Logo DAV
Logo OEAV
Logo AVS
1 Monat gratis Pro testen Community
Sprache auswählen
Start Touren Scheienflue
Tour hierher planen Tour kopieren
Wanderung

Scheienflue

Wanderung · Montafon
Profilbild von Thomas Wilken
Verantwortlich für diesen Inhalt
Thomas Wilken
  • /
    Foto: Thomas Wilken, Community
  • /
    Foto: Thomas Wilken, Community
  • /
    Foto: Thomas Wilken, Community
m 2400 2300 2200 2100 2000 1900 1800 1700 1600 8 6 4 2 km
Wächter über St. Antönien Bestaunt wird sie oft, die Scheienflue (2628 m), bestiegen indes eher selten. Zu imposant fallen die Steilabstürze ihrer Westwand direkt über Partnun ab, die schrofendurchsetzte Ostseite dagegen ist leicht zu begehen. Ähnlich verhält es sich aber bei Sulzflue und Drusentürmen auch, so dass diese höheren und vor allem bekannteren Berge sich bei Bergsteigern größerer Beliebtheit erfreuen. Rätschenhorn und Madrisahorn liegen ebenfalls in direkter Nachbarschaft zur Scheienflue und erhalten größeren Zuspruch. Buchbar ist diese Tour auch unter: www.suedamerikatours.de
leicht
Strecke 9,4 km
6:00 h
654 hm
645 hm
Wächter über St. Antönien Bestaunt wird sie oft, die Scheienflue, bestiegen indes eher selten. Zu imposant fallen die Steilabstürze ihrer Westwand direkt über Partnun ab, die schrofendurchsetzte Ostseite dagegen ist leicht zu begehen. Ähnlich verhält es sich aber bei Sulzflue und Drusentürmen auch, so dass diese höheren und vor allem bekannteren Berge sich bei Bergsteigern größerer Beliebtheit erfreuen. Rätschenhorn und Madrisahorn liegen ebenfalls in direkter Nachbarschaft zur Scheienflue und erhalten größeren Zuspruch. Aber auch die Scheienflue besitzt die typischen Vorzüge der großen Rätikonberge. Von der Ostseite ein leichter Anstieg, eine charakteristisch geformte Felsbastion und eine Steilwand, welche nur von Extremalpinisten zu durchsteigen ist und oft Sportkletterer anzieht. Dazu befinden sich mehrere Höhlen in den unteren Abschnitten ihrer Wände, und als Krönung der tiefblaue Partnunsee direkt unterhalb der Wandflucht. Außerdem führt ein ganz beträchtlicher Teil dieser Tour durch helle, zauberhaft wirkende Karstlandschaften, welche vor allem durch ein feinmaschiges Rillensystem gekennzeichnet sind. Ein wahres Kalendermotiv stellt die Scheieflue von St Antönien aus dar, wo sie als breite Mauer den Talschluss beherrscht. Im Winter gilt St. Antönien als Skitourenparadies mit fantastischen Abfahrtsmöglichkeiten, auch das Schneeschuhwandern ist hier weit verbreitet. Eine der lohnensten davon ist die Scheienflue, aber auch im Sommer haben sowohl die Region als auch die Tour einiges zu bieten. Die Hauptgefahr bei winterlichen Touren stellen nicht nur im St. Antöniertal, aber vor allem dort, Lawinen dar. Das hat menschlich verursachte Hintergründe, denn vor rund 700 Jahren rodeten die ersten Walser den Bergwald und bauten aus dem geschlagenen Holz ihre typischen und charakteristischen Walserhäuser. Dadurch aber war die bisher wichtigste Säule des Lawinenschutzes dahin. Doch was der Wald kann, meint der Mensch ja auch zu können, daher mussten am Chuenihorn 12 Kilometer weit reichende Lawinenverbauungen errichtet werden, die mittlerweile als Wahrzeichen des Ortes gelten. Sie werden als „Symbol des Wiederstandes gegen die wilde Natur" bezeichnet. Doch diese wird sich auf Dauer zu wehren wissen, dem historisch einzigartigen Größenwahn der Menschheit zum Trotz. Langfristig wird sich die Natur immer durchsetzen, was sich häufende Umweltkatastrophen in den vergangenen Jahren im Alpenraum bestätigen. Zudem sind diese Verbauungen nicht unbedingt ein Symbol für Ästhetik. Ja, eigentlich stehen sie dem Werbeslogan St. Antöniens von der ursprünglichen Natur diametral entgegen. Zwischen diesen für schlappe 12 Millionen Franken errichteten Kunstbauten wächst am Chuenihorn wieder junger Wald als natürlicher Schutz, üppiger als der hiesigen Waldgenossenschaft lieb ist, denn ihre Weideflächen verwandeln sich allmählich wieder in Bergwaldgebiete. Die Frage ist, wie lange diese sich dann erhalten dürfen. Auf die direkte Umgebung der Scheienflue trifft der Slogan „ Bergseen, Blumenwiesen, Kletterfelsen und