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Sagengipfel - Bergtour auf den Breitenberg

· 1 Bewertung · Wanderung · Allgäuer Alpen
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Pfronten Tourismus Verifizierter Partner  Explorers Choice 
  • Blick auf den Aggenstein von der Ostlerhütte
    Blick auf den Aggenstein von der Ostlerhütte
    Foto: Julian Knacker, Pfronten Tourismus
m 2200 2000 1800 1600 1400 1200 1000 800 600 18 16 14 12 10 8 6 4 2 km Reichenbachklamm Dorfer Weiher

»Über den Dingen« wandert man auf diesem Weg. Die anspruchsvolle Ganztageswanderung führt durch die Reichenbachklamm über ein Hochplateau in die sagenumwobene Gipfelwelt der Venediger. Unterhalb des Aggenstein-Gipfels über den Kamm des Breitenbergs verlaufend hält die Tour so manches Naturwunder für den Wanderer bereit.

schwer
Strecke 18,9 km
6:40 h
974 hm
974 hm
1.828 hm
843 hm

Ein abwechslungsreicher Weg durch die Reichenbachklamm, der vom Rauschen des Wasserfalls zwischen den Felsspalten begleitet wird, führt teils wurzelig, teils steinig, aber stets gesichert nach oben, wo sich am Hochplateau der Hochalpe ein grandioser Blick über das Voralpenland und die Allgäuer Gipfelwelt eröffnet. Das imposante Massiv des Aggensteins stets im Blick verläuft der Weg unterhalb des Gipfels über den Kamm des Breitenbergs bis zur Ostlerhütte. Nach einer kurzen Stärkung auf der traumhaften Terrasse mit 360° Panoramablick führt der Weg durch Latschen-, Berg- und Mischwald zurück ins Tal bis zum Gasthof Fallmühle im Achtal. Der Weg zurück ins Ortszentrum verläuft entlang der faulen Ach

 

Zum Schmunzeln unterwegs: Die Sage des Vendigerkönigs am Aggenstein

 

"Ein König bin ich und doch trage ich keine Krone. Ich throne verborgen hinter festen Mauern, mein Schloss aber könnt ihr nicht sehen. Doch halt. Ich bin zu voreilig! Denn es ist durchaus möglich, dass ihr zu jenen gehört, die auserwählt sind.

Manch einem, der sich aus dem Tal bemüht, die Klamm hinauf bis über den Breitenberg, öffnen sich meine Berge wie ein wertvolles Buch. Die schroffen Gipfel des Aggensteins offenbaren sich als stattliche Zinnen und verwandelt sich Fels für Fels vor euren Augen in die Mauern eines herrlichen Schlosses. Hier oben zeigt euch die Landschaft mehr, als eure Augen sehen können. Ihr werdet sprachlos sein beim Anblick dieses Werkes und euch verneigen vor dem größten Baumeister, der Natur. Dann entdeckt ihr vielleicht auch mich, den Hüter dieses Schlosses, gehüllt in meinen goldenen Mantel, die Kapuze tief in die Stirn gezogen, den Wahrheitsspiegel in der Hand.

Nun muss ich ehrlich sein, dieses Wunder wird nur alle sieben Jahre einem einzigen von euch zuteil und wenn ihr zu den Glücklichen gehört, müsst ihr das Geheimnis sieben weitere Jahre für euch behalten. Nie werdet ihr wissen, wer noch zu den Glücklichen gehört, weil alle darüber schweigen. Doch das Schweigen ist kein bloßes Nicht-Reden, es ist eine Welt für sich. Eine Welt in der dieser erfüllte Moment ganz euch gehört und in der ihr euch selbst finden werdet."

 

Das Venedigerschloss am Aggenstein ist nicht real. Und doch ist es wohl das imposanteste Bauwerk – nämlich eines, wie es nur die Natur erschaffen kann. Für die Menschen früher waren die Berge faszinierend und beängstigend zugleich. Über die Jahrhunderte entstanden zahlreiche Sagen, mit denen man versuchte, sich die Landschaft zu erklären. Man personifizierte sie, belebte sie mit geheimnisvollen Wesen und verwob Geschehnisse des eigenen Alltags mit ihr. So landeten wohl auch die Venediger auf dem Aggenstein. Die Bezeichnung »Venediger« geht auf Prospektoren zurück, die im Mittelalter aus Venedig bis ins Allgäu kamen um nach Edelsteinen, Mineralien und Erzen für die Glasproduktion zu suchen. Ihr fundiertes Wissen über Geologie und Natur war den Einheimischen unheimlich, also schrieb man ihnen übernatürliche Kräfte zu und sie wurden kurzerhand Teil der örtlichen Sagenwelt.

Autorentipp

Einkehrmöglichkeit in der Ostlerhütte: Direkt auf dem Kamm des Breitenbergs liegt die Ostlerhütte. Auf der Sonnenterasse könnt ihr den herrlichen Ausblick auf die Tiroler Alpen genießen und eine ordentliche Stärkung zu euch nehmen.

