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Spiegelkogel - Firmisanschneide - Schalfkogel (Überschreitung)

Hochtour · Ötztaler Alpen
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  • Start mit dem ersten Licht am Ramolhaus.
    / Start mit dem ersten Licht am Ramolhaus.
    Foto: ulligunde.com, ulligunde.com
  • Ostgrat Spiegelkogel.
    / Ostgrat Spiegelkogel.
    Foto: ulligunde.com, ulligunde.com
  • Rechts der Spiegelkogel, links der Gratverlauf des Tages
    / Rechts der Spiegelkogel, links der Gratverlauf des Tages
    Foto: ulligunde.com, ulligunde.com
  • Blick zum Gurgler Ferner und zur Hochwilde.
    / Blick zum Gurgler Ferner und zur Hochwilde.
    Foto: ulligunde.com, ulligunde.com
  • Blockig.
    / Blockig.
    Foto: ulligunde.com, ulligunde.com
  • Rückblick zum Spiegelkogel
    / Rückblick zum Spiegelkogel
    Foto: ulligunde.com, ulligunde.com
  • Rückschau zur Firmisanschneide
    / Rückschau zur Firmisanschneide
    Foto: ulligunde.com, ulligunde.com
  • / Auf dem Weg zum Schalfkogel
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  • / Abstieg durch die Ostflanke des Schalfkogels
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  • / Schottermeer. Unten der Gurgler Ferner.
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  • / Die letzten Meter zum Hochwildehaus
    Foto: ulligunde.com, ulligunde.com
  • / die Fidelitashütte (Winterraum Hochwildehaus). Top ausgestattet und gepflegt!
    Foto: ulligunde.com, ulligunde.com
3000 3300 3600 3900 m km 1 2 3 4 5 6 7 8 Hinterer Spiegelkogel 3424 m

Lange, abwechslungsreiche Hochtour auf einsamen Graten.

schwer
8,4 km
4:08 h
1096 hm
1229 hm

Was ist "brüchig"? Darüber entscheidet wohl das subjektive Empfinden! So viel kann gesagt sein: Es geht schlimmer. Viel schlimmer. Für routinierte Berggeher mit gewisser Toleranz für den ein oder anderen wackelnden Stein bietet diese Überschreitung eine einsame, lange und abwechslungsreiche Hochtour abseits der berühmten Berg-Autobahnen. Instinkt, Ausdauer und Eigenverantwortung sind gefragt. Das Gelände wird nie schwerer als I (am Ostgrat vielleicht kurz II) und selten ernsthaft ausgesetzt. Dafür ist Kondition gefragt. Notfalls kann aber in jedem Joch mehr oder weniger problemlos abgebrochen werden - genügend Schneelage vorausgesetzt. Insgesamt eine spannende Unternehmung für all jene, die mehr das Erlebnis als das Prestige suchen.

Autorentipp

Früh starten, die Tour zieht sich. Sie kann aber in jedem Joch abgebrochen werden.

outdooractive.com User
Autor
Ronald Ribis 
Aktualisierung: 27.07.2019

Schwierigkeit
I+, 40°, PD schwer
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Gefahrenpotenzial
Höchster Punkt
3533 m
Tiefster Punkt
2711 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez
Exposition
NOSW

Sicherheitshinweise

Routinierter Umgang mit Gletschern und brüchigen Graten vorausgesetzt.

Ausrüstung

Gletscherausrüstung.

Start

Ramolhaus / Obergurgl (2999 m)
Koordinaten:
Geographisch
46.829414, 10.969777
UTM
32T 650227 5188091

Ziel

Fidelitashütte/Hochwildehaus

Wegbeschreibung

 Den Anfang macht der Ostgrat des Spiegelkogels, den der routinierte Edelbruch-Begeher erfreuen wird: Der Fels ist gut, die Kraxelei (max. I, vielleicht II, das meiste kann umgangen werden) sehr ansprechend und nach rund einer Stunde in feinem, rauem Blockgestein steht man auf dem ersten Gipfel - mit Gipfelbuch, dafür ohne Stift. 

