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Bergtour empfohlene Tour

Reißkofel Hauptgipfel (2.371 m)

· 1 Bewertung · Bergtour · Nassfeld-Lesachtal-Weissensee
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Nassfeld - Pressegger See Verifizierter Partner  Explorers Choice 
  • Schmuckes Gipfelkreuz am Kleinen Reißkofel
    / Schmuckes Gipfelkreuz am Kleinen Reißkofel
    Foto: NLW Tourismus Marketing GmbH
  • / Hinten:Lienzer Dolomiten, Vorne:Torkofel & Plateau der Jaukenalm
    Foto: NLW Tourismus Marketing GmbH
  • / Gipfelkreuz auf dem Hauptgipfel des Reißkofels
    Foto: NLW Tourismus Marketing GmbH
  • / Überall anzutreffen - markante Felsformationen
    Foto: NLW Tourismus Marketing GmbH
m 2400 2200 2000 1800 1600 1400 1200 5 4 3 2 1 km
Der Reißkofel ist einer der imposantesten Berge in den Gailtaler Alpen und mit 2371 Metern Höhe auch die höchste Erhebung östlich des Gailbergsattels. Von welcher Himmelsrichtung sie diesen mächtigen und massiven Kalkstock vom Tal aus auch betrachten, er zeigt ihnen immer ein anderes Gesicht. Weithin sichtbar beherrscht er die ihn umgebenden Täler. Nämlich das Gail-, Gitsch- und das Drautal, zu dem seine felsige Nordwand fast 500 Meter hinabstürzt. Selbst vom weiter im Westen liegenden Lesachtal unterscheidet sich sein spitzer Gipfelaufbau noch eindeutig von den anderen Berggipfeln.
schwer
Strecke 5,7 km
6:00 h
1.010 hm
1.010 hm
Von unten her werden sie den Reißkofel wahrscheinlich schon oft betrachtet haben. Respektvoll und mit dem geheimen Wunsch, einmal auf seinem Gipfel zu stehen. Wenn sie alpine Erfahrung haben, schwindelfrei und einigermaßen bei guter Kondition sind, dann gönnen sie sich das Erlebnis. Lassen sie sich vom „König der Gailtaler Alpen“ in seinen Bann ziehen. Sie werden sehen, die Mühe lohnt sich.

Von alters her hat dieser Berg naturgemäß das Gemüt und die Fantasie der Talbewohner anregen können. In alten Sagen ist immer wieder von einer antiken Stadt Risa die Rede, welche am Reißkofel lag und ihm den Namen gegeben haben soll. Aber das ist eine andere, eigene Geschichte.

Oder entstammt die Bezeichnung „Reiß-, Reis“ doch jener Wurzel, nach der die wandernden Landsknechte seinerzeit „Reisige“ genannt wurden, oder nach welcher eine rutschgefährliche Geröllhalde Sand-, Schuttreise oder –riese genannt wurde. Fragen über Fragen.

Jedenfalls ist der Reißkofel ein ungemein brüchiger, stets mit Muren und Steinschlag drohender Berg. Wasser spielt eine große Rolle in seinem Millionen Jahre alten Dasein. Und auch seine wundertätigen Schwefelquellen könnten ihre Geschichten aus guten alten Zeiten erzählen.

Autorentipp

Es existieren Aufzeichnungen, laut denen schon seit dem 13. Jhdt. auf den Almen des Gailtales Käse erzeugt wird. Die Tradition des Käsens wird seit 700 Jahren in den einzelnen Familien von Generation zu Generation weitergegeben. Durch den sorgsamen Umgang mit den Ressourcen, die uns die Natur zur Verfügung stellt, tragen die Almsenner zum Erhalt der schönen Kulturlandschaft bei.

So auch auf der Reisacher Jochalm, einer von 13 Mitgliedsalmen in dieser Region, die den  „Gailtaler Almkäse g.U.“ nach einer traditionellen, festgeschriebenen Methode erzeugen. Das „g.U.“ steht europaweit für „Geschützten Ursprung“ - von der Schmackhaftigkeit und Ehrlichkeit dieses Produktes werden sie sich nach der erlebnisreichen Bergtour auf den Reißkofel sicher selbst überzeugen wollen.

In der Almhütte auf der Reisacher Jochalm.

