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Alpinklettern

Sarner Scharte: Sarner Verschneidung

Alpinklettern · Südtirols Süden
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AVS Referat Bergsport & HG Verifizierter Partner 
  • Sarner Scharte Westansicht, linker Teil
    / Sarner Scharte Westansicht, linker Teil
    Foto: Luca De Giorgi, AVS Referat Bergsport & HG
  • / Sarner Scharte Wandbild
    Foto: Luca De Giorgi, AVS Referat Bergsport & HG
  • / Topo Sarner Scharte der Touren "Sarner Verschneidung" und "Sarner Kante"
    Foto: Luca De Giorgi, CC BY-SA, AVS Referat Bergsport & HG
  • / Die markante Verschneidung
    Foto: Johannes Kaufmann, CC BY-SA, AVS Referat Bergsport & HG
  • / Johannes auf der Traverse kurz vor dem Katzenbuckel
    Foto: Luca De Giorgi, CC BY-SA, AVS Referat Bergsport & HG
  • / Johannes in der Verschneidung
    Foto: Luca De Giorgi, CC BY-SA, AVS Referat Bergsport & HG
  • / Sarner Scharte: Einstige Steinkötterpfeiler
    Foto: Peter Warasin, CC BY-ND, AVS Referat Bergsport & HG
  • / Parkplatz hinter dem Riedlerhof
    Foto: Peter Warasin, AVS Referat Bergsport & HG
  • / Hofschenke Tengler
    Foto: Peter Warasin, AVS Referat Bergsport & HG
  • / Stöckl mit Übersichtskarte und Topos
    Foto: Peter Warasin, AVS Referat Bergsport & HG
  • / Gipfelkreuz der Sarner Scharte
    Foto: Peter Warasin, AVS Referat Bergsport & HG
m 2800 2600 2400 2200 2000 1800 1600 1400 1200 7 6 5 4 3 2 1 km Parkplatz hinter dem Riedlerhof Gipfelkreuz der Sarner Scharte Bildstock am … Topos Hofschenke Tengler Hofschenke Tengler
Interessante Variante entlang einer ästhetischen Verschneidung
mittel
7,3 km
8:45 h
949 hm
948 hm

Die „Sarner Verschneidung“ ist die leichteste Zustiegsvariante zum markanten Grat des Steinkötterpfeilers. Über mittelmäßigen Fels in den ersten Seillängen gelangt man zur Verschneidung, dem Herzstück der Tour. Die zwei lohnenden Seillängen bieten schöne Kletterpassagen in festem und rauem Gestein, teils in der Verschneidung und teils auf der linken Platte. Nach starken Regenfällen können Teile der Verschneidung länger nass bleiben. Die Tour endet nach der 6. SL und folgt dann den gemeinsamen Ausstiegsseillängen des Pfeilers zum Gipfel.

 

1. [30 m, III, 1 NH]: Selber Start wie die „Sarner Kante“, am unteren Ende der Geröllrinne, auf einem Podest mit Steinmännchen und schwarzem Seil um Köpfl. Querung nach rechts oberhalb der Geröllrinne zum NH. Entweder schwierige Passage rechts über leichtes Gelände umgehen (III) oder über den Riss mit athletischem Zug (V+) über den Überhang hoch zum Podest. Stand am großen zementierten Ringhaken.

2. [40 m, V+, 1 BH, 2 NH]: Entweder wieder schwierige Passage rechts umgehen (III+) oder über den Riss hoch zu Podest (V+). 1 NH rechts in der Nische. Ab hier Plattenkletterei (1 BH). Die große Rissverschneidung an der Platte weiter hochsteigen (V, 1 NH) bis zu Stand am grasigen Absatz rechts vor der kleineren Verschneidung.

3. [40 m, V+, 1 NH, 2 BH]: Der Verschneidung folgen bzw. links über die Kante (1 NH, 2 BH) nach oben über ein kleines Dach mit Riss (Achtung brüchig!) zum begrasten Absatz. Über begrastes Gehgelände nach links bis zum Beginn der mächtigen „Sarner Verschneidung” queren. Gemeinsamer Stand mit  „Sarner Kante“ am zementierten Ring.

4. [50 m, V, 3 NH]: Der grasigen Verschneidung hoch, Stand an zwei NH auf einem kleinen Absatz.

5. [35 m, IV+, 3 NH]: Über die Verschneidung weiter zum Stand oder luftig der linken Kante hoch. Stand auf einem Absatz mit 2 BH. Die Tour endet hier und geht nun in die gemeinsamen Ausstiegsseillängen des Steinkötterpfeilers über.

