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Predigtstuhl und Wildsee

Bergtour · Zugspitzregion
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Johannes Renfordt 
  • Erste Aussichten im Pustertal
    Erste Aussichten im Pustertal
    Foto: Johannes Renfordt, Community
m 1600 1400 1200 1000 800 600 400 18 16 14 12 10 8 6 4 2 km
Ruhige und teilweise einsame Überschreitung des Estergebirges auf alten Pfaden
mittel
Strecke 18,3 km
6:00 h
1.104 hm
871 hm
1.568 hm
636 hm

Das abwechslungsreiche Estergebirge lässt sich auf zahlreichen Wegen durchqueren. Eine recht einsame Möglichkeit besteht darin, von Eschenlohe nach Wallgau über den Predigtstuhl zu gehen. Diese Wegvariante hat den Vorzug, unnötige Höhenmeter zu vermeiden, weist aber im Gegenzug auch kein besonderes Gipfelerlebnis auf. Dennoch beeindruckt die Landschaft mit ihrer großartigen Vielfalt!

Von Eschenlohe aus führen zunächst Wege und Steige hinauf ins wunderschöne Pustertal. Oberhalb der Pustertaler Jagdhütten zweigt dann ein erstmals wenig begangener Steig ab, der hinauf zum Möselgrat führt. Dort setzt ein fast vergessener Steig fort, der ohne Markierungen hinüber zum einsamen Predigtstuhl führt, den ein überraschend großes Kreuz schmückt. Steigspuren leiten weiter zu einer aufgegebenen Almfläche, die nahe einer Forststraße liegt. Zurück in der Zivilisation geht es nun wieder beschildert markiert erst einmal hinab zum Wildsee, der im karstreichen Estergebirge das einzig größere Gewässer darstellt. Der weitere Abstieg nach Wallgau erfolgt meist durch waldreiches Gelände, so dass sich erst oberhalb von Wallgau wieder der Blick öffnet. Der dortige Panoramaweg macht seinem Namen alle Ehre, denn die Aussicht über Wallgau zum Karwendel und den Wettersteinkamm ist großartig. Ganz nebenbei erfährt man beim kurzweiligen Abstieg zum Zielort anhand zahlreicher Informationstafel fast alles über Magdalena Neuner, der derzeit wohl bekannteste Wallgauerin.

Autorentipp

Vom Magdalena-Neuner-Panoramaweg lohnt noch ein Abstecher zum Krepelschrofen, einem Aussichtspunkt oberhalb von Wallgau!
Schwierigkeit
mittel
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Gefahrenpotenzial
Höchster Punkt
Möselgrat, 1.568 m
Tiefster Punkt
Eschenlohe, 636 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez
Exposition
NOSW

Wegearten

Asphalt 12,46%Schotterweg 27,69%Naturweg 51,31%Pfad 7,91%Straße 0,60%
Asphalt
2,3 km
Schotterweg
5,1 km
Naturweg
9,4 km
Pfad
1,4 km
Straße
0,1 km
Höhenprofil anzeigen

Sicherheitshinweise

Die Steige und Wege sind in einem guten Zustand, jedoch sollte der Hahnensteig bei feuchten Bedingungen oder schlechten Sichtverhältnissen nicht begangen werden; eine Umgehung ist über die Forststraße möglich.

Der mittlere Wegabschnitt rund um den Predigtstuhl ist weder beschildert noch markiert. Auch wenn der alte, fast vergessene Steig noch gut auffindbar ist, ist eine gute Orientierungsgabe sehr hilfreich. Bei schlechten (Sicht-) Verhältnissen, insbesondere bei Nebel, sollte der Abschnitt nur mit Ortskenntnis begangen werden.

