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Stuiben und Steineberg

Bergtour · Allgäu
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Johannes Renfordt 
  • Die Bilderbuchlandschaft beginnt schon nach kurzer Zeit an der Alpe Vorderschönebuch
    Die Bilderbuchlandschaft beginnt schon nach kurzer Zeit an der Alpe Vorderschönebuch
    Foto: Johannes Renfordt, Community
m 1800 1600 1400 1200 1000 800 14 12 10 8 6 4 2 km
In aussichtsreicher Gratwanderung in der Nagelfluhkette unterwegs
mittel
Strecke 14,5 km
6:00 h
971 hm
971 hm
1.743 hm
923 hm

Die Nagelfluhkette ist ein langgezogener, fast geradlinig zwischen Hittisau und Blaiach verlaufender Höhenzug der Allgäuer Voralpen. Namensgebend ist die durchgängig vorhandene Gesteinsart Nagelfluh, die an groben Beton erinnert: zahlreiche größere, oft recht runde Kiesel werden durch Kalkverbindungen verbunden und bilden oft sehr langlebige Konglomerate. An den aber durchaus vorhandenen und scheinbar zufällig auftretenden Erosionsstellen werden dabei dann die charakteristischen Kieselsteine wieder freigesetzt, die zu durchaus rutschigen Passagen führen können. Die verschiedenen Schichten der der Nagelfluhkette sind zumeist recht steil aufgestellt, so dass sich auf der Südseite oft abschüssige, aber stabile Wiesen bilden konnten, während die Nordflanken im Gegensatz dazu sehr felsig und unzugänglich erscheinen.

Der Tourenvorschlag beschränkt sich auf den östlichen Teil der Kette. Vom Parkplatz im Gunzesrieder Tal führt die Rundtour über die verfallene Rothenalpe auf den Grat der Nagelfluhkette hinauf, der in einem kleinen Sattel zwischen Stuiben und Sedererstuiben erreicht wird. Dort bietet sich zunächst ein Besuch des oft einsamen Sedererstuiben an, bevor die eigentliche Gratwanderung beginnt: über den Stuiben und nahezu immer in unmittelbarer Gratnähe geht es meistens in Gehgelände, seltener mit leichter Kraxelei hinüber zum aussichtsreichen Steineberg. Wenig später wird der Grat verlassen und über die Vorderkrumbachalpe führen Steige und Wege wieder abwärts ins Gunzesrieder Tal und schließlich zurück zum Ausgangspunkt.

Die Gratwanderung entlang der Nagelfluhkette ist dabei nicht nur landschaftlich wunderschön, sondern auch so aussichtsreich und überaus abwechslungsreich, dass gleich drei überregionale Fernwanderwege dort vertreten sind: sowohl die Europäischen Fernwanderwege E 4 und E 5 als auch der Maximiliansweg führen den Grat entlang. Auch die Himmelstürmer-Route der noch recht jungen, aber intensiv vermarkteten Allgäuer Wandertrilogie führt abschnittsweise durch diese sehens- und besuchenswerte Landschaft!

Autorentipp

Wer mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreist, kann auch über den Mittagberg zum Bahnhof Immenstadt absteigen!
Schwierigkeit
mittel
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Gefahrenpotenzial
Höchster Punkt
Stuiben, 1.743 m
Tiefster Punkt
Gunzesried-Säge, 923 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez
Exposition
NOSW

Wegearten

Asphalt 1,66%Schotterweg 6,92%Naturweg 49,57%Pfad 41,74%Klettersteig 0,08%
Asphalt
0,2 km
Schotterweg
1 km
Naturweg
7,2 km
Pfad
6,1 km
Klettersteig
0 km
Höhenprofil anzeigen

Sicherheitshinweise

Während der An- und Abstieg zur bzw. von der Nagelfluhkette technisch leicht ist, beinhaltet die eigentliche Gratwanderung entlang der Kette einige, in der Regel aber gut versicherte Kraxelstellen. Trittsicherheit und ein Mindestmaß an Schwindelfreiheit sind für den Tourenvorschlag unentbehrlich!

Der kürzeste Weg vom Steineberg zur Alpe Vorderkrumbach erfolgt über eine einige Meter hohe, fast senkrechte Metallleiter: wer den persönlichen Mut nicht aufbringt, diese im Abstieg zu begehen, kann aber mit einem kurzen Umweg diese interessante, jedoch fordernde Passage vermeiden.

