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Sarner Scharte: Direkte Westverschneidung

· 1 Bewertung · Alpinklettern · Südtirols Süden
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AVS Referat Bergsport & HG Verifizierter Partner 
  • Topo Sarner Scharte der Touren "Gipfelkante" und "Direkte Westverschneidung"
    / Topo Sarner Scharte der Touren "Gipfelkante" und "Direkte Westverschneidung"
    Foto: Luca De Giorgi, AVS Referat Bergsport & HG
  • / Sarner Scharte Westansicht, linker Teil
    Foto: Luca De Giorgi, AVS Referat Bergsport & HG
  • / Sarner Scharte Südansicht, linker Teil
    Foto: Luca De Giorgi, AVS Referat Bergsport & HG
  • / Am Ausstieg beim Gipfelkreuz der Sarner Scharte
    Foto: Peter Warasin, CC BY-SA, AVS Referat Bergsport & HG
  • / Sarner Scharte von der Ferne
    Foto: Peter Warasin, CC BY-SA, AVS Referat Bergsport & HG
  • / Bildstöckl am Einstieg
    Foto: Peter Warasin, CC BY-SA, AVS Referat Bergsport & HG
  • / Routenüberblick. Direkte Westverschneidung: Nr.52
    Foto: Peter Warasin, CC BY-ND, AVS Referat Bergsport & HG
  • / Der Einstieg
    Foto: Peter Warasin, CC BY-SA, AVS Referat Bergsport & HG
  • / Der erste Stand am Baum
    Foto: Manuel Egger, CC BY-SA, AVS Referat Bergsport & HG
  • / Der breite Riss in der 5. Seillänge (III+)
    Foto: Michael Dellantonio
  • / Die Verschneidung in der 9.Seillänge (V)
    Foto: Michael Dellantonio
  • / Sarner Scharte Wandbild Südwand
    Foto: Luca De Giorgi, AVS Referat Bergsport & HG
  • / Sarner Scharte Wandbild
    Foto: Luca De Giorgi, AVS Referat Bergsport & HG
m 2800 2600 2400 2200 2000 1800 1600 1400 1200 7 6 5 4 3 2 1 km Bildstock am … Topos Parkplatz hinter dem Riedlerhof Hofschenke Tengler Gipfelkreuz der Sarner Scharte Ausserer Herrn Ausserer Herrn

Sonnige, plattige Alpinklettertour im rauhen Porphyr mit viel Zustieg von Sarnthein auf den Westgipfel der Sarner Scharte. 

Die erste Tour auf die Sarner Scharte, 1968 von Heini Holzer im Alleingang bestiegen.

schwer
7,2 km
7:00 h
952 hm
952 hm

Dies ist wahrscheinlich die älteste Tour der Sarner Scharte und wurde 1968 von Heini Holzer erstbegangen. Schon vom Parkplatz kann man die markante Verschneidung direkt unter dem Westgipfel erkennen. Diese Tour führt in meist leichter Kletterei über raue Porphyrplatten und zwei grasige Absätze (längeres Gehgelände) zur namengebenden Verschneidung. Diese ist allerdings nach Regenfällen länger nass, brüchig und teilweise schwierig abzusichern. Es empfiehlt sich, nach dem 7. Stand über die ausgesetzte linke Kante weiterzuklettern. Ursprünglich war die Tour als V bewertet, wir haben den Abschnitt in der Verschneidung auf VI erhöht. 

1. [50 m, III]: Am Einstieg zementierter Ring. Links haltend in Richtung Kante klettern. Stand bei zwei Bäumen.

2. [20 m, II, 1 NH]: Nach rechts leicht ansteigend auf die Platte rausqueren. 1 NH. Absatz und Stand mit Kette.

3. [50 m, IV+]: Einem der drei Risse in der Platte folgend (IV+), über leichte Verschneidung (II-III) bis auf Wiesenabschnitt. Stand bei zementiertem Ring.

4. [80 m, I]: Leicht links haltend bis zu Wandfuß der Platte aufsteigen. Stand bei zementiertem Ring in der Platte.

5. [45 m, III+, 1SU]: Links auf die Kante queren und über den markanten breiten Riss bis zum Absatz klettern. Stand bei BH mit Kette.

6. [40 m, IV+, 2 NH]: Direkt über dem Stand anfangs etwas ausgesetzt und auf Reibung der Kante weiter folgen. (Am Absatz kann man diese Stelle nach links über leichteres Gelände umgehen). Ein blanker NH ist in Sichtweite. Später noch einer. Stand an zementiertem Ring.

7. [60 m, I]: Vom Stand etwas höher steigen und dann über die abschüssige Wiese nach links in Richtung Verschneidung queren. Stand am Block oder mittels Friends am Anfang der Verschneidung.

8. [30 m, III]: Die Verschneidung hochklettern, nach ca. 30 m rechts auf einem Grasband den Stand mit Kette suchen.