6. [35 m, V, 2 NH]: Nach rechts zur „Sarner Kante“ queren und weiter über die Kante in Reibungskletterei nach oben, vorbei an der Kette und weiter nach rechts queren, bis zum Beginn des „Katzenbuckels“.

7. [25 m, obl. VI+, 3 BH, 1 NH]: In schwieriger, sehr ausgesetzter, aber traumhafter Reibungskletterei mit beträchtlichen Hakenabständen nach oben. Immer der haarscharfen Kante über den „Katzenbuckel” entlang bis zu Stand an 3 BH.

8. [50 m, IV]: Den Grat entlang auf nicht mehr so stabilem Fels über mehrere gestufte Auf- und Abschwünge bis zu Stand an einem BH neben Riss.

9. [40 m, IV+, 1 NH, 1 BH]: Leicht links zu sichtbarem schwarzen Seil an NH und dann über die Verschneidung nach oben, den NH und BH folgend, bis man auf einen Absatz kommt, wo 2 BH den Stand markieren.

10. [30 m, VI, 2 NH, 1 BH]: Der schönen Rissverschneidung folgen und dann weiter bis zum Gipfelkreuz. Letzte SL kann auch links über große Blöcke und mit mobilen Sicherungsgeräten abgesichert umgangen werden (30 m IV). Achtung starker Seilzug!

 

Autorentipp

Wiederholer sollten sich nicht die Ausgezeichenten Kuchen des Almschank Tengler entgehen lassen. Die Alm befindet sich gleich oberhalb des Parkplatzes und ist im Sommer nachmittags ab 13.30 Uhr geöffnet.

Nach erfolgreicher Klettertour am Heimweg kommt man hier eigentlich nicht vorbei, ohne Einkehr zu halten. Im Laufe der Zeit hat es sich eingebürgert, dass Kletterbegeisterte von nah und fern hier ihr verdientes Bier getrunken haben und dabei ihre Abenteuer und Geschichten erzählt haben. Dies erkennt man auch an den Bildern im Inneren der Hütte, welche die Geschichte der Kletterei auf der Scharte widerspiegeln.

Profilbild von Peter Warasin
Autor
Peter Warasin 
Aktualisierung: 01.07.2020
Schwierigkeit
VI mittel
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höchster Punkt
Sarner Scharte, 2.460 m
Tiefster Punkt
Parkplatz Riedlerhof, 1.511 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez
Exposition
NOSW
Zustieg
703 m, 2:00 h
Wandhöhe
246 m
Kletterlänge
440 m, 5:00 h
Abstieg
949 m, 1:45 h
Standplätze
mit Bohrhaken, Normalhaken, mobile Sicherungsmittel
Zwischensicherung
vereinzelt Bohrhaken, Normalhaken, mobile Sicherungsmittel
Seillänge
2 x 60 m
Anzahl Expressschlingen
8
Erstbegehung
1976 durch Jochen Gruber und Richard Oberkalmsteiner

Einkehrmöglichkeit

Hofschenke Tengler

Sicherheitshinweise

 

Länge: 10 SL / 440 m

Schwierigkeit: VI+ (V)

Qualität der Absicherung / Allgemeine Schwierigkeit: R3/II

Beschreibung der Absicherung: Die schwierigeren Stellen sind mit Bohrhaken oder Normalhaken gut abgesichert. Die leichteren Seillängen haben alpinen Charakter mit guten Absicherungsmöglichkeiten.

Felsqualität: Sehr gut

Rückzug: Vom Rückzug über die Route ist abzuraten. Nach dem 3. Stand Rückzug über „Sarner Kante“ möglich.

Weitere Infos und Links

Online-Kletterführer: www.alpenverein.it/redrocks

Tourismus Verein Sarntal: https://www.sarntal.com/

 

Start

Parkplatz Riedlerhof (1.511 m)
Koordinaten:
DG
46.642080, 11.383927
GMS
46°38'31.5"N 11°23'02.1"E
UTM
32T 682443 5168151
w3w 
///lüftung.abgänge.hinter

Ziel

Parkplatz Riedlerhof

Wegbeschreibung

Zustieg: Vom Parkplatz hinter dem Riedlerhof der Wegmarkierung Nr. 3 folgend über einen breiten Weg an einem Teich vorbei bis zum Hofschank Tengler (20 min).

Links vom Tengler vorbei immer den Schildern (3) folgend ein bisschen steiler über einen Waldweg bis zum „Larchrastl”, einer Kreuzung, bei der der Weg 3 nach rechts weiterzieht (50 min). Hier dem Weg 3B geradeaus folgen.

