengende Höhenmeter zurückzulegen (Abzweiger nach rechts "Stangensteig" ignorieren). Gleich hinter dem Klammeingang beginnt der kühn angelegte Weg durch die Klamm: Auf unzähligen Stegen, bzw. Brücken und in den Fels gesprengten balkonartigen Wegstücken und Tunnels steigen wir entlang der vom Wasser senkrecht in den Fels geschnittener Kalkwände stetig bergan. Dort, wo sich die Klamm etwas öffnet – am sogenannten Schafguffel - haben wir die Mitte erreicht. Es wird wieder enger und die Klamm zeigt sich von ihrer beeindruckendsten Seite. Man überwindet letzte steile Stufen hinter denen sich das Landschaftsbild schlagartig ändert: Die Hänge lehnen sich zurück und der Bach wird ruhiger. Wir gehen noch ein Stück den Bach entlang, bis der Weg auf die rechte Talseite überwechselt. Hier geht es nun noch einmal recht steil in Serpentinen bergan. Bald darauf wird es wieder flacher und man gelangt, durch Latschen und Birkenwäldchen hindurchwandernd in den wunderschönen, von riesigen Felswänden eingerahmten Talboden des Höllentalangers . Keine zehn Minuten später steht man auch schon vor der Höllentalanger Hütte

Kurz nach der Hütte überquert man auf einer Brücke das – in der Regel trockene - Bachbett, um auf der anderen Talseite in angenehmer Neigung weiter anzusteigen. Während man auf den beeindruckenden Talschluss zuwandert, wechseln sich Wiesenflächen und lichte Waldstücke miteinander ab. Noch ist der Weg sehr gut, bis er am Tal Ende plötzlich in einen unscheinbaren Steig übergeht. Wir folgen den Roten Markierungen nach rechts bergan und müssen die Hände manchmal zu Hilfe nehmen. Bald stehen wir vor einer Weggabelung. Wir folgen dem Schild "Riffelscharte" und wenden uns nach rechts. Zunächst ist der Weg flacher, bevor es ein längeres Stück steil und etwas ausgesetzt bergan geht. Wir folgen immer den, zum Teil verblichenen roten Punkten und Pfeilen. Bald erreicht man ein Drahtseil, welches uns ein kurzes Stück richtig steil bergauf leitet. Der Weg wird wieder flacher und wendet sich schließlich nach links -einen Abzweiger nach rechts ignorieren wir- , um die flache Mulde östlich der Riffelscharte zu erreichen. Man hält auf die Mitte des Kares zu, und wendet sich dort wo es wieder steiler wird nach rechts. Zum Schluss erreichen wir über einen schönen Rücken den breiten Sattel der Riffelscharte. Von hier aus hat man eine sagenhafte Aussicht auf den tief unter uns gelegenen und grün schimmernden Eibsee.

Man geht nun noch ein kurzes Stück bergan und erreicht ein Stahlseil, entlang dessen wir ein längeres ausgesetztes Wegstück in Richtung Südwesten hinabsteigen. Dahinter erreicht man eine große Schuttreiße an dessen linker Seite man weiter an Höhe verliert. Schließlich wendet sich der Weg von der Reiße ab und quert flach zu einem mit Latschen und Lärchen bewachsenen alten Schuttkegel über den es auf angenehmen Serpentinen weiter bergab geht. Bald erreicht man eine Weggabelung. Hier hat man zwei Möglichkeiten:

Alternative 1 (länger aber leichter zu finden): Wir gehen an der Gabelung links und kommen bald zur Haltestelle Riffelriß der Zugspitzbahn. Von hier führt uns der Weg weiter nach Westen zur Landesgrenze, wo wir auf den von der Wiener-Neustädter Hütte her kommenden Weg stoßen. Hier wendet man sich nach rechts und folgt nun den mit der Nummer 821 markierten Weg hinunter, bis man schließlich den Eibsee erreicht.

