Logo DAV
Logo OEAV
Logo AVS
1 Monat gratis Pro testen Community
Sprache auswählen
Start Touren Preußensteig (Fernwanderung von Garmisch-Partenkirchen durch die Leutasch zur Hohen Munde - 1. Etappe der Alpenüberquerung / 19. Etappe des Hans & Thomas Wegs)
Tour hierher planen Tour kopieren
Mehrtagestour empfohlene Tour

Preußensteig (Fernwanderung von Garmisch-Partenkirchen durch die Leutasch zur Hohen Munde - 1. Etappe der Alpenüberquerung / 19. Etappe des Hans & Thomas Wegs)

Mehrtagestour · Zugspitzregion
Profilbild von Hans & Thomas
Verantwortlich für diesen Inhalt
Hans & Thomas
  • Start zu unserer Alpenüberquerung, aber auch Ziel unserer Deutschlandwanderung
    / Start zu unserer Alpenüberquerung, aber auch Ziel unserer Deutschlandwanderung
    Foto: Hans & Thomas, Community
  • / Idylle vor dem Franzosen- resp. Preußensteig.
    Foto: Hans & Thomas, Community
  • / Ein letzter Blick zurück nach Bayern.
    Foto: Hans & Thomas, Community
  • / Verdiente Rast nach dem Aufstieg auf dem Preußensteig.
    Foto: Hans & Thomas, Community
  • / Das Buch zu unserer Alpenüberquerung...
    Foto: Hans & Thomas, Community
  • / ...und irgendwo dort oben ist auch der Alpenhauptkamm.
    Foto: Hans & Thomas, Community
m 2000 1800 1600 1400 1200 1000 800 600 400 35 30 25 20 15 10 5 km

Zweitageswanderung von Garmisch-Partenkirchen zur Hohen Munde:

Vorbei an Kochelbergalm und Partnachalm, über den Kälbersteig zum Ferchensee;

über die Ostflanke des Wettersteinmassivs (unseren "Preußensteig") ins Leutaschtal;

und schließlich der Aufstieg zur Rauth-Hütte an der Hohe Munde

... die 1. Etappe der Alpenüberquerung aus unserem Buch "2 x 2 Füße in den Alpen",

aber auch die 19. auf dem Hans & Thomas Weg, denn der verbindet auf Schusters Rappen Westfalen mit den Alpen.

schwer
Strecke 36,2 km
16:00 h
1.597 hm
706 hm

Unsere Route im Überblick:

  • Garmisch-Partenkirchen
  • Kochelbergalm
  • Partnachalm
  • Abstieg zur Mündung Ferchenbach in Partnach (alternativ: Weg durch die Partnachklamm)
  • Aufstieg Kälbersteig
  • Steil'n Hütte
  • Ferchensee
  • Aufstieg zur Ederkanzel (alt.: Franzosensteig, so man ihn denn findet...)
  • Abstieg ins Leutaschtal zum Beginn der Geisterklamm
  • Wanderung durch das Leutaschtal, vorbei am Weidachsee, bis nach Moos
  • Aufstieg Hohe Munde bis Rauth-Hütte

Autorentipp

  1. Wer vor dem Start genug Zeit mitbringt, dem empfehlen wir eine ausgiebige Besichtigung, vielleicht auch einen Urlaub im Markt Garmisch-Partenkirchen.

  2. Wer unsere Route ein wenig ausdehnen möchte, der biege am Kälbersteig nicht zum Ferchensee ab, sondern besuche das Königshaus am Schachen, das hoch über der Baumgrenze gelegene Domizil, in dem der „Kini“ über mehrere Jahre im August seinen Geburts- und Namenstag feierte: Spektakulär!

    Und eine Einkehr gibt es auch, denn bereits damals diente die heutige Gaststätte, die sein Vater Max II. Joseph noch als Jagdhütte auf dem Schachen-Berg genutzt hatte, der Versorgung des einsamen Königs Ludwig II.

  3. ... und dann git es ja noch Mittenwald, den berühmten Geigenbau-Ort an der oberen Isar, auch das einen Exkurs wert.
Schwierigkeit
schwer
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höchster Punkt
Rauth-Hütte, Hohe Munde, 1.605 m
Tiefster Punkt
Garmisch-Partenkirchen, Marienplatz, 708 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Sicherheitshinweise

Franzosen- vs. Preußensteig! So kann man sich verlaufen...

Ab dem Ferchensee oberhalb von Mittenwald folgen wir den Markierungen der Wege 872 und später 871.

Letzterer soll von Mittenwald vorbei am Lautersee, den wir links liegen lassen, zum Berggasthof Ederkanzel auf 1.184 Meter Höhe gehen – aber da kommen wir nie an.

