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Mehrtagestour

Schwarzenstein über die Berliner Hütte - Vom Schloss der Alpen in die Gletscherregion

Mehrtagestour · Zillertaler Alpen
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  • Gasthof Breitlahner - Ausgangspunkt der Tour
    / Gasthof Breitlahner - Ausgangspunkt der Tour
    Foto: Hochgebirgs-Naturpark Zillertaler Alpen, AV-alpenvereinaktiv.com
  • / Auwald - Schwemmalm
    Foto: Hochgebirgs-Naturpark Zillertaler Alpen, AV-alpenvereinaktiv.com
  • / Waxeggalm
    Foto: Hochgebirgs-Naturpark Zillertaler Alpen, AV-alpenvereinaktiv.com
  • / Grawandwasserfälle
    Foto: Hochgebirgs-Naturpark Zillertaler Alpen, AV-alpenvereinaktiv.com
  • / Grawandhütte
    Foto: Hochgebirgs-Naturpark Zillertaler Alpen, AV-alpenvereinaktiv.com
  • / Tafel des Gletscherwegs
    Foto: Hochgebirgs-Naturpark Zillertaler Alpen, AV-alpenvereinaktiv.com
  • / Am Horn - Gipfelbereich
    Foto: Hochgebirgs-Naturpark Zillertaler Alpen, AV-alpenvereinaktiv.com
  • / Berliner Hütte Panorama
    Foto: Norbert Freudenthaler
  • / Berliner Hütte
    Foto: Horst Ender
  • / Turnerkamp und Berliner Spitze
    Foto: Hochgebirgs-Naturpark Zillertaler Alpen, AV-alpenvereinaktiv.com
  • / Am Schwarzsee
    Foto: Horst Ender
  • / Über den Schwarzensteinkees auf den Gipfel
    Foto: Andreas Kitschmer
  • / Schwarzenstein - Gipfelbereich
    Foto: Andreas Kitschmer
  • / Der Gipfel
    Foto: Andreas Kitschmer, AV-alpenvereinaktiv.com
ft 14000 12000 10000 8000 6000 4000 2000 20 15 10 5 mi Schwarzsee Schwarzsee Klausenalm Alpenrosenhütte Schwarzenstein Alpenrosenhütte Berliner Hütte Grawandhütte Grawandhütte

Tag 1: Breitlahner - Grawandhütte - Berliner Hütte - Am Horn - Berliner Hütte

Tag 2: Berliner Hütte - Schwarzenstein -Berliner Hütte - Alpenrosenhütte - Grawandhütte - Breitlahner

schwer
40 km
18:30 h
2845 hm
2845 hm

Bis zur Berliner Hütte führt uns größtenteils ein breiter Schotterweg bis ins Herz der Zillertaler Alpen. Der Gletscherweg eröffnet eine reizvolle Alternative zum üblichen Hüttenanstieg. Er bietet eine hervorragende Möglichkeit mehr über Gletscher zu erfahren und die imposanten Zeugnisse früherer Vergletscherung hautnah zu erleben. Die dazugehörige Broschüre erhält man beim Naturparkhaus oder den Schutzhütten im Zemmgrund. Die etwas anspruchsvollere Besteigung des Horns bietet uns im gedämpften Nachmittagslicht atemberaubende Blicke auf die wild zerklüftete Gletscherwelt. Sie gibt auch einen Vorgeschmack auf den Schwarzenstein, der relativ unschwierig zu besteigen ist und den perfekten Einstieg in ein gletscherreiches Hochtourenabenteuer darstellt.

Autorentipp

Den interessanten Gletscherweg zwischen Alpenrosenhütte und Berliner Hütte sollte man sich nicht entgehen lassen.

outdooractive.com User
Autor
Hochgebirgs-Naturpark Zillertaler Alpen
Aktualisierung: 12.02.2019

Schwierigkeit
schwer
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höchster Punkt
Schwarzenstein, 3369 m
Tiefster Punkt
1244 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Einkehrmöglichkeit

Grawandhütte
Alpengasthaus Breitlahner
Berliner Hütte
Klausenalm
Alpenrosenhütte

Sicherheitshinweise

Diese Tour beinhaltat vor allem am 2. Tag einige ausgesetzte Stellen, seilversicherte Passagen und führt über einen Gletscher.

