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Schafreiter und Fleischbank

Bergtour · Tölzer Land
Profilbild von Johannes Renfordt
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Johannes Renfordt 
  • Diese gewaltige Rinne über 600 Höhenmeter liegt glücklicherweise auf der anderen Talseite
    Diese gewaltige Rinne über 600 Höhenmeter liegt glücklicherweise auf der anderen Talseite
    Foto: Johannes Renfordt, Community
m 2000 1500 1000 500 20 15 10 5 km
Gemütliche Zweitagestour im Vorkarwendel
mittel
Strecke 24,8 km
10:00 h
1.875 hm
1.736 hm
2.102 hm
792 hm

Nördlich der großartigen Karwendelketten findet sich mit dem Vorkarwendel eine ruhige und unaufgeregte Berggruppe mit einer Vielzahl an attraktiven Bergzielen. Zwar nicht ganz der höchste, aber sicherlich der aussichtsreichste Gipfel in der Gruppe ist der Schafreiter, der auch als Scharfreiter oder Schafreuter bekannt ist. Er bietet umfassende Ausblicke nach Norden zu den bekannten Münchner Hausbergen, aber von seinem Gipfel lassen sich auch vorzüglich die steil aufragenden Gipfel der Hinterautal-Vomper-Kette studieren. Etwas unterhalb des Gipfels liegt die Tölzer Hütte, die sich als ausgezeichneter Stützpunkt für diese Zweitagestour geradezu anbietet.

Von Vorderriß geht es zunächst flach ins Rißtal hinein, bis endlich der Anstieg auf dem Reitsteig beginnt. Dieser leitet durch meist dichte Wälder hinauf zur Moosenalm, die erste faszinierende Einblicke in die Nordwestflanke des Schafreiters ermöglicht. Aus dieser Perspektive zeigt sich das Gipfelziel des ersten Tages abweisend und unzugänglich. Aber überraschend einfache Steige führen auf der sanften, grasigen Seite des langgezogenen Nordwestkamms hinauf zum Gipfelkreuz. Nach der ausgiebigen Gipfelpause geht es auf der anderen Seite abschnittsweise unangenehm steil hinab zur Tölzer Hütte, dem Tagesziel des ersten Tages. Der zweite Tourentag beginnt mit dem Übergang über steile und grasige Hänge zur Baumgartenalm. Diese liegt am Fuß des langgezogenen Aufstiegs, der an der Ochsenalm vorbei in den Sattel zwischen Hölzelstaljoch und Fleischbank führt. Von dort sieht der Steig hinauf zur Fleischbank sehr kräftezehrend aus, aber es dauert glücklicherweise nicht lange, bis das kleine Gipfelkreuz durchaus etwas mühsam erreicht ist. Der Abstieg führt über zumeist sehr gut zu gehende Steige ins Rißtal, das in etwa auf Höhe der Einmündung des Johannestals erreicht wird. Ob man im Tal nun zur nahegelegenen Bushaltestelle an der Mautstation oder doch weiter nach Hinterriß spaziert, hängt dann nur noch von den persönlichen Präferenzen und der Abfahrt des nächsten Busses ab.

Autorentipp

Die Tölzer Hütte liegt sehr günstig, um im Morgengrauen einen Abstecher auf den Schafreiter zu unternehmen - der Lohn des frühen Aufstehens ist ein großartiger Sonnenaufgang!
Schwierigkeit
mittel
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Gefahrenpotenzial
Höchster Punkt
Schafreiter, 2.102 m
Tiefster Punkt
Vorderriß, 792 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez
Exposition
NOSW

Wegearten

Asphalt 2,55%Schotterweg 24,72%Naturweg 6,64%Pfad 57,53%Straße 8,28%Unbekannt 0,25%
Asphalt
0,6 km
Schotterweg
6,1 km
Naturweg
1,6 km
Pfad
14,3 km
Straße
2,1 km
Unbekannt
0,1 km
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Sicherheitshinweise

Die Wege und Steige sind weitgehend in einem guten Zustand. Dennoch ist besonders im abschnittsweise versicherten Abstieg vom Schafreiter zur Tölzer Trittsicherheit erforderlich und bedingte Schwindelfreiheit hilfreich.

Weitere Infos und Links

Fahrpläne für die An- und Abreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln und die Möglichkeiten der Sondertickets sind unter http://www.rvo-bus.de/oberbayernbus/view/freizeittipps/wanderbusse/bergsteigerbus.shtml zu finden.

