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Wanderung

Rundwanderung: Gnadenberg-Unterölsbach-Oberölsbach-Haimburg-Sindlbach-Gnadenberg

2 Wanderung • Fränkische Alb
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DAV Sektion Altdorf
  • Gnadenberg: Birgittenkloster
    / Gnadenberg: Birgittenkloster
    Foto: DAV Sektion Altdorf
  • Gnadenberg: Ehemaliges Birgittenkloster
    / Gnadenberg: Ehemaliges Birgittenkloster
    Foto: DAV Sektion Altdorf
  • Gnadenberg: Birgitten-Denkmal
    / Gnadenberg: Birgitten-Denkmal
    Foto: DAV Sektion Altdorf
  • Gnadenberg: Torbogen
    / Gnadenberg: Torbogen
    Foto: DAV Sektion Altdorf
  • Oberölsbach: Kreuzung
    / Oberölsbach: Kreuzung
    Foto: DAV Sektion Altdorf
  • Unterhalb von Haimburg
    / Unterhalb von Haimburg
    Foto: DAV Sektion Altdorf
  • Haimburg: Große Linde
    / Haimburg: Große Linde
    Foto: DAV Sektion Altdorf
  • Oberölsbach: Wegkreuz
    / Oberölsbach: Wegkreuz
    Foto: DAV Sektion Altdorf
  • Unterhalb von Haimburg
    / Unterhalb von Haimburg
    Foto: DAV Sektion Altdorf
  • Burgruine Haimburg
    / Burgruine Haimburg
  • Sindlbach: Modernes Wegkreuz
    / Sindlbach: Modernes Wegkreuz
    Foto: DAV Sektion Altdorf
  • Sindlbach: Mariendenkmal
    / Sindlbach: Mariendenkmal
    Foto: DAV Sektion Altdorf
  • Gnadenberg: Klostermühle
    / Gnadenberg: Klostermühle
  • Laurentiusbrunnen in Sindlbach
    / Laurentiusbrunnen in Sindlbach
    Foto: DAV Sektion Altdorf
Karte / Rundwanderung: Gnadenberg-Unterölsbach-Oberölsbach-Haimburg-Sindlbach-Gnadenberg
150 300 450 600 750 m km 2 4 6 8 10
Wetter

Landschaftlich schöne Rundwanderung von dem geschichtsträchtigen Gnadenberg mit der Ruine des Birgittenklosters und der Klostermühle über Unter- und Oberölsbach hinauf auf die Jurahöhe nach Haimburg mit der Burgruine und Gebertshof und von dort über Sindlbach zurück nach Gnadenberg.
mittel
11,9 km
3:45 h
295 hm
293 hm

Die landschaftlich schöne Rundwanderung mit herrlichen Panoramablicken führt von dem geschichtsträchtigen Gnadenberg über Unter- und Oberölsbach auf die Jurahöhe nach Haimburg mit der Burgruine und dem Gebertshof; zurück über Sindlbach nach Gnadenberg.

Gnadenberg und das Birgittenkloster

Der Ort Gnadenberg, welcher ursprünglich Eichelberg hieß, hat seinen Namen seit der Gründung des Klosters im 15. Jhdt. Bis 1978 bildete Gnadenberg mit den Orten Ober- und Unterölsbach, Reichenholz und Irleshof die Gemeinde Oberölsbach. Seit dem 1.5.1978 ist Gnadenberg ein Ortsteil der Gemeinde Berg.

