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Mehrtagestour

RheinBurgenWeg, Etappe 7

Mehrtagestour · Romantischer Rhein
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  • Blick auf den Rhein von Schloss Stolzenfels
    / Blick auf den Rhein von Schloss Stolzenfels
    Foto: Wolfgang Blum, Rhein Main Presse
  • / Blick über Rhens und den Rhein auf die Marksburg
    Foto: Wolfgang Blum, Rhein Main Presse
  • / Königsstuhl Rhens
    Foto: Wolfgang Blum, Rhein Main Presse
  • / Fachwerkrathaus Rhens
    Foto: Wolfgang Blum, Rhein Main Presse
  • / Alte Weinkelter in Rhens
    Foto: Wolfgang Blum, Rhein Main Presse
  • / St. Antonius-Heiligenhäuschen
    Foto: Wolfgang Blum, Rhein Main Presse
m 300 200 100 18 16 14 12 10 8 6 4 2 km
Verwunschene Wälder, idyllische Täler – und immer wieder prächtige Panoramablick: Der Rhein BurgenWeg gehört zu den schönsten deutschen Weitwanderrouten. Von Rolandseck bei Bonn bis nach Bingen bietet er 200 Kilometer r(h)eine Romantik. Insbesondere der zweite Abschnitt, der im Unesco-Welterbe Oberes Mittelrheintal verläuft, reihen sich atemberaubende Ausblicke, mittelalterliche Burgen und Schlösser sowie weinselige Städte aneinander.
Strecke 18,2 km
5:22 h
707 hm
707 hm
Der Startschuss zur Tour auf dem RheinBurgenWeg im Welterbe Oberes Mittelrheintal fällt vor dem Hauptbahnhof.   Auf dem Bahnhofsvorplatz entdecken wir das Schild „RheinBurgenWeg 3,9 km“ und einen Hinweis auf das 700 Meter entfernte Rheinufer. Mit den gelben Zuwegschildern gelangen wir auf dem Markenbildchenweg und der Januarius-Zick-Straße bis zur Uferpromenade gegenüber von Koblenz-Pfaffendorf bei Flusskilometer 590,2. Dort wenden wir uns nach rechts und schlendern im Park, der den Namen der Kaiserin Augusta trägt, stromaufwärts. Die Uferallee zieht sich an wunderschönen Villen entlang zunächst zum Denkmal der Kaiserin. Längst laufen wir neben der Rheinlache her, einem stillgelegten Seitenarm des Rheins, der einst die Insel Oberwerth umfloss.

Am südlichen Ende der Lache geht es unter den Bahngleisen und den Zubringern zur B 9 hindurch im Bachgrund auf einem breiten Alleenweg entlang bis zum Sportgelände Oberwerth mit der Conlong-Arena. Dort weist uns die gelbe Markierung nach rechts unter der Bahn hindurch und über die Bundesstraße 9 hinweg. Die Asphaltstraße führt leicht ansteigend in Richtung Rittersturz. Nach 200 Metern zweigt ein Weg nach links ab, dem wir im Wald aufwärts folgen.

Kurz darauf ist der Parkplatz an der Gedenkstätte Rittersturz erreicht. Sie erinnert an eine Legende, wonach sich hier ein Ritter aus Liebeskummer eine Felswand hinunterstürzte. Der Rittersturz, seit mehr als einem Jahrhundert beliebtes Ausflugsziel der Koblenzer, zu dem ab 1928 sogar eine Seilbahn hinauffuhr, hat 1948 besondere Aufmerksamkeit erlangt. Am Aussichtspunkt betonten die elf damaligen deutschen Ministerpräsidenten die Bedeutung der deutschen Einheit. Sie genossen dabei die herrliche Aussicht auf das Rheintal sowie die gegenüberliegende Festung Ehrenbreitstein.

Vom Rittersturz, wo wir auf den RheinBurgenWeg einmünden, führt ein schattiger Waldweg an der Geländekante entlang seicht aufwärts. Unterwegs erhascht man immer wieder Blicke durch das Blätterdach auf den Rhein, den Ortsteil Horchheim sowie das markanten Hotel in Lahnstein auf der Höhe. Wenig später gelangt man in den Talgrund des Königsbaches. Nun führt der Weg weiter stetig leicht ansteigend – gleichlaufend mit der „Geologischen Wanderung“ – im Hang zu einer Tafel, die über die befestigte Höhensiedlung auf dem Dommelberg informiert, in der schon 1000 Jahre vor Christus Menschen lebten. Nicht mehr lange, und der Rastplatz mit dem Pavillon auf dem Dommelberg sind erreicht. Der Blick ins Rheintal sowie auf Koblenz und die Ehrenbreitstein entlohnt für die Mühen des Aufstiegs.

Ab hier begleitet die Route den keltischen Ringwall, der im Gelände klar auszumachen ist, in stetem Auf und Ab zur Weidgenhöhe. An der Hütte und dem gleichnamigen Aussichtspunkt kurz unterhalb   der Lahnmündung am rechten Rheinufer kommt zum ersten Mal Schloss Stolzenfels in den Blick. 200 Meter entfernt mündet der RheinBurgenWeg am Abzweig Weidgenhöhe auf eine aufgeschotterte Forstpiste ein. Sie führt vom Rheintal weg am Hang höhengleich in den Graben des Siechhausbaches hinein. Nun geht es stetig leicht ansteigend in Richtung Rhein zurück und um den Hasenberg herum zu einem Wegetreffpunkt an der offenen Schutzhütte Rot Weiß. Von ihr folgen wir einem breiten Waldweg anfangs mit leichtem Gefälle, später in langgezogenen Serpentinen steiler hinab zu einem kleinen Pavillon im Gründgesbachtal.