Wir verlaufen uns allerdings auf dem zur Grenze zwischen Bayern und Tirol respektive Deutschland und Österreich führenden Pfad. Die heute und „wegen Schengen“ offene, aber eher von Bäumen und Buschwerk zugewachsene Grenze passieren wir irgendwo zwischen dem Grünkopf (1.588 Meter) und dem östlich davon gelegenen Gasthof.

Aber HIER ist der Link zur Wegbeschreibung auf der Webseite des Berggasthauses Ederkanzel... vielleicht kommen Sie ja oben an.

Auch unser Weg hinab zur Leutasch war, wie wir ihn gegangen sind, auch kein Vergnügen: Wir sind bergab eher schmalen, nicht markierten Trampelpfaden und Wildwechseln gefolgt bzw. haben ihn uns selbst gesucht.

Zum Ende des Abstiegs finden wir schließlich doch den von der Ederkanzel zum Parkplatz an der Leutascher Geisterklamm herunter führenden Weg Nr. 880. Die dortige Bushaltestelle an der L14, der kurvenreichen Straße von Mittenwald in das Leutaschtal, war unser Tagesziel.

Weitere Infos und Links

Franzosensteig...

Im Jahr 1805 standen sich das österreichische Herr und die just in jener Zeit mit den Bayern verbündeten, französischen Truppen an der bayerisch-tirolerischen Grenze zwischen Mittenwald und Scharnitz mit seiner uneinnehmbaren Bergfestung „Porta Claudia“ gegenüber.

Der Durchbruch der Truppen Napoleons durch diese enge, schwer befestigte Schlucht im Isartal (ca. 950 Meter üNN) erwies sich als unmöglich.

Doch Mittenwalder Einheimische führten die Verbündeten zum Ferchensee und dann auf dem später so getauften Franzosensteig weiter hinauf auf den Grat.

Von einer Höhe von ca. 1.450 Metern marschierten die Eindringlinge dann hinab in das Tiroler Leutaschtal, fielen den Verteidigern in den Rücken und konnten schließlich bis nach Innsbruck vorrücken.

... und Preußensteig

Bei unserem friedlichen Versuch, ebenfalls in das Leutaschtal zu gelangen, können wir nicht auf den Rat verbündeter Einheimischer zählen. Wie auch, stammen beide Autoren dieses Büchleins doch ursprünglich aus (A. D. 1805) ehedem preußischen respektive kurkölner Landstrichen (heute: beides NRW).

Die beiden Wanderer hätten, wären sie damals über die östlichen Ausläufer der Wettersteinwand geklettert, in der Auseinandersetzung mit Bayern und seinem französischen Partner wohl eher den Österreichern und Tirolern zur Seite stehen müssen.

  • Denn einer der beiden Autoren wurde im vom bayerischen König Max I. Joseph regierten Herzogtum Berg geboren wurde, das allerdings von diesem Regenten bereits im Jahr nach der Invasion seiner Bundesbrüder über den Franzosensteig gegen das Fürstentum Ansbach, Mittelfranken, an Napoléon eingetauscht wurde.

    Die Vorfahren des Autors aber stammen aus der nur wenige Kilometer östlich angrenzenden, alten Grafschaft Mark, die ihrerseits einmal für ca. 50 Jahre bayerisch, aber schon seit 1666 preußisch regiert war.

  • Der andere Autor kann den historischen bayerischen Einfluß in seiner Heimat, dem Kurkölner Herzogtum Westfalen, kaum negieren. Denn in den über 220 Jahren vor 1805 stellten die bayerisch-pfälzer Prinzen fünf von acht Erzbischöfen, die in ca. 80 Prozent dieser Zeitspanne kirchlich und weltlich regierten. Erst "nach Napoléon" und kurzer Zeit bei den Hessen fiel das Gebiet dann an Preussen.

Wie dem auch sei, der seit 1799 als Kurfürst Max IV. Joseph aus der Pfalz-Zweibrücker Linie der Wittelsbacher und, seit dem 1. Januar 1806, auch als König regierende Ober-Bayer wechselte mehrmals kurzfristig und entscheidungsstark die Seiten:

  • In den seit 1796 andauernden Franzosenkriegen ist Bayern zuerst mit den Österreichern verbündet.

  • Im Jahr 1800 wird diese Koalition von Napoleons Armee geschlagen. Daraufhin geht Max zwar seiner rheinischen Stammlande in der Pfalz verlustig, wird jedoch 1803 mit dem Regensburger Reichsdeputations-Hauptschluss und der dort beschlossenen, nachfolgenden Säkularisation mit einigen Reichsstädten sowie umfangreichen, geistlichen Territorien im heutigen Freistaatsgebiet entschädigt.

  • Im erwähnten Jahr 1805 kämpfen seine bayerischen Truppen dann erfolgreich auf des Franzosenkaisers Seite. Dafür wird der "treue" Kurfürst von diesem im Folgejahr mit der geschätzten Königskrone und mit Tirol belohnt.

