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Wanderung

Streitburg, Binghöhle, Pavillon, Sinterterrassen und Muschelquelle rings um Streitberg

Wanderung · Fränkische Schweiz
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Alexander Pavel 
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  • / Prinz Rupprecht Pavillon Streiberg
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  • / Kalksinterterrassen im Schauertal
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  • / Tor der Ruine Streitburg
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  • / Muschelquelle bei Streitberg
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  • / Bach an der Muschelquelle bei Streitberg
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  • / Tropfstein in Binghöhle
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  • / Binghöhle
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  • / Binghöhle
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  • / Binghöhle
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  • / Aussichtspunkt auf Ruine Streitbrug
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m 400 380 360 340 320 300 280 3,0 2,5 2,0 1,5 1,0 0,5 km
Eine Rundwanderung mit jeder Menge Sehenswürdigkeiten. Ein echter Klassiker für Familien unter den Wanderungen in der Fränkischen Schweiz. Auf gerade mal 3,5 km reihen sich mit einem tollen Aussichtspunkt, der längsten Tropfsteingaleriehöhle Deutschlands, Sinterterrassen, einer imposante Burgruine, einer weiteren begehbaren Höhle, einer Quelle und einem kleinen Spielplatz ein Highlight an das nächste. All diese Sehenswürdigkeiten sorgen dafür, dass Ihr mit 3,5 km Wegstrecke locker einen halben Tag verbringen könnt. Bei uns waren es gesamt 4,5 Stunden.
Strecke 3,5 km
1:12 h
88 hm
87 hm
396 hm
309 hm

Heute nehmen wir Euch mit auf eine Rundwanderung mit jeder Menge Sehenswürdigkeiten. Ein echter Klassiker für Familien unter den Wanderungen in der Fränkischen Schweiz. Auf gerade mal 3,5 km reihen sich mit einem tollen Aussichtspunkt, der längsten Tropfsteingaleriehöhle Deutschlands, Sinterterrassen, einer imposante Burgruine, einer weiteren begehbaren Höhle, einer Quelle und einem kleinen Spielplatz ein Highlight an das nächste. All diese Sehenswürdigkeiten sorgen dafür, dass Ihr mit 3,5 km Wegstrecke locker einen halben Tag verbringen könnt. Bei uns waren es gesamt 4,5 Stunden.

Besonders im Herbst, wenn die Bäume ihr Blätterkleid färben und damit zum Entdecken und Staunen einladen, entfaltet diese Tour ihren ganzen Zauber und nimmt Euch für ein paar Stunden sanft gefangen, um Euch aus dem Alltagsgrau zu entführen.

Die Wanderung beginnt auf dem Parkplatz im Ortskern von Streitberg, dem Dorfplatz. Diesen erreicht Ihr von Forchheim aus über die B470 Richtung Pegnitz. In Streitberg biegt Ihr, dem Schild „Binghöhle/Ortsmitte“ folgend, links ab und habt wenige Momente später den Dorfplatz erreicht.

Dort angekommen, beginnt Ihr Euren Weg (der übrigens mit einem schwarz umrandeten weißen Kreis markiert ist), indem Ihr links über den ausgeschilderten Höhlenweg bergan geht. Zu Beginn noch geteert, wird Euer Weg bald zu einem Schotterweg und kurz danach zu einem Trampelpfad. Dieser geht, dem Schild „Schönblick/Felsentor“ folgend, ziemlich steil rechts bergauf. Über Wurzeln und Steine im Waldweg erklimmt Ihr Stück für Stück die Anhöhe.