Weitere Infos und Links

Zur Entstehung und Vorkommen der stark an (groben) Beton erinnernder Gesteinsart Nagelfluh finden sich einführende Informationen in der Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Nagelfluh

Informationen zum Naturpark Nagelfluhkette: http://www.nagelfluhkette.info/home/

Start

Parkplatz in Gunzesried-Säge (926 m)
Koordinaten:
DD
47.507997, 10.194338
GMS
47°30'28.8"N 10°11'39.6"E
UTM
32T 589935 5262309
w3w 
///besprechungen.dessen.bezüge
Auf Karte anzeigen

Ziel

Parkplatz in Gunzesried-Säge

Wegbeschreibung

Den Parkplatz in Gunzesried-Säge zur Straße hin verlassen und auf dieser nach links gehen. Bereits bei der ersten Gelegenheit nach rechts abbiegen, die Gunzesrieder Ach überqueren und an der folgenden Verzweigung nach rechts gehen. Der Fahrweg führt leicht ansteigend an Häusern vorbei und erreicht eine Einmündung eines kleineren Fahrwegs, der nach links weiter ansteigend nach Vorderschönebuch führt. An dieser kleinen Alpe nach rechts wenden und auf einem Steig, nun stärker ansteigend, auf den Wald zugehen. Jenseits des Walds wird eine flache, landwirtschaftlich genutzte Geländestufe erreicht und die aus wenigen Häusern bestehende Siedlung Wiesach erreicht. Dort nach links gehend führen weitgehend flache Wege entlang der Falkenalpe zur Ornachalpe. Dort beginnt rechterhand ein steiler Steig, der spürbar ansteigt und bald wieder einen Waldgürtel erreicht und in steilen Kehren zum nächsten Geländeabsatz führt. Dort weicht der Wald wieder freien Flächen, die zur längst verfallenen Rothenalpe gehören. Nach etwas flacheren Passagen führt der Steig, stellenweise wieder etwas steiler, schließlich hinauf zum Grat der Nagelfluhkette. Dort lohnt es sich, zunächst nach links zum schon sichtbaren, ruhigen und oft einsamen Sedererstuiben zu gehen.

Nach der Rückkehr in den mäßig ausgeprägten Sattel geht es sodann auf der anderen Seite hinauf zum vielbesuchten Stuiben, jenseits dessen höchsten Punktes nun die überaus anregende Gratwanderung beginnt. Steil absteigend und mit einigen versicherten Kraxelstellen geht es aber bald wieder etwas flacher weiter. In einer Senke verzweigt sich der Weg: während nach rechts eine Abkürzungsmöglichkeit in Richtung Wiesach zur Verfügung steht, führt der Tourenvorschlag nach links, für kurze Zeit vom Grat weg. Nach einer Einmündung in einen weiteren Weg geht es wieder nach rechts ansteigend weiter und schließlich zurück zur Gratlinie. Nach über längerer Zeit einfacher Wegführung dreht auf einem aussichtsreichen Wiesenkopf der Steig nach links und erreicht den Fuß eines steil aufragenden Nagelfluhriffs. Mit einigen Seilversicherungen und über ein schmales, ausgesetztes Band wird das Riff erklommen. In der Folge wird der Steig wieder gemütlicher und führt über Wiesen und am wenig auffälligen, höchsten Punkt des Steinebergs vorbei zu einer Wegkreuzung. Geradeaus, dem Grat folgend geht es hinüber zum Kreuz des Steinebergs, das auf einem exponierten, aus dem Tal gut sichtbaren Gratende steht.

Das Gelände fällt dort nach Norden, zum weiterführenden Gratweg, sehr steil ab. Deshalb stehen hier nun zwei Wegvarianten zur Verfügung: während geübte und sich ihrer Sache sichere Zeitgenossen die steile Leiter nutzen, deren oberes Ende sich gleich neben dem Kreuz befindet, gehen alle anderen auf dem Gratweg zurück bis zur letzten Kreuzung, halten sich dort rechts und gelangen so zwar etwas später, aber technisch einfach und sicher ebenfalls an den Fuß des Steinebergs. Dort setzt ein Steig fort und führt bald wieder in Gratlage weiter in Richtung Osten. In einer kleinen Geländesenke zweigt nach rechts ein Weg ab, der rasch zur schon vorher sichtbaren Alpe Vorderkrumbach führt. Nach einer wohlverdienten Einkehr geht es auf einem befestigten, aber steilen Fahrweg weiter abwärts. Die Dürrehornalpe passierend wird schließlich die Winkelwiesalpe erreicht, an der der befestigte Fahrweg in eine schmale Asphaltstraße übergeht. In einer Linkskurve wird das Gebäude umrundet und ein erster Abzweig nach rechts ignoriert. Etwas unterhalb zweigt ein weiterer Weg ab, der etwas unscheinbar, aber beschildert nach rechts über einen kleinen Wiesenstreifen führt. Bald taucht der Steig in einen etwas verwunschen wirkenden Wald ein, bis er nach einiger Zeit in einen Fahrweg einmündet. Auf diesem in gleicher Richtung weitergehend geht es weiter talwärts, aus dem Wald schließlich hinausführend. Wenig später wird der vom Hinweg bekannte Abzweig erreicht und auf nun bekannten Wegen geht es rasch zurück zum Ausgangspunkt in Gunzesried-Säge.

