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Hochtour

Rund ums Grödnertal

· 1 Bewertung · Hochtour · Gröden Dolomiten
Profilbild von Thorsten Hillmer
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Thorsten Hillmer
Karte / Rund ums Grödnertal
m 3000 2800 2600 2400 2200 2000 1800 1600 1400 60 50 40 30 20 10 km
Strecke 61 km
15:15 h
3.485 hm
4.078 hm
2.959 hm
1.811 hm
Höchster Punkt
2.959 m
Tiefster Punkt
1.811 m

Wegearten

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Koordinaten:
DD
46.597997, 11.724884
GMS
46°35'52.8"N 11°43'29.6"E
UTM
32T 708705 5164099
w3w 
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Wegbeschreibung

Diesmal führte uns die Hüttentour zurück an den Ort der abgebrochenen Tour von 2008 nach St. Ulrich. Im Internet hatte ich eine verlockende Hütte auf dem Gipfel des Piz Bö gesehen, so das die Tour etwas anders geplant wurde. Zu Beginn übersprangen wir die Schlüterhütte und starteten am Ende der Seceda-Seilbahn auf 2500m Höhe. Es ging von dort entlang der Geislerspitzen zur Puezhütte. Bei bestem Wetter konnten am Abend bereits die ersten Sonnenbrände bewu...dauert werden. Dies war aber auch gut so, denn die Hütte war recht frisch und der Hüttenwirt machte keine Anstalten zu heizen. Komischerweise leerte sich der Gastraum schon vor 21:00, was sich die nächsten Tage wiederholte. Hat Italien keine Sommerzeit oder sind alle so kaputt das so vor der Nachtruhe ins Bett kippen?
Am Montag war wieder bestes Wetter und wir gingen als fast Letzte (wie die anderen Tage auch) von der Hütte fort. Warum sollten wir hetzen und der Tag ist lang? Über 2 Jöcher ging es zum Grödner Joch. Hier traf uns die ganze Wucht des Tourismus in Form von unzähligen Ausflüglern und touristischen Einrichtungen. Doch schon kurz nach dem Joch Richtung Sella waren wir wieder allein. Wir querten zunächst ein Stück und stiegen dann im steilen Val Setus im Schuttkar der Sellahochfläche empor. Am Ende des Schutt geht es ca. 100 Hm über Felsen gesichert mit Stahlseilen. Bei diesem Wetter kein Problem und auch nicht sonderlich schwindelerregent. Bei Nässe möchte ich hier aber nicht rüber gehen. Vor 5 Jahren waren wir diesen Teil nicht mehr gegangen wegen Schnee und Regen. Gut, muß man im Nachhinein sagen. Oben angekommen öffnet sich der Blick auf den Weg der letzten beiden Tage. Die Pisciaduhütte war zu dieser Zeit noch von Menschenmassen bevölkert. Doch wie immer, ändert sich dies zum Abend hin und am Ende sind wir ca. 30 Wanderer die hier übernachten. Unsere Anmeldung ist nicht angekommen - man schaut wohl selten in die Mails. Ist aber kein Problem, die Hütte ist groß und wir bekommen einen Raum mit 18 Betten für uns 6 allein. In unserem Schlafraum ist es recht kalt, der Gastraum ist aber schön mollig. Trotzdem wird auch dieser Abend gegen 21:00 beendet. Ist meine Uhr doch kaputt?
Am Dienstag folgt der Höhepunkt unserer Wanderung, zumindest halte ich ihn vorab dafür. Wir wandern wiedermal als Letzte entlang des Pisciadu Sees zunächst im Schuttkar des Val di Pisciadu empor. Später folgt vor einer Steilstufe ein mt  Stahlseil gesicherter kurzer Aufstieg. Auf halber Höhe befinden wir uns danach in einem Kessel. Weiter geht es über 2 weitere Anstiege und schließlich stehen wir auf der atemberaubenden Hochfläche der Sella. Hier ist wirklich alles um uns herum Schutt (oder auch Schrott). Eine Landschaft die gut für die Mondlandung zu gebrauchen ist (oder war?). Waaaahnsinn. Wir verweilen hier auf fast 3000m Höhe eine ganze Zeit und können uns kaum trennen. Von hier sehen wir auch gut die Spitze des Piz Bö mit unserer Hütte dem Rifugio Capanna Fassa auf der Spitze in 3152m Höhe. Aufgrund des für morgen schlechten Wetters einer Kaltfront mit Regen (und auf dieser Höhe natürlich Schnee), habe ich bereits am Vortag die Hütte abgesagt und am Sellajochhaus einen Tag vorgebucht. Je näher wir dem Piz Boe kommen umso weniger bedauern wir diesen Entschluss. Die kleine Hütte scheint eine wahrer Menschenmagnet zu sein. Bei diesem Kaiserwetter ziehen dort heute bestimmt hunderte empor. Wir folgen weiter dem Dolomitenhöhenweg vorbei an der Bamberger- (oder Boe-) Hütte Richtung Rifugio Pordoi. Bis dorthin scheint es eine Wanderwallfahrt zu sein, nach der Hütte im steilen Schuttkar Richtung Sellajochstraße treffen wir fast