Profilbild von Erich Glantschnig, Kärntner Bergwanderführer
Autor
Erich Glantschnig, Kärntner Bergwanderführer
Aktualisierung: 21.02.2014
Schwierigkeit
schwer
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höchster Punkt
2.328 m
Tiefster Punkt
1.491 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Start

Jochalm (1.554 m) (1.503 m)
Koordinaten:
DD
46.671620, 13.158440
GMS
46°40'17.8"N 13°09'30.4"E
UTM
33T 359140 5170320
w3w 
///turm.vereinbaren.jacken

Ziel

Reißkofel (2.371 m), Kleiner Reißkofel (2.58 m)

Wegbeschreibung

WEGBESCHREIBUNG (Anstieg):

Vom Parkplatz gehen sie den Schotterweg weiter in Richtung Westen, bis sie nach wenigen Minuten die private Gregorihütte (1.492 m) erreichen. An der Westseite der Hütte beginnt der markierte Steig, der nach einer viertel Stunde ein letztes mal einen Güterweg quert und dann gut sichtbar und markiert steil in den Wald nach oben führt. Gehen sie es langsam an, knappe 900 hm liegen vor ihnen! Die letzten Bäume verlassen sie nach einer guten halben Stunde und tauchen ein in die eindrucksvollen freien Südflanken des Reißkofels. Noch ein kurzer Anstieg, dann stehen sie auch schon auf dem Alplspitz – ein Platz mit einer prächtigen Aussicht. Kurz nach diesem gelangen sie zu einer Wegkreuzung mit Beschilderung auf einer südseitigen Felswand.

Nachdem sie sich zu den geübten und schwindelfreien Bergwanderern mit alpiner Erfahrung zählen, nehmen sie die linke Aufstiegsvariante. Der leicht auszumachende und gut markierte Steig führt sie nun in zahlreichen Serpentinen aufwärts unter die ersten Felswände des Gipfelaufbaues. Einige Querungen sind mit Stahlseilen gesichert, so auch der kurze Durchstieg einer kleinen Schlucht.

Wenn sie nach dieser Passage auf einem kleinen Sattel verweilen und nach oben blicken, dann erhalten sie vielleicht einen „Motivationsschub“. Denn der Gipfelgrat ist nun schon in greifbare Nähe gerückt. Noch ein paar kraftvolle Minuten und sie stehen oben. Erstmals mit einer gewaltigen Rundschau in alle Richtungen, inklusive einem eindrucksvollen und nahezu senkrechten Tiefblick nach Norden hinunter in das Drautal.

Nachdem sie hier im Bedarfsfall kurz ihre Kräfte mobilisiert haben, sind sie bereit für die letzten Meter auf der bevorstehenden halbstündigen Gratwanderung und können jeden Schritt in Richtung Gipfelkreuz, gepaart mit der entsprechenden Aufmerksamkeit, so richtig genießen.

Beim Kreuz angekommen, stehen sie über allen anderen Gipfeln der Gailtaler Alpen und werden von der uneingeschränkten Rundumsicht überwältigt sein:

Im Osten liegen das Gitsch- und Gailtal unmittelbar vor ihnen. Der Blick geht weit nach hinten bis in den Nationalpark Triglav in Slowenien. Nach Süden hin stehen sie Auge in Auge den Karnischen Alpen gegenüber. Von Westen her grüßen das Lesachtal und die Lienzer Dolomiten. Und im Norden präsentieren sich die Hohen Tauern und die verschiedensten Berggruppen wie Glockner-, Kreuzeck-, Reißeck- und Ankogelgruppe, um nur einige zu nennen.

WEGBESCHREIBUNG (Abstieg):

Den Abstieg beginnen sie wieder mit der Überquerung des Grates in jene Richtung, aus der sie gekommen sind. An der Stelle, an der sie im Zuge des Aufstieges auf den Grat gestoßen sind, setzen sie die Gratüberscheitung in Richtung Osten fort. Diese Variante ist allerdings etwas schwieriger einzustufen und nur erfahrenen Bergsteigern anzuraten.

Nach einer knappen halben Stunde gelangen sie zu einem kleinen Sattel mit einem markanten, kurzen und spitzen Felskamm. Diesen können sie vorsichtig überschreiten oder westseitig unterhalb queren. Danach bleibt ihnen ein nicht allzu langer Abstieg über schotterbedeckte Felspartien in Richtung Köfeletörl nicht erspart. Hier achten sie besonders darauf, nicht auszurutschen, denn es gibt keine Seilversicherungen!

In unmittelbarer Nachbarschaft des Köfeletörls steht auch der Kleine Reißkofel (2.158 m). Diesen können sie – Trittsicherheit vorausgesetzt – über einen teilweise versicherten und markierten Felsanstieg in rund 20 Minuten besuchen und ihm von seinem „großen Bruder“ einen schönen Gruß ausrichten.