Höhlen; Tiefschneespuren, Skitouren und Wanderungen mit oder ohne Ski“ allerdings noch in hohem Maße zu. Dies jedoch soll geändert werden, eine Erweiterung des Skizirkus der Madrisa bis ins St Antönier Joch ist angedacht worden, gottlob aber liegt das Projekt nicht zuletzt dank eines massiven Widerspruches diverser Umweltgruppen erst einmal auf Eis. ¤ Der Wegverlauf: Zu Sarottlafurka Gängigster, auf jeden Fall aber billigster Ausgangspunkt ist St. Antönien bzw. der Parkplatz direkt hinter dem Ort. Wer mit dem Auto anreist, kann auch bis Partnun weiterfahren und dort für 5 Franken pro Tag parken und natürlich auch starten. Leider ist dieser Fahrweg auch der erste Teil des Anstiegsweges von St. Antönien aus, aber zum Glück hat man dort immer die wuchtigen Westabstürze des Tageszieles vor Augen, was auch diesen Wegabschnitt erträglich macht. Partnun liegt auf gut 1.800 Metern Höhe und besteht nur aus einigen Ferienhäusern und Gaststätten. Direkt am Parkplatz beginnt der Weg in Richtung Sarottlafurka. Er führt zur Rechten in das Tal hinein und quert direkt unter den, von hier wie mit dem Messer abgeschnitten wirkenden, Westabstürzen des Berges. Nach kurzer Zeit wendet sich der Weg nach links, jetzt steiler werdend, der Sarottlafurka zu. Ganz dicht führt er an in die Wand hineingefressenen Höhlen vorbei, welche eine kleinen Abstecher Wert sind. Am ersten Passübergang auf der Südseite des Berges biegen wir auf ein nun recht flaches Wegstück in Richtung Norden (links) ein und folgen dem Weg durch eine weite, grasige Ebene. Dunkle und bizarre Felsformationen beherschen hier das Bild. Ein Gegenstück zu diesen bilden links Weißplatte und Scheienflue mit ihren rasendurchsetzten, hellen Kalkfelsen. Der erste der beiden Gipfel ist die Scheienflue, sobald uns ein zuerst grasiger Abschnitt auffällt biegen wir nach Links oder Westen in die Flanke ein. Zum Gipfel Schwierigkeiten gibt es nur bei der Wegsuche, aber einige schwache Steigspuren helfen uns darüber hinweg. Einige flache, plattige Felsen stellen sich uns in den Weg, überschreiten aber nirgends den ersten Schwierigkeitsgrad. Direkt unter einer kleinen Einsattlung wenden wir uns nach rechts um über Rasenflächen und sehr leichte Felsen den weiträumigen Gipfel zu erreichen. Eine ganze Büffelherde hätte Platz auf diesem großflächigen Plateau. Trotzdem beeindrucken vor allem die Tiefblicke die Wand hinunter auf Partnun und zum Partnunsee. Nebenan schwingt sich die steilwandige Sulzflue noch einige Meter höher auf, die Südseite wird von den großen Silvrettaberge, allen voran dem gigantischen Piz Linard, beherrscht. Zurück suchen wir uns wieder den gleichen und hoffentlich besten Weg durch die Ostflanke um zum Passweg zurückzukehren. Die Umrundung Nun bietet es sich an, die wenigen Höhenmeter bis ganz zum Sarottlapass hinaufzusteigen und den Beschilderungen nach Partnun und zum See zu folgen. Hierfür ist allerdings noch ein größerer Zwischenaufstieg notwendig, aber einige zusätzliche Höhenmeter müssten dank der bisherigen Kürze der Tour allemal drin sein. Und der Weg lohnt sich: Er führt durch einsame Karstlandschaften, mit kleinen Seeaugen und Rasenhängen durchsetzt. Um den kompletten Bergstock der Weißplatte führt der Weg herum und abkürzen können wir aufgrund der sehr steilen Felsgebilde über uns nicht. Trotzdem ist nach ein bis anderthalb Stunden der felsige Sattel über dem Partnunsee erreicht. Bewundernd schauen wir auf zu den fast senkrechten Südabstürzen der Sulzflue und können vielleicht auch einige Kletterer entdecken. In steilen Serpentinen führt der Weg hinunter, bis wir am Ufer des tiefblauen Sees angelangt sind. Welch freudige Überraschung - liegt doch hier ein für jedermann zugängliches Ruderboot am Ufer, das wir benutzen können, wenn es nicht gerade belegt ist, was allerdings öfters vorkommt. Die Gemeinde hat neben dem Steg eine opferstockähnliche Dose im Fels angebracht, wo die Bootsfahrt gleich unbürokratisch bezahlt werden kann. Es gibt also doch noch so etwas wie Vertrauen in die Ehrlichkeit der Bergsteiger. Der weitere Abstieg nach Partnun dauert keine halbe Stunde mehr und ist bestens beschildert.

