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Bergtour empfohlene Tour

Schinder über Schinderkar

· 6 Bewertungen · Bergtour · Tegernsee-Schliersee
Profilbild von Johannes Renfordt
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Johannes Renfordt 
  • Ein erster, morgendlicher Blick auf die Gipfelziele
    / Ein erster, morgendlicher Blick auf die Gipfelziele
    Foto: Johannes Renfordt, Community
  • / Blick zurück ins Kar
    Foto: Johannes Renfordt, Community
  • / Das Schindertor gilt es zu erklettern
    Foto: Johannes Renfordt, Community
  • / Blick ins Rotwandgebiet
    Foto: Johannes Renfordt, Community
  • / Guffert
    Foto: Johannes Renfordt, Community
  • / Blick zum Alpenhauptkamm
    Foto: Johannes Renfordt, Community
  • / Schöne Pfade am Abstiegsweg
    Foto: Johannes Renfordt, Community
m 2200 2000 1800 1600 1400 1200 1000 800 600 10 8 6 4 2 km
Kurz und knackig führt diese sportliche Tour aus der Valepp über das Schinderkar auf das aussichtsreiche Gipfelpaar Bayerischer und Österreichischer Schinder.
schwer
Strecke 10,9 km
5:00 h
1.050 hm
1.050 hm

Nomen est omen - der Schinder gehört zu den Gipfeln, deren Bezeichnung leicht nachvollziehbar ist. In dem Fall kommen aber nur diejenigen in den Genuß einer richtigen Schinderei, die über das Schinderkar ansteigen, so wie es in diesem Tourenvorschlag vorgeschlagen wird.

Aus der Valepp kommend führt der Weg leicht ansteigend durch Waldgebiete bis zum Schinderkar. Durch das steile und unangenehm geröllige Kar erfolgt der Aufstieg bis zum Schindertor, einer ca. 3 m hohen Steilstufe, die in leichter Kletterei überwunden wird. Nach einem Abstecher zum Bayerischen Schinder geht es dann zum etwas höheren Österreichischen Schinder, der sich durch einen ungehinderten Blick nach Süden zum Alpenhauptkamm auszeichnet. Der im Vergleich zum sportlichen Aufstieg sehr leichte Abstieg erfolgt über die Trausnitzalm und weiter durch Wälder zum Ausgangspunkt.

Autorentipp

Von der Bushaltestelle Johannesbrücke ist es nicht weit zum ausgeschilderten Forsthaus Valepp. Wer bis zur Busabfahrt noch etwas Zeit übrig hat, kann dort das ein oder andere kühle Getränk genießen. Ein Teil der Busfahrten beginnt auch dort, so dass man nicht unbedingt wieder zurücklaufen muß.
Schwierigkeit
schwer
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Gefahrenpotenzial
Höchster Punkt
Österreichischer Schinder, 1.808 m
Tiefster Punkt
Johannesbrücke, 875 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez
Exposition
NOSW

Sicherheitshinweise

Zwischen Schinderkar und Grat ist eine nahezu senkrechte Steilstufe von etwa 3 Metern zu überwinden, das sogenannte Schindertor. Trotz mehrerer Stahlstifte und dünner Seile verbleibt eine Schwierigkeit von II-. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind für diese Tour unbedingt nötig!

Der beschriebene Aufstiegsweg stellt im ersten Teil einige Anforderungen an das Orientierungsvermögen. Wer sich diesbezüglich unsicher ist, sollte den Weg über die Schlagalm wählen, siehe Literaturangabe!

Start

Bushaltestelle Johannesbrücke in der Valepp (878 m)
Koordinaten:
DG
47.620163, 11.891150
GMS
47°37'12.6"N 11°53'28.1"E
UTM
32T 717236 5278134
w3w 
///kühlen.saal.meiden

Ziel

Bushaltestelle Johannesbrücke in der Valepp

Wegbeschreibung

An der Bushaltestelle Johannesbrücke der in Fahrtrichtung rechten, nach Westen führenden Straße folgen. Nach einigen wenigen Metern linkerhand über eine Brücke die Weiße Valepp zu einem Parkplatz queren. Dort führt steil ein Forstweg in die Höhe, der sich kurz darauf verzweigt. Hier nach rechts wenden und in westliche Richtung, später südwestliche Richtung immer dem Forstweg folgen. Kurz vor Punkt 1055 endet an einer Lichtung der Forstweg. Geradeaus setzt sich ein kleiner, nicht gekennzeichneter Fußpfad über eine Wiese fort, der dann etwas nach rechts versetzt zum Waldrand in gleicher Richtung weiterführt. Durch eine flach geneigte, weite Rinne führt der Pfad, immer schwächer ausgeprägt, in südwestlicher Richtung durch den Wald. Kurz vor Punkt 1130 ist der Pfad dann nur noch sehr schwer aufzufinden. Wer sich hier unsicher fühlt, quert das Latschenfeld unschwierig nach Westen zum parallel führenden Weg, der von der Schlagalm hinaufführt.