9. [30 m, IV]: Vom Stand hoch über kleine Platten und Stufen zu einem breiten Band vor der großen grauen Wand. Etwas nach links zum Stand am zementierten Haken queren.

10. [55 m, V+, 4 NH]: Über unangenehme, mit Geröll gefüllte Verschneidung steil hoch. 2 NH bei Schlüsselstelle (V+), eingeklemmter Block, später 2 weitere rostige NH. Auf einem grasigen Absatz am Ende der Verschneidung Stand machen (Zwei rostige NH). Achtung! Die Verschneidung ist oft nass und rutschig. Nachsteiger aufpassen wegen Geröll!

11. [60 m, III+, 1 BH, 2 NH, 1 HK]: In der grasigen Rinne weiter aufsteigen und dann nach links über die Wiese und zwischen labilen Blöcken queren. Um die Kante klettern, dann rechts hoch. Weiter bis zum Gipfelkreuz. Am Kreuz oder an Kette vor Kreuz Stand machen.

Autorentipp

Wiederholer sollten sich nicht die Ausgezeichenten Kuchen des Almschank Tengler entgehen lassen. Die Alm befindet sich gleich oberhalb des Parkplatzes und ist im Sommer nachmittags ab 13.30 Uhr geöffnet.

Nach erfolgreicher Klettertour am Heimweg kommt man hier eigentlich nicht vorbei, ohne Einkehr zu halten. Im Laufe der Zeit hat es sich eingebürgert, dass Kletterbegeisterte von nah und fern hier ihr verdientes Bier getrunken haben und dabei ihre Abenteuer und Geschichten erzählt haben. Dies erkennt man auch an den Bildern im Inneren der Hütte, welche die Geschichte der Kletterei auf der Scharte widerspiegeln.

Profilbild von Peter Warasin
Autor
Peter Warasin 
Aktualisierung: 01.07.2020
Schwierigkeit
V schwer
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höchster Punkt
Sarner Scharte, 2.459 m
Tiefster Punkt
Riedlerhof, 1.507 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez
Exposition
NOSW
Zustieg
650 m, 1:40 h
Wandhöhe
300 m
Kletterlänge
535 m, 3:30 h
Abstieg
968 m, 1:40 h
Standplätze
mit Bohrhaken, mobile Sicherungsmittel
Zwischensicherung
Normalhaken, mobile Sicherungsmittel
Seillänge
2 x 60 m
Anzahl Expressschlingen
8
Erstbegehung
1968 durch Heini Holzer im Alleingang

Einkehrmöglichkeit

Hofschenke Tengler

Sicherheitshinweise

Länge: 11 SL / 535 m

Schwierigkeit: VI

Qualität der Absicherung / Allgemeine Schwierigkeit: R3/II

Beschreibung der Absicherung: Die Tour ist bis auf einige wenige Ausnahmen selbst abzusichern. Stände sind meistens mit Bohrhaken oder zementierten Ringen ausgestattet. In den schwierigen Stellen gibt es einige wenige Normalhaken, der Rest der Tour ist selbst abzusichern.

Felsqualität: Gut

Rückzug: Einfacher Rückzug über die Route

Weitere Infos und Links

Einige Fotos und Informationen stammen aus Biwak Blog. Danke

Online-Kletterführer: www.alpenverein.it/redrocks

Tourismus Verein Sarntal: https://www.sarntal.com/

Start

Parkplatz hinter dem Riedlerhof (1.507 m)
Koordinaten:
DG
46.641890, 11.384076
GMS
46°38'30.8"N 11°23'02.7"E
UTM
32T 682455 5168130
w3w 
///vermehrung.geladene.mehreren

Ziel

Parkplatz hinter dem Riedlerhof

Wegbeschreibung

Zustieg: Vom Parkplatz hinter dem Riedlerhof der Wegmarkierung Nr. 3 folgend über einen breiten Weg an einem Teich vorbei bis zum Hofschank Tengler (20 min).

Links vom Tengler vorbei immer den Schildern (3) folgend ein bisschen steiler über einen Waldweg bis zum „Larchrastl”, einer Kreuzung, bei der der Weg 3 nach rechts weiterzieht (50 min). Hier dem Weg 3B geradeaus folgen.

Den Weg 3B bis zu einer Anhöhe mit Wetterkreuz („Außerer Herr”) folgen, wo er in den Weg 3A mündet (1h). Hier bergauf nach rechts den Weg Nr. 3A weitergehen.

Erst über einen Waldweg bis über die Waldgrenze, wo der Weg in einen Steinweg übergeht, konstant mäßig steil bergauf, bis der Weg allmählich rechts weg flacher wird und den Hang quert. Hier hat man schon einen großartigen Einblick in die Westwand und man kann das Gipfelkreuz gut erkennen.