 

Profilbild von Johannes Babel
Autor
Johannes Babel
Aktualisierung: 30.08.2022
Schwierigkeit
schwer
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höchster Punkt
1.828 m
Tiefster Punkt
843 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Wegearten

Asphalt 5,08%Schotterweg 13,09%Naturweg 1,95%Pfad 11,91%Unbekannt 67,95%
Asphalt
1 km
Schotterweg
2,5 km
Naturweg
0,4 km
Pfad
2,3 km
Unbekannt
12,9 km
Höhenprofil anzeigen

Einkehrmöglichkeiten

Ostlerhütte (1838 m)
Gasthof Fallmühle (933 m)

Weitere Infos und Links

Weiterführende Informationen sind auf der Ortshomepage von Pfronten zu finden: www.pfronten.de

Start

Haus des Gastes, Vilstalstr. 2, 87459 Pfronten-Ried. Wer möchte, kann die Tour auch abkürzen und bei der Talstation der Breitenbergbahn mit der Wanderung starten bzw. mit der Bergbahn die ersten Höhenmeter zurücklegen. (858 m)
Koordinaten:
DD
47.581477, 10.557014
GMS
47°34'53.3"N 10°33'25.3"E
UTM
32T 617081 5270959
w3w 
///betonte.bedeutenden.winzerin
Auf Karte anzeigen

Ziel

Haus des Gastes, Vilstalstr. 2, 87459 Pfronten-Ried. Oder alternativ, die kurze Variante der Tour mit Start und Ende bei der Talstation der Breitenbergbahn.

Wegbeschreibung

Vom Start- und Willkommensplatz am Haus des Gastes führt der Weg zunächst das weite, offene Pfrontener Tal entlang, durch den Ortsteil Steinach bis zur Talstation der Breitenbergbahn (wer möchte, kann hier den Aufstieg durch eine Gondelfahrt verkürzen). Der Einstieg zur Reichenbachklamm befindet sich linkerhand der Bahn und führt zunächst entlang eines Baches zum Beginn der Klamm. Im weiteren Verlauf durchwandert man den imposanten Tobel mit Wasserfällen, hinauf zur Hochalpe. Von hier aus steigt der Weg weiter an bis zur ehemaligen Hütte der Zöllner (nicht bewirtschaftet). An dieser Stelle bieten sich verschiedene Möglichkeiten für Geübte, die Tour weiter auszudehnen.

Von der Grenzerhütte am Fuße des Aggensteingipfels geht es weiter über die weiten Hochweideflächen, an der Bergstation der Sesselbahn vorbei und hinauf zur spektakulär gelegenen Ostlerhütte auf dem Gipfelpunkt des Breitenbergs. Hier kann man bei einer Einkehr das herrliche Panorama genießen. Über den Grat steigt man durch Latschen-, Berg- und Mischwald wieder hinunter ins Tal bis zum Gasthof Fallmühle, wo ein gemütlicher Biergarten zur Einkehr einlädt. Von der Fallmühle führt der schattige Weg an der faulen Ach entlang zurück nach Pfronten.

Hinweis


alle Hinweise zu Schutzgebieten

Öffentliche Verkehrsmittel

mit Bahn und Bus erreichbar

Busverbindung Pfronten – Tannheim (im Sommer), Bahnhof Pfronten-Ried, Bahnhof Pfronten-Steinach

Anfahrt

Anfahrt über die B309 bis zum Ortsteil Pfronten - Ried.

Parken

Parkplätze am Bahnhof Pfronten-Ried (oder beim Bahnhof Pfronten - Steinach / Talstation der Breitenbergbahn)

Koordinaten

DD
47.581477, 10.557014
GMS
47°34'53.3"N 10°33'25.3"E
UTM
32T 617081 5270959
w3w 
///betonte.bedeutenden.winzerin
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Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

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Ausrüstung

Festes Schuhwerk, ein Rucksack mit Proviant und eine Regenjacke sind empfehlenswert.


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Bewertungen

5,0
(1)
Uw Uw
04.07.2022 · Community
Tolle Runde mit großartigem Ausblick auf der Ostlerhütte. Im Aufstieg kann man an der Plattenbachquelle seine Wasservorräte auffüllen. Sofern man vor dem Liftbetrieb auf dem Breitenberg ist, kann man dort einigermaßen entspannt den fantastischen und gegensätzlichen Ausblick genießen. Der anschließende Abstieg zieht sich endlos durch Waldwege, die etwas fordernder sind als man erwarten könnte, anschließend kann man sich an der Fallmühle in Selbstbedienung mit einem brunnengekühlten Getränk zu anständigen Preisen belohnen. Entlang der Ache noch kurz die Füße ins kalte Nass gesteckt, rundet ein wenig Kultur im Steinacher Alpengarten die Runde ab.
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Gemacht am 03.07.2022

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Bewertung
Schwierigkeit
schwer
Strecke
18,9 km
Dauer
6:40 h
Aufstieg
974 hm
Abstieg
974 hm
Höchster Punkt
1.828 hm
Tiefster Punkt
843 hm
mit Bahn und Bus erreichbar Rundtour aussichtsreich Einkehrmöglichkeit geologische Highlights botanische Highlights Bergbahnauf-/-abstieg Gipfel-Tour

Statistik

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Karten und Wege
  • 7 Wegpunkte
  • 7 Wegpunkte
Strecke  km
Dauer : h
Aufstieg  Hm
Abstieg  Hm
Höchster Punkt  Hm
Tiefster Punkt  Hm
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