Den Weg 3B bis zu einer Anhöhe mit Wetterkreuz („Außerer Herr”) folgen, wo er in den Weg 3A mündet (1h). Hier bergauf nach rechts den Weg Nr. 3A weitergehen.

Erst über einen Waldweg bis über die Waldgrenze, wo der Weg in einen Steinweg übergeht, konstant mäßig steil bergauf, bis der Weg allmählich rechts weg flacher wird und den Hang quert. Hier hat man schon einen großartigen Einblick in die Westwand und man kann das Gipfelkreuz gut erkennen.

Auf dem Weg erreicht man bald einen Bildstock, der sich nach drei Seiten öffnen lässt und eine Übersicht der Kletterrouten und Topos beinhaltet. Später erreicht man eine kleine Quelle mit Trog, den „Brunnleit Brünnl” (1 h 40 min). Dies ist die letzte Wasserstelle, auch auf dem Abstieg gibt es bis hier kein Wasser!

Vom Bildstöckl den Weg etwa 100 m bis zu einer Stelle absteigen, an der eine mit Geröll und Blöcken gefüllte Rinne bis zum Weg herunterreicht. Hier in direkter Falllinie zum Gipfelkreuz über die Rinne bergauf über Geröll und große Blöcke bis zum Wandfuß aufsteigen. Dem Wandfuß entlang in Richtung Norden folgen und eine weitere mit Geröll gefüllte Rinne überqueren. Direkt nach der Rinne weiter bis zum Wandfuß hochsteigen. Bei einer großen Platte mit grasigen Rissen nach dem Normalhaken mit alter Schlinge Ausschau halten. Einstieg befindet sich darunter (20 min).

GPS Koordinaten Einstieg: 46.64967,11.40606

Abstieg:  Vom Gipfelkreuz auf dem flachen Gipfelplateau den großen Steinmännchen links Richtung Süden folgen bis sich ein Pfad bildet, der runter zum Schartl und der Biwakhütte führt (10 min).

Am Schartl Richtung Westen auf einem steinigen Weg über Serpentinen eine steile Rinne bergab der Markierung Nr. 3 folgen bis man zu einer Kreuzung kommt. Hier nach rechts auf den Weg Nr. 3A abbiegen, welcher zurück zur Quelle führt (45 min). Von hier aus auf demselben Weg wie beim Zustieg absteigen (Wege 3A, 3B, 3). ca 1 h 40 min bis zum Parkplatz.

 

Hinweis


alle Hinweise zu Schutzgebieten

Öffentliche Verkehrsmittel

Mit Linie 150 (Bozen - Sarntal) bis zur Haltestelle "Straßmann". Dort dem Wanderweg Nr.18 und dann Nr.3 bis zu Parkplatz "Riedl" folgen (ca 1.5h)

Siehe: https://www.sii.bz.it/

 

Anfahrt

Von Bozen ins Sarntal. Kurz vor Sarnthein bei der Tankstelle rechts Richtung Steet/Riedelsberg abzweigen. Der schmalen Straße folgen und dann rechts zum Riedlerhof abzweigen.

Parken

Oberhalb des Riedlerhofs auf dem Parkplatz parken.

GPS Koordinaten Parkplatz: 46.64202, 11.3838

Koordinaten

DG
46.642080, 11.383927
GMS
46°38'31.5"N 11°23'02.1"E
UTM
32T 682443 5168151
w3w 
///lüftung.abgänge.hinter
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Buchempfehlungen des Autors

Unterwegs im Sarntal Wander- und Kletterführer von Hansjörg Zatelli -  ISBN 13: 9788870145687

Online-Kletterführer: www.alpenverein.it/redrocks

Kartenempfehlungen des Autors

Tabacco Nr.040 1:25.000

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Ausrüstung

Normale Alpine Ausrüstung (NAA)

 

Zur NAA (Normale Alpine Ausrüstung) gehört u.A.:

• 2 x 60 m Halbseil

• Helm, Gurt, Rucksack, Kletterschuhe usw.

• ausreichend Schlingen (2) und HMS-Karabiner (4) zum Standbauen

• Sicherungs- und Abseilgerät

• Set Friends von 0.3 bis 3 (Größen beziehen sich auf Black Diamond der Serie C4 oder X4)

• Sortiment Klemmkeile

• verlängerbare Expressschlingen (6)

• Hammer und einige Haken

• einige Kevlarschlingen

• Erste-Hilfe-Set, Handy, Biwaksack, Stirnlampe


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Schwierigkeit
VI mittel
Strecke
7,3 km
Dauer
8:45h
Aufstieg
949 hm
Abstieg
948 hm
Rundtour aussichtsreich Gipfel-Tour Grat Platte Abstieg zu Fuß

Statistik

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