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Wanderung

Rundtour im Arvenwald Selvasecca

Wanderung · Tessin
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  • Arvenwald Selvasecca.
    / Arvenwald Selvasecca.
    Foto: Barbara Leuthold-Hasler, CC BY-SA, Tourenplaner SCHWEIZ
  • / Alte Arve mit verdrehtem Stamm.
    Foto: Barbara Leuthold-Hasler, CC BY-SA, Tourenplaner SCHWEIZ
  • / Pro Natura Zentrum Lucomagno.
    Foto: Barbara Leuthold-Hasler, CC BY-SA, Tourenplaner SCHWEIZ
  • / Die Runde verläuft auf markierten Bergwanderwegen
    Foto: Barbara Leuthold-Hasler, CC BY-SA, Tourenplaner SCHWEIZ
  • / Eine Wanderung für Botanikfreunde.
    Foto: Barbara Leuthold-Hasler, CC BY-SA, Tourenplaner SCHWEIZ
  • / Landschaft am Lukmanierpass.
    Foto: Barbara Leuthold-Hasler, CC BY-SA, Tourenplaner SCHWEIZ
  • / Der Weg führt an bis zu 300 Jahre alten Arven vorbei.
    Foto: Barbara Leuthold-Hasler, CC BY-SA, Tourenplaner SCHWEIZ
m 2000 1900 1800 1700 5 4 3 2 1 km Centro Pro Natura Lucomagno Centro Pro Natura Lucomagno Acquacalda Acquacalda

Die äusserst widerstandsfähigen Arven sind besonders im Engadin und im Wallis verbreitet. Aber auch an einigen Orten im Tessin wachsen Arvenwälder. Die Selvasecca am Lukmanier gilt als der schönste Arvenwald im Tessin.
leicht
5,3 km
2:00 h
184 hm
184 hm

Im Arvenmischwald Selvasecca auf der Südseite des Lukmanierpasses kommen sich Wanderer sehr klein vor. Denn der Weg führt zu beeindruckenden Baumgestalten. Mächtige Arven umklammern mit ihren kräftigen Wurzeln Felsen, als ob sie diese am Davonrollen hindern wollen. Einige Fichten tragen so viele dicht mit Flechten besetzte Äste, dass kaum je ein Regentropfen den Boden am Stammfuss berühren wird. Und von einer wettergeprüften Lärche beweist nur ein einzelner grüner Zweig, dass immer noch Leben im Baum steckt. Dazwischen stehen oder liegen vollends abgestorbene Bäume, das Holz von Käfern und Pilzen löchrig zerfressen.

Arvenwälder haben die Menschen schon immer fasziniert. Früher glaubten die Leute, dass Berggeister und Feen hier wohnten. Vom Wald Selvasecca ist überliefert, dass ihn Wegelagerer als Versteckt nutzten, um von da aus Reisende zu überfallen. Die ungewöhnliche Topografie kam den Bösewichten zweifelsohne entgegen: Als breiter Hügel erhebt sich der Wald aus der Schwemmebene des Brenno und engt das Tal ein. Kleine Felsbänder durchziehen die Flanken des Hügels, die zum Talboden hin steil abfallen. Ob es die Angst vor versteckten Wegelagerern war, welche die Menschen früher davon abhielt, in der Selvasecca Holz zu schlagen? Oder war es eher der schlechte Zugang? Jedenfalls wird der Wald seit langem nicht mehr forstwirtschaftlich genutzt. Deshalb zeigt er sich heute in einem urwaldähnlichen Zustand – mit Bäumen, die bis zu 300 Jahre alt sind. 2004 wurde die Selvasecca zum Naturwaldreservat erklärt.

Auf einem schmalen, gewundenen Bergwanderweg steigt man höher. Hinter jeder Wegbiegung wartet ein neues Bild: eine Gruppe Arven auf einem Felskopf, eine Hirschsuhle in einer feuchten Senke oder von Moosen und Farnen dicht bewachsene Felsen. Schliesslich, in der Nähe des höchsten Punktes, wird das Gelände flacher. Ein Moor breitet sich hier aus. Auf einen imposanten Baum trifft man beim Abstieg: eine uralte Arve mit stark verdrehtem Stamm. «Zirbe» nennt man in Deutschland und Österreich die Arve, was in diesem Fall sehr passend erscheint: Der Name ist nämlich von «zerben» abgeleitet, was «sich drehen» bedeutet. Der letzte Wanderkilometer führt dann dem rauschenden Brenno entlang und durch einen kleinen Erlen-Auenwald. Zwischen den Bäumen hindurch sieht man den steilen Nordhang der Selvasecca. Die Arven- und Lärchenbestände in dieser schattigen, dem kalten Nordwind ausgesetzten Lage halten Kenner für die schönsten des Waldreservats.

Autorentipp

Lohnend ist ein Besuch im Pro Natura Zentrum Lucomagno in Aquacalda. Es ist von Mai bis Oktober offen und bietet ein vielfältiges Veranstaltungsprogramm mit geführten Wanderungen, Kursen und Seminaren.
outdooractive.com User
Autor
Jochen Ihle 
Aktualisierung: 10.07.2019

Schwierigkeit
leicht
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höchster Punkt
1934 m
Tiefster Punkt
1751 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Sicherheitshinweise

Die Rundwanderung verläuft durchgehend auf markierten Bergwanderwegen. Schwierigkeit: T2.

Weitere Infos und Links

Centro Pro Natura Lucomagno, Tel. 091 872 26 10, www.pronatura-lucomagno.ch

Start

Acquacalda (1754 m)
Koordinaten:
Geographisch
46.537844, 8.833606
UTM
32T 487241 5153821

Ziel

Acquacalda

Wegbeschreibung

Von Acquacalda (1756 m) über die Brücke und auf gewundenem Weg den Selvasecca hoch; oben Richtung Nordwesten zur Alp Campo Solario, dort nach rechts abzweigen und auf direktem Weg nach Acquacalda zurück.

Hinweis


alle Hinweise zu Schutzgebieten

Öffentliche Verkehrsmittel

mit Bahn und Bus erreichbar

Mit dem Zug bis Disentis/Mustér, weiter mit Postauto über den Lukmanierpass nach Aquacalda. Oder mit dem Zug nach Biasca und von dort mit Bus nach Aquacalda.

Anfahrt

Mit dem Auto nach Aquacalda.

Parken

Parkplätze in Aquacalda.
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Buchempfehlungen des Autors

Wandermagazin SCHWEIZ, Ausgabe 7/2019: Baumzauber. Rothus-Verlag, Solothurn, www.wanderwege.ch

Barbara Leuthold-Hasler: Lebendige Alpen – Tiere und Pflanzen am Berg, ISBN 978-3-906087-44-3, Bergpunkt.

Kartenempfehlungen des Autors

LK 1:25.000, 1252 Ambri-Piotta.

Buchtipps für die Region

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Ausrüstung

Normale Wanderausrüstung; evtl. Feldstecher. 

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Schwierigkeit
leicht
Strecke
5,3 km
Dauer
2:00h
Aufstieg
184 hm
Abstieg
184 hm
mit Bahn und Bus erreichbar Einkehrmöglichkeit Rundtour aussichtsreich familienfreundlich kulturell / historisch botanische Highlights faunistische Highlights geologische Highlights

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