Hier bietet sich ein Abzweig zum nahen Schloss Stolzenfels an (einfache Strecke 600 Meter). Das Ensemble, das weithin sichtbar über dem Rhein thront, gehört kunst- wie kulturhistorisch zu den bedeutendsten Bauwerken im Weltkulturerbe. Kronprinz Friedrich Wilhelm von Preußen ließ es zur Mitte des 19. Jahrhunderts aus den Ruinen einer Burg des 13. Jahrhunderts im neugotischen Stil errichten. Mit seinen Zinnen und Türmchen sowie dem prächtigen Pergolagarten spiegelt es Romantik pur wider.

Zurück am Abzweig im Gründgesbachtal beginnt ein langgezogener Aufstieg auf einem breiten Waldweg parallel zum Talgrund, bis die Markierung plötzlich nach links weist. Dort führt ein schmaler Pfad im Wald weiter aufwärts zu einer Wegespinne, wo die Route auf den breiten Pastorenpfad einmündet. Ihm folgt sie anfangs noch leicht ansteigend, später auf dem Plateau eben bis zum Wegekreuz am Kronenstein, dem höchsten Punkt der Tour. Hier müssen Camino-Wanderer aufpassen: Wer auf dem Jakobsweg nach Bingen wandern will, biegt mit dem RheinBurgenWeg nach links ab, die Pilgerwanderer mit Ziel Trier laufen geradeaus in Richtung Mosel weiter.

Von nun an geht es bis nach Rhens (fast) nur noch bergab. Ein breiter Waldweg bringt uns zunächst zum Abzweig Maulbeerkopf. Hier schert die Route nach links aus und führt in einem engen Bachgraben über einen Querweg hinweg steil hinab. Am zweiten Querweg verlässt der RheinBurgenWeg den Taleinschnitt und läuft nach rechts im lichten Laubwald bis zum Waldrand am Samberg. Dort öffnet sich urplötzlich der blick auf die Marksburg, die Kirche auf dem Allerheiligenberg oberhalb von Niederlahnstein und das hoch aufragende Hotel auf den Lahnhöhen.

Ab hier begleitet der RheinBurgenWeg den Traumpfad Wolfsdelle durch Streuobstwiesen abwärts. Vom Abzweig Krippbach führt ein Pfad am Waldrand entlang fast höhengleich um den Phillipsberg herum bis zum St. Antonius-Heiligenhäuschen. Familie S. Alt hat es 1839 errichten lassen, inzwischen wurde es mehrfach renoviert. Hier biegen unsere Route und der Traumpfad nach rechts in die freie Feldgemarkung ab, queren die nahe Landesstraße und führen uns am jüdischen Friedhof (angelegt Mitte 19. Jahrhundert, ältester Grabstein von 1864) vorbei zu einem Fernseh-Umsetzer. Von dort bietet sich erneut ein schöner Blick auf die Marksburg.

Am Umsetzer beginnt der letzte Teil des Abstieges nach Rhens. Ein eigens angelegter Serpentinenpfad bringt uns in der Wiese steil hinunter in die Nähe des Königsstuhles. In Rhens versammelten sich vom 13. Jahrhundert an die vier rheinischen Kurfürsten (die Erzbischöfe von Mainz, Trier und Köln sowie der Pfalzgraf bei Rhein), um einen König zu wählen. Der Königsstuhl stand als hölzernes Bauwerk über Jahrhunderte hinweg im Nussbaumgarten am Rheinufer, 1929 wurde er aus Basaltsteinen auf der Rheinhöhe Schawall errichtet.

Von der historischen Gedenkstätte ist es auf einem von Gebüschen gesäumten Wiesenweg nicht mehr weit bis zum Viehtor, einem von einst fünf markanten Stadttoren in der mächtigen Rhenser Stadtmauer aus der Zeit um 1400. Durch das Tor hindurch können wir schon die rote Fachwerkfassade des schmucken Rathauses erkennen. Von dort bis zum Bahnhof sind es nur wenige Minuten.

Profilbild von Wolfgang Blum
Autor
Wolfgang Blum
Aktualisierung: 07.07.2014
Höchster Punkt
352 m
Tiefster Punkt
60 m

Weitere Infos und Links

www.rheinburgenweg.com

Start

Koblenz, Hauptbahnhof (71 m)
Koordinaten:
DD
50.351700, 7.589391
GMS
50°21'06.1"N 7°35'21.8"E
UTM
32U 399646 5578686
w3w 
///oper.betragen.aufrecht

Ziel

Rhens, Bahnhof

Hinweis


alle Hinweise zu Schutzgebieten

Öffentliche Verkehrsmittel

Bahn

Anfahrt

Auf der B 9 im Rheintal

Parken

In Bahnhofsnähe

Koordinaten

DD
50.351700, 7.589391
GMS
50°21'06.1"N 7°35'21.8"E
UTM
32U 399646 5578686
w3w 
///oper.betragen.aufrecht
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