Nach der Einmündung in den Hauptweg wird das Gelände steiler. Bald darauf zweigt rechterhand ein kleinerer, markierter Pfad ab. Dieser Abzweig ist leicht zu übersehen und unbedingt zu wählen; der breite, nicht markierte Hauptweg weiter hinauf führt in Richtung Trausnitzeck und stellt eine Sackgasse dar!
Nun wird der Weg zunehmend mühsam, die gewaltigen Geröllmassen des Schinderkars erschweren das zügige Gehen. Auch hier empfiehlt es sich, sehr auf die Markierungen zu achten, um den Weg nicht verlieren. Im Vergleich zu der Geröllrinne, die vom Schindertor hinab führt, führt der markierte Weg etwas rechterhand und weniger anstrengend das Kar hinauf. An den ersten Ausläufern der Wände angekommen, zieht der Weg etwas nach links und daraufhin unangenehm steil auf sehr rutschigem feinen Geröll weiter zum Schindertor hinauf. Diese feine Klettereinlage (II-) wird durch ein paar Stahlstifte und dünne Seile unterstützt. Steil führt der Weg gesichert weiter bis zum Sattel zwischen Bayerischen und Österreichischen Schinder.

Je nach Geschmack wendet man sich nun zunächst in einem kleinen Abstecher nach rechts, um dem Bayerischen Schinder unschwierig einen Besuch abzustatten. Am dortigen Gipfelgrat angekommen führt der Weg links zum Gipfelkreuz, rechts zur höchsten Erhebung. Nach der Rückkehr zum Sattel  oberhalb des Schindertors geht es dann ostwärts weiter. Nach einigen flachen Metern folgt linkerhand eine steile Rinne, die teilweise mit Seilen gesichert (Schwierigkeit I) zum Grat des Österreichischen Schinders führt. Dort führt der Weg unschwierig weiter durch Latschen in wenigen Minuten bis zum Gipfel. Dieser ist nicht nur wenige Meter höher, sondern auch deutlich geräumiger als der Bayerische Schinder, so dass für eine Pause mehr Platz zur Verfügung steht.

Im Abstieg führt der Weg auf dem Grat nach Osten weiter, bevor es in einem großen Halbkreis über einen Gratausläufer nach rechts zur sehr einfach bewirtschafteten Trausnitzalm geht. Über ein Windwurfgebiet, dass die Natur langsam wieder aufforstet, führt der Weg zu einer Forststraße, die gequert wird. Einige Meter weiter wird eine zweite Forststraße in einer Kehre erreicht. Auf dem abwärts führenden Teil kurz weiter und dann an einem deutlich zu erkennenden Wegweiser links hinab. Es folgt nun der landschaftlich schönste Teil des Tages. Durch schöne Wälder führt der Weg meist recht flach und gut zu gehen über drei Bäche der Bergflanke entlang nach Norden. Sobald der vierte Bach erreicht wird, der dieses Mal über eine löchrige, etwas morsche Brücke gequert wird, ist der Parkplatz bzw. die Bushaltestelle nur noch wenige Gehminuten entfernt: über die bereits vom Hinweg bekannte Brücke wird die Weiße Valepp am Parkplatz gequert ud die Bushaltestelle rechterhand erreicht.

Hinweis


alle Hinweise zu Schutzgebieten

Öffentliche Verkehrsmittel

mit Bahn und Bus erreichbar

Obwohl das Gipfelziel unmittelbar an der österreichischen Grenze und sehr abgelegen liegt, ist der Ausgangspunkt von München aus sehr leicht und schnell mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen.

Die Bayerische Oberlandbahn fährt stündlich von München nach Fischhausen-Neuhaus. Dort besteht direkt am Bahnhof ein sehr guter Anschluss an den Bus 9562 zum Spitzingsee. An der Endhaltestelle Spitzingsee Kirche fährt der Bus 9560 unmittelbar im Anschluss weiter in die Valepp.