Weitere Infos und Links

Am Rande… Zwischen Prunk und Bergsteigeridylle

 

1877 erwarb Enno Schumann aus seinem privaten Vermögen jenes Grundstück, auf dem heute die Berliner Hütte steht. Am 28. Juli 1879 wurde sie als erste Schutzhütte der Zillertaler Alpen unter dem Motto „Dem Sturme Trutz, dem Wanderer Schutz“, eingeweiht und war aufgrund der hohen Besucherzahlen bereits nach kurzem schuldenfrei. Nach sechs Jahren erfolgte wegen des großen Ansturms die erste Erweiterung des anfänglich nur 6 x 6 m großen Blockbaus, es sollten bis zum Jahr 1911 noch einige folgen. Die Hütte wurde mit einer Kegelbahn, einem Postamt, einer Schuhmacherwerkstatt, einer Telefonanlage und sogar einer Foto-Dunkelkammer ausgestattet. Auf der Hütte stationierte Bergführer verliehen ihr eine enorme Attraktivität in der wachsenden Bergsteigerszene. Die Bergführer wurden von eigenen Kellnerinnen bedient, die zur Unterscheidung ein Edelweiß im Haar trugen. Ein Highlight der Hüttengeschichte war die Gletscherhöhle. 1897 als „Tiefkühltruhe“ etwa 50 m ins Eis gestoßen, wurde sie als Eisgrotte schnell zur Touristenattraktion. In der zweiten Hälfte der 1930er Jahre zog sich das Hornkees aber immer weiter zurück und die Eisgrotte verschwand. Aufgrund gestiegenen Interesses wurde im Jahr 1931 der Winterbetrieb aufgenommen, nach einem großen Lawinenunglück jedoch wieder eingestellt. Im Jahr 1997 wurde die Berliner wurde wegen ihres einzigartigen Charakters als erste Schutzhütte der Alpen sogar unter Denkmalschutz gestellt. Bis heute sind die aus dem 20. Jh. stammende Empfangshalle, der Damensaal und der Speisesaal bestens erhalten, teilweise sind sogar noch Deckenmalereien aus den Anfangsjahren erkennbar. All das macht eine Übernachtung auf der Berliner Hütte zu einer echten Zeitreise in die Anfänge des Alpintourismus.

Start

Bushaltestelle Breitlahner (1252 m)
Koordinaten:
DG
47.062561, 11.751004
GMS
47°03'45.2"N 11°45'03.6"E
UTM
32T 708896 5215789
w3w 
///saugt.alge.unteren

Ziel

Bushaltestelle Breitlahner

Wegbeschreibung

Tag 1:

Beim Breitlahner führt uns eine Holzbrücke über den Zemmbach (Nr. 523), linkerhand liegt eine anmutige Jagdhütte (Karlshütte). Nach ein paar Kurven öffnet sich der Wald und das weitläufige Almgebiet der Klausenalm (1.301 m) tritt zum Vorschein. Der Fahrweg führt durch den noch sanften Talgrund und wir erreichen die Schwemmalm, die den größten Auwaldbeständen der Zillertaler Alpen beheimatet. Nach der Alm wird der Weg steiler, schmiegt sich an die Flanken der Hennsteigenspitze an und ringt uns als „Grawander Schinder“ einigen Schweiß auf dem zur Grawandhütte ab. Unser Blick fällt auf den schönen Wasserfall auf der gegenüberliegenden Talseite. Kaum zu glauben, dass sich im Winter an diesem Ungetüm Eiskletterer ihre Herausforderung suchen. Die anfangs steil abweisenden Berghänge, gehen in die flachen Wiesen der knorrigen Grawandalm über, um kurz darauf die spektakuläre Zemmschlucht zu durchqueren. Glücklich über den breiten Weg, schlendern wir auf die weitläufigen Weiden der Waxeggalm zu. Bei der Alpenrosenhütte (1.873 m) zweigt der Gletscherweg (Nr. 520) nach rechts ab. Es erwarten uns 10 informative Stationen und einige interessante Querungen der tosenden Gletscherbäche auf schmalen Brücken. Nach einiger Zeit stoßen wir auf die Abzweigung zum Schönbichler Horn an der wir nach links auf die reizvolle Alternativroute (Nr. 502) zur Berliner Hütte abbiegen. Das Highlight des Gletscherweges sind die ausgedehnten Gletscherschliffplatten. Zu Zeiten des Gletscherhöchststandes trafen hier die Zungen des Waxeggkees und Hornkeeses aufeinander und hinterließen kurz vor der Berliner Hütte das sog. "Gekritze" auf den Steinplatten. Von der Schutzhütte führt, jenseits der Brücke, der gut markierte Weg durch einen kurzen Latschengürtel zu einer mit Stahlseilen gesicherten Passage. Der folgende Blockbereich kann leicht überwunden werden. Auf einer Höhe von ca. 2.500 m stoßen wir auf eine Abzweigung, an der wir den gerade nach oben führenden Weg nehmen, welcher uns direkt auf den Gipfel des Horns bringt. Der Abstieg auf demselben Weg lässt die Vorfreude auf das historisches Nachtlager Schritt für Schritt wachsen…

