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Teltowkanalwanderweg von Zehlendorf nach Wannsee

Wanderung
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Tina Degenkolb
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  • / Blick zur Schleuse Kleinmachnow
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  • / Blick über den Machnower See
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  • / Neue Hakeburg
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  • / Mammutbaum von innen
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  • / Schleuse Kleinmachnow
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  • / wilder Weg
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  • / Wachturm der DDR Grenzbehörden
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  • / Blick über den Teltowkanal
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  • / Alte A 115 Brücke
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  • / Böckmannbrücke
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  • / Söhnelwerft
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  • / Söhnelwerft
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  • / Prinz Friedrich Leopold Kanal
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  • / Pohlesee
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  • / Blick zum Schäferberg
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  • / Kleistdenkmal in der Königsstraße
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m 40 30 14 12 10 8 6 4 2 km
Abschnitt 1 des Teltowkanalwanderweges beginnend an der Knesebeckbrücke bis zum Griebnitzsee, mit Verlängerung zum Bahnhof Wannsee. Eine schöne Wanderung immer am Wasser entlang, teils durch Berlin, teils durch Brandenburg.
leicht
Strecke 15,7 km
4:05 h
29 hm
27 hm

Der Teltowkanalwanderweg zieht sich als Weg Nr 17 über 39 km am Teltowkanal entlang. Auf den meisten Abschnitten benutzt er den ehemaligen Treidelweg, denn auf dem Kanal war es verboten mit eigener Motorkraft zu fahren und die Boote wurden von Treidelloks, die elektrisch am Rand entlang fuhren gezogen.

Ich gehe heute Abschnitt 1. Eine Besonderheit des Kanals ist, dass er nicht in Fließrichtung nummeriert wurde. Die Kilometer laufen also gegen den Strom. Ich laufe allerdings in Fließrichtung und zwar den für mich schönsten Abschnitt von Zehlendorf über Kleinmachnow, das Bäketal, die Schleuse bis hin zum Griebnitzsee. Dort endet der Kanal und ich verlängere meine Tour bis zum Bahnhof Wannsee, da dort eine größere Auswahl an öffentlichen Verkehrsmitteln besteht.

Schwierigkeit
leicht
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höchster Punkt
51 m
Tiefster Punkt
29 m

Start

Knesebeckbrücke Zehelendorf (36 m)
Koordinaten:
DD
52.405823, 13.268687
GMS
52°24'21.0"N 13°16'07.3"E
UTM
33U 382226 5807586
w3w 
///flexibler.anlegen.ehren

Ziel

Königsstraße Wannsee (Bahnhof)

Wegbeschreibung

Ich starte an der Knesebeckbrücke zwischen Teltow und Zehlendorf. Laufe Richtung Kleinmachnow immer am Teltow Kanal entlang. Hier ist der Weg gut ausgebaut, es gibt Bänke und einen schönen Blick zum anderen Ufer. Schließlich erreiche ich das erste Highlight, die alte Teltowwerft. Mit dem Teltowkanal errichtet diente das Gelände anfangs für die Reparaturen der Treidelloks und als Kraftwerk. Später entstand hier eine Werft, die das damals modernste Lichbogenschweißen anwendete. Es wurden Fahrgastschiffe gebaut, die zum Teil heute noch auf Berliner Gewässern unterwegs sind. Durch die Teilung und die schließung des Kanals musste die Werft ihren Betrieb einstellen. An der Vorderseite sieht man noch den Brückenkopf der Treidelbrücke mit den Schienen.

Nach dem Werftgelände geht es links ab, dem Mauerweg ein Stück folgend. Doch Achtung, hier biege ich gleich wieder auf das Gelände des Augustinums ab und verlasse den Mauerweg schon wieder. Am Ende errreiche ich das Wohngebiet am Erlenweg und folgen dem Weg wieder hin zum Kanal. Etwas abseits laufe ich nun durch eine Wiese in ein weiteres Wohngebiet, halte mich links und erreiche den Thomas Müntzer Damm.

Auf dem Damm laufe ich links und biege vor der Rammrathbrücke rechts in den Kanalauenweg ein. Dieser wurde gerade saniert und läuft direkt am Ufer entlang. 

So gelange ich zum Zehlendorfer Damm, der Friedensbrücke, die einst Badewitzbrücke hieß. Eine Tafel klärt auf und ein Handlauf der ehemaligen Brücke ist zu sehen.