Start

Bushaltestelle Vorderriß Grenze (791 m)
Koordinaten:
DD
47.553790, 11.435421
GMS
47°33'13.6"N 11°26'07.5"E
UTM
32T 683227 5269582
w3w 
///anfangs.ding.entkam
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Ziel

Bushaltestelle Hinterriß Gasthof Post

Wegbeschreibung

1. Tag

Die Bushaltestelle Vorderriß Grenze liegt auf Höhe einiger Häuser und einer Einmündung eines Wegs. Diesem nun linkshaltend geringfügig ansteigend durch den Wald in Richtung Vorderriß folgen, jedoch kurz vor der rasch erreichten Freifläche scharf nach rechts abbiegen. Dieser Karrenweg verläuft nun - parallel zur etwas unterhalb liegenden Straße - ins Rißtal hinein. Dabei werden zunächst alle Abzweigungen ignoriert, bis schließlich der Weg unmittelbar nach einer markanten Linkskurve in einen querenden Forstweg einmündet. Hier rechts halten und in der Folge zur Straße hinabgehen. Für ca. 100 Meter nun entlang der Landstraße weiter ins Tal hineingehen und gleich bei der ersten Möglichkeit nach links abbiegen. Ein kleiner Weg führt zu einem in der Regel trockenen Graben, steigt in der Folge noch recht gemütlich an und mündet schließlich in einen Fahrweg ein. Diesem nun weiter ansteigend durch den Wald folgen und an einer ersten Verzweigung rechts halten. Wenig später wird eine zweite Verzweigung in einem direkten, gradlinienigen Ansteig erreicht. Hier erneut rechtshalten und einem schmaleren, kaum mehr Höhe gewinnenden Weg, der sich rasch zu einem Steig verjüngt, in einen Geländeeinschnitt hineingehen. Nachdem der kleine Bach gequert worden ist, beginnt auf der anderen Talseite der meist gleichmäßige, kurvenreiche Anstieg entlang der Nordflanke des nicht sichtbaren Moosenkopfs. Nach einer zweiten Bachquerung werden wenig später die ersten Almflächen in einem Geländesattel erreicht. Dort rechts haltend am Waldrand über oft feuchtes Gelände zur Moosenalm weiter hinaufsteigen.

Auf der Höhe des Almgebäudes wird ein Fahrweg gequert, wenig später stößt von rechts der von der Oswaldhütte hinaufführende Steig hinzu. Einige Meter später nun gilt es eine Entscheidung zu treffen: Geradeaus führt ein Steig direkt zur Tölzer Hütte, aber bei guten Bedingungen lohnt es sich, nun links abzuzweigen. Dieser Steig steigt durch die Latschenzone rasch zum Kälbereck an und folgt nun dem Gratverlauf zunächst durch weitere Latschen, später über Wiesen zum Gipfel des Schafreiters. Nach der aussichtsreichen Gipfelpause wird der Gipfelaufbau zunächst steil nach Süden verlassen, der Steig wendet sich jedoch rasch nach links und folgt nun dem Gratverlauf. Vorbei an einer zum Bauen einladenden Steinmann-Stadt wendet sich der Steig bald nach rechts und führt stellenweise unangenehm steil hinab zur bereits nahen Tölzer Hütte.

2. Tag

Nach einem ausgiebigen Frühstück beginnt der zweite Tourentag mit einer gemütlichen Passage zur Baumgartenalm. Dafür für wenige Meter dem vor der Tölzer Hütte beginnenden Abstiegsweg ins Rißtal folgen, aber gleich links halten und mit nur noch geringen Höhenverlusten die steilen Flanken des Delpsjochs queren. Sobald der Weg um eine Geländekante biegt, zeigt sich das wuchtige Schönalmjoch, an dessen Fuß - und jenseits eines kleinen zu passierenden Geländesattels - bereits die Baumgartenalm erreicht wird. Kurz hinter den letzten Almgebäuden zweigt nach rechts ein Fahrweg ab, der hinauf zur Ochsenalm leitet und dort endet. Ein Steig setzt fort, der in einer weiten Linkskurve feuchtes Gelände halbherzig zu umgehen versucht und nunmehr in der Gegenrichtung eine Lücke Nordkamm der Fleischbank anvisiert. Auf der anderen Seite wird zunächst recht flach die Nordostflanke der Fleischbank gequert, der Steig dreht aber schließlich nach rechts und erreicht abschnittsweise zügig ansteigend eine Einsattelung im Grasbergkamm zwischen Hölzelstaljoch und der Fleischbank. Rechtshaltend nun der Kammlinie zunächst sehr steil, später flacher bis zum Gipfelkreuz der Fleischbank folgen.