Das Kloster Gnadenberg wurde auf Bitten der Pfalzgräfin Katharina von Pommern hin gestiftet. Sie war in Vadstena/Schweden im Birgittenkloster erzogen worden. Ihr Ehemann Pfalzgraf Johann von Neumarkt kaufte den Eichelberg an der Grenze zum Nürnberger Land.
Gnadenberg war 1426 die erste Klostergründung des Birgittenordens in Süddeutschland und darüber hinaus Mutterkloster für die Birgittenklöster Maihingen und Altomünster. Also 53 Jahre nach dem Tod der heiligen Birgitta. Am 15.6.1438 weihte Bischof Albert von Eichstätt das Kloster und legte den Grundstein zum Bau der Kirche.
Während des 30-jhr. Krieges steckten 1635 schwedische Truppen die Kirche unddas Kloster in Brand. Tragisch war, dass ausgerechnet die Landsleute der hl. Birgitta den völligen Ruin des Klosters verursachten. Von der Klosterkirche (früher 70 m lang und 37 m breit) sind heute noch Mauerreste zu sehen, die von dem eindrucksvollen Bauwerk zeugen. Gnadenberg ist mit dem ehemaligen Kloster ein bedeutender historischer Ort im Landkreis Neumarkt.

Birgitta, die als Stifterin des Birgittenordens in die Geschichte einging, kam um 1303 in Uppsala zu Welt. Bereits ab ihrem 7. Lebensjahr hatte sie Visionen des gekreuzigten Jesus. Mit 13 Jahren heiratete sie auf Wunsch ihres Vaters den 18-jhr. Adeligen Ulf Gudmarson. Sie hatten insgesamt 4 Söhne und 4 Töchter.
König Magnus Erikson schenkte der Mysterikerin 1346 eines seiner Güter in Vadstena in Schweden. Dort errichtete sie ein Kloster, welches das erste Haus der Birgittenklöster wurde. Nach einer Pilgerreise ins Heilige Land und Rom starb sie am 23.7.1373. Die große Kämpferin für Sittlichkeit und Tugend wurde zuerst in Rom beigesetzt, ein Jahr später überführte ihre Tochter, die heilige Katharina, die sterblichen Überreste nach Vadstena, wo sie ihre letzte Ruhestätte fand.

Klostermühle Gnadenberg

Die Klostermühle war die wichtigste Versorgungseinrichtung des Klosters, denn sie lieferte Mehl für die ca. 80 Personen im Kloster, die vegetarisch lebten.  Sie wurde 1435 erstmals erwähnt und war ein Geschenk des Neumarkter  Pfalzgrafen Johann an das Kloster.

Die Klostermühle wurde wie das Kloster während des 30-jhr. Krieges zerstört und 1701 an einer anderen Stelle neu errichtet. Seit nunmehr 300 Jahren ist die Familie Spitz Betreiber bzw. Eigentümer der Klostermühle.

Zu Beginn des 20.Jhdt. wurde das Sägewerk noch betrieben und mit dem eingebauten Generator die nähere Umgebung mit Strom versorgt. 1964 zerstörte ein Hochwasser das Wehr, sodass der Mühlenbetrieb eingestellt werden musste. Am Ende des 20. Jhdt. stand die Klostermühle vor dem endgültigen Verfall. Dank der Initiativen von Gemeinderat Leodegar Spitz und Ortsheimatpfleger Josef Breinl und der Gemeinde Berg erfolgte 1996 die Gründung des „Kulturhistorischen Vereins Gnadenberg“ mit der Zielsetzung die Klostermühle zu retten. Dank großzügiger Unterstützung wurde sie ab 1999 in Stand gesetzt und zu einem Heimat- und Mühlenmuseum umgebaut.

Sindlbach und Haimburg

Die Geschichte Sindlbachs ist eng mit der Haimburg verbunden. Die Haimburger waren als Ritter, Ordensleute und geistliche Würdenträger die Grundherren der Gegend und die Patronatsherren der Pfarrkirche St. Jakobus; d.h. sie hatten demnach die Sorgepflicht für die Pfarrgemeinde und das Besetzungsrecht, also das Recht, den Pfarrer zu ernennen.

Sindlbach dürfte bereits vor dem Jahre 1000 entstanden sein. Erstmals urkundlich erwähnt wird der Ort 1129, als in Urkunden des Klosters Kastl der Sindlbacher Pfarrer Chunradus de Soundelbach aufgeführt ist.