Weiter geht es für mich am Kanalufer entlang Richtung Schleuse. Ab hier gibt es einen offiziellen Weg, der breit und ausgebaut ist aber nicht direkt dem Kanal folgt. Ich entscheide mich für den schmalen Uferweg direkt am Wasser. Dieser Teil bis zur Schleuse ist für mich der schönste des gesamten Teltowkanalwanderwes. Es geht durch einen der letzten erhaltenen Teile des Bäketals, einem Sumpfgebiet mit Auwäldern, welches einst die gesamte Gegend durchzog. Dabei gelange ich zum Machnower See, am Ufer mache ich eine Pause und genieße den Blick übers Wasser, sehe den Schiffen zu. 

Pause beendet, es geht weiter, durch sumpfiges Gebiet, bis ich auf den ausgebauten Weg treffe. Er führt mich direkt am Ufer entlang, kleine Buchten überall, Sandstrand, ins Wasser ragende Bäume, einfach malerisch.

In der mitte des Weges steht rechts eine Bank, gleich danach kann man auf dem Berg oben die Neue Hakeburg, mein 2. Highlight, durch die Bäume erkennen. Ein Abstecher lohnt sich. Den Wald hinauf führen mehrere Pfade auf den Berg. 

Die Burg steht leer. Sie wurde mit dem Kanal von der Ritterfamilie Von Haake erbaut.

Weiter geht es für mich unten am Kanal entlang, vorbei am Denkmal für den Norwegischen Dichter und Kriegsberichterstatter Nordahl Grieg, der dort mit einer britischen Maschine abstürzte und starb. 

Der Weg führt in ein Wohngebiet, ich gehe links, bergab und entdecke in einem Vorgarten einen riesigen Mammutbaum, die braunen Äste schimmern golden in der Sonne. Überhaupt trägt dieser Garten ganz besondere Schätze in sich. 

Am Ende der Straße erreiche ich den Stahnsdorfer Damm und damit die Schleuse Kleinmachnow, die ich als 3. Highlight erwähnen möchte.

Als technisches Denkmal ist sie nicht nur für Schleusenliebhaber interessant, man kann genauso gut auf der Brücke stehen und dem Schleusenbetrieb zusehen, das ist sehr meditativ, vom Verkehr mal abgesehen.

Wer hier Pause machen möchte findet mehrere Restaurants und im Ort gibt es einen Supermarkt.

Ich gehe weiter am Nordufer den Kanalauenweg entlang, bis er an einem langen Sandstrand in den Wald abbiegt. Dort nehme ich den Treidelpfad am Ufer, der ist eng und nicht befestigt, leicht schräg und im Sommer mega bewachsen. Ich kämpfe mich durch Goldrutenfelder, wilden Wein, Bromberren und einige Brennnesseln. Es lohnt sich, ich liebe diese Art von Wegen. Direkt am Kanal entlang, Boote ziehen vorbei, rechts von mir Kiefernwald, Auwald oder wild bewachsene Wiesen. 

Schließlich gelange ich an die A 115, die ordenlich gruseligen Lärm macht, als ich sie unterquere. 

Als nächstes taucht die alte Friedhofsbahnbrücke auf, es ist nur noch der Brückenkopf erhalten. Über die Brücke war einst Stahnsdorf mit Berlin verbunden und die Särge wurden per Bahn zum Südwestkirchhof in Stahnsdorf verbracht. Nach der Teilung Deutschlands wurde sie nicht mehr gebraucht, daher auch nicht erneuert. Man kann nach oben gehen, es ist allerdings nicht viel zu sehen, da die Gleise als Reparationsleistungen nach Russland weitergegeben werden mussten.

Nach der Brücke folgt gleich ein Campingplatz, an dem ich entlang laufe und danach dem ausgebauten Weg nach oben folge. Auf dem Campingplatz ist der ehemelaige Wachturm zu sehen, er überwachte und konntrollierte den Schiffsverkehr auf dem Kanal, als dieser in den 80-ger Jahren für Westberliner wieder freigegeben wurde.

Ein weiterers Highlight und ein Relikt deutsch deutscher Geschichte wartet hier. Die ehemalieg Autobahn A 115, die von den DDR Behörden stillgelegt wurde, weil sie zu oft über Westberliner Gebiet führte. Die Betondecke wurde vor ein paar Jahren zurück gebaut, die Brücke ist noch als Relikt erhalten. Auf ihr sind die Fahrbahnmarkierungen der ehemaligen grenzstelle Dreilinden erhalten. Auf der anderen Seite steht die Raststätte Dreilinden, man gelangt von dort nach Albrechts Teerofen einer Westberliner Exklave. 