Alternative 2 (kürzer aber schwerer zu finden): Wir gehen nach rechts (Markierung "ES") und folgen dem bald schmäler werdenden Weg. Bald stößt dieser bei einigen Erdhügel auf einen nicht mehr verwendeten Fahrweg, dieser Wegabschnitt ist nicht mehr markiert.  Dem alten Fahrweg folgen wir nun immer unterhalb der Seilbahn nach rechts bergab in Richtung Norden. Einmal kommt man an einem ehemaligen Wendeplatz vorbei; hier hält man sich rechts und folgt weiter der alten Trasse hinunter. Dort wo diese endet, beginnt eine schmale, aber deutliche Wegspur, die über einen Kamm in den Wald hinein führt. Die Spur gabelt sich man hält sich hier links und stößt bald auf einen breiteren Weg dem man nun bergab folgt. Schließlich stoßen wir auf die Kurve eines breiten Forstweges der man ein kurzes Stück folgt, um sie sogleich wieder nach rechts zu verlassen. Die Wegspuren führen uns auf einen alten Fahrweg. An einer Gabelung halten wir uns links, überqueren mittels einer Brücke die Trasse der Zugspitzzahnradbahn und stehen auch gleich schon am Parkplatz vor der Haltestelle Eibsee der Zugspitzbahn.

 

 

 

Hinweis


alle Hinweise zu Schutzgebieten

Öffentliche Verkehrsmittel

mit Bahn und Bus erreichbar

Von München Hbf.  direkt nach Garmisch-Partenkirchen. Hier umsteigen in die Bayerische Zugspitzbahn (5 Min Fußweg) und mit dieser bis Haltestelle Hammersbach fahren.

Anfahrt

Von München über A95 und B2 Richtung nach Garmisch-Partenkirchen und hier in Richtung Ehrwald/ Reutte abbiegen. Kurz nach dem Ortsende von Garmisch links zum Ortsteil Hammersbach abbiegen.

Parken

Gebührenpflichtiger Parkplatz kurz vor Hammersbach.

Koordinaten

DD
47.464890, 11.045260
GMS
47°27'53.6"N 11°02'42.9"E
UTM
32T 654135 5258855
w3w 
///treibt.anerkannten.kleinwagen
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Buchempfehlungen des Autors

M.Pröttel, Karwendel und Wetterstein, Bruckmann Verlag.

Kartenempfehlungen des Autors

Alpenvereinskarte Nr. 4/2, Wetterstein Mitte, 1:25000.

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Ausrüstung

Normale Wanderausrüstung.

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Bewertungen

4,3
(10)
Steffen Raff
09.09.2021 · Community
Bis zur Riffelscharte toll. Abstieg großteils mit Stahlseilen gesichert, da geht es gut. Das Stück danach ist sehr rutschig, auch bei trockenem Wetter.
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Gemacht am 09.09.2021
Peter Pan
14.09.2020 · Community
Tour durch traumhafte Landschaft (persönlich gefällt mir der Talschluss sogar besser als die beeindruckende Klamm), mit oben recht spannendem, wenn auch technisch unschwierigem Abstieg. Helm wäre im Schutthang wohl sinnvoll gewesen (zumindest wenn noch andere Leute unterwegs sind, was zum Glück nicht so viel der Fall ist), Klettergurt für den oberen Teil wäre bei Nässe wohl angebracht. MMn ist Klettersteigausrüstung bei trockenem Wetter nicht unbedingt notwendig, allerdings gebe ich den anderen Kommentaren da vollkommen Recht: absolute Schwindelfreiheit und Trittsicherheit sind unerlässlich!
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Gemacht am 09.09.2020
Jamin und Silvia Bothe
10.09.2020 · Community
Wahnsinnig geniale Tour. Aber beim Abstieg unbedingt Helm und Kletterausrüstung mitbringen. Nach dem Kletter-Abstieg folgte eine nicht minder gefährlicher Schotterhang. Alles machbar, aber ohne Geschirr teilweise lebensgefährlich (herabfallende Steine und Rutschgefahr). Ansonsten UMWERFEND! Hat viel Spaß gemacht. Wir haben 8 Std inklusive Pause gebraucht.
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Gemacht am 08.09.2020
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Fotos von anderen

+ 10

Bewertung
Schwierigkeit
schwer
Strecke
14,6 km
Dauer
6:00 h
Aufstieg
1.450 hm
Abstieg
1.354 hm
mit Bahn und Bus erreichbar aussichtsreich Einkehrmöglichkeit versicherte Passagen

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