Autorentipp

einer der schönsten Seen Graubündens Bootfahrgelegenheit gewaltige Wände mit Höhlen malerische Passlandschaften Tiefbllicke vom Allerfeinsten
Schwierigkeit
leicht
Technik
Kondition
Höchster Punkt
2.354 m
Tiefster Punkt
1.769 m

Start

Koordinaten:
SwissGrid
2'783'988E 1'208'019N
DD
46.997695, 9.858008
GMS
46°59'51.7"N 9°51'28.8"E
UTM
32T 565233 5205265
w3w 
///paare.heizung.bestenfalls

Hinweis


alle Hinweise zu Schutzgebieten

Koordinaten

SwissGrid
2'783'988E 1'208'019N
DD
46.997695, 9.858008
GMS
46°59'51.7"N 9°51'28.8"E
UTM
32T 565233 5205265
w3w 
///paare.heizung.bestenfalls
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Buchtipps für die Region

mehr zeigen

Kartentipps für die Region

mehr zeigen

Fragen & Antworten

Stelle die erste Frage

Hier kannst du gezielt Fragen an den Autor stellen.


Bewertungen

Verfasse die erste Bewertung

Gib die erste Bewertung ab und hilf damit anderen.


Fotos von anderen


Schwierigkeit
leicht
Strecke
9,4 km
Dauer
6:00 h
Aufstieg
654 hm
Abstieg
645 hm

Statistik

  • Meine Karte
  • Inhalte
  • Bilder einblenden Bilder ausblenden
Funktionen
2D 3D
Karten und Wege
Dauer : h
Strecke  km
Aufstieg  Hm
Abstieg  Hm
Höchster Punkt  Hm
Tiefster Punkt  Hm
Verschiebe die Pfeile, um den Ausschnitt zu ändern.