Als wir diese Serpentinen nach oben stiegen, fühlten wir uns unwillkürlich an den Felssteig der Muggendorfer Höhlenwanderung erinnert, nur meist ohne Geländer. Und damit kommen wir auch schon zum Punkt. Ihr solltet diese Wanderung nur machen, wenn Ihr A: Schwindelfrei seid, B: nicht unter Platzangst leidet und C: sich Eure Höhenangst in Grenzen hält. Die Voraussetzung für kleine Wanderzwerge sind gute Trittsicherheit und die Fähigkeit, auf Mama und Papa zu hören. Unser 5-jähriger Hüpfer ist dem mittlerweile gewachsen. Allerdings war er unter all den Kindern, die uns auf diesem Weg mit Ihren Eltern begegneten, mit Abstand der Jüngste. Das nächstjüngere Kind schätzten wir auf 7-8 Jahre. Wobei man hier sagen muss, wenn Ihr den Pavillon auslasst und gleich zur Binghöhle geht, ist der Rundweg in jedem Fall auch schon für 4-jährige Kinder geeignet.

Ihr erreicht eine eindrucksvolle Felsformation, das Felsentor. Wenn Ihr dieses bewundert habt, haltet Ihr Euch rechts und geht noch ein Stück bergauf. Ich kann es nur noch mal betonen. Dieser Weg ist besonders im Herbst ein wahres Erlebnis. So farbenfroh und friedvoll – toll.

Nach einem kurzen Wegstück gabelt sich der Weg. Ihr habt entweder die Wahl rechts durch einen Felsenschacht direkt zur Binghöhle zu gehen. Oder Ihr geht weiter links bergauf und erklärt somit den Pavillon zu Eurem erst Highlight. Wenn Ihr das tut, wird der Pfad schmaler und der Hang fällt ziemlich steil ab. Deshalb immer daran denken: Das Kind läuft an der Bergseite.

Bald habt Ihr Euer erstes Ziel erreicht. Der Prinz Rupprecht Pavillon empfängt Euch mit prächtigen Blick hinab ins Wiesenttal und hinüber zur bekannten Burgruine Neideck. Eine Bank unter dem Dach des Pavillons lädt zum Verweilen und Schwelgen ein. Im Fall unseres Hüpfers zu einer ordentlichen ersten Brotzeit.

Nachdem die erste Wurstsemmel vernichtet war, machten wir uns auf den Weg zurück zur vorhin erwähnten Weggabelung an dem Felsentor.

Nach dem Felsentor geht es ein wenig bergab, um gleich wieder leicht bergan Richtung Eingang der Binghöhle zu gehen. An dieser Stelle sei erwähnt, dass wir empfehlen, diese Tour, entsprechend unserer Beschreibung, im Uhrzeigersinn zu gehen. Denn die Höhle gehört sozusagen zur Route. Aus der anderen Richtung kommend, würdet Ihr einen kleinen Umweg machen.

Der Wartebereich der Binghöhle und der zugehörige Kiosk sind liebevoll gestaltet und gepflegt. Hier fiel es uns leicht, in der Herbstsonne auf einer der Bänke Platz zu nehmen und im Schein der Herbstsonne auf den Beginn der nächsten Führung zu warten.

Wichtige Info: Die Binghöhle ist von Ostern bis zum Ende der bayerischen Herbstferien geöffnet. Alle erforderlichen Infos findet Ihr unter www.binghoehle.de.

So, lange genug gewartet. Der höhlenkundige Führer lud uns ein die Binghöhle zu betreten.

Diese Höhle ist so ganz anders als die anderen Höhlen, die wir bisher besucht hatten. Statt großer Hallen erwarteten uns, neben ein paar Grotten, vor allem langgezogene Gänge. Teilweise ziemlich schmal und stellenweise bis zu 140cm niedrig. Daher wiesen wir eingangs darauf hin, dass es von Vorteil ist wenig bis gar keine Platzangst zu haben. Obwohl die Binghöhle nicht diese imposanten riesigen Hallen wie zum Beispiel die Sophienhöhle bietet, ist sie in unseren Augen die schönste aller Höhlen in der Fränkischen Schweiz. Die Vielfalt der Tropfsteine an den Seiten der Gänge, an der Decke und teils sogar mitten im Gang ist überwältigend. Unser Hüpfer amüsierte (vielleicht auch – nervte ;-) die gesamte Gruppe mit konstantem von einem nicht enden wollenden Wortschwall begleiteten Staunen: „Ui, ist der Tropfstein schön. Und der da drüben ist erst mal toll. Und dieser hier, der funkelt ja wie die Sterne. Schau doch mal, Papa, der hier ...“

Nach gut 40 Minuten wurden wir über eine Treppe wieder ans Tageslicht zurückgeführt. Es dauerte nur wenige Augenblicke, um sich zu orientieren.

