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Alpinklettern

Südwestl. Parzinnturm, Lange Kante (Ostkante)

Alpinklettern · Tirol West
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DAV Sektion Frankfurt/Main Verifizierter Partner 
  • Steinseehütte mit (v.l.) Steinkarspitze, Steinkarturm, südwestl. Parzinnturm, nördöstl. Parzinnturm, Spiehlerturm, Schneekarlespitze
    / Steinseehütte mit (v.l.) Steinkarspitze, Steinkarturm, südwestl. Parzinnturm, nördöstl. Parzinnturm, Spiehlerturm, Schneekarlespitze
    Foto: Christoph Schumacher, DAV Sektion Frankfurt/Main
  • / Zustieg (grün), Verlauf der Route (rot) und Abstieg (orange)
    Foto: Christoph Schumacher, DAV Sektion Frankfurt/Main
  • / südwestl. Parzinnturm mit der langen Kante (rechts)
    Foto: Christoph Schumacher, DAV Sektion Frankfurt/Main
  • / Ausblick vom Einstieg auf den Spiehlerturm
    Foto: Christoph Schumacher, DAV Sektion Frankfurt/Main
  • / im Aufstieg über die lange Kante
    Foto: Christoph Schumacher, DAV Sektion Frankfurt/Main
  • /
    Foto: Christoph Schumacher, DAV Sektion Frankfurt/Main
  • / Am Gipfel des südwestl. Parzinn-Turms
    Foto: Christoph Schumacher, DAV Sektion Frankfurt/Main
  • / Abseilstelle im Abstieg
    Foto: Christoph Schumacher, DAV Sektion Frankfurt/Main
m 2800 2600 2400 2200 2000 3,0 2,5 2,0 1,5 1,0 0,5 km

Schöne, leichte Kletterroute im Gebiet der Steinsee-Hütte mit insgesamt 7 SL im 3. Grad und leichter.
mittel
3,3 km
5:45 h
576 hm
576 hm

Die "Lange Kante" auf den südwestl. Parzinnturm ist eine der leichtesten Kletterrouten im Gebiet rund um die Steinseehütte: der Einstieg ist nicht zu verfehlen, die Kletterschwierigkeiten bewegen sich im 3. Grad in den beiden ersten SL (ansonsten darunter), und die Länge der Tour hält sich mit 7 SL ebenfalls in moderatem Rahmen.

Dennoch ist die Tour nicht langweilig: da die Zwischensicherungen zwischen den Standplätzen z.T. große Abstände haben, ist je nach Sicherheitsbedürftnis z.T. der Einsatz mobiler Sicherungen (Keile, Friends, Schlingen) erforderlich. Außerdem erfordert dies etwas Orientierungssinn, auch wenn die grobe Linie durch die Kante vorgegeben ist. Und im Abstieg empfiehlt es sich, die ersten 25 m abzuseilen.

Landschaftlich ist die Tour großartig, insbesondere der Blick auf den nahen Spiehlerturm ist einmalig.
Mit etwas Glück lassen sich im Zu-  bzw. Abstieg im Bereich rund um die Findlinge oder den Schutthalden Gemsen und Steinböcke beobachten.

Autorentipp

Wenn nach der Tour noch genug Zeit bis zum Abendessen in der Hütte übrig ist, gibt es einige Möglichkeiten, diese zu nutzen:

  • Abstecher zur Steinkarspitze (bis zum Endpunkt des Klettersteigs mit Gipfelkreuz ca. 15 - 20 min ab der Parzinnscharte)
  • weitere kurze Klettertour anhängen (z.B. die Südwand-Route auf den Steinkarturm)
  • Baden im Steinsee
  • einen der Klettergärten rund um die Steinseehütte besuchen
Profilbild von Christoph Schumacher
Autor
Christoph Schumacher 
Aktualisierung: 01.09.2020

