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Storrbachtal

Wanderung · Pfalz
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  • Wüstklamm
    Wüstklamm
    Foto: Jörg-Thomas Titz
m 260 240 220 8 7 6 5 4 3 2 1 km
leicht
Strecke 8,3 km
2:20 h
45 hm
45 hm
Wanderung zu historischen Flößeinrichtungen Am 29. Dezember 1835 erteilte die königliche Regierung in Speyer den Auftrag, einen 4600 m langen und 2 m breiten Triftkanal durchs Storrbachtal vom Melkerplätzelweiher bis zur Einmündung in den Salzbach zu bauen. Der Triftbetrieb wurde 1838 aufgenommen. Bis 1883 wurde das im Wald geschlagene Holz zuerst auf Schlitten die steilen Hänge hinunterbefördert und dann im Kanal mit Wasser zu Tal getriftet. Das Holz wurde im Melkerplätzelweiher gesammelt. Durch vier Schleusen, Klausen genannt, konnte der Wasserstand im Kanal reguliert werden. Die Petersklause beim Melkerplätzelweiher war die größte Schleuse im Storrbachtal; sie wurde 1836 erbaut. Bis zur nächsten Klause, der Josephinenklause im Balkental, hatte das Holz einen Weg von 900 m zurückzulegen. Diese Klause wurde 1878 beim Bau der Storrbachtalstraße zugeschüttet. Mit der Straße und der Möglichkeit, das Holz auf Wagen zu transportieren, verlor die Holztrift an Bedeutung, die Klausen und der Kanal verfielen. Die alten Triftanlagen sind aber restauriert worden, sodass wir den Weg der Holztrift verfolgen können. Alle 80–100 m sind im Triftkanal »Rumpel« gemauert, kleine Schwellen, die das Wasser bremsen und seine Fließgeschwindigkeit ausgleichen. An Wegübergängen wurden Triftviadukte aus großen Steinplatten angelegt. Hier ist der Kanal schmäler, und die Breite und Höhe der Viadukte wurde so bemessen, dass die Holzstämme gerade noch durchpassten. Die ebenfalls 1836 gebaute Philippsklause bei der Wüstklamm ist die schönste Schleuse im Storrbachtal. Auf engstem Raum liegen hier Hauptschleuse, Triftkanal, Rumpel und ein Viadukt beisammen. In der Nähe des Parkplatzes liegt die ebenfalls sehr sehenswerte Antoinethenklause. Wie früher das Holz getriftet wurde, können die Besucher heute bei verschiedenen Triftfesten (in Lemberg Mitte September) erleben.

Südöstlich von Lemberg mündet der Storrbach unterhalb des Teufelstisches, eines markanten Felsens mit »Gesicht«, in den Salzbach. Vom Waldparkplatz »Storrbachtal« erwandern wir auf der Forststraße (grünes Dreieck) die »Historische Flößeinrichtung« mit der Philippsklause bei der Wüstklamm bis zum Melkerplätzelweiher. Kurz vor dem Weiher steht das 1995 erbaute Friedrichs-Häuschen, eine liebevoll ausgestaltete Schutzhütte. Auf gleichem Weg geht es wieder zurück. Unsere Wanderung folgt immer dem Bach.

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Pfälzerwald und Deutsche Weinstraße ab 9,99 €

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Der Rother Bergverlag wurde im Jahr 1920 gegründet und ist als einer der ältesten und bedeutendsten alpinen Fachverlage weit über die Grenzen Deutschlands, Österreichs und der Schweiz hinaus bekannt für seine Kompetenz im Bereich der Wanderführer und Bergliteratur. Dem outdoorbegeisterten Publikum werden Bücher zu allen Themen des Bergsports und Tourenführer zu allen Gebieten der Alpen, allen wichtigen Urlaubsregionen Europas und auch zu außereuropäischen Zielen angeboten. 
Profilbild von Barbara Christine Titz, Jörg-Thomas Titz Autor Barbara Christine Titz, Jörg-Thomas Titz
Barbara Christine und Jörg-Thomas Titz sind freie Fotojournalisten und Buchautoren. Bislang haben sie 10 Bücher veröffentlicht. Seit 15 Jahren wohnen die beiden in der Pfalz; am liebsten zu Fuß oder mit dem Fahrrad erkunden sie diese Region und halten sie im Bild fest. Auch die Alpen und die nordischen Länder zählen zu ihren bevorzugten Zielen. Reisen und Tourismus, Pressefotografie und Reportage gehören zu ihren Arbeitsgebieten. Weiteres im Internet unter http://www.tipho.de.

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