Ihr geht einfach vom Höhlenausgang links bergab zum Parkplatz hinunter Richtung Schauertal. Hier gibt es etwas Wichtiges zu vermerken. Unsere Beschreibung führt Euch zwar vom Parkplatz aus gleich über die Straße Richtung Streitburg. Jedoch empfehlen wir Euch an der kleinen Schleuse direkt hinter dem Parkplatz, dem Schild „Kalksinterterrassen“ folgend noch ein paar hundert Meter hinab ins Schauertal zu gehen. Ihr werdet mit einem wundervollen kleinen Tal und wirklich schönen und gut erhaltenen Sinterterrassen belohnt. Mehrere kleine Bachläufe bahnen sich Ihren Weg über die uralten Steine ins Tal hinab. Es plätschert fröhlich vor sich hin. Und wenn Ihr genau hinseht, entdeckt Ihr ein komplett bemoostes altes Mühlrad. Wenn Ihr genug gesehen habt, einfach zurück zur kleinen Schleuse, die Straße überquert und dem Schild „Streitburg“ zum zweiten relevanten Aufstieg gefolgt.

Nicht lange und Ihr erreicht das eindrucksvolle Burgtor der Ruine Streiburg. Irgendwie erinnert es mich an das mächtige Tor der Burg Mykene in Griechenland. Nur, dass jenes mehr als 2.000 Jahre älter ist. Tja, die alten Griechen hatten's schon drauf. Aber genug abgeschweift. Durch das Tor hindurch und ..., oh was ist denn das? Ein kleiner Trampelpfad zum Tor hinauf. Das können sich Papa und Sohn natürlich nicht entgehen lassen. Und schneller, als Mama uns ermahnen kann, stehen wir schon oben auf dem Tor und genießen unseren Triumph über die Autorität gesiegt zu haben – zumindest für den Moment ;-)

Diese Streitburg war, das verrät uns die Informationstafel, einst eine wirklich große Burganlage, bevor sie im 19ten Jahrhundert, mangels finanzieller Mittel, verlassen und als Steinbruch genutzt wurde.

Das Highlight hier oben ist, neben dem tollen Burgtor, der erhabene Aussichtspunkt am anderen Ende der Anlage. Wenn Ihr ihn erklommen habt, genießt Ihr einen noch formidableren Blick als vom vorhin vorgestellten Prinz Rupprecht Pavillon. Für ganz Mutige geht es nach dem mit Geländer gesichertem Aussichtspunkt noch ein paar Meter Richtung Streitberger Schild, einem Ehrfurcht gebietendem Kletterfelsen. Die Abhänge davor waren für uns schon einschüchternd genug. Blickten wir doch vom Rand steil hinab zum Ortskern, ohne Sicherung und doppelten Boden. Bitte nur machen, wenn Ihr Eurem Kind absolut vertraut und selbst keine Höhenangst habt.

Nach einer zweiten Brotzeit, machten wir uns auf den Weg zum letzten Etappenziel, der Muschelquelle. Dafür gingen wir zurück durch das Burgtor, um kurz danach rechts abzuzweigen. Die Muschelquelle ist, wie der Rest des Weges, hervorragend ausgeschildert.

Euer Weg führt Euch bergab. Ihr überquert eine Straße, um auf der anderen Straßenseite gleich wieder im Waldweg zu verschwinden. Nach 300 Metern erreicht Ihr die Muschelquelle. Sie selbst war für uns eher ein wenig enttäuschend. Das Areal drum herum jedoch bietet allerlei Möglichkeiten zur Zerstreuung. Es gibt eine kleine Kneippanlage, eine gut genutzte Kletterwand, einen kleinen Spielplatz und eine begehbare, ca. 20 Meter lange Höhle. Nach gut einer halben Stunde des Entdeckens traten wir von hier aus den Weg zurück zum Auto an.

