Logo DAV
Logo OEAV
Logo AVS
1 Monat gratis Pro testen Community
Sprache auswählen
Start Touren Schönbichler Horn, 3134 m
Tour hierher planen Tour kopieren
Wanderung

Schönbichler Horn, 3134 m

Wanderung · Tux-Finkenberg
Verantwortlich für diesen Inhalt
Rother Bergverlag Verifizierter Partner  Explorers Choice 
  • Furtschaglhaus
    / Furtschaglhaus
    Foto: Siegfried Garnweidner, Rother Bergverlag
  • / Schönbichler Scharte
    Foto: Siegfried Garnweidner, Rother Bergverlag
  • / Schönbichler Scharte
    Foto: Siegfried Garnweidner, Rother Bergverlag
  • / Schönbichler Horn
    Foto: Siegfried Garnweidner, Rother Bergverlag
  • / Am Aufstieg
    Foto: Siegfried Garnweidner, Rother Bergverlag
  • / Wasserfall
    Foto: Siegfried Garnweidner, Rother Bergverlag
  • / Ausblick
    Foto: Siegfried Garnweidner, Rother Bergverlag
  • / Ausblick
    Foto: Siegfried Garnweidner, Rother Bergverlag
  • / Nahe dem Gipfel
    Foto: Siegfried Garnweidner, Rother Bergverlag
m 3000 2500 2000 1500 18 16 14 12 10 8 6 4 2 km
Der höchste Wandergipfel

Immer wieder hört und liest man, dass das Schönbichler Horn der höchste und beliebteste Wanderberg der Ostalpen sei. Man kann es ja kaum glauben. Ein Berg mit der stattlichen Höhe von über 3100 m soll sich als »Wandergipfel« ohne jede Fels- und Eisausrüstung in einer beschaulichen Rundtour besteigen lassen! Nun – es stimmt tatsächlich, vorausgesetzt, die Bedingungen passen. Wer nämlich das Pech hat, nach einer Schlechtwetterperiode oder einem Wettersturz am Berliner Höhenweg unterwegs zu sein, der kann sein blaues bzw. weißes Wunder erleben. Wenn nämlich Frau Holle ihr Bettzeug ausgeschüttelt hat, und das tut sie in diesen Höhen auch mitten im Hochsommer, dann wird es auf der hier vorgestellten Route bisweilen kritisch. In solchen Situationen sollte man Schneegamaschen und Leichtsteigeisen mitnehmen – oder auf diese Wanderung ganz verzichten, wenn man an solche hochalpinen Bedingungen nicht gewöhnt ist. Aber sprechen wir von den positiven Seiten dieses beliebten Berges. Neben der grandiosen Rundschau auf die eindrucksvolle Zillertaler Gletscherwelt, vornehmlich zur markanten Hochfeiler-Nordwand, zum Großen Möseler, zu den Hornspitzen und zum makellosen Schwarzenstein, sorgt das Schönbichler Horn nicht nur für die Seele, sondern auch für den Leib, denn in zwei Berghütten können wir auf der langen Tour gemütlich einkehren oder übernachten. Und noch etwas: Die 5,5 km lange Strecke entlang des Schlegeisspeichers und weiter bis zur Talstation der Materialseilbahn kann man gut mit dem Radl zurücklegen. Die Strecke ist fast eben, und Radfahren ist ausnahmsweise nicht verboten. Dadurch spart man bei Auf- und Abstieg insgesamt gut eine Stunde Zeit.
schwer
Strecke 18,3 km
8:00 h
1.454 hm
1.454 hm
Vom Parkplatz Zamsgatterl folgen wir der Fahrstraße zu Fuß oder besser mit dem Radl nach Südosten den Stausee entlang. Dabei kommen wir am Gasthaus Zamsereck vorbei, es geht ein paar Mal geringfügig auf und ab, bis die Straße am Südende des Sees links abdreht. Sie quert den Talgrund auf einem Damm nach Osten und erreicht die Nasse Platte. Dort biegt der Fahrweg wieder rechts ab und steigt deutlich an, bis er noch vor der Talstation der Materialseilbahn die gut beschilderte Wegabzweigung zum Furtschaglhaus erreicht. Dort stellen wir das Fahrrad ab. Nun steigt die Route nach links auf gutem Bergweg relativ steil neben dem tief eingeschnittenen Graben des Furtschaglbachs in Kehren nach Osten auf. Auf der Höhe von 2000 m quert der Weg den Bachgraben nach rechts (Vorsicht bei Vereisung!) und unterquert das Kabel der Materialseilbahn. Auf etwa 2200 m Höhe führt der Weg am eindrucksvollen Wasserfall vorbei und schwingt sich weiter in Kehren zum Furtschaglhaus, 2293 m auf. Gleich hinter dem Unterkunftshaus verlässt man die Route Richtung Möseler nach links, um der Beschilderung zur Berliner Hütte zu folgen. Der Weg führt nun ein wenig den Talboden entlang und knickt dann links ab. Später dreht er wieder nach Osten ab und führt in moderater Steigung am freien Hang mit beeindruckenden Ausblicken auf die höchsten Gipfel der Zillertaler Alpen weiter hinauf. Wieder queren wir einen Bachgraben, und der Aufstieg zieht sich lange den Hang hin. Auf 2600 m Höhe queren wir nochmals einen Bach, dann geht es einen lang gezogenen Gletscherschliff entlang. Auf der Höhe von 2815 m steht ein großer Steinmann. Dort wenden wir uns nach rechts und folgen dem markierten Bergpfad über einen Rücken weiter nach Osten hinauf. Die Vegetation wird karger, und die Schneefelder häufen sich. Ab 2980 m kommen wir in grobes Schieferblockwerk hinein. Unter der Schönbichler Scharte erreichen wir schließlich ein Drahtseil, das sich mit dem Bergweg steil aufschwingt. Bei guten Verhältnissen wird man dieses Hilfsmittel kaum brauchen, bei Schneelage oder Vereisung kann es lebensrettend sein. Schließlich erreichen wir, empfangen von einer gewaltigen Gletscherschau, die kleine Schönbichler Scharte. Hier dreht der Anstieg links ab und führt in ein paar Minuten am luftigen Blockgrat zum Gipfelkreuz des Schönbichler Horns hinauf. Der Abstieg verläuft entlang der Aufstiegsroute. Doch gibt es eine lohnende, sehr beliebte Variante, bei der man allerdings auf die Fahrradunterstützung verzichten muss. Sie führt aus der Schönbichler Scharte auf dem Berliner Höhenweg gegen Osten weiter. Dieser viel begangene Abstiegsweg ist allerdings auf dieser Seite etwas anspruchsvoller, doch mit Drahtseilen gut gesichert. Er bringt uns neben dem wild zerklüfteten Waxeckkees über dem Garberkar talwärts weiter. Vom Ost-Nordostgrat des Schönbichler Horns verabschieden wir uns in der Höhe von 2763 m und gehen nach Südosten ins Garberkar hinunter. Dann schwenken wir nach links (gegen Norden) ab, und auf einer Moräne verzweigt sich die Abstiegsroute. Wer will, kann von dort der Berliner Hütte noch einen Besuch abstatten. Der schnellere Weg ins Tal verläuft aber nach Norden, schnurstracks zum Wirtshaus Alpenrose hinunter, wo wir ein Sträßchen erreichen, das durch den Zemmgrund bis zum Gasthaus Breitlahner hinausläuft. Wenn wir zum Ausgangspunkt zurückwollen, können wir mit dem Linienbus wieder zum Schlegeisspeicher hinauffahren. Für die Abstiegsvariante muss man mit mindestens fünf Stunden rechnen, kommt also dann kaum um eine Übernachtung herum.
Profilbild von Siegfried Garnweidner
Autor
Siegfried Garnweidner
Aktualisierung: 11.07.2017
Schwierigkeit
schwer
Technik
Kondition
Höchster Punkt
3.131 m
Tiefster Punkt
1.780 m