Start

Bahnhof in Eschenlohe (635 m)
Koordinaten:
DD
47.600908, 11.186709
GMS
47°36'03.3"N 11°11'12.2"E
UTM
32T 664369 5274261
w3w 
///raupe.fliegend.klima
Auf Karte anzeigen

Ziel

Bushaltestelle Wallgau Rathaus

Wegbeschreibung

Den Bahnhof Eschenlohe nach rechts in die Bahnhofsstraße verlassen und dieser bis zum Dorfplatz folgen. Links um die Kurve herum, über die Loisach hinüber und auf der anderen Seite geradeaus weitergehen. An der nächsten Verzweigung rechts in die Krottenkopfstraße. Dieser bis zu einer dreiteiligen Verzweigung folgen und dort geradeaus weiter entlang der Schellenbergstraße. Diese verlässt bald die Ortschaft und endet am Bergfuß an einem Parkplatz. Eine Forststraße setzt dort fort; gleich nach der Linkskehre beginnt nun der Anstieg. Bereits kurz darauf verzweigt sich die Forststraße, nun rechtshaltend dem schmaleren Karrenweg deutlich steiler folgen. Dieser führt in weiten Kurven aufwärts, von denen eine auf einem Steig abgekürzt werden kann. Sobald der Weg flacher verläuft, heißt es ein wenig aufpassen: unmittelbar hinter einer erdigen Rinne beginnt der markierte und beschilderte steile Hahnbichlsteig, der sich zunächst an der Rinne orientiert, bald aber nach links zieht. Nach einigen knackig steilen Passagen wird erstmals ein Forstweg gekreuzt; ab hier empfiehlt es sich, sehr gewissenhaft auf die Markierungen zu achten, denn das anschließende Gewirr an Forstwegen ist im stetigen auf und ab kaum zu überblicken. Schließlich dreht der Steig aber deutlich nach rechts und führt in südlicher Richtung ins Pustertal hinein. Nach einem kurzen Abstieg nimmt er einen weiteren Steig auf und führt nun durch Wald und über einige Bäche hinweg mehr oder weniger kontinuierlich aufwärts. Dabei begleitet nun das Rauschen einiger Wasserfälle den Weg bis einem idyllischen Geländeabsatz, auf dessen Wiesenfläche die Pustertaler Jagdhäuser stehen. Auf der anderen Seite der Wiesen führt ein Steig weiter durch Latschen aufwärts. Dabei heißt es, aufmerksam zu sein: etwa 15 min nach Beginn des Latschengürtels verzweigt sich in einer Rechtskurve der Weg an einem Steinmännchen. Hier nicht dem Pfeil und dem breiten Steig nach rechts folgen, sondern nach links abzweigen. Der schmale Steig zieht in vielen Kurven hinauf zum Möselgrat. Nachdem dieser erreicht und ein schön gestaltetes Tor passiert worden ist, wird erneut ein mehr breites als hohes Steinmännchen erreicht. Hier nun nach links auf Steigspuren zu einem gut einsehbaren, etwas niedrigeren Geländeabsatz absteigen. Auf den meist feuchten Wiesen verläuft sich die Steigspur, aber das Plateau lässt sich auch ohne Schwierigkeiten bequem queren. Ungefähr in der Mitte teilt eine sehr geringe Längserhebung den Geländeabsatz; jenseits dieser Grenze wird das Gelände etwas unruhiger. Wer hier ungefähr die Höhe hält, erreicht am gegenüberliegenden Ende intuitiv erneut Steigspuren, die ansteigend zum schon nahen Predigtstuhl hinaufführen.

