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Suche nach dem Hängst auf der Schrattefluh

Skitour
Profilbild von Dominik Schittny
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Dominik Schittny 
  • Gipfelgrat in Richtung Nordosten
    / Gipfelgrat in Richtung Nordosten
    Foto: Dominik Schittny, Community
  • / Gipfelkreuz gefunden!!!
    Foto: Dominik Schittny, Community
  • / Gipfelgrat in Richtung Südsüdwesten
    Foto: Dominik Schittny, Community
  • / Gerade noch genug Schnee von Hirsegg aus gesehen...
    Foto: Dominik Schittny, Community
m 2000 1500 1000 10 8 6 4 2 km
Eine einfache aber lohnende Skitour, die auch bezüglich Orientierung keine Schwierigkeiten birgt... Wäre da nicht der dichte Nebel, der uns auf der gesamten Tour ständig begleitete. Trotz nicht existenter "Gipfelaussicht" eine lohnende und spannende Tagestour!
leicht
11,2 km
4:12 h
1.039 hm
1.039 hm

Man kann durchaus behaupten, dass wir aus einem schlechten Tag das Beste herausgeholt haben. Denn bei diesen Bedingungen lockt es nur die angefressendsten Skitourengänger aus der warmen Stube. So steigen wir bei düsterem Wetter in Hirsegg aus dem Postauto und stehen inmitten Grüner Wiesen. Glücklicherweise finden wir aber einen Hang der etwas weniger südlich exponiert ist als die restlichen Hänge. So liegt dort auch jetzt noch, nach den Regenfellen am Vorabend, noch etwas Schnee.

Nach zwei Gehminuten können wir bereits die Ski anschnallen und müssen diese am Anfang nur einmal wenige Meter abschnallen und tragen. Sobald der Schnee aber etwas besser, jedoch keinesfalls gut wird kommen wir in den Nebel. Unterwegs in Richtung Südwesten einem flachen Rücken entlang können wir hin und wieder noch etwas erkennen. Neben dem Wald kommen wir zwischen vielen einzelnen Bäumen gut voran bis wir die Alp Schlund erreichen. Von hier aus geht es weiter in Richtung Norden bis nach Silwängen. Hier steht eine Entscheidung bevor: Umkehren und die schlechten Bedingungen in einem Restaurant bei einer heissen Schokolade abwettern oder auf der Suche nach dem Gipfel weiter aufwärts steigen, von wo wir höchst wahrscheinlich kalt und nass zurückkehren würden. Klarer Fall, einstimmig entscheiden wir uns für den Gipfelsturm.

Von hier an wird es etwas schwieriger. Bald lassen wir die letzten Bäume unter uns und bewegen uns jetzt, im bereits etwas steileren Gelände, im white out. Immerhin können wir auffällige Geländeformen noch in einer Distanz von bis zu zehn Metern erkennen! So kommen wir an mehr als nur einer furchteinflössenden Wächte vorbei, die sich über steile Abhänge klammern. Offenbar sind die Schratten nicht sehr gut eingeschneiht...

Bald beginnt die Suche nach dem Gipfel. Nur noch etwa 100 Höhenmeter liegen vor uns. Sicher suchen wir uns eine gute Linie durch das grau und weiss bis wir plötzlich, man glaubt es kaum, ein Gipfelkreuz in der Distanz erahnen können. Unmittelbar nach der ersten Sichtung verschwindet der einzige Fixpunkt weit und breit wieder in den Wolken aber immerhin haben wir jetzt eine grobe Richtung. Kurz vor dem Gipfel wird es noch einmal etwas steil. Das Gipfelkreuz jetzt wieder in Sicht machen wir knapp unter dem Gipfel ein Skidepot und bezwingen den Hängst (ja, dieses Gipfelkreuz gehört tatsächlich zum Hängst) zu Fuss.

Oben angekommen sind wir überglücklich, dass wir tatsächlich den Gifel gefunden haben... Und zudem noch den richtigen und ohne der Hilfe von GPS! Allerdings geschieht noch etwas weiteres unerwartetes: Plötzlich wird es heller und der Nebel wird für einige Sekungen ein kleines Bisschen weniger dicht. Kurz können wir sogar den gelben Wegweiser wenige Meter unterhalb des Gipfelkreuzes erkennen!