Die Rückfahrt erfolgt gleicherweise in umgekehrter Reihenfolge, ebenfalls mit guten Anschlüssen. Ab der Johannesbrücke besteht nachmittags derzeit etwa ein halbstündiger Takt zum Spitzingsee, alternativ kann die Rückfahrt auch über Rottach-Egern und Tegernsee erfolgen.

Anfahrt

Über die A8 bis zur Anschlußstelle Holzkirchen. Weiter auf der B318 über Gmund und Tegernsee nach Rottach-Egern. Dort links ins Rottachtal und weiter auf der Mautstraße in die Valepp.

Parken

An der Johannesbrücke befindet sich ein Parkplatz mit begrenzter Kapazität. Unter Umständen finden sich am Forsthaus Valepp noch freie Plätze. Grundsätzlich ist der Parkraum in der Valepp sehr knapp, die Anfahrt mit dem eigenen PKW ist nicht zu empfehlen.

Koordinaten

DG
47.620163, 11.891150
GMS
47°37'12.6"N 11°53'28.1"E
UTM
32T 717236 5278134
w3w 
///kühlen.saal.meiden
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Buchempfehlungen des Autors

Für den alternativen Aufstieg über die Schlagalm siehe Abler, Sommer: "Mit Bus und Bahn in die Münchner Berge". Bergverlag Rother, 2. Auflage 2009.

Kartenempfehlungen des Autors

Alpenvereinskarte BY 15 Mangfallgebirge Mitte

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Ausrüstung

Das Schinderkar ist sehr steil und geröllig; festes und genügend hohes Schuhwerk ist unbedingt nötig. Im Schindertor sind Handschuhe ggf. hilfreich, da die Sicherungen teilweise etwas scharfkantig sind.

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Bewertungen

4,8
(6)
Uli Bräunling
21.09.2019 · Community
Eine wunderschöne Rundtour, die einen für diese Höhe fantastischen alpinen Charakter hat. Das Geröllfeld unterhalb dem Felsentor ist etwas lästig. Die Kletterstelle ist sehr gut seilversichert und gut zu bewältigen. Oben hat man einen überwältigenden Blick auf den steilen Nordhang. Ein Donnerstag, Bombenwetter und wenig Menschen. Eine Tour für die Seele.
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Gemacht am 19.09.2019
Talblick durch das Felsentor
Foto: Uli Bräunling, Community
Felsentor vom Sattel
Foto: Uli Bräunling, Community
Bayerischer Schinder
Foto: Uli Bräunling, Community
Bayerischer Schinder
Foto: Uli Bräunling, Community
Foto: Uli Bräunling, Community
Dom H
16.07.2018 · Community
Gemacht am 15.07.2018
Adam Pyschny 
02.07.2018 · Community
Eine sehr schöne und schwere zugleich Rundtour zum Schinder über Schinderkar. Mühsamer Anstieg bis zum Tor(Geröll),dann kleine Kletterstelle ,seilgesichert mit einigen Stahlstiften.Bei dieser Tour haben wir nur wenige Bergfreunde getroffen (wir waren sogar am Gipfel ganz alleine).Abstieg durch Terausnitzalm zum Valepp.
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Montag, 2. Juli 2018 21:23:03
Foto: Adam Pyschny, Community
Montag, 2. Juli 2018 21:23:17
Foto: Adam Pyschny, Community
Montag, 2. Juli 2018 21:23:28
Foto: Adam Pyschny, Community
Montag, 2. Juli 2018 21:23:35
Foto: Adam Pyschny, Community
Montag, 2. Juli 2018 21:23:48
Foto: Adam Pyschny, Community
Montag, 2. Juli 2018 21:25:06
Foto: Adam Pyschny, Community
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Fotos von anderen

Talblick durch das Felsentor
Felsentor vom Sattel
Bayerischer Schinder
Bayerischer Schinder
+ 13

Bewertung
Schwierigkeit
schwer
Strecke
10,9 km
Dauer
5:00 h
Aufstieg
1.050 hm
Abstieg
1.050 hm
mit Bahn und Bus erreichbar Rundtour aussichtsreich Einkehrmöglichkeit Gipfel-Tour ausgesetzt versicherte Passagen Kletterstellen

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