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Traumschleife Mittelalterpfad

· 4 Bewertungen · Wanderung · Nahe
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  • Eingangsportal Mittelalterpfad
    / Eingangsportal Mittelalterpfad
    Foto: Eingangsportal Mittelalterpfad Bachstraße, Rhein Main Presse
  • / Marktplatz
    Foto: Heidrun Dr. Braun, Heidrun Braun
m 500 450 400 350 300 8 7 6 5 4 3 2 1 km Schinderhannesturm
Deutschlands schönster Wanderweg 2010 führt vom Fachwerkstädtchen Herrenberg über die Römerstraße, durch das Hosenbachtal und über die Rabenkanzel auf naturnahen Pfaden zu schönen Aussichtspunkten.
mittel
Strecke 8,4 km
2:56 h
300 hm
300 hm
Im 13. Jahrhundert erbauten die Sponheimer auf dem Felsvorsprung Heresteyn eine Burg und setzten den Ritter Ruither von Heresteyn für deren Versorgung ein. Um 1300 umgaben es die Grafen von Sponheim, damals die einflussreichsten Herrscher zwischen Nahe und Mosel, mit einer Stadtmauer und wehrhaften Türmen. Seit 1428 besitzt Herrstein das Stadtrecht.

Durch das hölzerne Eingangsportal der Traumschleife „Mittelalterpfad“ sieht man schon neugierig hinauf auf die Stadt, die man nach wenigen Schritten durch das Kirchenpförtchen in der Feldsteinmauer betritt. Hier steht der Hankelbrunnen und erzählt die erste Anekdote über die Bewohner Herrsteins: Früher war in Herrstein der Vorname Johann Karl sehr verbreitet. Er wurde zu Hann-Karl und Hankel abgekürzt. Hankel wurde allerdings auch der Spottname für die wohlhabenden Bürger, die selbstbewusst und gebildet, meist aber auch etwas dünkelhaft waren. Dieses Thema hat der Hankelbrunnen. Er wurde 1983 nach einer Idee des Herrsteiner Bürgermeisters Hey aufgestellt. Hans-Ulrich Pau entwarf die Figuren, die in der Kunstgießerei in Sinn gefertigt wurden. Die Figur des Jungen, die den Hankel mit Wasser bespritzt, symbolisiert diese Neckereien.

Vorbei am Hankelbrunnen gelangt man durch einem Wehrgang in das mittelalterliche Zentrum Herrsteins und sieht zuerst den Uhrturm . Dieses Wahrzeichen des Ortes fungierte im Mittelalter als Stadttor und war seinerzeit der einzige Zugang zur Stadt. Rechts und links der Straßen stehen Fachwerkhäuser aus dem 16. bis 18. Jahrhundert . In den Gassen fühlt man sich wie in einem schönen alten Bilderbuch. Das fränkische Fachwerk war lange Zeit unter Putz versteckt. Aber in den 1970er-Jahren begannen die Herrsteiner im wahrsten Sinne des Wortes auf den Putz zu hauen und verwandelten so das Hunsrück-Städtchen in ein wahres Kleinod. An jedem Haus kann man auf einer schmiedeeisernen Tafel lesen, wann es erbaut und wann es restauriert wurde sowie wer dort wohnte oder welchem Zweck es diente. Dass die Herrsteiner mehr als 50 Fachwerkhäuser wieder herrichten konnten, verdanken sie auch der Weisheit ihrer Ahnen, die 1674 die Stadtmauer abrissen, als sich französische „Erbfeind“ und Heerführer Henri de Latour d‘Auvergne, Vicomte de Turenne mit seinen Soldaten der Stadt näherte. Marschall Turenne, der im Erbfolgekrieg die Pfalz nicht nur eroberte, sondern auch zerstörte, ließ bei diesem Zeichen des Ergebens Gnade walten und verschonte Herrstein.

Über den Rathausplatz, am Pranger vorbei und schließlich über etliche Treppenstufen geht es hinauf zum ältesten Teil der Stadt. Nach dem kleinen Aufstieg steht man auf dem Platz mit der Schlosskirche und dem Wehrgang, der den Glockenturm mit dem Schinderhannesturm verbindet. Hinter seinen 3,25 Meter dicken Mauern hielt man einst den berüchtigten Schinderhannes gefangen, dem allerdings, wie so oft,   die Flucht gelang. Seitdem trägt der ehemalige Turm seinen Namen.

