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Klettersteig empfohlene Tour

Rax, Alpenvereinssteig, Klettersteig B

· 1 Bewertung · Klettersteig · Rax-Schneeberg-Gruppe
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  • Komplex beschildert am Beginn des Zustiegs
    Komplex beschildert am Beginn des Zustiegs
    Foto: Csaba Szépfalusi, AV-alpenvereinaktiv.com
m 1800 1600 1400 1200 1000 800 600 400 200 10 8 6 4 2 km
Einer der großen klassischen Raxanstiege mit einzigartigen landschaftlichen Eindrücken und schönen Klettersteigeinlagen. Zum Teil recht ernstes alpines Ambiente, nicht unterschätzen!
mittel
Strecke 11,8 km
5:45 h
1.100 hm
1.100 hm
1.642 hm
547 hm

Im hintersten Winkel des Großen Höllentals reichen die Felswände am höchsten in den Himmel. Für einen gesicherten Durchstieg – noch dazu in einer faszinierend wilden Felsenwelt – sind sie geradezu ideal. Das dachte sich um 1910 auch Camillo Kronich, der (geschäfts-)tüchtige Hüttenwirt des Ottohauses, der sich einen direkten Anstieg  aus dem Höllental unter Umgehung der ehem. Speckbacherhütte zu seiner Hütte wünschte und diese Idee bei August Cepl in Auftrag gab. Der Steig bietet keine besonderen Klettersteig-Schwierigkeiten. Unterwegs lauert aber viel Gehgelände, wo im wahrsten Sinn Trittsicherheit gefragt ist. Fehltritte sind tabu! Darüber hinaus halten sich im Frühjahr lange gefährliche Altschneefelder in den zahlreichen zu querenden Steilrinnen und -flanken.

Der Ausstieg befindet sich direkt bei der großartigen Höllental-Aussicht, einem der zweifelsfrei schönsten Plätze der Rax, mit herrlichem Tiefblick ins Große Höllental und Ausblick zum Schneeberg.

Autorentipp

Im Zweifel im Weichtalhaus die Verhältnisse erfragen, insbesondere im Frühsommer wegen der Altschneefelder.
Profilbild von Csaba Szépfalusi
Autor
Csaba Szépfalusi 
Aktualisierung: 24.04.2022
Schwierigkeit
B mittel
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Gefahrenpotenzial
Höchster Punkt
Ottohaus, 1.642 m
Tiefster Punkt
Weichtalhaus, 547 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez
Exposition
NOSW
Zustieg
430 m, 1:15 h
Wandhöhe
640 m
Kletterlänge
2:00 h
Abstieg
1,100 m, 2:00 h

Wegearten

Schotterweg 6,88%Naturweg 17,33%Pfad 57,91%Straße 4,78%Klettersteig 13,07%
Schotterweg
0,8 km
Naturweg
2 km
Pfad
6,8 km
Straße
0,6 km
Klettersteig
1,5 km
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Sicherheitshinweise

Lange Tour. Absolute Trittsicherheit auch in den ungesicherten Abschnitten erforderlich. Die Schwindelfreiheit ist schon auf der Einstiegsleiter auf dem Prüfstand. Im Frühjahr wegen der Altschneefelder unbedingt meiden. Die Bergrettung verzeichnet auf dem AV-Steig viele vermeidbare Einsätze.

Den AV-Steig im Abstieg nicht unterschätzen, weder im Frühsommer (brisante Altschneefelder), noch im Spätherbst, wenn er aufgrund der nordseitigen Ausrichtung über weite Strecken nass und entsprechned rutschig ist.

Sehr Geübte können auf das Klettersteigset verzichten, sollten aber jedenfalls den Helm aufsetzen.

Weitere Infos und Links

Einkehr:

Start

Höllental/Weichtalhaus, 547 m (541 m)
Koordinaten:
DD
47.746527, 15.769987
GMS
47°44'47.5"N 15°46'12.0"E
UTM
33T 557718 5288415
w3w 
///schrift.erschienene.übte
Auf Karte anzeigen

Ziel

Höllental/Weichtalhaus, 547 m

Wegbeschreibung

Zustieg: Vom Weichtalhaus über die Salza oder vom einem der Parkplätze an der Bundesstraße nach Westen (flussaufwärts) zur Straßengalerie und direkt davor links ab (Wegweiser). Kurz steil ansteigen, dann rechts längere Querung unter Felswänden (Geländer) zur Schönbrunnerstiege. Die lange, angelehnte Eisenleiter geduldig hinauf zu einer Felslücke. Durch sie hindurch (erster schöner Höllental-Blick) und auf einem guten Gehweg unter der eindrucksvollen Blechmauer (Kletterrouten) weiter. Dann im Talgrund des Großen Höllentals auf einfachem Fahrweg zunächst flach, dann ansteigend in einen lauschigen Hochwald. Vorbei an den Abzweigungen des Hoyossteigs (nach rechts) in Kürze zu der des Teufelsbadstubensteigs. Weiter zur Abzweigung des AV-Steigs und nun der blauen Markierungen folgend am Waldrand neben einer Geröllrinne weiter und nach einem Linksknick in einer ansteigenden Querung zu einem schütter bewachsenen Rücken und in Kehren steil hinauf zum Einstieg, 980 m. 1 ¼ Std., 430 Hm