Sicherheitshinweise

Grundsätzlich ist die Wanderung nicht schwierig. Allerdings verlangen der Anstieg zur Schönbichler Scharte und der folgende kurze Gipfelanstieg gute Verhältnisse (kein Schnee) und ein wenig Geschick im alpinen Gelände. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind notwendig (Drahtseilsicherungen).

Start

Parkplatz Zamsgatterl am Schlegeisspeicher, 1778 m. Busverbindung von Mayrhofen. (1.785 m)
Koordinaten:
DD
47.029660, 11.695290
GMS
47°01'46.8"N 11°41'43.0"E
UTM
32T 704792 5211986
w3w 
///schüssel.trank.heilige

Hinweis


alle Hinweise zu Schutzgebieten

Öffentliche Verkehrsmittel

mit Bahn und Bus erreichbar

Koordinaten

DD
47.029660, 11.695290
GMS
47°01'46.8"N 11°41'43.0"E
UTM
32T 704792 5211986
w3w 
///schüssel.trank.heilige
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Buchtipps für die Region

mehr zeigen

Kartentipps für die Region

mehr zeigen

Fragen & Antworten

Stelle die erste Frage

Hier kannst du gezielt Fragen an den Autor stellen.


Bewertungen

Verfasse die erste Bewertung

Gib die erste Bewertung ab und hilf damit anderen.


Fotos von anderen


Schwierigkeit
schwer
Strecke
18,3 km
Dauer
8:00 h
Aufstieg
1.454 hm
Abstieg
1.454 hm
mit Bahn und Bus erreichbar Einkehrmöglichkeit

Statistik

  • Meine Karte
  • Inhalte
  • Bilder einblenden Bilder ausblenden
Funktionen
2D 3D
Karten und Wege
Dauer : h
Strecke  km
Aufstieg  Hm
Abstieg  Hm
Höchster Punkt  Hm
Tiefster Punkt  Hm
Verschiebe die Pfeile, um den Ausschnitt zu ändern.