Weiter geht es ins Joch: Auf den ersten Blick sieht der Grat schlimm aus, er entpuppt sich als größtenteils recht gutmütig. die Querung zum nächsten Anstieg zieht sich ein wenig. Das Gestein ändert sich, langsam wird es einen Hauch... nun, sagen wir, weniger fest. Aber noch nicht mit der Gefahr, dass man bei einem falschen Griff den halben Berg in Bewegung setzt. Vorsicht ist dennoch geboten. Schwerer als I wird es hier (sowie am ganzen restlichen Grat) aber nirgends. Irgendwann erreicht man so die Firmisanschneide mit Stock statt Kreuz, dafür mit Stift, aber komplett aufgeweichtem Gipfelbuch.

Wer sich beim Blick nach vorne nun denkt: "Das sieht irgendwie weit aus!" liegt goldrichtig. Langsam nimmt der Wackel-Faktor des Gesteins zu, was die Begehung etwas ausbremst. Zwei, drei Stunden kann man von einem Gipfel zum nächsten wohl planen, speziell weil spätestens im Aufstieg zur Schulter des Schalfkogels nun doch langsam der Berg bei jedem Schritt in Bewegung gerät. In silbrig glänzendem Matsch geht es hinauf und - langsamer Klimawandel vorausgesetzt - bald auf die hübsche Firnschneide. 

Wer mag oder südseitig des Gipfelkreuzs wenig Schnee vorfindet kann auf der Schulter des Schalfkogels sein Material deponieren und mit leichtem Gepäck zum nun doch wieder stattlichen Gipfelkreuz aufsteigen. Mit Stift und Buch diesmal!

Hinunter geht es angeleint durch die Ostflanke im Firn. Man passiert einen kleinen Vorsprung im Felsgrat, steigt an diesem noch vorbei und schaut genau nach einem einzigen Steinmännchen. Der Weg, der in der OSM-Karte eingezeichnet ist, stimmt ganz exakt. An diesem Steinmann absteigen und tendenziell immer rechts absteigen, bis man bereits die großen Bäche vom Kleinleiten-Gletscher hören kann. Hier wartet ein mächtiger Steinmann, wo auch die großen Wegmarkierungen beginnen. Halleluja! Diesen Spuren folgen, bis sie einen auf das richtige Band führen. Hier nun immer weiter bis man wieder an mehrere große Bäche (jene vom Schalfkogel-Gletscher) kommt. Direkt an deren Rand hinunter auf den unterspülten Gletscher. 

Bei uns (Juli 2019) hing am Bach ein Seil an einer Sanduhr, das den Abstieg hinunter zum Gletscher entschärfte, allerdings reichte es bereits bei uns nicht mehr bis hinunter zum Schnee. Angeseilt und mit viel guter Hoffnung auf den Schnee hüpfen und hoffen, dass die Schneebrücke schon halten wird. 

Hat man das geschafft, geht es einmal quer und leicht ansteigend über den Gurgler Ferner, an einem weiteren Bach direkt hinauf zum unverkennbaren Steinmann und dort den riesigen Markierungen zum Hochwildehaus folgen.

Dieses wird wegen aufgeweichtem Permafrostboden und abgesackter Hütte nicht mehr bewirtschaftet, der Winterraum ist allerdings offen und bestens ausgestattet (Geschirr, Herd, Decken, Holz) und gepflegt. Kosten pro Nacht 8 Euro.

Hinweis: Von der Fidelitashütte kann man einen großen Felssturz ganz in der Nähe der Kleinleitenbäche erkennen - das müsste etwa unterhalb des großen Steinmanns sein, wo die Wegmarkierungen im Schotter beginnen. Womöglich wäre hier ein Abstieg auf den Gletscher ohne Randspalte möglich.

Öffentliche Verkehrsmittel

Mit dem Zug zum Bahnhof am Taleingang Ötztal. Weiter mit dem Bus nach Obergurgl und von hier aus zu Fuß zum Ramolhaus (3-4 Stunden)

Anfahrt

Von der Inntalautobahn ins Ötztal und weiter nach Obergurgl.

Parken

Bei entsprechender Rücksprache und Verfügbarkeit ggf. am Hotel Alpenaussicht möglich. 

Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

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Schwierigkeit
I+, 40°, PD schwer
Strecke
8,4 km
Dauer
4:08 h
Aufstieg
1096 hm
Abstieg
1229 hm
Streckentour aussichtsreich Geheimtipp Gipfel-Tour Grat Überschreitung

Statistik

: h
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Höchster Punkt
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Tiefster Punkt
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