Eine der größten und bedeutendsten Personen Sindlbachs war Chunradus de Hainberg aus dem Geschlecht der Haimburger, ein Bruder Heinrichs von Stein. Er war von 1347 Dom- kanoniker und dann 1363 – 1368 Domprobst. 1368 wurde er zum Bischof von Regensburg gewählt. Wie opferbereit er als Bischof Konrad VI. war, kann verschiedenen Aufzeichnungen entnommen werden. So soll er seinen geerbten Anteil am Schlossgut Haimburg an den bayerischen Herzog Otto V. verpfändet haben. Auch um den Bau des Regensburger Domes hat er sich verdient gemacht.

Kaiser Karl IV. bemühte sich, die Landstücke an den wichtigen Handelsstraßen zwischen Prag und Nürnberg und nach Regensburg zu erwerben. Deshalb hat er 1370 seinen Ministerialen Heinrich von Stein, dem die Burg Haimburg damals gehörte, die Erlaubnis erteilt, den Ort Sindlbach mit Mauern und Türmen zu versehen und mit allen Rechten und Freiheiten einer Stadt auszustatten. Die gleichen Rechte wir die Stadt Sulzbach. Aber leider kam es nicht dazu, Heinrich von Stein starb und Sindlbach ist ein Dorf geblieben.

Die heutige Burgruine wurde erstmals in einer Urkunde von Kaiser Heinrich III. erwähnt. Die Gründer der Burg sind die Heimberger, ein Geschlecht von Reichsministerialen. Nach einer wechselhaften Geschichte mit verschiedenen Besitzern wurde die Burg 1634 im 30-jhr. Krieg von den kaiserlichen Truppen erobert. Nach mehrmaligen Plünderungen wurde sie 1648 von den Schweden niedergebrannt, weil die Nürnberger einen Sold von 600 Gulden verweigerten. Seitdem ist die Burg eine Burgruine.

Wegen Baufälligkeit kann sie nur eingeschränkt eingesehen werden.

Der Laurentiusbrunnen bei der St. Jakobuskirche in Sindlbach hat eine lange Geschichte.  Der       Brunnen aus Gusseisen – ein Werk der Maschinenbau-AG Nürnberg (MAN) – wurde für die Weltausstellung in Paris 1878 gebaut, danach 1886 von der Stadt Altdorf angekauft und in Altdorf gegenüber dem Wallensteinhaus am Oberen Markt 9 aufgebaut. Nach dem 1. Weltkrieg musste der Laurentiusbrunnen einem Kriegerdenkmal weichen. Der damalige Sindlbacher Bürgermeister konnte den Brunnen 1920 von der Stadt Altdorf erwerben. Ein Jahr später wurde er dann in Sindlbach aufgestellt.

Autorentipp

Kinderfreundlicher Hofwirtschaft mit Gartencafe "Deinhards Viecherei" in Gebertshof
Sa und So geöffnet

Tel. 09189 1008  www.deinhards-viecherei.de

Schwierigkeit
mittel
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höhenlage
544 m
382 m
Höchster Punkt
Gebertshof (544 m)
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Weitere Infos und Links

Einkehrmöglichkeiten:

1) Gasthof Joh. u. E. Geier  92348  Berg-Sindlbach   Sindlbacher Hauptstr. 30     
    Tel. 09189 208     Ruhetag: Mo

2) Gasthaus "Burgstüberl"   92348  Berg-Haimburg Weinleite 23
    Tel. 09189 201     Ruhetag: Di

3) Gasthaus Hierl                92348 Berg-Oberölsbach  Oberölsbacher Str. 5
    Tel. 09189 308    Mo. Di. Mi ab 14 Uhr geschlossen

4) Gasthof "Zum Kloster"     92348 Berg-Gnadenberg  Gnadenberger Str. 16
    Tel. 09187 5510 oder 1651  Ruhetag: Mo - Mi

