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Ruderhofsspitze über neuen Zustiegsweg (Hochtour Sommer)

Hochtour · Stubaital
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Stefan Strunk 
  • Foto: Stefan Strunk, Community
m 3000 2500 2000 18 16 14 12 10 8 6 4 2 km
Die Hochtour führt von der Franzsennhütte über den neu angelegten Zustiegsweg auf den Alpeiner Ferner und dann weiter auf die Ruderhofspitze. Als sommerliche Bergtour ist sie besonders aufgrund der weiten Strecke anspruchvoll und fordert von den Hochtourengehern viel Kondition.
schwer
Strecke 19,1 km
10:30 h
1.350 hm
1.350 hm
3.473 hm
2.142 hm

Im Winter stellt die Ruderhofspitze ein begehrtes Ausflugsziel bei Skitourengehern dar, denn mit Ski unter den Füßen lässt sich der Rückweg erheblich beschleunigen. Im Sommer wird das Gipfelziel allerdings wesentlich seltener begangen. Ein Grund dafür ist sicherlich die Kombination aus weiter Entfernung (Hin- und Rückweg über 19km) sowie den Höhenmetern (ca. 1.400hm).

Auch technische Herausforderungen (Alpeiner Ferner mit Spaltenzonen) sowie der ca. 800m lange, teils ausgesetzte Gipfelgrat (Stellen max. I bis II, brüchig) gelten zu überwinden.

Die zunehmende Ausaperung - oder besser der erhebliche Rückgang des einst mächtigen Alpeiner Ferners - machte den Zustieg in den letzten Sommerjahren besonders im unteren Teil der Gletscherzone unkomfortabel und mühsam.

Doch seit 2021 gibt es einen neuen (alten) Zustiegsweg, welcher von der ÖAV Sektion Innsbruck mit großem Arbeitseinsatz hergerichtet worden ist. Der Zustiegsweg orientiert sich entlang eines früheren Steigs (131), welcher in den letzten Jahren nur noch mit sehr gutem Orientierungssinn zu finden und teilweise auch sehr heikel zu begehen war. Er verläuft auf bzw. oberhalb der westlichen Seitenmoräne des Alpeiner Ferners und man erspart sich den gesamten mühevollen Zustieg durch die Schuttmoränen und Sedimentbecken vor der Gletscherzunge. Der neue Weg ist außergewöhnlich gut markiert (weiß-rote Punkte) und an einzelnen Stellen gut versichert (Trittstufen, Stahlseil), so dass man ohne technische Mühen schnell viele Meter zurücklegen kann. Den Alpeiner Ferner betritt man auf einer Höhe von ca. 2.950m oberhalb des markanten Gletscherbruchs (welcher bereits vom Tal gut erkennbar ist).

Fazit:

Die Ruderhofspitze ist im Sommer ein langer Hatsch, doch der neue Zustiegsweg erleichtert den Aufstieg erheblich und die Panoramaaussicht vom 3.473m hohen Gipfel ein lohnenswertes Ziel - nicht nur im Winter.

Autorentipp

1. Sehr früh starten (Thermofrühstück auf der Hütte anfragen)

2. Die Tour ist lang (ca. 10 - 12 Stunden oder länger je nach Verhältnisse)

3. Im Sommer den neuen Zustiegsweg auf der westlichen Seitenmoräne nutzen

Schwierigkeit
II-, 30°, PD schwer
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höchster Punkt
3.473 m
Tiefster Punkt
2.142 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez
Seillänge
1 x 50 m

Wegearten

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Sicherheitshinweise

Spaltenzonen auf dem Alpeiner Ferner sind vorhanden, sie lassen sich aber weiträumig gut umgehen.

Start

Franz Senn Hütte (2.146 m)
Koordinaten:
DD
47.085018, 11.168780
GMS
47°05'06.1"N 11°10'07.6"E
UTM
32T 664618 5216894
w3w 
///wieviel.bauwesen.defekt
Auf Karte anzeigen

Ziel

Franz Senn Hütte

Wegbeschreibung

Von der Franz Senn Hütte südwärts durch das langgezogene Tal, vorbei am Höllendrachen (Klettersteig) bis zur Weggabelung (Abzweig Berglasferner). Hier kann man bereits auf die westl. Seitenmoräne aufsteigen und - auf der Moräne bleibend - trifft im weiteren Verlauf wieder auf den Weg 131, welcher meist als Normalweg zum Aperen Turm genutzt wird.