Nach einer tollen Gipfelrast mit einer grandiosen imaginären Aussicht auf die imposanten Berner Alpen machen wir uns an die Abfahrt. Diese ist leider aber keine Freude: Nur mit Mühe und Not können wir unsere Aufstiegsspur im einheitlichen Weiss erkennen. Und diesen müssen wir dringend folgen, schliesslich verlangt niemand von uns danach in eine der vielen Dulen und "Schrattenspalten" zu fallen und dabei eine Wechte auszulösen. Nach einer gefühlten Ewigkeit haben wir uns dann endlich durch das ewige Weiss gequält ohne zu wissen wo oben und unten ist und ob und wie schnell wir tatsächlich Ski fahren. Doch dann folgte die Erlösung: ein Baum!

Nach diesem ersten legendären Baum entdeckten wir dann auch noch andere und mit schon bald übertrieben vielen Orientierungspunkten konnten wir einen kurzen Teil der Abfahrt, zwischen white out in der Höhe und miserablen Schneebedingungen unten, sogar geniessen. Ab Silwängen folgten wir der Aufstiegsspur bis zur Alp Schlund. Hier erwartete uns für den letzten Teil der Abfahrt ein kalter und regelmässiger Regen. So gelangten wir am Nachmittag kalt und nass, also wie erwartet, unten in Hirsegg an. So ging eine ungewöhnliche, sehr lehrreiche und geniale Skitour zu Ende.

Autorentipp

Meine Empfehlung: Sucht euch bessere Bedingungen aus als wir sie vorfanden!   :-)
Schwierigkeit
leicht
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Gefahrenpotenzial
Höchster Punkt
Hängst, 2.086 m
Tiefster Punkt
Hirsegg, 1.059 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez
Exposition
NOSW

Sicherheitshinweise

Gerade bei schlechter Sicht sollte bei der Abfahrt auf Löcher und Steilwände geachtet werden, die auf der Schrattenflue regelmässig zu finden sind.

Start

Hirsegg (1.071 m)
Koordinaten:
SwissGrid
2'643'766E 1'187'657N
DG
46.838615, 8.012349
GMS
46°50'19.0"N 8°00'44.5"E
UTM
32T 424687 5187703
w3w 
///eilen.eingerichtet.kräuter

Ziel

Hirsegg

Wegbeschreibung

Von Hirsegg aus in Richtung Südwesten dem flachen Rücken folgend bis zur Alp Schlund. Von dort aus mehr oder weniger in Richtung Norden zu der Hütte bei Silwängen. Jetzt beginnt der anspruchsvollere Teil, die Devise ist aber in Richtung Westen immer Bergauf bis zum Gipfelkreuz! Die Abfahrt erfolgt auf der Aufstiegsroute.

Hinweis


alle Hinweise zu Schutzgebieten

Öffentliche Verkehrsmittel

mit Bahn und Bus erreichbar

Die Anreise ist am einfachsten mit dem Zug nach Schüpfheim und von dort aus weiter mit dem Postbus bis zur Haltestelle Hirsegg.

Parken

Keine offiziellen Parkplätze verfügbar. Eventuell ist das Parken am Strassenrand möglich.

Koordinaten

SwissGrid
2'643'766E 1'187'657N
DG
46.838615, 8.012349
GMS
46°50'19.0"N 8°00'44.5"E
UTM
32T 424687 5187703
w3w 
///eilen.eingerichtet.kräuter
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Kartenempfehlungen des Autors

Schweizer Landeskarte 1:25'000 Nummer 1189 "Sörenberg"

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Ausrüstung

Normale Skitourenausrüstung mit LVS, Schaufel, Sonde, Ski, Fellen, Harscheisen usw.

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Schwierigkeit
leicht
Strecke
11,2 km
Dauer
4:12 h
Aufstieg
1.039 hm
Abstieg
1.039 hm
mit Bahn und Bus erreichbar Rundtour aussichtsreich familienfreundlich geologische Highlights Gipfel-Tour freies Gelände Wald
1600 m 1800 m
Vormittag
1600 m 1800 m
Nachmittag

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