Ein Schild Richtung „Ortsmitte“ weist Euch den Weg. Von hier aus geht es nur noch bergab, vorbei an Obstbäumen und ein Stück durch den schönen Ort, bis wir ein wenig müde und zufrieden unsere Familienkutsche erreichten und den Heimweg antraten.

Was für ein toller Tag. Felsen, Höhlen, sogar eine Burg – wirklich alles, was ein Kinder- und natürlich auch Elternherz höher schlagen lässt. Vereint auf nicht einmal 4 km Wanderweg – Perfekt. Mehr geht nicht.

Hoffentlich ist es uns gelungen Euer Interesse zu wecken. Wenn ja, wünschen wir Euch viele Späße beim Entdecken!

Eure 3 Pavels

Autorentipp

Diese Tour ist besonders an einem sonnigen Herbsttag empfehlenswert.
Höchster Punkt
396 m
Tiefster Punkt
309 m

Sicherheitshinweise

Besonders auf dem Weg zum Prinz Rupprecht Pavillon ist der oft unebene Pfad schmal und es geht am Hang recht steil hinab.

Weitere Infos und Links

Die Binghöhle ist von Ostern bis zum Ende der bayerischen Herbstferien geöffnet. Alle erforderlichen Infos findet Ihr unter www.binghoehle.de.

Start

Dorfplatz Streitberg (315 m)
Koordinaten:
DD
49.811547, 11.218722
GMS
49°48'41.6"N 11°13'07.4"E
UTM
32U 659623 5520039
w3w 
///gewöhnlicher.nachbau.fliegen

Wegbeschreibung

s.o.

Hinweis


alle Hinweise zu Schutzgebieten

Koordinaten

DD
49.811547, 11.218722
GMS
49°48'41.6"N 11°13'07.4"E
UTM
32U 659623 5520039
w3w 
///gewöhnlicher.nachbau.fliegen
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Buchtipps für die Region

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Ausrüstung

Festes Schuhwerk. Für die kleine Höhle an der Muschelquelle ist eine Taschenlampe sinnvoll.

Grundausrüstung für Wanderungen

  • Feste, bequeme und wasserdichte Bergschuhe oder Zustiegsschuhe
  • Kleidung im Mehrschicht-Prinzip mit Feuchtigkeitstransport
  • Wandersocken
  • Rucksack (mit Regenhülle)
  • Sonnen-, Regen- und Windschutz (Hut, Sonnencreme, wasser- und winddichte Jacke und Hose)
  • Sonnenbrille
  • Teleskopstöcke
  • Ausreichend Proviant und Trinkwasser
  • Erste-Hilfe-Set mit Blasenpflaster
  • Blasenpflaster
  • Biwaksack/Survival Bag
  • Rettungsdecke
  • Stirnlampe
  • Taschenmesser
  • Signalpfeife
  • Mobiltelefon
  • Bargeld
  • Navigationsgerät/Karte und Kompass
  • Notfallkontaktdaten
  • Personalausweis
  • Die Listen für die „Grundausrüstung“ und die „technische Ausrüstung“ werden auf der Grundlage der gewählten Aktivität erstellt. Sie erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit und dienen lediglich als Vorschläge, was du einpacken solltest.
  • Zu deiner Sicherheit solltest du alle Anweisungen zur ordnungsgemäßen Verwendung und Wartung deines Geräts sorgfältig lesen.
  • Bitte vergewissere dich, dass deine Ausrüstung den örtlichen Gesetzen entspricht und keine verbotenen Gegenstände enthält.

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Strecke
3,5 km
Dauer
1:12 h
Aufstieg
88 hm
Abstieg
87 hm
Höchster Punkt
396 hm
Tiefster Punkt
309 hm

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