Nach der ausgiebigen und aussichtsreichen Pause geht es an den Abstieg ins Rißtal. Dafür die vorherige Gehrichtung fortsetzen und meist in der Nähe des Grats nach Westen absteigen. Sobald von links ein Steig hinzukommt wird wenig später eine Verzweigung erreicht. An dieser scharf nach links abzweigen und dem sehr guten Steig oft recht gemütlich und alle Abzweigungen ignorierend bis ins Tal zur Einmündung in die Straße folgen. Nun der Straße nach rechts zur Mautstelle folgen, an der eine erste Bushaltestelle eine Rückfahrmöglichkeit nach Vorderriß und Lenggries bietet. Wer lange auf den Bus warten würde oder noch eine Einkehr in Hinterriß bevorzugt, folgt weiter der Fahrstraße. Sobald sich diese nach links wendet (und umittelbar folgend den Rißbach überquert) geradeaus weitergehen und einem Karrenweg folgen, der in recht direkter LInie nach Hinterriß leitet. Nach einem Gebäude und noch vor dem Jagdschloß links halten und den Rißbach queren. Auf der anderen Seite nun rechts halten und dem Straßenverlauf über einen kleinen Hügel zum Gasthof zur Post und der dortigen Bushaltestelle folgen.

Hinweis


alle Hinweise zu Schutzgebieten

Öffentliche Verkehrsmittel

mit Bahn und Bus erreichbar

Der Ausgangspunkt bei Vorderriß zwischen Vorder- und Hinterriß ist während der Sommermonate wie folgt zu erreichen:

  • Mit der Bayerischen Oberlandbahn bis nach Lenggries fahren. Von dort fährt bis zu fünfmal täglich der Bergsteigerbus, Linie 9569 der RVO, in Richtung Eng.
  • An Werktagen bestehen weiterhin Fahrtmöglichkeiten aus Richtung Garmisch-Partenkirchen über Krün und Wallgau in Richtung Eng. Dieser Bus hält jedoch nur in Vorderriß am Gasthof Post, was jedoch nur wenige Minuten zusätzliche Gehzeit mit sich bringt.

Die Rückfahrt erfolgt von der Haltestelle am Gasthof Post in Hinterriß, die von beiden Linien angefahren wird.

Anfahrt

Das abgelegene Rißtal im Herzen des Karwendels lässt sich mit dem Auto wie folgt erreichen:

  • Auf der A 8 München - Salzburg bis zur Anschlußstelle Holzkirchen (97). Dort auf der B 318 bis zur Abfahrt Großhartpenning/Mitterdarching/Oberlaindern/Holzkirchen fahren. In der Holzkirchner Ortsmitte links auf die B 13 in Richtung Bad Tölz abbiegen und der B 13 an Lenggries vorbei bis zum Sylvensteinspeicher folgen. Auf der Dammkrone nach rechts auf die B 307 abbiegen und dieser bis Vorderriß folgen.
  • Aus dem Inntal die Inntalautobahn Kufstein - Innsbruck bis zur Anschlussstelle Wiesing (39) fahren. Weiter auf der Achenseestraße B 181 zum Achensee und weiter in Richtung Achenpass fahren. Kurz vor diesem nach links auf die B 307 abzweigen und dieser am Sylvensteinsee vorbei nach Vorderriß folgen.
  • Von der B 2, Garmisch-Partenkirchen - Mittenwald nahe Krün auf die B 11 mit Fahrtrichtung München abfahren. Der Bundesstraße durch Krün nach Wallgau folgen und schon nahe des Wallgauer Ortsendes nach rechts auf die Mautstraße abbiegen, die durch das Isartal nach Vorderriß führt.

Parken

In Vorderriß am Gasthof Post vorbeifahren und für wenige Augenblicke der Straße in Richtung Hinterriß folgen. Bereits ausgangs der Linkskurve können auf der rechten Straßenseite PKW sehr gut auf dem befestigten Seitenstreifen abgestellt werden.

Koordinaten

DD
47.553790, 11.435421
GMS
47°33'13.6"N 11°26'07.5"E
UTM
32T 683227 5269582
w3w 
///anfangs.ding.entkam
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Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Kartenempfehlungen des Autors

Alpenvereinskarte BY 12 Karwendelgebirge Nord - Schafreiter

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Ausrüstung

Festes Schuhwerk ist für diesen Tourenvorschlag obligatorisch. Für die Abstiegspassagen sind, je nach Geschmack, ggf. Stöcke hilfreich.

Für die Übernachtungen in der Tölzer Hütte ist ein Hüttenschlafsack erforderlich. Handtuch, Zahnbürste und Alpenvereinsausweis nicht vergessen!


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Schwierigkeit
mittel
Strecke
24,8 km
Dauer
10:00 h
Aufstieg
1.875 hm
Abstieg
1.736 hm
Höchster Punkt
2.102 hm
Tiefster Punkt
792 hm
mit Bahn und Bus erreichbar Etappentour aussichtsreich Einkehrmöglichkeit Gipfel-Tour versicherte Passagen Von A nach B Grat

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