Klettersteig: Die Einstiegswand („Ceplwand“) wird über fünf abenteuerlich ausgesetzte, zum Teil gebogene Eisenleitern überwunden. Weiter über ein kurzes doppelläufig gesichertes Gratstück und über einen baumbestandenen steilen Rücken zu einer rötlichen Felsnische. In einer leicht ansteigenden Querung unter den wilden Wänden nach rechts (etwas heikel) über eine Rinne und in einen schmalen Sattel hinter einem kleinen Turm. In weiterer Folge über mehrere erosionsanfällige Rinnen, dazwischen auch einige felsige Passagen mit Sicherungen (Tritteisen, Stahlseil). Schließlich über einen Latschenrücken und um ein Eck in einen Kessel (dort eventuell Wasserdusche). Dann unter der Wandzone eine markante, ausgesetzte glatte Steilrampe (Tritteisen), die zu einer Leiter führt. Dort die Einmündung des Gustav-Jahn-Steigs (Tafel, ca. 1370 m). 1 ½ Std.

Über die steile Leiter zur Elsarast, bald darauf eine weitere kurze Leiter, dann nach rechts, über eine Rinne, und durch steiles, zum teil gerölliges Gelände im Zickzack zum Schlusswandl. Um dieses rechts herum und hinaus zur Plattform der Höllentalaussicht, 1620 m. ½ Std.

Weiterweg zum Ottohaus: Auf dem blau markierten Weg (Stangen) in südöstlicher Richtung über lichten Böden zwischen Latschenfeldern gemütlicher Übergang zum Praterstern (Wegkreuzung) und in Kürze leicht ansteigend zum nahen Ottohaus, 1642 m. ½ Std.

Abstieg Wachthüttlkammsteig: Vom Ottohaus nach Norden in Kürze zurück zum Praterstern und weiter genau in nördlicher Richtung auf dem Wachthüttlkammsteig (rote Markierung, Weg Nr. 801) in einer Laschengasse zu einer Lichtung. Dort mit einem deutlichen Rechtsschwenk Übergang zu einer weiteren Lichtung. Der Steig dreht wieder nach Norden ein und führt über einen weitläufigen Rücken mit Lichtungen (Schneebergblicke) in die Waldzone. Dabei auf ca. 1440 m vorbei am kaum mehr erkennbaren Standort der einstigen Speckbacherhütte. Danach weiter sanft abfallend über den nun ausgeprägteren Rücken zur Einmündung von Teufelsbadstubensteig und Preintalersteig, 1260 m. Auf dem nun wurzeligen Steig mit bald wildromantischen Abschnitten an der Geländekante entlang (zahlreiche Aussichtsplätze) zunächst sanft abwärts. Dann ab ca. 1050 m (Tafel) im felsdurchsetzten Steilwald wiederholt mit Handlauf und einigen Tritthilfen gesicherte Passagen sowie fast 30 mehr oder weniger lange, meist angelehnte und nur zum Teil gesicherte Aluleitern. Achtung: Fels teils speckig poliert, Steig zum Teil mit unangenehmen Geröllauflage. Volle Konzentration und Vorsicht ist geboten! Schließlich nach der vom Aufstieg bekannten Abzweigung zur Schönbrunnerstiege zurück zur Bundesstraße im Höllental und in Kürze zum Ausgangspunkt. 2 Std.

Hinweis


alle Hinweise zu Schutzgebieten

Öffentliche Verkehrsmittel

mit Bahn und Bus erreichbar

Bahn nach Bf. Payerbach-Reichenau, weiter mit Bus ins Höllental, Haltestelle Weichtalhaus.

Fahrplanabfrage Verkehrsverbund Ostregion (VOR)

Anfahrt

Von Wien A2, dann S6 Ausfahrt Gloggnitz, weiter auf der B27 über Payerbach, Reichenau, Hirschwang ins Höllental zum Weichtalhaus. Aus der Steiermark S6 über den Semmering bis Ausfahrt Gloggnitz und weiter wie oben.

Parken

Großer gebührenfreier Pkw-Parkplatz beim Weichtalhaus

Koordinaten

DD
47.746527, 15.769987
GMS
47°44'47.5"N 15°46'12.0"E
UTM
33T 557718 5288415
w3w 
///schrift.erschienene.übte
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Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Buchempfehlungen des Autors

  • Csaba Szépfalusi: Klettersteigguide Österreich. Innsbruck: Tyrolia-Verlag 2015
  • Csaba Szépfalusi, Karel Kriz: Bergerlebnis Schneeberg und Rax. Graz: Styria Verlag 2013

Kartenempfehlungen des Autors

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Ausrüstung

Standardausrüstung auf Klettersteigen (Gurt, Klettersteigset, Handschuhe), unbedingt Helm!

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Bewertungen

5,0
(1)

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Bewertung
Schwierigkeit
B mittel
Strecke
11,8 km
Dauer
5:45 h
Aufstieg
1.100 hm
Abstieg
1.100 hm
Höchster Punkt
1.642 hm
Tiefster Punkt
547 hm
mit Bahn und Bus erreichbar Rundtour aussichtsreich Einkehrmöglichkeit geologische Highlights botanische Highlights klassischer Klettersteig

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Karten und Wege
Strecke  km
Dauer : h
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Abstieg  Hm
Höchster Punkt  Hm
Tiefster Punkt  Hm
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