5) Gaststätte Fersch            92348 Berg-Gnadenberg Gnadenberger Str. 30
    Tel. 09187 1595    Ruhetag: Di 

Start

Gnadenberg (422 hm)
Koordinaten:
Geographisch
49.369590, 11.410618
UTM
32U 675002 5471337

Ziel

Gnadenberg

Wegbeschreibung

Vom Parkplatz in Gnadenberg durch das östliche Tor, dann rechts am Friedhof den Weg abwärts an der Klostermühle vorbei nach Unterölsbach. Nach der Autobahnunterführung erste Straße links bis zur Staatsstraße ST2240. Auf dem Radweg folgen bis Oberölsbach. Dort auf dem gegenüberliegenden schmalen Fußweg folgen bis zur Straße nach Sindlbach.

Diese überqueren und nach dem Spielplatz links dem Weg bis zum Wegkreuz gehen. Hier zweigt der Weg links ab in Richtung Sindlbach. Nach der Autobahnunterführung führt rechts ein Feldweg zu einer Baumgruppe mit Marterl. Am Hochsitz vorbei am Waldrand weiter bis zu einem kleine Wäldchen. Das durchqueren und auf dem anschließenden Wiesenweg bis zu den drei kleinen Weihern. Hier führt rechts der Waldweg aufwärts nach Haimburg.

In Haimburg an der großen Linde links vorbei bis zu einer kleinen Kapelle. Rechts dem Kapellenweg folgen bis zur ersten Abzweigung. Von hier führt rechts der Weg bergan hinaus in den Wald. Wir folgen ihm bis zu der großen Wegkreuzung. Der Weg geradeausführt nach Gebertshof zu Deinhards Viecherei, links geht es hinab durch den Wald nach Sindlbach. Am Waldende liegt links ein kleicher Teich und daneben ein Wegkreuz mit einer modernen Jesusdarstellung. Auf dem asphaltierten Weg erreichen wir Sindlbach.

Auf dem Rückweg nach Gnadenbergfolgen wir weitgehend den Frankenweg (Rotstrich), daher gehen wir zunächst auf der Sindlbacher Hauptstraße westwärts bis zu einer Haltestelle. Der weitere Weg führt entsprechend der Markierung nach rechts aus Sindlbach hinaus. Wir gehen jetzt bergan, dann am Waldrand entlang und später durch den anschließenden Wald bis wir wieder auf einen Fahrweg stossen, dem wir jetzt bis zu einer großen Straßenkreuzung (als Kreisverkehr) folgen. Auf der gegenüberliegenden Seite steht die Figur eines Jakobwanderers neben einer Informationstafel.

Rechts der Informationstafel führt der Weg zunächst über freies Feld bergan zu einem Waldstück, das bei guter Markierung hoch zu dem Hohlweg nach Gnadenberg führt. Wir erreichen den Ort und gehen auf der Straße zu dem Ausgangspunkt unserer Wanderung zurück.

Öffentliche Verkehrsmittel

DB Frankenbus: Verbundfahrplan Linie 512
Altdorf - Neumarkt/Opf. bis Gnadenberg (auch Oberölsbach)

Anfahrt

Über BAB 3 Abfahrt Oberölsbach; ST2240 Richtung Gnadenberg

Parken

Gnadenberg Ortsmitte oder Ortsausgang Richtung Neumarkt Friedhof
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

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Kommentare und Bewertungen (2)

outdooractive.com User
DAV Sektion Altdorf
16.08.2018

Durch die Überarbeitung drastisch weniger asphaltierte Wege.

Bewertung

T J
11.02.2018
Für meinen Geschmack zu viel/fast ausschließlich Teerstraßen
Bewertung
Gemacht am
11.02.2018

Bewertung
Schwierigkeit
mittel
Strecke
11,9 km
Dauer
3:45 h
Aufstieg
295 hm
Abstieg
293 hm
Rundtour aussichtsreich Einkehrmöglichkeit familienfreundlich geologische Highlights

Statistik

: h
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