An der nächsten Weggabelung (Höhe ca. 2.700m, Gehzeit ca. 2h, der Normalweg Aperer Turm biegt westwärts ab), bleibt man weiter auf dem Pfad in südliche Richtung.

Ab hier beginnen die neuen Wegmarkierungen (weiß-rote Punkte). Gut erkennbar und komfortabel begehbar verläuft der Steig stets leicht bergauf durch Block- und Schuttkegel. später über Platten, weit unterhalb der Moränenausläufer Verborgen-Berg-Ferner sowie Wildgratferner. Keine größeren Schwierigkeiten, sobald der Fels etwas steiler oder glatter wird, findet man Trittbügel oder Stahlseile, sehr gut angelegt. Je nach Verhältnisse können hier allerdings auch einige Altschnee- und Firnfelder vorhanden sein, dann müsste man nach dem Weg etwas genauer suchen.

Auf einer Höhe von ca. 2.950m trifft man auf den Alpeiner Ferner, man steigt quasi von der Seite auf Höhe des Gletscherbruchs in den Gletscher ein.  Gehzeit von FSH: ca. 3h

Hier Anseilen, über den Alpeiner Ferner erst südlich, dann in einer Linkskurve in Richtung Hölltalscharte orientieren und in das östliche Firnbecken bis zur Oberen Hölltalscharte aufsteigen (3.247m). Der Gletscher hat einige Spaltenzonen zu bieten, durch eine sinnvolle Spurwahl kann man die Zonen weitestgehend gut umgehen. Je nach Verhältnisse liegt auch im Sommer noch länger Schnee auf dem Gletscher, so dass bei steigenden Temperaturen der Aufstieg etwas mühsam werden kann (Auf unserer Tour hatten wir Glück und Dank kalter Nacht war der Schnee gefroren und gut begehbar). Gehzeit Gletscher ca. 1h

An der Oberen Hölltalscharte kann ein Depot eingerichtet werden und man steigt in den gut 800m langen Südgrat ein.  Der Grat verläuft in einer Linkskurve durch teils lockeren Fels, klettertechnisch bewegt man sich im leichten I. bis max. II. Grad, dafür teilweise ausgesetzte Stellen. Viele begehen den Grat seilfrei. Nach ca. 50-60 min erreicht man das Gipfelkreuz.

Abstieg wie Aufstieg.

Persönliche Infos zur Tour / Zeitangaben:

Unsere Gruppe bestand aus 8 Personen, wir waren verhältnismäßig zügig unterwegs und hatten dennoch auch einige längere Pausen genutzt. Insgesamt waren wir 10,5 Stunden unterwegs (Aufstieg ca. 6h, Abstieg ca. 4,5 h). Wir hatten gute Verhältnisse, der Gletscher war im unteren Teil aper bzw. der Schnee im oberen Bereich hart gefroren, der Gipfelgrat war komplett schneefrei.

Wenn die Schneeauflage auf dem Alpeiner Ferner deutlich stärker ist bzw. dadurch bei warmen Temperaturen auch mehr Sulzschnee besteht, kann es deutlich anstrengender und langwieriger werden.

Für die Tour (FSH - Gipfel - FSH) können bei einer Sommerbegehung mindestens 10-12 Stunden eingeplant werden, also am besten das Thermofrühstück auf der Hütte nutzen. Wir sind morgens um 3:00 Uhr gestartet.

Hinweis


alle Hinweise zu Schutzgebieten

Parken

Parkplatz auf der Oberrissalm nutzen, von dort innerhalb 1 1/4 Std. hoch zur Franz Senn Hütte.

Koordinaten

DD
47.085018, 11.168780
GMS
47°05'06.1"N 11°10'07.6"E
UTM
32T 664618 5216894
w3w 
///wieviel.bauwesen.defekt
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Ausrüstung

Gletscherausrüstung notwendig (Seil, Pickel, Steigeisen, Eisschraube).

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Schwierigkeit
II-, 30°, PD schwer
Strecke
19,1 km
Dauer
10:30 h
Aufstieg
1.350 hm
Abstieg
1.350 hm
Höchster Punkt
3.473 hm
Tiefster Punkt
2.142 hm
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