Auf dem Schlossberg wohnte Anfang des 14. Jahrhunderts Gräfin Loretta von Sponheim, die als mutigste Frau des Mittelalters in die Hunsrücker Geschichte einging, weil sie mit der Entführung des Erzbischofs Balduin ihren Erbanspruch durchsetzte.

Durch eine Seitenpforte in der Stadtmauer führt der Mittelalterpfad aus Herrstein heraus. Nach einem leichten Anstieg verlässt der Weg bald den Wald und gestattet weite Ausblicke über Wald, Felder und Hunsrückdörfer. Auf der Höhe wird die alte Römerstraße überquert, die zwischen dem Nahetal bei Fischbach und dem Idarwald bei Sulzbach verlief. Entlang dieser Straße wurden viele Spuren einstiger römischer Besiedlungen gefunden. Die römischen Straßenbauer legten ihre Wege bevorzugt auf Höhen an und mieden die Täler. Noch heute wird die alte römische Wegführung für Feldwege und Straßen genutzt.

Im Hosenbachtal geht es ein Stück am plätschernden Bach nahe dem Ort Niederhosenbach, dem wahrscheinlichen Geburtsort der späteren berühmten Äbtissin Hildegard von Bingen, entlang.

Der Hosenbach entspringt bei Griebelschied und mündet in Fischbach in den gleichnamigen Bach. Auf seinem Weg durch das Hosenbachtal fließt er durch das Naturschutzgebiet „Obere Nahe“ und ein Vogelschutzgebiet.

Ein ansteigender Pfad führt durch den Wald zur „Rabenkanzel“ . Der 800 Quadratmeter große Quarzitdurchbruch ist ein Naturdenkmal. Unterhalb der Felsformation am Tisch oder oben auf den Felsen kann man gut rasten.

Durch Wald und Felder naht nach einem wieder ansteigenden Weg das Naturdenkmal „Jammereiche“ in der Nähe von Breitenthal. Im Dreißigjährigen Krieg kamen hier viele Menschen ums Leben, als die Angreifer den Eichwald anzündeten, in dem sich die Dorfbewohner versteckt hielten.

Von hier an wandert man mit ständiger Aussicht bis um Herrsteiner Aussichtsturm . Der Blick auf den Wildenburger Kopf und die Mörschieder Burr erinnert daran, dass nicht nur der Soonwaldsteig, sondern auch der Saar-Hunsrück-Steig nur rund fünf Kilometer weit entfernt sind. Auf dem Wildenburger Kopf, wo   sich im 3. bis 1. Jahrhundert eine keltische Ringwallanlage befand, steht ein Aussichtsturm. Unterhalb der Wildenburg gibt es ein großes Wildfreigehege mit Streichelzoo und einer Auffangstation für Wildkatzen mit Auswilderungsgehege.

Die Mörrschieder Burr ist ein typisches Beispiel für die Verwitterung des Taunusquarzits. Eine rund 100 Meter lange Blockschutthalde zieht sich nach Südosten den Hang hinunter, sodass man sie auch vom Mittelalterpfad aus gut erkennen kann.

Das Ende der Tour auf Deutschlands schönstem Wanderweg 2010 naht und es gibt kaum einen besseren Abschluss als die Einkehr zu Wein und Kartoffelwurst in der „Zehntscheune“ in Herrstein.

Profilbild von Heidrun Dr. Braun
Autor
Heidrun Dr. Braun
Aktualisierung: 02.03.2014
Qualitätsweg Wanderbares Deutschland
Premiumweg Deutsches Wandersiegel
Schwierigkeit
mittel
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höchster Punkt
455 m
Tiefster Punkt
308 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Weitere Infos und Links

www.naheland.net

www.herrstein.de

www.wanderwunder.de

Start

Herrstein Eingangsportal in der Bachstraße (312 m)
Koordinaten:
DD
49.781777, 7.335649
GMS
49°46'54.4"N 7°20'08.3"E
UTM
32U 380184 5515697
w3w 
///lockt.fehlt.defekt

Ziel

Herrstein Eingangsportal in der Bachstraße

Hinweis


alle Hinweise zu Schutzgebieten

Öffentliche Verkehrsmittel

Anfahrt mit Bus & Bahn: Regional-Express ab Bad Kreuznach bis Idar-Oberstein weiter mit Bus 346 oder 351 bis Herrstein (Post).