Von diesem felsigen Vorsprung führen Steigspuren weiter. Einen Geländebogen ausgehend bewegt sich der bequeme Steig nahezu auf gleicher Höhe weiter. Dabei besteht jederzeit viel Platz links und rechts des alten Steigs - wer mit Latschen zu kämpfen hat, ist definitiv falsch unterwegs! Am Ende des Bogens den Spuren etwas aufsteigend folgend erreicht der Steig eine längst aufgegebene Alm. Der Freifläche aufwärts folgen und über einen kleinen Sattel hinweg zu einem Fahrweg absteigen. Diesem nach links folgen und an der kurz darauf erreichten Verzweigung nach rechts auf einem weiteren, nun gröberen Fahrweg absteigen. Dem Wegverlauf durch eine weite Kehre folgen und oberhalb des Wildsees absteigen. In der zweiten Kehre lohnt rechtshaltend ein Abstecher zum nahen Wildsee, während der weitere Abstieg nun als Steig geradeaus über Wiesen führt. An einer Verzweigung rechts haltend wird das Gelände nun spürbar steiler, der Steig zieht auch mehr nach Süden. Bald schon wird ein Fahrweg erreicht, auf dem es nach links mäßig abfallend weitergeht. Dieser mündet bereits nach wenigen hundert Metern in einen weiteren Forstweg ein, diesem nun nach rechts folgen. Nach einer Linkskehre zweigt nach rechts ein Steig ab, der hinab zum Schwarzbach führt. Über eine Brücke wird kurz darauf der Bach gequert. Während der Steig nun etwas flacher verläuft, gräbt sich der Schwarzbach zunehmend tiefer ins Gelände ein. Mit teilweise schönen Blicken in die tiefe Klamm erreicht der Steig schließlich erneut einen Fahrweg. Diesem nun abwärts folgen und alle einmündenden Wege ignorieren, bis schließlich die Bundesstraße fast erreicht wird. Kurz vorher nach rechts abbiegen und dem Panoramaweg folgen. Dieser schöne Fußweg bewegt sich recht gleichmäßig oberhalb von Wallgau und eröffnet immer wieder Blickfenster über den Ort hinweg. Nachdem der erste Abzweig zum Krepelschrofen passiert worden ist, fällt der Weg nun beständig ab und erreicht den Talboden. An der Einmündung in die Straße nach links gehen und der Sonnleiten ins Dorf folgen. Schon fast dort angekommen, verzweigt sich die nur wenig frequentierte Anwohnerstraße. Hier nach rechts und zum Dorfplatz hinabgehen. Der Bundesstraße wiederum nach rechts folgen bis zur Bushaltestelle Alpenhof, an der der Tourenvorschlag endet.

Hinweis


alle Hinweise zu Schutzgebieten

Öffentliche Verkehrsmittel

mit Bahn und Bus erreichbar

Mit dem Zug auf der Bahnstrecke München - Garmisch-Partenkirchen (- Innsbruck) bis nach Eschenlohe fahren. Die Tourenbeschreibung beginnt unmittelbar am dortigen Bahnhof.

Vom Tourenziel Wallgau sind verschiedene Bahnhöfe erreichbar, die von der Buslinie 9608 Kochel - Mittenwald - Garmisch-Partenkirchen in beiden Fahrtrichtungen angefahren werden.

Anfahrt

Auf der A 95 München - Garmisch-Partenkirchen bis zur Anschlussstelle Eschenlohe (11) fahren. Nach der Abfahrt dann links in Richtung Eschenlohe abbiegen.

Parken

Von der Autobahn kommend kurze Zeit nach dem Bahnübergang links in die Bahnhofsstraße. Dieser bis auf Höhe der Bahnsteige folgen, dort stehen einige unbewirtschaftete Parkmöglichkeiten zur Verfügung.

Koordinaten

DD
47.600908, 11.186709
GMS
47°36'03.3"N 11°11'12.2"E
UTM
32T 664369 5274261
w3w 
///raupe.fliegend.klima
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Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Kartenempfehlungen des Autors

Alpenvereinskarte BY 9 Estergebirge - Herzogstand, Wank

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Ausrüstung

Festes Schuhwerk ist für diesen Tourenvorschlag obligatorisch. Für die Abstiegspassagen sind, je nach Geschmack, ggf. Stöcke hilfreich.

Entlang der gesamten Tour bestehen keine Einkehrmöglichkeiten. Die Mitnahme von Verpflegung und ausreichend Getränken ist deshalb unbedingt erforderlich.


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Schwierigkeit
mittel
Strecke
18,3 km
Dauer
6:00 h
Aufstieg
1.104 hm
Abstieg
871 hm
Höchster Punkt
1.568 hm
Tiefster Punkt
636 hm
mit Bahn und Bus erreichbar aussichtsreich Geheimtipp versicherte Passagen Von A nach B

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Karten und Wege
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