Schwierigkeit
III mittel
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Gefahrenpotenzial
Höchster Punkt
2590 m
Tiefster Punkt
2030 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez
Exposition
NOSW
Zustieg
350 m, 1:15 h
Wandhöhe
210 m
Kletterlänge
280 m, 3:00 h
Abstieg
560 m, 1:30 h
Standplätze
mit Bohrhaken
Zwischensicherung
mit Bohrhaken, Normalhaken, mobile Sicherungsmittel
Seillänge
1 x 50 m
Anzahl Expressschlingen
8
Erstbegehung
unbekannt

Sicherheitshinweise

Steinschlaggefahr durch lockeres Matrial und Schotter auf den leicheten Abschnitten der Tour (insbes. Seillängen 3, 4 und 5) sowie im Abstieg in der Schlucht zwischen südwestl. Parzinnturm und Steinkarturm

Start

Steinseehütte (2057 m)
Koordinaten:
DG
47.226186, 10.587330
GMS
47°13'34.3"N 10°35'14.4"E
UTM
32T 620166 5231521
w3w 
///wirtin.sauberkeit.zugänge

Ziel

südwestl. Parzinnturm

Wegbeschreibung

Zustieg:
Von der Steinseehütte zunächst auf markiertem Pfad Richtung Klettersteig. Man kommt an den großen Findlingen in der Mitte des Steinkars vorbei. Kurz bevor der markierte Zustieg zum Klettersteig sich scharf nach links richtet, steigt man etwas rechtshaltend auf dem Schuttkegel direkt bis zum Fuß der klar erkennbaren "Langen Kante" auf. Der erste Bohrhaken befindet sich an einem Band wenige m über dem Fuß der Kante, das man von rechts gut erreicht.

Route:

  1. SL (ca. 35m, 3):
    Vom guten Stand auf dem Band mit einem Bohrhaken entlang der breiten Kante in einer Art Verschneidung aufwärts mit mehreren Zwischenhaken zu bequemem Stand mit 2 Bohrhalen.
  2. SL (ca. 40m, 3):
    Zunächst weiter der Verschneidung nach, etwas oberhaölb des 2. Haken Spreizschritt auf die linke Rippe der Verschneidung, um die Ecke und direkt links davon aufwärts zu gutem Stand mit 2 Bohrhaken. Bei Bedarf können mit Schlingen weitere Zwischensicherungen gelegt werden.
  3. SL (ca. 23m, 1):
    Leicht entlang der Kante aufwärts zu gutem Stand mit 2 Bohrhaken
  4. SL (ca. 47 m, unten 1 - 2, oben 2+):
    Weiter zunächst links der Kante etwas plattig aufwärts zu möglichem Zwischenstand (2 Bohrhaken). Wenn man diesen überklettert, dann unbedingt auf eine möglichst gerade Seilführung achten, ansonsten zu große Seilreibung. Oberhalb des Zwichenstandes an schmalem, aber sehr griffigen Grat (mindestens ein Bohrhalen mehr als im Topo auf bergsteigen.com) zu gutem Stand mit 2 Bohrhaken
  5. SL (ca. 42 m, 1 und Gehgelände):
    Flach über Schrofen und Geröll, großenteils gehgelände, zu gutem Stand mit 2 Biohrhaken am hinteren Ende des Absatzes, wo die steile Schlusswand beginnt. 
    An diesem Stand mündet auch die Route "Ein Stück Himmel" ein, oberhalb trennen sich die Routen aber sofort wieder.
  6. SL (ca. 40 m, 2+):
    Direkt über dem Stand schräg nach rechts, der nächste Bohrhaken kommt dabei in Sicht. Ab diesem wieder gerade aufwärts und somit parallel, aber rechts von der Route "Ein Stück Himmel". Ggf. Zwischensicherungen mit Schlingen. Der Standplatz (2 Bohrhalen) ist etwas versteckt  links unter einem steilen Wandbereich. Von hier aus ist, im Gegensatz zu den anderen Seillängen, Rufkommunikation mit dem Nachsteiger kaum möglich.
  7. SL (ca. 45m, 2+):
    rechts der Kante gerade hoch zum Gipfel, dabei mehrere Bohrhaken als Zwischensicherungen. Stand direkt am Gipfelkreuz.