 

Tag 2:

Nordöstlich der Hütte beginnt der Steig (Nr. 502), die Wegweiser weisen bereits auf unser hochalpines Ziel hin. Die ersten 30 Min. ist der Weg identisch mit dem unschwierigen Anstieg zu einem landschaftlichen Highlight des Hochgebirgs-Naturparks, dem idyllisch gelegenen Schwarzsee. Wir treffen auf einen Wegweiser "Schwarzenstein" (2.270 m), dem wir über ausgeprägte Steigspuren Richtung Osten folgen. Eine kleine Leiter hilft beim Überwinden einer Felsstufe und schon erreichen wir den Anseilplatz. Das relativ spaltenarme Schwarzensteinkees, sofern man sich auf der empfohlenen Hauptroute bewegt, wird in meist angenehmer Steigung bis auf den Schwarzensteinsattel überschritten. Hier biegt man nach Süden ab und folgt dem flachen Gletscherbecken, um später über die von weitem gut sichtbare Eisrampe bis zum Felsansatz zu gelangen. Die letzten Meter zum Gipfel werden etwas mühsam über loses Blockgelände erklettert. Vom Gipfel aus genießt man den traumhaften Ausblick nach Südtirol. Dort lachen uns die weißen Spitzen der Rieserfernergruppe und in weiter Ferne die Dreiherrnspitze und der Großvenediger an. Selbst die Drei Zinnen kann man bei guter Fernsicht erspähen. Nach reichlicher Gipfelrast folgt der lange Abstieg über die Aufstiegsroute zurück zur Berliner Hütte. Von hier aus nehmen wir den Direktabstieg über den Weg Nr. 523 in Angriff, der uns an einem schön gestalteten Kriegerdenkmal vorbei zurück zu unserem Ausgangspunkt Breitlahner führt. Der traditionsreiche Alpengasthof steht übrigens seit einigen Jahren unter Denkmalschutz.

Hinweis


alle Hinweise zu Schutzgebieten

Öffentliche Verkehrsmittel

mit Bahn und Bus erreichbar

An- und Rückreise ab Mayrhofen über Ginzling:

Die Linie 4102 Mayrhofen - Ginzling - Schlegeis-Stausee verkehrt von Anfang Juni bis Anfang Oktober in beide Richtungen. Die letzte Bushaltestelle vor der Endstation Schlegeis ist die Bushaltestelle Breitlahner, von der es nur wenige Meter bis zum Alpengasthaus Breitlahner sind. Für die Tour wird unbedingt der erste Bus angeraten.

Anfahrt

Auf der Inntalautobahn bis Anschlussstelle Wiesing. Danach bis zum Gasthof Breitlahner.

Parken

Kostenpflichtiger Parkplatz

Koordinaten

DG
47.062561, 11.751004
GMS
47°03'45.2"N 11°45'03.6"E
UTM
32T 708896 5215789
w3w 
///saugt.alge.unteren
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Buchempfehlungen des Autors

Hochgebirgs-Naturpark Zillertaler Alpen: Wandern im Naturpark Zillertaler Alpen, mit öffentlicher Anreise.

Kartenempfehlungen des Autors

AV-Karte Nr. 35/2 Zillertaler Alpen - Mitte, 1:25.000

AV-Karte Nr. 35/1 Zillertaler Alpen - West, 1:25.000

Buchtipps für die Region

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Kartentipps für die Region

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Ausrüstung

Bergschuhe, Hochtourenausrüstung (Steigeisen, Pickel, Seil)


Fragen & Antworten

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Schwierigkeit
schwer
Strecke
40 km
Dauer
18:30h
Aufstieg
2845 hm
Abstieg
2845 hm
mit Bahn und Bus erreichbar Rundtour Etappentour aussichtsreich Einkehrmöglichkeit Gipfel-Tour

Statistik

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