Anfahrt

Mit dem Auto: A61 Ausfahrt Bad Kreuznach, Richtung Idar-Oberstein, B41 bis Abfahrt Herrstein/Fischbach, weiter L160 bis Herrstein

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Parken

Großer Parkplatz Brühlstraße am Sportplatz, Parkplatz Bachweg, Parkplatz Lindenplatz

Koordinaten

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Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Buchempfehlungen des Autors

Wanderführer: Heidrun Braun: Abenteuer Soonwaldsteig, Verlag publicpress, 188 Seiten, Taschenformat 11,8 x 19,3 cm (Breite x Höhe), 11,95 Euro, ISBN: 978-3-89920-819-1 Der Soonwaldsteig bietet Wildnis, Stille und Kraftquelle in einem, Wandern im Einklang mit der Natur und sich selbst. Schnüren Sie die Wanderstiefel und begeben Sie sich mit unserer Autorin auf die Reise von Kirn im idyllischen Hahnenbachtal über waldreiche Quarzitkämme bis ins romantische Rheintal nach Bingen. Als Bonus stellen wir Ihnen in diesem Buch 10 Traumschleifen und Vitaltouren vor, die sich für alle anbieten, die Natur pur links und rechts des Soonwaldsteigs genießen möchten. Exakte, tourenspezifische Karten im Maßstab 1:35.000. Erhältlich im Buchhandel und in den Kundencentern der Rhein-Main-Presse

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Bewertungen

5,0
(4)
Felix Keppler
24.01.2021 · Community
Eine sehr schöne Traumschleife die viel Abwechslung bereit hält. Ich persönlich bin dem Mittelaterpfad schon öfter gewandet und er wird nicht langweilig.🙂 Ein Highlight ist nach der Wanderung im Cafe Zehntscheune einzukehren und die regional Küche zu genießen. 🤤
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Foto: Felix Keppler, Community
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Foto: Felix Keppler, Community
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Tina K
17.08.2017 · Community
Wir wollten die Tour schon im letzten Herbst machen, waren aber jetzt froh, dass wir noch keine Zeit hatten. Am Sonntag sind wir dann spontan nach Herrstein gefahren und haben uns bei schönem Wetter, wenn auch auf den Feldern der Wind heftig frisch pfiff, auf den Weg gemacht. Eine schöne abwechslungsreiche Tour, nicht allzu schwer, gut gekennzeichnet und perfekt geeignet für eine kleine Wanderung an einem Nachmittag am Wochenende. Unterwegs gibt es immer wieder schöne Pausenbänke, die zum Verweilen einladen und jede Menge Informationstafeln über mittelalterliche Wege, Rituale usw. Anschließend ging es in die Zehntscheune zum späten Mittagessen. Die leckeren Knödel sind sehr zu empfehlen und runden den schönen Tag ab.
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Gemacht am 13.08.2017
Geheimnisvoller Wald
Foto: Tina K, Community
Und sogar frisch gestrichen...
Foto: Tina K, Community
mittelalterliches Herrstein
Foto: Tina K, Community
Weites Land wohin man sieht
Foto: Tina K, Community
Profilbild von deletedUser
deletedUser
11.06.2017 · Community
Ein wunderbarer Wanderweg. Alles perfekt !
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Auf dem Weg
Foto: Community
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Fotos von anderen

+ 13

Bewertung
Schwierigkeit
mittel
Strecke
8,4 km
Dauer
2:56 h
Aufstieg
300 hm
Abstieg
300 hm
Rundtour aussichtsreich Einkehrmöglichkeit familienfreundlich kulturell / historisch geologische Highlights botanische Highlights

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