Abstieg:
Vom Gipfel zunächst ca. 25 m abklettern (2) oder einfacher abseilen (Ringhaken am Gipfel), danach in Schrofen- und Schuttgelände (1) zur westl. Parzinnscharte. 
Ab dort durch die Schlucht zwischen Steinkarturm und südwestl. Parzinnturm an durchgehenden Drahtseilen des Abstiegs des Klettersteigs auf die Steinkarspitze abwärts zum unteren Ende der Schlucht, dort linkshaltend den Schuttkegel hinab zum Zustiegsweg und auf diesem zurück zur Hütte.

Hinweis


alle Hinweise zu Schutzgebieten

Öffentliche Verkehrsmittel

Mit der Bahn bis Landeck.
Von dort mit dem Taxi weiter zum Parkplatz Alfuz.

Anfahrt

Anfahrt von Landeck kommend:
Auf der B171 an der Anschlussstelle Landeck Ost / Zams vorbei, durch eine Galerie und unmittelbar danach an der 1. Möglichkeit links abbiegen (Schild Steinseehütte), unter der Autobahn hindurch, kurze Linkskurve, dann scharf rechts (wieder ein Hinweisschild) und auf steiler Schotterstraße aufwärts zum Parkplatz Alfuz.
Die Piste hat einige Schlaglöcher und ist für tiefergelegte Autos nicht geeignet, bei normalen Verhältnissen ist es mit einem normalen PKW aber kein Problem. 

Anfahrt von Imst kommend:
Auf der B171 am Knoten Oberinntal vorbei, wobei die B171 die Autobahn unterquert. Direkt danach die 1. Möglichkeit rechts abbiegen (Wegweiser Steinseehütte), dann weiter wie oben beschrieben. Wenn man durch die Galerie fährt, ist man schon am Abzweig vorbeigefahren.

Parken

Parkplatz Alfuz

Koordinaten

DG
47.226186, 10.587330
GMS
47°13'34.3"N 10°35'14.4"E
UTM
32T 620166 5231521
w3w 
///wirtin.sauberkeit.zugänge
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Buchempfehlungen des Autors

  • Topo und Beschreibung auf bergsteigen.com
    Sehr gutes und weitgehend korrektes Topo mit allen wichtigen Infos.
  • Gebietsführer Steinseehütte
    Enthält alle Routen im Steinseegebiet, allerdings nur auf der Steinseehütte erhältlich
  • Alpinkletterführer Lechtaler Alpen + Update 2016, Panico Verlag, SKU 978-3-926807-16-8
    Guter Überblick über das Gebiet insgesamt, in den Topos aber deutlich weniger detailliert als die beiden vorher genannten, außerdem aktuell (2020) vergriffen

Kartenempfehlungen des Autors

Alpenvereinskarte Nr. 3/3 Lechtaler Alpen, Parseierspitze

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Ausrüstung

  • Helm
  • Klettergurt
  • 6 - 8 Express-Schlingen
  • einige Bandschlingen für Sicherungen an Felsköpfen
  • 50m Seil (einfach oder doppelt) reicht aus (längste Seillänge 47 m, auch für Abseil-Aktion beim Abstieg reicht 1 Strang mit 50 m)
  • ggf. Kletterschuhe 

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Schwierigkeit
III mittel
Strecke
3,3 km
Dauer
5:45h
Aufstieg
576 hm
Abstieg
576 hm
Rundtour aussichtsreich Einkehrmöglichkeit faunistische Highlights Gipfel-Tour

Statistik

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