Nach der Besichtigung gibt es hier zwei Möglichkeiten. Der einfach Weg führt über Albrechst Teerofen, auf einer Straße am Kanal entlang, dabei könnte man das Landgut Eule sehen und am Ende das gewölbte Gebäude, die Eisenbahnbrücke der Stammbahn. 

Ich entscheide mich aber wieder für den wilden Weg am nördlichen Ufer und gehe einen etwas steilen Hang hinunter. Der Weg untern ist schmal, urig, leicht schräg und führt durch Wälder, Wiesen, ist bewachsen mit allerhand Pflanzen. Er führt mich malerisch in den Düppler Forst hinein und damit wieder auf Berliner Stadtgebiet.

Es folgt ein Stück an der Kanalbefestigungsmauer entlang, eigentlich darf man es nicht betreten, aber das interessiert niemanden. Man kann dieses Stück durch den Wals umgehen. Ich bleibe auf dem Weg, er führt mich unter der Eisenbahnbrücke durch direkt zur ehemaligen Söhnel Werft, die heute ein Biergarten ist und wo ich mir einen Milchkaffee gönne.

Nach der Werft geht es weiter am Kanal entlang. An dieser Stelle mündet der Teltowkanal in den Griebnitzsee und ab jetzt folge ich auf meinem Wanderweg den Berliner Gewässern, denn der Weg schlängelt sich nun am Ufer des Prinz Friedrich Leopold Kanals entlang. 

Wer genug hat, kann an der Alsenbrücke in den Bus steigen. Ich aber gehe weiter, den Sieben Raben Weg, am Pohlesee entlang, dort mache ich eine Pause, mit Füße ins Wasser und so....

Schließlich erreiche ich die Bismarckstraße, hier wartet das Kleistgrab, wer mag. Ich beende meine Wanderung an der Königsstraße, die Bushaltestelle ist mein Ziel und der Bus 620 des VBB bringt mich zurück nach Teltow. 

Danke für's dabei sein, schreibt mir gern, wie euch die Wanderung gefallen hat.

Eure Tina

Hinweis


alle Hinweise zu Schutzgebieten

Öffentliche Verkehrsmittel

Der Startpunk ist mit mehreren Buslinien zu erreichen. BVG X10 Alt Schönow, VBB 601 Teltow, Zehlendorfer Straße

ein wenig Fußweg ist dann noch bis zur Brücke.

Anfahrt

mit dem Auto von Teltow aus über die Zehlendorfer Straße, von Berlin aus über den Teltower Damm

Parken

Es gibt einen Parkplatz in Teltow, direkt am Zeppelinufer, ich parke immer auf dem Parkplatz der Supermärkte am Teltower Damm, Denns, Getränke Hoffmann, von da sind es nur wenige Meter bis zum Startpunkt.

Man kann auch in Alt Schönow parken, es gibt dort eine Menge freie Wahl.

Koordinaten

DD
52.405823, 13.268687
GMS
52°24'21.0"N 13°16'07.3"E
UTM
33U 382226 5807586
w3w 
///flexibler.anlegen.ehren
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Buchtipps für die Region

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Ausrüstung

festes Schuhwerk

Basic Equipment for Hiking

  • Feste, bequeme und wasserdichte Bergschuhe oder Zustiegsschuhe
  • Kleidung im Mehrschicht-Prinzip mit Feuchtigkeitstransport
  • Wandersocken
  • Rucksack (mit Regenhülle)
  • Sonnen-, Regen- und Windschutz (Hut, Sonnencreme, wasser- und winddichte Jacke und Hose)
  • Sonnenbrille
  • Teleskopstöcke
  • Ausreichend Proviant und Trinkwasser
  • Erste-Hilfe-Set mit Blasenpflaster
  • Blasenpflaster
  • Biwaksack/Survival Bag
  • Rettungsdecke
  • Stirnlampe
  • Taschenmesser
  • Signalpfeife
  • Mobiltelefon
  • Bargeld
  • Navigationsgerät/Karte und Kompass
  • Notfallkontaktdaten
  • Personalausweis
  • Diese Ausrüstungsliste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und dient nur als Anregung, was eingepackt werden sollte.
  • Zu deiner Sicherheit solltest du alle Anweisungen zur ordnungsgemäßen Verwendung und Wartung deines Geräts sorgfältig lesen.
  • Bitte vergewissere dich, dass deine Ausrüstung den örtlichen Gesetzen entspricht und keine verbotenen Gegenstände enthält.

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Schwierigkeit
leicht
Strecke
15,7 km
Dauer
4:05 h
Aufstieg
29 hm
Abstieg
27 hm
Von A nach B Einkehrmöglichkeit kulturell / historisch hundefreundlich

Statistik

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