Hinweis

Wildschutzgebiet Wiesach: 01.12 - 30.04
alle Hinweise zu Schutzgebieten

Öffentliche Verkehrsmittel

mit Bahn und Bus erreichbar

Der Ausgangspunkt Gunzesried-Säge lässt sich trotz seiner etwas abgeschiedenen Lage vergleichsweise gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen:

Mit dem Zug auf der Strecke (München - Kempten -) Immenstadt - Oberstdorf je nach Verbindung bis Blaichach oder Sonthofen fahren. Beide Bahnhöfe werden von Bus 9750 angefahren, dessen Endhaltestelle Gunzesried-Säge ist.

Für die Rückfahrt mit dem Bus nach Blaichach und Sonthofen bitte die letzte Abfahrtszeit des Tages beachten! Wer diesen Bus absehbar nicht erreichen wird, kann von der Nagelfluhkette aus auch über den Mittagberg direkt nach Immenstadt absteigen. Der dortige Bahnhof wird aus allen Richtungen regelmäßig bis in die Abendstunden angefahren und ermöglicht so viele weitere Rückreiseverbindungen.

Anfahrt

Aus den meisten Richtungen kommend bündeln sich die Anfahrtswege zumeist an der B 19 Kempten - Oberstdorf:

  • Auf der A 7 Ulm - Kempten - Füssen bis zum Autobahndreieck Allgäu (136) fahren und auf die A 980 wechseln. Diese endet bereits nach wenigen Kilometern an der Anschlussstelle Waltenhofen (3), an der die B 19 weiter in Richtung Oberstdorf führt. Der autobahnähnlich ausgebauten Bundesstraße bis zur Abfahrt Sonthofen-Nord folgen. Im Kreisverkehr nach der Abfahrt die zweite Möglichkeit in Richtung Blaichach nehmen, die Iller überqueren und durch Bihlerdorf hindurchfahren. Hinter dem Ortsende nach links abbiegen und der Beschilderung nach Gunzesried folgen. Nach der kurvenreichen Ortsdurchfahrt Gunzesried verlassen und dem Talverlauf bis kurz vor die kleine Siedlung Gunzesried-Säge folgen.
  • Aus Richtung Lindau/Bodensee über die B 12 Lindau - Hergatz - Isny weiter nach Waltenhofen fahren. Dort geht die B 12 in die A 980 über und es zweigt die B 19 in Richtung Oberstdorf ab, weiter wie zuvor.

Parken

In Gunzesried-Säge steht ein sehr großer, bewirtschafteter Parkplatz zur Verfügung. Für Parkzeiten bis 12 Stunden ist eine Parkgebühr von 3 € zu entrichten (Stand: Juni 2017).

Koordinaten

DD
47.507997, 10.194338
GMS
47°30'28.8"N 10°11'39.6"E
UTM
32T 589935 5262309
w3w 
///besprechungen.dessen.bezüge
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Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Kartenempfehlungen des Autors

Alpenvereinskarte BY 1 Allgäuer Voralpen West - Nagelfluhkette, Hörnergruppe

Buchtipps für die Region

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Kartentipps für die Region

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Ausrüstung

Festes Schuhwerk ist für diese Tour obligatorisch. Für die Abstiegs- und teilweise auch für steile Aufstiegspassagen sind, je nach Geschmack, ggf. Stöcke hilfreich.

Da mit der Alpe Vorderkrumbach erst im finalen Abstieg eine Einkehrmöglichkeit besteht, ist auf die Mitnahme von Verpflegung und insbesondere genügend Getränke zu achten.


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Schwierigkeit
mittel
Strecke
14,5 km
Dauer
6:00 h
Aufstieg
971 hm
Abstieg
971 hm
Höchster Punkt
1.743 hm
Tiefster Punkt
923 hm
mit Bahn und Bus erreichbar Rundtour aussichtsreich Einkehrmöglichkeit geologische Highlights Gipfel-Tour ausgesetzt versicherte Passagen Grat

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