  • Der nächste, finale Seitenwechsel zurück zu den Österreichern und den Koalitionsmächten erfolgt rechtzeitig im Jahr 1813 nach dem Desaster der napoleonischen Truppen im Russlandfeldzug.

  • Der Wiener Kongress von 1815/16 bringt schließlich die Pfalz zurück und bestätigt Souveränität, Königtum und das territorial bedeutend gewachsene Staatsgebiet Bayerns.

   Zu viel der sprunghaften Politik für uns, wir wandern weiter.

Start

Garmisch-Partenkirchen, Marienplatz (698 m)
Koordinaten:
DG
47.492939, 11.086896
GMS
47°29'34.6"N 11°05'12.8"E
UTM
32T 657189 5262055
w3w 
///sellerie.lösung.ausgebreitet

Ziel

Hohe Munde, Rauth-Hütte

Wegbeschreibung

... wir verweisen für's Detail gerne auf die Beschreibung dieser und der weiteren Etappen in unserem Buch "2 x 2 Füße in den Alpen, Von Garmisch-Partenkirchen an den Lago Maggiore".

Hinweis


alle Hinweise zu Schutzgebieten

Öffentliche Verkehrsmittel

mit Bahn und Bus erreichbar

Der Bahnhof von Garmisch-Partenkirchen verbindet die Kreisstadt im Stundentakt der BAHN mit den Landeshauptstädten Bayerns und Tirols sowie, an den ICE-Wochenenden, mit dem Rest der Welt.

Zur Rauth Hütte an der Hohe Munde geht es nur zu Fuß. Aber Sie wollen uns ja auf unserer 20. Etappe zum "Schnee in der Scharte, der Fernwanderung von der Leutasch durch das Inntal, über Kühtai / Finstertaler Scharte nach Niederthai" begleiten. Und die führt Sie ins Inntal, wo Sie mit uns in Stams am Inn zum ersten Mal an einen Bahnhof der ÖBB vorbeikommen. Im Übrigen können Sie die Rauth Hütte auch von Seefeld (ÖBB) und Moos in der Leutasch (Bus) aus erreichen.

Koordinaten

DG
47.492939, 11.086896
GMS
47°29'34.6"N 11°05'12.8"E
UTM
32T 657189 5262055
w3w 
///sellerie.lösung.ausgebreitet
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Buchempfehlungen des Autors

Zu dieser Etappe empfehlen wir das 1. Kapitel aus unserem Wanderbuch "2 x 2 Füße in den Alpen - Von Garmisch-Partenkirchen an den Lago Maggiore"

  • An 34 Wandertagen, vorgestellt in 10 Etappen, entdecken die früheren Uni-Kollegen und ehemaligen Manager attraktive Panoramasteige im hohen Gebirge und schmale Trampelpfädchen entlang wilder Flüsse. Sie wandern durch dunklen Wald und über romantische Wiesen, aber auch auf langweiligen Forstwegen - in Bayern, Nordtirol, Südtirol, Trentino, Lombardei und Tessin.

  • Jeden der über 550 km und 16.000 m Auf- & Abstieg machen sie zu Fuß. Nie nehmen sie Bus, Bahn, Taxi, Rad, Pferd, Esel oder Autostopp.

  • Wie auch in ihrem 1. Wanderbuch ("2x2 Füße zum Wanderglück - Auf Schusters Rappen von Westfalen in die Alpen") erzählen sie ihre Erlebnisse, Eindrücke & kleinen Abenteuer auf ihrem "Hans & Thomas Weg", der attraktiven, erstmalig gewanderten Route über hohe Alpenpässe, durch tiefe Täler und oftmals abseits der bekannten Fernwanderwege. 

Buchtipps für die Region

mehr zeigen

Kartentipps für die Region

mehr zeigen

Ausrüstung

Eine ausführliche Packliste findet sich: HIER

Fragen & Antworten

Stelle die erste Frage

Hier kannst du gezielt Fragen an den Autor stellen.


Bewertungen

Verfasse die erste Bewertung

Gib die erste Bewertung ab und hilf damit anderen.


Fotos von anderen


Schwierigkeit
schwer
Strecke
36,2 km
Dauer
16:00 h
Aufstieg
1.597 hm
Abstieg
706 hm
mit Bahn und Bus erreichbar Etappentour aussichtsreich Einkehrmöglichkeit kulturell / historisch geologische Highlights botanische Highlights Geheimtipp Von A nach B Heilklima

Statistik

  • Meine Karte
  • Inhalte
  • Bilder einblenden Bilder ausblenden
Funktionen
2D 3D
Karten und Wege
Dauer : h
Strecke  km
Aufstieg  Hm
Abstieg  Hm
Höchster Punkt  Hm
Tiefster Punkt  Hm
Verschiebe die Pfeile, um den Ausschnitt zu ändern.