niemanden mehr. Am nett gelegenen und bewirtschaftetem Rifugio Pordoi essen wund trinken wir eine Kleinigkeit. Es folgt ja nur noch der Abstieg zum Joch - denken wir. Das der Abstieg Richtung Sellajochstraße aber nur die Hälfte des Weges ist und wir uns von dort unten wieder über das Joch zum Sellajochhaus hochkämpfen müssen spüren wir dann. Ziemlich ausgelaugt kommen wir an dem kühl wirkenden 80er Jahre Bau an und beziehen unsere Zimmer. Der Essaal ist groß und steril, die Zimmer hübsch. Als es um 18:30 zum Essen geht erspähen wir einen Koch mit Kochmütze. Komisch, ist das nicht etwas übertrieben für Spagetti? Weit gefehlt, wir bekommen ein tolles 4-Gänge-Menü und das für die 9 Leute die hier übernachten (wir 6 und 3 weitere Wanderer). Die Nacht in den Doppel- und Einzelzimmern ist wunderbar - endlich mal wieder ein eigenes Zimmer.
Am Morgen sieht das Wetter zunächst besser aus als angekündigt. Nach dem Frühstück gehen wir den Weg Richtung Plattkofelhütte. Hier solle es den besten Speck Südtirols geben, heist es. Leider ist dieser ausverkauft. Wir nutzen das gerade schlechter werdende Wetter für eine Pause mit Speis und Trank. Als es dann immer schlechter wird und die Schauer mehr werden, wollen wir unsere schon seit Tagen mittransportierte Regenausrüstung testen und treten vor die Hütte. Die folgenden 2h geht es durch Matsch und Regen über Wiesen- und Schotterwege Richtung Tierser Alpl. Der letzte Abschnitt die Fahrstraße zur Alpl hinauf ist schon ein wahrer Gemühtstest. Oben angekommen müssen wir uns und unsere Ausrüstung im gemütlichen 6-Bett Zimmer erstmal trocken legen. Man merkt der Hütte an das diese privat geführt wird und die Besitzer Nachkommen des Erbauers sind. Alles wirkt gepflegt und modern. Die Hütte ist toll ausgestattet und trotzdem urig, gemütlich. Wir trinken Kaffee und Bier, spielen und schlafen ein wenig dem Abendessen entgegen. Dieses Abendessen ist nochmal eine Steigerung gegenüber der vorherigen Hütte. Einfach nur lecker. Erstmals schaffen wir es bis fast 22:00 auszuharren. Es war ein lustiger Abend, auch dank Zauberbraten. Die Nacht wird kühl, zumindest draußen. Die Minustemperaturen lassen das Regenwasser des Vortages gefrieren. Die Sonne ist wieder da und nach dem tollen Frühstücksbuffet geht es in der immer mehr wärmenden Sonne dem Schlern-Plateau entgegen. Wir überholen ein große Österreichergruppe auf dem Weg. Warum wandert man mit 30 Mann? Die Wanderung über den Schlern ist Genuß nach den letzten Tagen. Der Abstieg über den Touristensteig ist anders als es bei dem Namen zu vermuten kein einfacher Weg. Es geht steil der Seiser Alm entgegen. Schon von oben kann man unser Ziel die Seilbahnstation am Rande der Seiser Alm entdecken. Man sieht aber auch das es noch eine Menge Weg und Höhenmeter sind. Zum Ende der Wanderung ist es wie immer, mit der Sicht auf das Ende bekommen dies auch die Füsse mit und man wünscht sich daheim zu sein. Die letzen (Höhen-)Meter werden mit 2 Seilbahnen bezwungen und kurze Zeit später treffen wir wieder an unserem mittlerweile fast leeren Hotel Ronce in St. Ulrich ein. Unser Hotelwirt Stefan begrüßt uns wie immer 'perfecto' und kurze Zeit später liege ich im Bett zum relaxen.
Den Abend lassen wir in unserer 'Stammpizzeria' Sneton ausklingen. Auch hier ist alles wie immer 'perfecto'.
Die Rückfahrt am Freitag ist nur für eine Hälfte der Gruppe 'perfecto'. Thomas Auto streikt ein wenig so da die 3 sich ein wenig intensiver Bozen anschauen dürfen.

Fazit: Es war wirklich 'perfecto' ! Wetter, Essen, Unterkunft und insbesondere Landschaft. Gerade der eigentlich nicht geplante und erst aufgrund des Wetters eingeschobene Teil über Schlern und Seiser Alm bildet einen schönen Kontrast zum unglaublich schroffen Teil über die Sella und die Puez-Geisler-Gruppe.

Hinweis


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Koordinaten

DD
46.597997, 11.724884
GMS
46°35'52.8"N 11°43'29.6"E
UTM
32T 708705 5164099
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Bewertungen

5,0
(1)
Engelbert Bachl
17.06.2014 · Community
Gemacht am 17.06.2014

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Bewertung
Strecke
61 km
Dauer
15:15 h
Aufstieg
3.485 hm
Abstieg
4.078 hm
Höchster Punkt
2.959 hm
Tiefster Punkt
1.811 hm

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