Vom Köfeletörl aus geht es dann in einem stetigen Auf und Ab in einer guten halben Stunde wieder zurück zum Alplspitz. Ab diesem befinden sie sich wieder auf dem bekannten Aufstiegsweg und tauchen nach kurzer Zeit wieder ein in die Wälder rund um die Jochalm.

Hinweis


alle Hinweise zu Schutzgebieten

Anfahrt

In den Talorten Reisach oder Gundersheim biegen sie von der Gailtaler Bundesstraße in Richtung Reißkofelbad ab. Bis hierher führt eine Asphaltstraße. In weiterer Folge erwartet sie bis auf eine Seehöhe von 1.554 m eine gepflegte Forststraße.

Parken

Die Forststraße endet bei einer Wegkreuzung auf dem Plateau vor der Jochalm, einige Meter vor der Gregorihütte. Hier sollten sie ihren PKW parken, denn jetzt schon nach hinten auf die Jochalm zu fahren ist nicht angebracht, das können sie nach der Rückkehr immer noch tun.  

Koordinaten

DD
46.671620, 13.158440
GMS
46°40'17.8"N 13°09'30.4"E
UTM
33T 359140 5170320
w3w 
///turm.vereinbaren.jacken
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Ausrüstung

Diese ist je nach Jahreszeit unterschiedlich. Immer mit dabei ist aber:

Funktionelle Wanderbekleidung, Windjacke, Kopfbedeckung, Regenbekleidung/-schutz, Bergschuhe, Verpflegung, ausreichend Getränke, Wechselwäsche, diverses persönliches wie Fotoapparat, Handy, Sonnenschutz, Sonnenbrille, Erste-Hilfe-Set, etc.

Grundausrüstung für Bergtouren

  • Feste, bequeme und wasserdichte Bergschuhe oder Zustiegsschuhe
  • Kleidung im Mehrschicht-Prinzip mit Feuchtigkeitstransport
  • Wandersocken
  • Rucksack (mit Regenhülle)
  • Sonnen-, Regen- und Windschutz (Hut, Sonnencreme, wasser- und winddichte Jacke und Hose)
  • Sonnenbrille
  • Teleskopstöcke
  • Ausreichend Proviant und Trinkwasser
  • Erste-Hilfe-Set mit Blasenpflaster
  • Biwaksack/Survival Bag
  • Rettungsdecke
  • Stirnlampe
  • Taschenmesser
  • Signalpfeife
  • Mobiltelefon
  • Bargeld
  • Navigationsgerät/Karte und Kompass
  • Notfallkontaktdaten
  • Personalausweis

Technisches Equipment

  • Ggf. Kletterhelm
  • Die Listen für die „Grundausrüstung“ und die „technische Ausrüstung“ werden auf der Grundlage der gewählten Aktivität erstellt. Sie erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit und dienen lediglich als Vorschläge, was du einpacken solltest.
  • Zu deiner Sicherheit solltest du alle Anweisungen zur ordnungsgemäßen Verwendung und Wartung deines Geräts sorgfältig lesen.
  • Bitte vergewissere dich, dass deine Ausrüstung den örtlichen Gesetzen entspricht und keine verbotenen Gegenstände enthält.

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Bewertungen

5,0
(1)
Roger Hollfelder
30.08.2016 · Community
Sehr schöne abwechslungsreiche Bergtour mit traumhaften Ausblicken! Sollte nur bei trockenen Verhältnissen begangen werden.
mehr zeigen
Grat
Foto: Roger Hollfelder, Community
Aufstieg
Foto: Roger Hollfelder, Community
Grat
Foto: Roger Hollfelder, Community
Ausblick
Foto: Roger Hollfelder, Community
Christian Eder
06.04.2014 · Community
Reißkofel Sonnenaufgang
mehr zeigen
Gemacht am 06.04.2014
Reißkofel Sonnenaufgang
Foto: Christian Eder, Community

Fotos von anderen

Grat
Aufstieg
Grat
Ausblick
+ 1

Bewertung
Schwierigkeit
schwer
Strecke
5,7 km
Dauer
6:00 h
Aufstieg
1.010 hm
Abstieg
1.010 hm
Rundtour aussichtsreich Einkehrmöglichkeit geologische Highlights botanische Highlights faunistische Highlights Geheimtipp Gipfel-Tour

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