Auf dem Weg erreicht man bald einen Bildstock, der sich nach drei Seiten öffnen lässt und eine Übersicht der Kletterrouten und Topos beinhaltet. Später erreicht man eine kleine Quelle mit Trog, den „Brunnleit Brünnl” (1 h 40 min). Dies ist die letzte Wasserstelle, auch auf dem Abstieg gibt es bis hier kein Wasser!

Vom Bildstöckl den Weg etwa 100 m bis zu einer Stelle absteigen, an der eine mit Geröll und Blöcken gefüllte Rinne bis zum Weg herunterreicht. Hier in direkter Falllinie zum Gipfelkreuz über die Rinne bergauf über Geröll und große Blöcke bis zum Wandfuß aufsteigen. Am Wandfuß rechts weiter die Rinne hochsteigen, bis man auf einen Bohrhaken (L-Profil) trifft (Start von „Lokomotiv”). Hier links davon etwa weitere 2 m hochsteigen, bis man auf einen zementierten großen Ring trifft (15 min).

GPS Einstieg: 46.64863, 11.4058

Abstieg:  Vom Gipfelkreuz auf dem flachen Gipfelplateau den großen Steinmännchen links Richtung Süden folgen bis sich ein Pfad bildet, der runter zum Schartl und der Biwakhütte führt (10 min).

Am Schartl Richtung Westen auf einem steinigen Weg über Serpentinen eine steile Rinne bergab der Markierung Nr. 3 folgen bis man zu einer Kreuzung kommt. Hier nach rechts auf den Weg Nr. 3A abbiegen, welcher zurück zur Quelle führt (45 min). Von hier aus auf demselben Weg wie beim Zustieg absteigen (Wege 3A, 3B, 3). ca 1 h 40 min bis zum Parkplatz.

Hinweis


alle Hinweise zu Schutzgebieten

Öffentliche Verkehrsmittel

Mit Linie 150 (Bozen - Sarntal) bis zur Haltestelle "Straßmann". Dort dem Wanderweg Nr.18 und dann Nr.3 bis zu Parkplatz "Riedl" folgen (ca 1.5h)

Siehe: https://www.sii.bz.it/

 

Anfahrt

Auf der Sarntaler Staatsstrasse (SS 508) von Bozen kommend noch kurz vor Sarnthein, unmittelbar nach der Tankstelle auf der rechten Strassenseite nach rechts bergauf einbiegen (Schild Riedelsberg).

In vielen Kehren auf schmaler Bergstrasse an Höfen vorbei den Berg empor. Bei Abzweigungen immer bergauf oder den Schildern "Hallerhof" folgen, bis man zu einer Kreuzung mit dem Schild "Riedlerhof" kommt.
Dem Schild folgend rechts abbiegen und der Strasse folgen bis man zu einem relativ großen Parkplatz hinter dem Hof kommt. Dort parken.

Wenn der Parkplatz voll sein sollte, gibt es beim Hallerhof (anstatt dem Riedlerschild zu folgen, links weiterfahren) auch noch einen Parkplatz.

Parken

Relativ grosser kostenloser Parkplatz hinter dem Riedlerhof. Es gibt Platz für etwa 25 Autos.

Eventuell gibt es beim nächsten Hof, dem Hallerhof auch noch einen Parkplatz.

 

GPS Koordinaten Parkplatz: 46.64202, 11.3838

Koordinaten

DG
46.641890, 11.384076
GMS
46°38'30.8"N 11°23'02.7"E
UTM
32T 682455 5168130
w3w 
///vermehrung.geladene.mehreren
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Buchempfehlungen des Autors

Hansjörg Zatelli: Unterwegs im Sarntal, Wander- und Kletterführer. ISBN-13: 978-8870145687

Online-Kletterführer: www.alpenverein.it/redrocks

Kartenempfehlungen des Autors

TABACCO Blatt 040 Sarntaler Alpen 1:25000

Buchtipps für die Region

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Ausrüstung

Normale Alpine Ausrüstung (NAA)

 

Zur NAA (Normale Alpine Ausrüstung) gehört u.A.:

• 2 x 60 m Halbseil

• Helm, Gurt, Rucksack, Kletterschuhe usw.

• ausreichend Schlingen (2) und HMS-Karabiner (4) zum Standbauen

• Sicherungs- und Abseilgerät

• Set Friends von 0.3 bis 3 (Größen beziehen sich auf Black Diamond der Serie C4 oder X4)

• Sortiment Klemmkeile

• verlängerbare Expressschlingen (6)

• Hammer und einige Haken

• einige Kevlarschlingen

• Erste-Hilfe-Set, Handy, Biwaksack, Stirnlampe


Fragen & Antworten

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Bewertungen

5,0
(1)
Manuel Egger 
13.09.2017 · Community
Super Tour,perfekte Beschreibung
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Bewertung
Schwierigkeit
V schwer
Strecke
7,2 km
Dauer
7:00h
Aufstieg
952 hm
Abstieg
952 hm
Rundtour aussichtsreich Gipfel-Tour Platte Abstieg zu Fuß

Statistik

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